Posted on 30 August 2010 by jrobes
Der Titel sollte vielleicht nicht zu wörtlich genommen werden, aber die Liste ist ganz pragmatisch: mit vielen Tipps und Links aus dem Google-Universum, um das Klassenzimmer in einen Ort, “where you can share, collaborate, and publish on the world wide web” zu verwandeln. Am besten hat mir gleich der erste Vorteil gefallen, den Google-Nutzer erwarten dürfen: “You can save money for other uses”!
Online Education Database (OEDb), 23. August 2010
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Posted on 11 August 2010 by jrobes
Vor etwas über zwei Jahren hat McKinsey acht “technology enabled business trends” beschrieben und deren Einfluss auf Unternehmensstrategien, Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen diskutiert. Doch die Entwicklung hat nicht halt gemacht: von einem “dizzying pace of change” und einem “rapidly shifting technology environment” sprechen die Autoren und mahnen jetzt wieder CEOs zur Wachsamkeit. Dieses Mal stehen gleich zehn Trends auf der Agenda, eloquent und business-orientiert skizziert, ergänzt um Podcasts, Online-Links und weitere Lektürehinweise. Viele der Trends betreffen die Bildungscommunity und den Bildungsmarkt unmittelbar, z.B. wenn von Communities, die “networked organization” und “software as a service” die Rede ist. Empfehlenswert, aber leider nur nach Registrierung zu lesen!
“1. Distributed cocreation moves into the mainstream
2. Making the network the organization
3. Collaboration at scale
4. The growing ‘Internet of Things’
5. Experimentation and big data
6. Wiring for a sustainable world
7. Imagining anything as a service
8. The age of the multisided business model
9. Innovating from the bottom of the pyramid
10. Producing public good on the grid”
Jacques Bughin, Michael Chui und James Manyika, McKinsey Quarterly, August 2010
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Posted on 21 July 2010 by jrobes
“I’m amazed and delighted at the huge response to my slideshow Web 3.0: The Way Forward? which started out as a brief analysis of current thinking on how the web might be extended beyond social tools into a more smart and responsive personal environment for learning. Before long it was an invited presentation given to a small gathering of enthusiastic teachers at a Vital Meet seminar. As I write this post, just 4 days after posting it up onto Slideshare, the slide set has already received 5,500 views and has been embedded into at least 20 other blogs and websites. Web 3.0 is clearly a topic that catches the imagination of many people in education and beyond.”
So schreibt Steve Wheeler. Seine Präsentation führt eine Reihe von interessanten Stichworten und Aspekten zusammen, versucht sogar eine Verbindung zu “E-Learning 3.0″ (der Begriff fällt wirklich!) und verliert damit sicherlich einige Leser, die keine Lust auf eine Fortschreibung der 2.0-Geschichten haben.
Steve Wheeler, Learning with ‘e’s, 17. Juli 2010
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Posted on 08 July 2010 by jrobes
In dieser Ausgabe des ON Magazines (EMC) sind vor allem die Interviews mit Tim Berners-Lee und Bob Metcalfe lesenswert: Ersterer ist auch nach 20 Jahren voller Hoffnung, was das Internet betrifft, wirbt mit ungebrochenem Optimismus für das Daten-Web (also das semantische Web) und ist begeistert von Mash-Ups. Letzterer freut sich, dass ein Gesetz nach ihm benannt wurde, hat mit Twitter begonnen, um nicht als “alter Langweiler” dazustehen und sieht drei gesellschaftliche Probleme, die das Web (!?) lösen muss: Energie, Gesundheit und Bildung.
ON Magazine, EMC, Sommer 2010
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Posted on 24 June 2010 by jrobes
Ein Großteil meiner Kunden sind Finanzdienstleister und ich überlege noch, wo “Augmented Reality” hier in HR oder Corporate Learning einen Platz haben könnte. Aber “Augmented Reality”, also “erweiterte Realität” oder, wie es im Spiegel hieß, “Mein Handy sieht etwas, was Du nicht siehst”, ist sicher eine der spannendsten Entwicklungen, die Smartphones bieten. Die E-Learning-Experten von Epic haben deshalb hier einige Informationen zum Thema zusammengefasst und, noch wichtiger, einige Filme mit Beispielen verlinkt.
Kath Fleet, Epic Newsletter, Juni 2010
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Posted on 16 June 2010 by jrobes
Harvard-Psychologe Steven Pinker hat jetzt auch einige Absätze zur Frage geschrieben, ob das Internet uns schlauer oder dümmer macht (”Does the Internet Make You Smarter? … Dumber?”). Ein sehr sympathisches Statement, in dem der Autor auf prosperierende Wissenschaften hinweist (”Yet discoveries are multiplying like fruit flies …”) und für einen kritisch-selbstbewußten Umgang mit den neuen Technologien plädiert:
“And to encourage intellectual depth, don’t rail at PowerPoint or Google. It’s not as if habits of deep reflection, thorough research and rigorous reasoning ever came naturally to people. They must be acquired in special institutions, which we call universities, and maintained with constant upkeep, which we call analysis, criticism and debate. They are not granted by propping a heavy encyclopedia on your lap, nor are they taken away by efficient access to information on the Internet.”
Steven Pinker, Edge, 11. Juni 2010
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Posted on 09 June 2010 by jrobes
Macht das Internet uns schlauer? Oder dümmer? Die Frage ist nicht neu, und es ist immer wieder erstaunlich, dass sich Experten und prominente Autoren unter solch simplen Schlagworten versammeln lassen. In diesem Fall sind es Clay Shirky (smarter) und Nicholas Carr (dumber). Wobei Nicholas Carr etwas besser dasteht, weil er sich in seinem Beitrag auf konkrete Forschungsergebnisse bezieht (ohne dass ein Leser diese Quellen auf die Schnelle einordnen könnte), während Clay Shirky auf den gesellschaftlichen Fortschritt vertraut und darauf, dass wir unseren “cognitive surplus” gewinnbringend einsetzen. Beide Parteien, das nur am Rande, können natürlich nicht zusammenfinden, weil der eine auf der neuro- und kognitionswissenschaftlichen Ebene argumentiert (Carr), während der andere an die Dynamik sozio-technischer Systeme glaubt (Shirky).
Clay Shirky, The Wallstreet Journal, 4. Juni 2010
Nicholas Carr, The Wallstreet Journal, 5. Juni 2010
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Posted on 01 June 2010 by jrobes
Larry Sanger, Mitbegründer von Wikipedia und Gründer von Citizendium (ja, die Plattform gibt es immer noch!), erinnert uns gerne daran, dass es auch in Zeiten der umfassenden Vernetzung und Kollaboration den Experten, den Autor und etwas braucht, das er in diesem Artikel “the effortful, careful development of the individual mind” nennt. Ein aufklärerischer Standpunkt, der darauf besteht, dass Lernen auch und vor allem die individuelle Auseinandersetzung mit Fakten, Themen und Kultur bedeutet; und dass uns das Internet hier nur bedingt entlastet. Aber ich will die Argumente Sangers nicht verwässern. Drei Gemeinplätze hat er sich herausgegriffen: Erstens die Idee, dass der jederzeitige Online-Zugriff auf Informationen das Lernen von Fakten überflüssig macht; zweitens die Vorstellung, dass “social learning” irgendwie besser als individuelles Lernen sei; und drittens der Glaube, dass das Lesen langer, komplexer Bücher mehr und mehr als Relikt vergangener Zeiten betrachtet wird. Auch wenn Larry Sanger diese Positionen sicher zuspitzt, sind seine Argumente lesenswert:
“But I believe that it is a profound mistake to think that the tools of the Internet can replace the effortful, careful development of the individual mind — the sort of development that is fostered by a solid liberal arts education.”
Larry Sanger, EDUCAUSE Review, Vol. 45, No. 2 (März/ April 2010), S. 14-24
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Posted on 27 May 2010 by jrobes
Ein Prosa-Glanzstück. Lange Zeit schien alles in die eine Richtung zu gehen: “open”. Auch in der Weiterbildung haben wir die “open”-Initiativen gesammelt, von “Open Access”, über “Open Educational Resources” bis “Open Teaching”. Und wurden gleichzeitig bestätigt, dass Bezahlmodelle im Web irgendwie nicht funktionieren. Das scheint jetzt anders, Apple sei Dank. Hier mein Lieblingssatz aus dem New York Times-Artikel:
“People who find the Web distasteful — ugly, uncivilized — have nonetheless been forced to live there: it’s the place to go for jobs, resources, services, social life, the future. But now, with the purchase of an iPhone or an iPad, there’s a way out, an orderly suburb that lets you sample the Web’s opportunities without having to mix with the riffraff.”
Es gehört sicher zur Ironie der Geschichte, dass auch dieser Artikel in einigen Tagen wahrscheinlich nur noch gegen harte Währung zu lesen sein wird.
Virgina Heffernan, The New York Times, 17. Mai 2010
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Posted on 26 May 2010 by jrobes
Eine Fülle von Studien zitiert Nicholas Carr (”Does IT Matter?”, “Is Google Making Us Stupid?”), um noch einmal auszurufen: Das Internet verändert unser Gehirn und unser Denken - und das nicht zum Guten! Denn das Internet fördert kursorisches Lesen und erschwert tieferes Verstehen. Hypertext und Link sind die Wurzel allen Übels. Das Internet, so Carr, ist ein “interruption system”, von dem wir längst abhängig geworden sind, so dass “we willingly accept the loss of concentration and focus, the fragmentation of our attention, and the thinning of our thoughts …”
Der Artikel, das sei hier festgehalten, ist ein Lesevergnügen! Continue Reading
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Posted on 05 May 2010 by jrobes
Im Internet stehen viele Informationen (wie auch dieser Blog) frei zur Verfügung. Das beeinflusst unsere Erwartungshaltung und setzt alle unter Druck, die heute Informationen verkaufen wollen. Da es zudem immer einfacher wird, Informationen zu publizieren, hat sich auch der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit von Lesern und Kunden verstärkt. Womit wir bei der Suche nach Geschäftsmodellen sind, die unter diesen Rahmenbedingungen funktionieren. Die Faustregel von Harold Jarche gefällt mir und hat sicher nicht nur für Blogger eine hohe Plausibilität:
“I don’t think that charging for general information is a viable online business model. When I look at how to price information, a rule of thumb I’ve adopted is that anything that requires context can be fee-based, while context-free information, like blog posts, can be given away. That rule may change some day but constantly tweaking our business models is just part of life in perpetual beta.”
Harold Jarche, Life in Perpetual Beta, 11. April 2010
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Posted on 29 April 2010 by jrobes
Das Thema gehört eigentlich nicht hier hin. Auf der anderen Seite sind Weiterbildung und Kultur von Fragen des Urheberrechts ja nicht zu trennen. Heute schon gar nicht. Und der Schreiber dieser Zeilen möchte gar nicht wissen, wie oft er in diesem Blog schon juristisch sicheren Boden verlassen hat. Also kann es sicher nicht schaden, das Angebot der Heinrich-Böll-Stiftung anzunehmen und - ganz legal - einen Blick in dieses eBook zu werfen. Schon der Einstieg ist unterhaltsam: vom bekannten mexikanischen Schwanzlurch geht’s zur Free-Culture-Bewegung, später finden auch Piratenpartei und Twitter ihren Platz. Empfehlen kann ich den Beitrag von Lawrence Lessig, in dem es um Bücher, Dokumentarfilme und das Internet geht und in dem sich der schöne Satz findet:
“Wir sollten die Freiheit der Anwälte beschränken, unendlich komplizierte Abmachungen zwecks Regelung unseres kulturellen Lebens zu fabrizieren.” (”Aus Liebe zur Kultur - Google, das Urheberrecht und unsere Zukunft”, S.34)
Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.), 13. April 2010 (via Matthias Spielkamp/ iRights.info-Blog)
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Posted on 29 April 2010 by jrobes
Was uns der “Horizon Report” über die Bildungstechnologien von morgen sagt, leistet Technology Review für das große Ganze. Zehn Technologien haben die Experten auch in diesem Jahr identifiziert, jede von ihnen “likely to change the world”. Im Einzelnen: Real-Time Search, Mobile 3-D, Engineered Stem Cells, Solar Fuel, Light-Trapping Photovoltaics, Social TV, Green Concrete, Implantable Electronics, Dual-Action Antibodies, Cloud Programming.
Um die Technologien kurz vorzustellen, wurden Autoren wie z.B. Nicholas Carr (”Real-Time Search. Social networking is changing the way we find information”) verpflichtet. Eine interessante Lektüre, die jeden betreffen kann. Leider sind die zurückliegenden Trendberichte kostenpflichtig.
Verschiedene Autoren, Technology Review, Mai/ Juni 2010
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Posted on 16 April 2010 by jrobes
Ein aktuelles Thema in der Bildungs-Community: Ning, ein populärer Online-Service, “to create, customize, and share a social network”, hat sein Geschäftsmodell geändert. Keinen kostenfreien Zugang mehr, 40 Prozent der Mitarbeiter entlassen und die Hoffnung, mit Premium-Kunden die Wende zu schaffen. Und jetzt fragen sich viele der Ning-Nutzer: Was wird aus unserem Netzwerk? Wie kann ich meine Daten retten? Wie geht es weiter? Dieser Fall ist sicher ein Szenario, das man bei aller Begeisterung für die “free & open”-Instrumente und -Services nicht vergessen sollte. Oder, wie George Siemens fragt: “Is this a commentary on “free” as a business model?”
John McDonald, Ning Creators, 15. April 2010 (Ning hat den Beitrag inzwischen offensichtlich vom Netz genommen, deshalb hier der Link auf die TechCrunch-Meldung)
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Posted on 19 March 2010 by jrobes
Gizmodo, ein populärer Technologie-Blog, hat diese Woche eine faszinierende Serie zum Stichwort “Gedächtnis” zusammengestellt. Aus verschiedenen, durchweg originellen Perspektiven: das Gedächtnis und unser Gehirn, was das Internet vergisst bzw. nicht vergisst und wie es um das Gedächtnis unserer Computer steht. Aber am Besten, ich zähle kurz die Titel einiger Beiträge auf:
Brain Scans Can Access Your Memories
What Happens (Online) When We Die: Facebook
10 Ways to Improve Your Memory
IBM 305 RAMAC: The Grandaddy of Modern Hard Drives
Old Websites Sure Are Embarrassing
Verschiedene Autoren, Gizmodo, 15.-19. März 2010
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Posted on 09 March 2010 by jrobes
Ich habe es irgendwann aufgegeben, den neuesten Entwicklungen von und um Google zu folgen. Google Book Search war für mich noch ein direktes “Bildungsthema”, aber mein Stand ist hier, dass die einen scannen und die anderen klagen. Mit vielen Varianten, was nationale Rechtsgrundlagen und Befindlichkeiten angeht. Unübersichtlich halt. Deshalb habe ich die Übersicht über Entwicklung und Stand einiger Google-Projekte und -Pläne, die sich in der vorletzten Ausgabe von brand eins findet, gerne gelesen. Sie ist, natürlich, gemäßigt google-kritisch, mäandert allerdings etwas ziellos durch die Themen.
Slaven Marinovic, brand eins, 01/2010, S. 19-26
PS: Das “Weltwoche”-Interview mit “Pascal”-Erfinder Niklaus Wirth ist eine schöne Ergänzung: “Früher war IBM der Bösewicht”.
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Posted on 22 January 2010 by jrobes
Der Titel ist möglicherweise erklärungsbedürftig: Die Autoren von Forrester Research haben vor zwei Jahren das Verhalten von Internetnutzern untersucht und verschiedene Profile entwickelt. Sie zeigen sehr schön, dass es nicht nur “aktive” und “passive” Nutzer des Internets und Social Software gibt, sondern viele Zwischentöne. Dann kam Twitter, und irgendwie fehlte auf einmal etwas. Deshalb gibt es jetzt die “Conversationalists”:
“Conversationalists reflects two changes. First, it includes not just Twitter members, but also people who update social network status to converse (since this activity in Facebook is actually more prevalent than tweeting). And second, we include only people who update at least weekly, since anything less than this isn’t much of a conversation. …
The data from this survey continues the trends from the last two years — Spectators are maxing out at around 70%, Joiners are still growing rapidly, and Creators are still growing slowly.”
Josh Bernoff, Groundswell, 19. Januar 2010

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Posted on 12 January 2010 by jrobes
Der amerikanische Literaturagent John Brockman hat auf Edge.org mit der Frage “How is the Internet changing the way you think?” eine interessante Debatte angestoßen. 160 Antworten gibt es dort zu lesen, von Brian Eno, Clay Shirky, Kevin Kelly bis Frank Schirrmacher. Letzterer hat die Debatte ins Feuilleton der FAZ gehievt und gleich einige der Beiträge übersetzen lassen, die auch online zur Verfügung stehen. Ein Stöbern lohnt sich. Die Antworten, die ich dort gelesen habe, sind durch die Reihe intelligent, originell und persönlich. Keinen lässt das Internet kalt. Viele sind überzeugt, dass es unser Denken, unsere Wahrnehmung, unser Gedächtnis und Urteilsvermögen verändert. Und jeder hat seine persönliche Art, damit umzugehen. Die Beiträge sind so gut … dass ich sie nicht am Rechner, sondern als Buch lesen möchte!
Frank Schirrmacher, FAZ.net, 10. Januar 2010
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Posted on 04 December 2009 by jrobes
Ich kann das Interview kaum besser zusammenfassen: “Der Science-Fiction-Autor Cory Doctorow verteilt seine Werke kostenlos über das Web - und verdient damit dennoch Geld. Im Interview spricht er darüber, wie die Technik unsere Gesellschaft verändert, der einzelne Nutzer mächtiger wird und warum eine erfolgreiche Erfindung auch nur eine Kopie sein kann.” Weitere Stichworte sind Orwell, “Copyfighter” und Originalität, und dann gibt es noch folgenden schönen Satz: “Kunst ist eine in ökonomischer Hinsicht irrationale Aktivität.”
Diane Coutu, Interview mit Cory Doctorow, Harvard Business Manager, 10/2009, 1. Dezember 2009
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Posted on 02 December 2009 by jrobes
Es ist eine Kolumne und demzufolge finden wir mehr launige Beispiele als systematische Ableitungen. Die Autorin führt uns zuerst durch mehrere Stationen der Technologiekritik (zum Beispiel: “Das Internet ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht.”). Dann fasst sie ihre Beobachtungen in drei Thesen zusammen: Erstens scheint es etwa zehn bis fünfzehn Jahre zu dauern, “bis eine Neuerung die vorhersehbare Kritik hinter sich gebracht hat”. Zweitens hängt der geäußerte Missmut stärker vom Lebensalter des Kritikers und weniger vom Gegenstand der Kritik ab. Und um diese Fallen der stereotypen Kritik zu vermeiden, hilft ihrer Meinung nach drittens nur das Verlernen: “Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.”
Kathrin Passig, Merkur, Nr. 727, Dezember 2009
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