Archive | Kompetenzen

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50 Jahre “Die deutsche Bildungskatastrophe” von Georg Picht

Posted on 15 December 2014 by jrobes

Werner Sauter erinnert: “1964, vor fast genau fünfzig Jahren erschien ein Buch, das die deutsche Bildungslandschaft erschütterte - aber nicht revolutionierte. Ein revolutionäres Buch mit gerade mal 97 Seiten, das hunderte Schritte anstieß, aber im Laufe von teilweise notwendigen und wichtigen, teilweise nur bürokratischen Entwicklungen seine revolutionäre Sprengkraft einbüßte: „Die deutsche Bildungskatastrophe” von Georg Picht.”  Viele Facetten des Bildungs-Begriffs und Humboldt entdeckt er dort. Und eine große Nähe zum “modernen Kompetenzbegriff”. Bei Humboldt und Picht.
Werner Sauter, Blended Solutions Blog, 14. Dezember 2014

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Top Ed-Tech Trends of 2014: Competencies and Certificates

Posted on 12 December 2014 by jrobes

Ich habe schon kurz überlegt, diese Woche ausschließlich auf die täglichen Beiträge von Audrey Watters zu verlinken. Mit ihrer Serie der “Top Ed-Tech Trends” deckt sie eigentlich alle wichtigen Themen des Jahres ab. So wie hier “competency-based education” bzw. kompetenzbasierte oder -orientierte Bildung. Das Thema ist offensichtlich in den USA nicht griffiger als hierzulande. Man will weg von starren Curricula, hin zu dem, was Lerner wirklich können, egal, wann und wo sie dieses Können erworben haben. Doch dann wird es kompliziert: Auf der einen Seite steht z.B. ein nachvollziehbares Interesse an der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen. Und auf der anderen Seite werden kleine Trainingspakete (”Nanodegrees”) geschnürt und Testszenarien (Kompetenzen!) entwickelt. Alles nur Symptome, sagt Audrey Watters, und:

“The disease: social and economic inequality, job insecurity, and the false promise that more education - a college degree, a certificate, a badge - will fix that.”
Audrey Watters, Hack Education, 11. Dezember 2014

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Kompetenzanerkennungskompetenz Bottom-up – #dukannstwas

Posted on 01 December 2014 by jrobes

Hier kurz die Einleitung und die ersten Zeilen eines Beitrags, den ich als Gastblogger auf dem Blog „Aus- und Weiterbildung“ der Bertelsmann Stiftung zum Stichwort “Kompetenzanerkennung” geschrieben habe:

Dieser Beitrag ist der 3. Post im Rahmen des #dukannstwas Blogstöckchens, das wir vor einigen Tagen geworfen hatten und das nun von einigen Autoren aufgriffen worden ist. Heute schreibt Jochen Robes über Kompetenzanerkennungskompetenz als Bottom-Up-Ansatz. Das Blogstöckchen kann jederweit weitergeworfen oder aufgefangen werden.

Auf der politischen Agenda hat die Validierung des informellen Lernens bzw. die Frage der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen ihren festen Platz. Doch die Antworten sind nicht leicht zu finden: Denn es geht um Regeln und Standards, die über einzelne Lebensbereiche und Lebensräume hinweg gelten, um Interessen und Bedarfe, die durchaus unterschiedlich gesehen und eingeschätzt werden, sowie um Zuständigkeiten und Kosten.

Parallel zu dieser Diskussion, an der seit vielen Jahren nationale Institutionen und europäische Kommissionen beteiligt sind, greift aber auch hier die Dynamik der Netze und das Internet als Lernort und Bildungsraum. Wissensarbeiter entkoppeln sich von der offiziellen, bildungspolitischen Suche nach Verfahren und Lösungen. Viele nutzen aktiv und fachbezogen die sozialen Netzwerke und Communities, teilen, bloggen, twittern und bauen über Jahre hinweg ein Online-Profil auf, das ihre individuellen Wege der Kompetenzentwicklung transparent macht. Und innovative Dienste und Start-Ups bieten bereits eine Reihe von Instrumenten, die den Nutzer hier unterstützen, von ePortfolios, über Scores bis Badges. …”
Jochen Robes, Blog „Aus- und Weiterbildung”/ Bertelsmann Stiftung, 1. Dezember 2014

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“Kompetenzanerkennungskompetenz” – #Dukannstwas – Blogstöckchen Teil 1

Posted on 25 November 2014 by jrobes

Da ich versprochen habe, in den nächsten Tagen den Staffelstab aufzunehmen, sei hier auf den Startschuss von Julia Behrens (Bertelsmann Stiftung) verwiesen. Sie möchte eine Diskussion zum Thema “Kompetenzanerkennung” starten und springt dafür in das Jahr 2020. Wir können lesen, wie Alexander mit Hilfe eines Jobcenter-Beraters sein Recht auf Kompetenzanerkennung wahrnimmt. Erfolgreich. Ihr Fazit:

“Schön wäre das. Eine echte Chance das sonst oft so selektive deutsche Bildungssystem zu öffnen und von der Defizitorientierung zur Ressourcenperspektive zu wechseln - und damit vielen Menschen endlich die Möglichkeit zu geben zu zeigen, was in ihnen steckt. Wir haben dann im wahrsten Sinne des Wortes die „Kompetenzanerkennungskompetenz”. Was werden wir daraus machen?”
Julia Behrens, Blog “Aus- und Weiterbildung”/ Bertelsmann Stiftung, 17. November 2014

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The Real Revolution in Online Education Isn’t MOOCs

Posted on 20 October 2014 by jrobes

… sondern “online competency-based education”, schreibt Michelle Weise, die schon mit Blick auf ihre Herkunft (Clayton Christensen Institute for Disruptive Innovation) zu starken Bildern verpflichtet ist. Es geht um beruflich orientierte Weiterbildung, jenseits der großen Abschlüsse und Diplome. Modularisierung ist ein Kennzeichen dieser Entwicklung, Online-Lernen sowieso. Hinzu kommt eine konsequente Kompetenzorientierung, unabhängig von starren Curricula und Kurszeiten. An vielen Stellen kreuzt sich diese Beschreibung mit der jüngsten Neuorientierung von Plattformen wie Udacity und Coursera. Allerdings beschreibt die Autorin diesen Markt vielleicht doch etwas zu offen und dynamisch, zumindest für deutsche Verhältnisse.

“These programs are already priced comparable to, or lower than, community colleges, and most offer simple subscription models so students can pay a flat rate and complete as many competencies as they wish in a set time period.”
Michelle Weise, HBR Blog Network, 17. Oktober 2014

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Stichwort »Kompetenzen«

Posted on 07 August 2014 by jrobes

die_2014081.jpgEigentlich müsste ich den gesamten Artikel hier zitieren. John Erpenbeck, der schon im Rahmen des Projekts Lernkultur Kompetenzentwicklung (ABWF/ QUEM) die Diskussion um den Kompetenz-Begriff maßgeblich geprägt hat, gibt hier einen kurzen und komprimierten Überblick. Er schreibt vom “Siegeszug des Kompetenzdenkens” und: “Selbstorganisation”, “Konstruktivismus”, “Ermöglichungsdidaktik”, “Kompetenz” wurden die Kernbegriffe einer neuen, zukunftsweisenden Pädagogik.” Wenn wir heute davon sprechen, dass es wichtiger ist, den selbstorganisierten Wissensaufbau der Lernenden zu unterstützen als der Illusion nachzujagen, Wissen irgendwie weiterzugeben, dann spiegelt sich darin die hier beschriebene Entwicklung.

Nur am Rande: Der Artikel leitet ein Themenheft zu #PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) ein und spannt auch abschließend einen (ergebnisoffenen) Bogen.
John Erpenbeck, DIE Zeitschrift 2014/3 (pdf)

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Europass: Lernen und Arbeiten in Europa

Posted on 08 July 2014 by jrobes

Peter Baumgartner wirbt für den Europass des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop). Der Europass besteht aus fünf Dokumenten, um “Kompetenzen und Qualifikationen europaweit transparent und verständlich” zu erfassen und darzustellen. Zwei Dokumente, Lebenslauf und Sprachenpass, kann jeder Interessierte selbst ausfüllen. Gerade mit Blick auf die Schlagworte “Europa & Mobilität” schließt der Europäische Bildungspass, wie er auch genannt wird, sicher eine wichtige Lücke, und Peter Baumgartner weist dementsprechend auf seine weite Verbreitung und Nutzung hin. Wenn man andererseits an ePortfolios und Badges denkt, darf man sicher gespannt sein, ob, wie und wann solche Entwicklungen integriert werden.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 6. Juli 2014

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Become a Media Production Pro

Posted on 03 March 2014 by jrobes

Video ist zum Leitmedium im Internet geworden und rückt mehr und mehr auch in den Fokus von Corporate Learning. Doch welche Konsequenzen leiten sich daraus ab? Jonathan Halls fordert, dass es an der Zeit ist, den Medieneinsatz in den Bildungsabteilungen zu professionalisieren. Zum einen, schreibt er, braucht es eine Medienstrategie, die festlegt, welche Medien man unterstützen möchte, welche Qualitätsstandards gelten, ob intern Ressourcen für die Medienentwicklung aufgebaut werden usw. Und zum anderen geht es um die Medienkompetenzen von Bildungsexperten und Programmmanagern. Jonathan Halls erwähnt zum Beispiel das Leadership Development-Team eines Unternehmen, das sich in Fragen der Video-Produktion fit macht.
Jonathan Halls, T+D Magazine, 8. März 2014

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Marc My Words: The Training to Competence Myth

Posted on 14 February 2014 by jrobes

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Training schafft Voraussetzungen, aber ob Lernende auch die gewünschten Kompetenzen entwickeln, kann nur die Praxis zeigen. Um so wichtiger, Training und Praxis zu verzahnen. Das Ganze wird auch gerne “Lerntransfer” genannt. Marc Rosenberg spricht vom “value of post-training support”, und er zählt exemplarisch auf:

“- Getting front-line managers and supervisors involved in pro-active post training coaching.
- Enabling training participants to collaborate with each other through social networking and other means.
- Providing access to knowledge bases that contain valuable, accurate, rich, easy-to-find and easy-to-use information that supports workplace performance. This includes print and online documentation, presentations, best practices, and much, much more.
- Equipping workers with performance support tools (perhaps introduced in training) to make jobs easier and more productive.
- Redesigning the work itself to be more aligned with the processes and practices taught in training (or, redesigning the training to match the work; you’d be surprised how often this is overlooked), reducing any disconnect between the way things are taught and the way things are actually done.”

Marc Rosenberg, Learning Solutions Magazine, 11. Februar 2014

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Learning to Think Outside the Box. Creativity Becomes an Academic Discipline

Posted on 13 February 2014 by jrobes

Auch wenn der Artikel nur amerikanische Referenzen aufzählt: “Kreativität” ist ein Thema, eine Fähigkeit, eine Querschnittskompetenz, die immer wieder genannt wird, wenn es um zukünftige Herausforderungen und die Konturen von Wissensarbeit geht. Also gibt es eine steigende Zahl von Hochschuldisziplinen, Kursen und Workshops, die sich dem Thema annehmen, um Kreativitäts-Techniken und -Methoden zu vermitteln, nach dem Motto: “… to make creativity happen instead of waiting for it to bubble up. A muse doesn’t have to hit you.” Nicht zu vergessen: Es gibt auch erste MOOCs zum Thema (“Creativity, Innovation, and Change”)!
Laura Pappano, New York Times, 5. Februar 2014

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Community Management - qualifiziert - zertifiziert - los geht’s!

Posted on 12 February 2014 by jrobes

Ein zehnwöchiger Kurs, an dessen Ende die Teilnehmer, Mitarbeiter bei Bosch, als “Certified Community Manager” herausgekommen sind. Martina Goehring fasst hier einige Eckdaten des Kurses zusammen, der auf der Kollaborationsplattform Bosch Connect (IBM Connections) aufsetzt. Das heißt: “Das Prinzip Social Learning haben wir hier bis zum Zertifikat umgesetzt.” Natürlich weckt der Beitrag viele Fragen, aber wie ich die Beteiligten kenne, wird es hier bald mehr zu lesen geben. In jedem Fall zeigt er, dass das Thema “Community Management” (in vielen verschiedenen Varianten) bei mehr und mehr Unternehmen, auch in der betrieblichen Weiterbildung (!), auf der Agenda steht. So fasst Martina Goehring zusammen:

“…dass ein Community Manager eine Schlüsselrolle in vernetzten Arbeitsprozessen spielen wird, weil er

- für die Unternehmensweite Vernetzung, agile Zusammenarbeit und Co-Creation “zuständig” ist;
- aufzeigen kann, wie man Prozesse schlanker, transparenter, einfacher, besser und reichhaltiger macht;
- diese Vorteile auch erlebbar machen kann. “Wir als Community Manager können die Social Business Prozesse und Prinzipien mitgestalten, aktiv vorleben und dementsprechend handeln.” (Katharina Perschke)

Martina Goehring, centrestage, 10. Februar 2014

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Zum Kompetenzbegriff: Braucht es überhaupt Kompetenzen? Oder: gibt 3 + 2 immer 5?

Posted on 20 December 2013 by jrobes

Am Ende dieses Beitrags wirbt Sabine Seufert für das divergente Denken, um fünf Menschen in einem Rettungsboot mit vier Plätzen unterbringen zu können. Vorher geht es um die Frage, mit welchem Kompetenzverständnis heute gearbeitet wird (kognitionspsychologisch, handlungstheoretisch), wie weit der Kompetenzbegriff trägt und ob nicht Performanz das ist, was letzten Endes zählt. Fast zu viele Stichworte und Fragen …
Sabine Seufert, scil-Blog, 19. Dezember 2013

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Mozilla requests feedback about its Web Literacy Standard

Posted on 10 September 2013 by jrobes

Da ich Doug Belshaw schon eine Weile folge, habe ich aus den Augenwinkeln immer wieder einen Blick auf das Projekt geworfen. Jetzt soll endlich auch ein Link folgen. Hier die Kurzbeschreibung:

“Mozilla’s Web Literacy Standard is a new online framework drawn up to help people read, write and participate on the web. Launched in its beta version in July 2013, the standard comprises a map of competencies and skills that Mozilla and its community of stakeholders believe are important to help millions of people create new tools and content for the web, rather than simply absorbing it as passive users.”

Ausgangspunkt sind die drei Felder “Exploring”, “Building” und “Connecting”, denen systematisch Kompetenzen und Skills zugeordnet werden. Das Ganze ist - mit Blick auf den Initiator sicher nicht überraschend - etwas konkreter und operativer als bekannte Zusammenstellungen im bildungspolitischen Kontext (OECD, BMBF). Weitere Informationen über Ziele, Hintergründe, die Roadmap usw. finden sich auf dem Mozilla-Wiki. Allerdings konnte ich auf den ersten Blick nicht erkennen, ob diese Standards nur eine Empfehlung an Betroffene, Beteiligte und Interessierte darstellen oder ob konkrete Handlungen folgen sollen.
elearningeuropa.info, 30. August 2013

 

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Kompetenz-Bedenken und akademische Medienkompetenz

Posted on 05 July 2013 by jrobes

Genau genommen geht es um “Akademische Medienkompetenz im Schnittfeld von Lehren, Lernen, Forschen und Verwalten”. So der Titel des Artikels, auf den Gabi Reinmann hier verweist und der in Kürze als Buchbeitrag erscheinen wird. In kurzen Zügen arbeiten sich die Autoren von der Kompetenz zur Medienkompetenz und schließlich zur akademischen Medienkompetenz vor. Im ersten Teil wird beschrieben, was akademische Medienkompetenz für Lehrende wie Studierende auf den verschiedenen Spielfeldern bedeutet. Und im zweiten Teil geht es um die Förderung der akademischen Medienkompetenz - auf individueller, organisationaler und kultureller Ebene.

In der erwähnten Abfolge ist die “akademische Medienkompetenz” natürlich nur eine Spielart, die leicht durch eine andere Perspektive ersetzt werden kann. Ohne dass sich an den generellen Aussagen viel ändern muss. Denn wer heute in der Bildung bzw. in einer Bildungsinstitution tätig ist, hat es in der Regel auch mit Formen der Forschung (dem Recherchieren, dem Konzeptionieren usw.), der Lehre und des Lernens sowie des Verwaltens (dann in der jeweiligen Institution oder im Rahmen der persönlichen Selbstorganisation) zu tun. Ansonsten lohnt schon das Literaturverzeichnis einen Blick.
Gabi Reinmann, Silvia Hartung und Alexander Florian, via Gabi Reinmann, Lehren - Lernen - Didaktik, 4. Juli 2013

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Competency Models – HR & Understanding Work in the Network Era

Posted on 21 June 2013 by jrobes

Schön, dass Jon Husband hier etwas weiter ausholt: Er beginnt mit den ersten Kompetenzmodellen und ihren Schöpfern, um dann zu fragen, welche Kompetenzen heute “in the context of the neworked business environment and workplace” benötigt werden. Erste, vorsichtige Ansätze hat er bei McKinsey & Co., David Gurteen und natürlich Harold Jarche gefunden. Aber das Ganze, so Jon Husband, ist noch eine Baustelle.

“Anyhow … it seems clear to me that we’ll hear a lot about the competencies required for effective and superior performance in the networked information-and-knowledge flows enterprise (aka Enterprise 2.0).”
Jon Husband, Wirearchy, 4. Juni 2013

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So werden wir lernen! Kompetenzentwicklung in einer Welt fühlender Computer, kluger Wolken und sinnsuchender Netze

Posted on 19 June 2013 by jrobes

Der Titel kommt noch spielerisch daher, aber im Text selbst geht es ohne Atempause “zur Sache”! Natürlich halten John Erpenbeck und Werner Sauter auch in diesem Beitrag (der auf ihrem gerade erschienenen Buch mit gleichem Titel basiert) wieder konsequent die Fahne der Kompetenzentwicklung hoch. Neu ist jedoch die Rolle, die sie dem Computer beim Lernen in der Zukunft zuschreiben: Sie hat mit E-Learning im engeren oder weiteren Sinne nichts mehr zu tun. Der Computer ist längst “Human Computer” geworden, ist “Lernpartner” in selbstorganisierten Lernprozessen. Er unterstützt das, was die Autoren “triale Kompetenzentwicklung” nennen: das Lernen im Arbeitsprozess mit menschlichen Lernpartnern und dem Lernpartner Computer:

“Der entscheidende Unterschied zu heute ergibt sich vor allem daraus, dass der Mensch seinen Alleinvertretungsanspruch auf das Denken verliert. Stellen sich schon heute bei Coaching-Prozessen oft gegenseitige Beziehungen ein, die man zutreffend als Co-Coaching bezeichnen kann, resultiert nun ein Computer-Co-Coaching , das heißt, der Computer übernimmt die Rolle eines Coachs, ist nicht mehr nur technischer Gehilfe, Gerät, Instrument, sondern Lernpartner im eigentlichen Kompetenzentwicklungsprozess.”

Eine, ebenfalls hochkomplexe, “Fallstudie 2025″ zur Kompetenzentwicklung von Vertriebsmitarbeitern rundet diesen Teaser zum Buch ab. Wer einen sanften Einstieg sucht, beginnt vielleicht mit den abschließenden “zehn Geboten des betrieblichen Lernens in der Zukunft” …
John Erpenbeck und Werner Sauter, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, Juni 2013 (via BlendedSolutions)

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Explaining Open Badges through analogy

Posted on 23 May 2013 by jrobes

Eigentlich spielt Doug Belshaw hier nur etwas mit den Begriffen rund um Open Badges (Open Badges: “Get recognition for skills you learn anywhere”). Aber der Beitrag erinnert mich daran, das Thema in nächster Zeit einmal gründlicher aufzunehmen. Wie hieß es doch vor einigen Tagen auf Golem:

“Einer Gesellschaft, die lebenslanges Lernen und Fähigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen erfordert, werden starre Zertifikate und akademische Grade nicht mehr gerecht. Es bedarf eines sehr viel feingliedrigeren Systems, um auszudrücken, welche Fähigkeiten eine Person besitzt: ein Ingenieur, der besonders gut schreiben kann, oder ein Künstler, der sich mit Projektmanagement auskennt beispielsweise. Auf dieser Erkenntnis aufbauend hat Mozilla zusammen mit der MacArthur Foundation in den letzten zwei Jahren ein System von Lernabzeichen entwickelt, das jetzt als Open Badges 1.0 offiziell vorgestellt wurde.” (15. März 2013)
Doug Belshaw, Blog Open Educational Thinkering, 23. Mai 2013

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Das Unbehagen mit der Informationskompetenz

Posted on 16 May 2013 by jrobes

Der Autor, Karsten Schuldt, findet Informationskompetenzen überbewertet. An die Bibliotheken richtet er deshalb die Frage, ob nicht langsam “die Luft raus aus dem Thema wäre” und ob nicht “strukturierte Rechercheschulungen” ausreichen würden. Denn, so seine These, um in der wissenschaflichen Praxis bestehen zu können, reicht es doch aus, “eine Suchmaschine, eine freie Datenbank und einen Bibliothekskatalog zu bedienen“. Nun, um es vorsichtig zu sagen, die Argumentation hinkt an dieser Stelle: Denn Karsten Schuldt senkt ganz einfach die Messlatte, um das Thema loszuwerden. Trotzdem ist sein Unbehagen nachvollziehbar, denn viele dieser Konzepte - ob Informations-, Medien- oder digitale Kompetenzen - stehen seit Jahren “unfertig” im Raum.
Karsten Schuldt, Bibliotheken als Bildungseinrichtung, 13. Mai 2013

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Didacta 2013 – Die zehn Gebote betrieblichen Lernens

Posted on 25 February 2013 by jrobes

Es geht um die Frage, wie in Zukunft Lernumgebungen und Lernprozesse in Unternehmen aussehen werden, ja, aussehen müssen, wenn sie der Kompetenzentwicklung ihrer Mitarbeiter gerecht werden wollen. Werner Sauter fasst hier zusammen, was John Erpenbeck zur Eröffnung eines Workshops auf der Didacta in Köln erzählt hat. Lesenswert! Von “1. Sage nie „nie” : Computer werden dieses oder jenes niemals können …” bis “10. Dies sei und bleibe das Grundgebot: Ohne Gefühl geht gar nichts …”.

Meine Lieblingsstelle: “4. Nutze das Lernen im Prozess der Arbeit als Zentrum der Kompetenzentwicklung … 

Nur der Arbeitsprozess, die Begeisterung bei der Übernahme eines neuen Projekts, die Angst, ob man der neuen Herausforderung auch gewachsen ist, die Verzweiflung, wenn echte Schwierigkeiten und Hemmnisse auftreten, die Erlösung, wenn man diese aufgrund des eigenen Handlungsvermögens überwinden kann - das sind emotionale Labilisierungen, die zu wirklichen Kompetenzgewinnen führen können.”
Werner Sauter, BlendedSolution’s Blog, 24. Februar 2013

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Training and Development Competencies Redefined to Create Competitive Advantage

Posted on 14 January 2013 by jrobes

Wenn Personalentwickler und Trainer, die sich bis heute ganz auf Seminare konzentriert haben, morgen “online-”, “mobile-” oder “social-learning” einführen oder unterstützen sollen; wenn auf einmal die Rolle eines “Community Managers” und die Frage, wer sie ausfüllt, im Raum steht, ist man schnell beim “Eingemachten”: nämlich den Rollen, Aufgaben und Kompetenzen von Bildungsexperten. Die American Society of Training & Development (ASTD) ist hier die erste Adresse, bei der man vorbeischaut, wenn es um entsprechende Kompetenzmodelle geht. Und die ASTD hat sich nach 2004 wieder hingesetzt, um die “areas of expertise”, auf denen Bildungsexperten zu Hause sein sollten, neu zu ordnen. Auslöser, so die ASTD-Autoren, sind die wirtschaftliche Rezession, die neuen Technologien, der demografische Wandel und die zunehmende Globalisierung.
Justin Arneson, William J. Rothwell und Jennifer Naughton, T+D Magazine, 10. Januar 2013

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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