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Learning and development 2014

Posted on 02 May 2014 by jrobes

cipd_201405.jpg42 Seiten umfasst der diesjährige Report, der wieder gemeinsam vom Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), der HR-Standesorganisation in UK, und Cornerstone OnDemand verfasst wurde. Die Ergebnisse der Befragung von 1.081 Unternehmen und Organisationen sind auf folgende Kapitel verteilt: 1. Trends in learning and development (L&D), 2. Leadership development, 3. Talent management, 4. The development of L&D professionals, 5. Assessing the impact of L&D activity, 6. Economic situation and training spend.

Viele Informationen, Daten und Interpretationen. Zwei möchte ich an dieser Stelle kurz hervorheben: Dem Messen und Evaluieren der Effektivität der durchgeführten Aktivitäten wird, so die Rückmeldungen, erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar berichtet auch eine große Zahl der Befragten (60 Prozent), dass sie es gar nicht so einfach finden, diese Vorgabe auch zielgerecht umzusetzen. Aber die Richtung scheint, auch für die nächsten Jahre, eindeutig: “One significant stride in the right direction this year is increased focus on measuring the impact of L&D activity.” (34)

Mit dem Stichwort “e-learning” tun sich die Experten, nicht ganz unerwartet, schwer. Zum einen stagnieren die Zahlen, die den Einsatz von e-learning betreffen. Zum anderen sind in die Befragung neue Technologien wie z.B. Virtual Classrooms, Social Learning und MOOCs, aufgenommen worden, die nur schwer vom e-learning zu trennen sind (vom Stichwort “blended learning”, das erstmals 2014 abgefragt wurde, ganz zu schweigen). Man darf jedoch festhalten, dass sich die Autoren dieser Schwierigkeiten bewusst sind und den sich daraus ergebenden “Interpretationsspielraum” aktiv nutzen:

“Time to abandon poor e-learning
Once again we have seen a significant gap between the use and perceived effectiveness of e-learning. Our findings are also suggesting that e-learning may now have reached its peak. Yet this contradicts the prevalence of information promoting the value of technology enabled learning. Perhaps the truth is that L&D professionals are simply starting to realise that badly designed e-learning has no place in their organisation. There are still significant pockets of poor practice, where unfortunately e-learning is nothing more than an online presentation with a few animations. As we learn more about the processes behind learning transfer perhaps we are raising the bar for e-learning and starting to reject more traditional forms. The challenge is building the internal capability to truly take advantage of all technology has to offer.”

Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), April 2014 (Registrierung erforderlich)

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New Learning Agenda - Talent:Technology:Change

Posted on 21 November 2013 by jrobes

tm_201311.jpgDie britische Nonprofit-Organisation Towards Maturity hat wieder Daten über den Einsatz von Lerntechnologien am Arbeitsplatz gesammelt, ausgewertet und die Ergebnisse in ihrer jährlichen Benchmarking-Studie zusammengefasst. 538 Organisationen und 2.000 Lerner haben sich beteiligt (nicht nur aus UK). Die Erkenntnisse sind vor dem Hintergrund des hauseigenen Towards Maturity Models beschrieben und beinhalten u.a. Informationen über die eingesetzten Instrumente und die Kompetenzen der Bildungsexperten. Sehr komplex und verteilt auf verschiedene Dokumente. Deshalb sei an dieser Stelle nur auf die “Learning Agenda” verwiesen, die alles auf neun kurze Punkte bringt:

1 Align learning to business and business to learning
2 Respond faster, deliver more
3 Transform traditional training
4 Support a culture of learning within the workflow
5 Integrate learning with talent
6 Embrace new ways of learning to support new ways of working
7 Simplify the learning experience
8 Develop L&D professionals as change agents
9 Treat learners as customers
Towards Maturity, November 2013

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Stats on Workplace Learning

Posted on 01 October 2013 by jrobes

Marcia Conner fasst hier einige aktuelle Quellen mit Datenmaterial zur betrieblichen Weiterbildung zusammen. Es handelt sich vor allem um US-amerikanische Zahlen aus dem “Training Industry Report” (Training Magazine), ASTD’s “State of the Industry” und “The Corporate Learning Factbook” (Bersin by Deloitte), und was dort über die jährliche Investitionen in Weiterbildung, vor allem in formale Weiterbildung, erhoben wurde. Wobei einige Daten, z.B. von Bersin über Social Learning (”Large businesses triple their spending on social learning”), sogar ganz interessant sind.

Aber wie sind wir eigentlich hierzulande mit Daten versorgt? Es gibt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das bei internationalen Vergleichsstudien zur beruflichen Weiterbildung mitmischt; dann das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln mit regelmäßigen Weiterbildungserhebungen (zuletzt 2012); und dann das BMBF, das regelmäßig über das “Weiterbildungsverhalten in Deutschland” informiert (früher “Berichtssystem Weiterbildung“, jetzt „Adult Education Survey“). Und BITKOM und MMB, die das Ganze unregelmäßig auf E-Learning herunterbrechen. Mehr fällt mir gerade nicht ein.
Marcia Conner, Blog, 30. September 2013

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Präsenzlernen wird virtuell

Posted on 17 September 2013 by jrobes

Ich hatte das diesjährige Learning Delphi des Instituts für Medien- und Kompetenzforschung (MMB) schon etwas vermisst, aber jetzt ist es da. Bereits zum achten Mal in Folge wurden Bildungsexperten im deutschsprachigen Raum um eine Einschätzung des digitalen Lernens gebeten. Gefragt wurde wieder nach Trends, Technologien, Szenarien, Märkten und Messen, und 73 Experten haben geantwortet.

Wie immer gibt es viele Verschiebungen im Kleinen, aber dann doch zwei Punkte, die auch die Autoren hervorheben. Da ist zum einen die wachsende Bedeutung, die Virtuellen Klassenräumen (Virtual Classrooms, VC) zugeschrieben wird. Ob aus didaktischer Sicht die Überschrift “Präsenzlernen wird virtuell” so glücklich ist, sei dahingestellt. Aber schon seit einigen Jahren zeigt beim Stichwort VC die Kurve so steil nach oben, dass die Bildungspraxis Mühe hat, hinterherzukommen.

Und, zum anderen, scheinen MOOCs auf dem Radar der Experten angekommen zu sein. Bei der Frage nach den drei wichtigsten Themen und Trends für die Zukunft liegen sie mit 27 Prozent der Nennungen hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter “Mobile Learning” (65 Prozent, mit jedoch leicht fallender Tendenz) und “Social Learning” (29 Prozent).

Und sonst? Man vertraut auf Blended Learning, E-Learning kommt aus der Cloud, die LEARNTEC bleibt Leitmesse und deutsche E-Learning-Anbieter wären gerne international.
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor I/2013 (pdf)

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2013 Internet Trends

Posted on 07 June 2013 by jrobes

Ein aktuelle Daten- und Faktensammlung über alles, was das Internet vorantreibt. Mary Meeker ist eine anerkannte Expertin, die als Beraterin und Analystin schon einige Stationen hinter sich hat und diese Trendsammlung regelmäßig publiziert. By the way, Education taucht erst im Appendix auf mit kurzen Verweisen auf die wachsende Verbreitung von Online Education und MOOCs sowie die Neudefinition von Learning Tools (Jane Hart).

“The latest edition of the annual Internet Trends report finds continued robust online growth. There are now 2.4 billion Internet users around the world, and the total continues to grow apace. Mobile usage is expanding rapidly, while the mobile advertising opportunity remains largely untapped. The report reviews the shifting online landscape, which has become more social and content rich, with expanded use of photos, video and audio. Looking ahead, the report finds early signs of growth for wearable computing devices, like glasses, connected wrist bands and watches - and the emergence of connected cars, drones and other new platforms.
Mary Meeker und Liang Wu, KPCB, 29. Mai 2013

KPCB Internet Trends 2013 from Kleiner Perkins Caufield & Byers

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Disruptive technologies: Advances that will transform life, business, and the global economy

Posted on 24 May 2013 by jrobes

“Disruptive” ist das Wort, das diesen Technologiereport beherrscht. Die Experten des McKinsey Global Institutes haben 12 Technologien identifiziert, die man im Blick haben sollte. Ihre Prognosen enden 2025. Einige der aufgeführten Technologien - “Mobile Internet”, “Internet of Things” - kreuzen sich mit dem, was der Horizon Report für die Bildung prognostiziert. Hinzu kommt, dass sich Informationstechnologien als “Grundlagentechnologien”, direkt oder indirekt, in anderen Technologien wiederfinden. Nur am Rande: Audrey Watters hat sich gerade ausführlich mit dem Stichwort “disruptive technologies” in Bildung und Weiterbildung beschäftigt (”The Myth and the Millennialism of “Disruptive Innovation”)!

“‘Disruptive technologies: …’ … cuts through the noise and identifies 12 technologies that could drive truly massive economic transformations and disruptions in the coming years. The report also looks at exactly how these technologies could change our world, as well as their benefits and challenges, and offers guidelines to help leaders from businesses and other institutions respond.”

1. Mobile Internet
2. Automation of knowledge work
3. The Internet of Things
4. Cloud Technology
5. Advanced robotics
6. Autonomous and near-autonomous vehicles
7. Next-generation genomics
8. Energy storage
9. 3D printing
10. Advanced materials
11. Advanced oil and gas exploration and recovery
12. Renewable energy
James Manyika u.a., McKinsey Global Institute, Mai 2013

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JIM-Studie 2012

Posted on 30 November 2012 by jrobes

Die neue JIM-Studie ist da. “JIM” steht für “Jugend, Information, (Multi-)Media”. Die Studie wird seit 1998 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Dabei wurden dieses Jahr 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren über ihr Medienverhalten befragt, womit die Ergebnisse also das sind, was gemeinhin als “repräsentativ” bezeichnet werden darf. Die Pressemitteilung ist mit “Vernetzt mit 272 Freunden” überschrieben und deutet bereits an, wohin sich der Medienalltag Jugendlicher bewegt. Oder welche Veränderungen die Forscher für erwähnenswert halten …

jim_201211.jpgWas geben uns die Herausgeber also mit auf den Weg, bevor man sich in die Details der Studie stürzt:
“- Für Jugendliche bleiben Soziale Netzwerke ein zentraler Aspekt der Internetnutzung. Online-Communities zählen neben Suchmaschinen und Videoportalen zu den drei am häufigsten ausgeübten Anwendungen im Internet …
- Aktuell meint die Nutzung Sozialer Netzwerke fast ausschließlich die Nutzung von Facebook, hier sind 81 Prozent der Jugendlichen aktiv. …
- Das Handy als Alltagsbegleiter der Jugendlichen eröffnet die Option, Soziale Netzwerke auch unterwegs zu nutzen. …”

Öffnet man die 72 Seiten, kann man z.B. noch mitnehmen, dass Computer/ Laptop, Handy, Fernseher und Internetzugang heute zur Grundausstattung eines Jugendlichen gehören. Und das ist mit Blick auf die Zahlen wörtlich zu nehmen. Blättert man noch etwas weiter bis zu den Seiten, in denen es um die Internetnutzung geht, finden sich weitere interessante Beobachtungen, z.B.: “Twitter ist für die meisten Jugendlichen eher ein Randphänomen, nur wenige lesen (7 %) oder verfassen (4 %) regelmäßig solche kurzen Nachrichten …” (S. 33f.) Und dann enthält die JIM-Studie natürlich heute auch ein Web 2.0-Kapitel, in dem die Netzaktivitäten der Jugendlichen wie folgt zusammengefasst werden:

“Dass sich das Internet für Jugendliche zu einem echten “Mitmach-Medium” entwickelt hat, kann auch im Jahr 2012 nicht bestätigt werden. Eigene Inhalte werden nur von einem Fünftel regelmäßig erstellt (ohne Communities), wobei auch hier der Löwenanteil auf das Schreiben von Beiträgen in Foren und das Einstellen von Bildern und Videos entfällt.”

Leider lassen diese Zeilen offen, ob sich das “Mitmach”-Web heute eben in jenen Communities abspielt …
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 30. November 2012

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Mobile Learning – kurzer Hype oder stabiler Megatrend?

Posted on 12 July 2012 by jrobes

Da es ja hierzulande kaum Trendstudien zum Thema Weiterbildung und Digitales Lernen gibt, lohnt sich der Blick in das MMB Learning Delphi 2012. Zum siebten Mal wurden Experten gebeten, die Entwicklung des digitalen Lernens einzuschätzen, und 74 von ihnen sind der Einladung gefolgt. Was die Lektüre etwas erschwert, ist das muntere Wechseln der Perspektive: Mal wird gefragt, ob und wie sich bestimmte Lernformen in Unternehmen durchsetzen werden. Dann wieder, ob sich mit bestimmten Technologien “Geld verdienen lässt”. Jedenfalls kommt Mobile Learning dieses Jahr in beiden Fällen so gut weg, dass die Autoren von einem “eindeutigen Top-Thema” und dem “Zeug zur Umsatzlokomotive” sprechen. Auf breiter Front schwächeln dagegen Social Networks/ Communities.

Weitere Ergebnisse: Auf die Frage nach der zukünftigen Bedeutung verschiedener Anwendungen für das betriebliche Lernen wird weiterhin am häufigsten “Blended Learning” (96 %) genannt, gefolgt von WBTs (81 %) und Virtuellen Klassenräumen (74 %). Überhaupt haben sich Virtuelle Klassenräume in den letzten Jahren still und heimlich nach vorne gearbeitet, was sicher nicht zufällig mit dem steigenden Angebot an Webinaren zusammenfällt. Und dann wäre noch zu erwähnen, dass aus Sicht der befragten Experten die LEARNTEC wichtigste Veranstaltung der E-Learning-Branche ist und bleibt.
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor I/2012 (pdf)

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JIM-Studie 2011

Posted on 01 December 2011 by jrobes

Keine spektakulären Ergebnisse, aber solide Daten zur Mediennutzung von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren. Das liefert der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest als repräsentative Langzeituntersuchung seit 13 Jahren. Wer nicht bei Schlagworten wie “digital natives” und der Vorstellung einer “angeborenen Medienkompetenz” stehen bleiben will, findet hier konkrete Informationen. Zum Beispiel, dass Fernsehen, Internet, Computer und Handy heute in allen Haushalten, in denen Jugendliche aufwachsen, vorhanden sind. Bei einer täglichen Onlinezeit von durchschnittlich 134 Minuten fällt dem Internet dabei eine zentrale Rolle zu.

Der Schwerpunkt 2011 lag in der Betrachtung der sozialen Netzwerke. Hier heißt es z.B., dass fast drei Viertel aller Jugendlichen Facebook nutzen und dort im Durchschnitt 206 Freunde haben. Das Handy, so einige Zeilen weiter, wird dabei zunehmend zum mobilen Internetzugang. Aber, was erzähle ich, es ist alles online nachzulesen!
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 25. November 2011

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Einsatz von E-Learning in deutschen Großunternehmen

Posted on 17 June 2010 by jrobes

Über die wichtigsten Zahlen informierte letztes Jahr bereits die BITKOM als Auftraggeber (”E-Learning setzt sich durch”).  Jetzt liegen der Abschlussbericht der Studie zur eLearning-Nutzung in deutschen Großunternehmen und damit weitere Zahlen und Details vor. Natürlich kann man wieder darüber diskutieren, ob bei 55 Prozent der Top 500-Unternehmen in Deutschland, die E-Learning einsetzen, das Glas halb voll oder halb leer ist. Abgesehen davon sind mir folgende Punkte ins Auge gesprungen: Unternehmen geben nicht viel für E-Learning aus. “Die meisten der 17 Unternehmen, die hierzu Angaben machten, geben jährlich zwischen 10.000 und 100.000 Euro für eLearning aus”, heißt es im Bericht, und die Autoren schieben gleich die Wertung “ausbaufähig” hinterher.

Überraschenderweise ist auch eLearning 2.0 ein Thema. So berichten z.B. 35 Prozent der Befragten vom Einsatz von Wikis und Weblogs und 27 Prozent von Podcasts und Videocasts in der betrieblichen Weiterbildung. Hier wüsste man natürlich gerne mehr, z.B. welche Projekte und Lernszenarien dahinter stecken und wie die Schnittstelle von formalem und informellem Lernen genau aussieht. Vielleicht wäre das der Stoff für eine nächste Befragung. Immerhin planen 63 Prozent der Unternehmen den Ausbau von E-Learning.
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, April 2010 (pdf)

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Information 2015. Reforming the paradigm

Posted on 07 May 2010 by jrobes

Accenture und Z_punkt haben die Informationslandschaft vermessen. In einer Reihe von interessanten Schaubildern und Szenarien wird beschrieben, welche sozialen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen das Informationsmanagement morgen bestimmen werden. Natürlich auf hohem Abstraktionsniveau. Aber vor der Kunst, komplexe Zusammenhänge in einer Grafik oder einem Modell abzubilden, ziehe ich immer wieder gerne den Hut. Continue Reading

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Education Today. The OECD Perspective

Posted on 09 April 2009 by jrobes

Auf 96 Seiten haben die OECD-Experten die wichtigsten Ergebnisse ihrer Bildungsstudien der letzten Jahre zusammengefasst. Vom Kindergarten bis zur Hochschule, vom Lebenslangen Lernen bis zu Fragen der Bildungsrendite. Alles mit Verweisen auf die entsprechenden Publikationen sowie teilweise mit direkten Links zu den Originalstatistiken. Blättert man durch die einzelnen Bildungsstationen und -felder, so könnte man meinen, dass Bildungstechnologien bzw. e-Learning keine große Rolle spielen. Auf E-Learning wird kurz im Rahmen der Hochschullehre verwiesen (”E-learning has not yet revolutionised learning and teaching in higher education systems”, S. 44), “Internet” und “Web ” ergeben genau einen einzigen Treffer im gesamten Dokument. Die Fragen und Antworten zur Bildung scheinen woanders zu liegen.
OECD Centre for Educational Research and Innovation, 19. März 2009

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Ein Blick hinter die Kulissen der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland

Posted on 25 March 2009 by jrobes

Schon vor einem Jahr erschien diese Meldung, nur lag damals der Fokus auf Europa. Jetzt also: “Die betriebliche Weiterbildung in Deutschland stagniert, teilweise ist sie sogar rückläufig. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland weiterhin nur einen Platz im Mittelfeld ein.” Denn im Rahmen der dritten europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen (Continuing Vocational Training Survey, CVTS3) gab es eine nationale Zusatzerhebung, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Sie bietet weitere Informationen zum Stand der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland. Stichworte sind die Unterstützung der Weiterbildung durch Unternehmen, Lernformen, relevante Kompetenzen und die Unterstützung älterer Beschäftigter. Alles natürlich im Rahmen der “großen” Tendenz.

Zwei Punkte seien an dieser Stelle erwähnt: Die Bedeutung von Soft Skills hat sich, so die Erhebung, zwischen 1999 und 2005 fast verdoppelt (in Bezug auf Teilnahmestunden). Und was die “Lernformen der betrieblichen Weiterbildung” betrifft, schafft es e-Learning nach wie vor nicht auf diese kurze, exklusive Liste und soll wohl mitgedacht werden, wenn man “selbstgesteuertes Lernen” liest.
Dick Moraal, Barbara Lorig, Daniel Schreiber und Ulrike Azeez, in: BIBB-Report, 7/09, 26. Januar 2009

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Bildung in Deutschland 2008

Posted on 16 June 2008 by jrobes

Der zweite nationale Bildungsbericht ist da. Er folgt in Aufbau und Darstellung der Erstauflage aus dem Jahr 2006 und bietet auf über 350 Seiten vor allem Empirisches zum deutschen Bildungswesen. Auf Bewertungen und Empfehlungen wird weitgehend verzichtet, wobei das Zahlenmaterial - oft präsentiert im OECD-Vergleich und mit Erinnerung an bildungspolitische Statements - keineswegs neutral daherkommt.Im einleitenden Kapitel (”Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen”) legen die Autoren den Fokus auf den demografischen Wandel, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Veränderungen sozialer Lebensformen. Man schließt hier an den Vorgänger 2006 an, fasst sich kürzer, ohne allerdings technische Entwicklungen wie das Internet auch nur am Rande zu erwähnen. Das Wort taucht im gesamten Bericht kein einziges Mal auf!

Ich habe mir dann noch das Kapitel “Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter” durchgelesen, wobei sich der Bericht hier auf bereits bekanntes, im Januar veröffentlichtes Zahlenmaterial stützt. Wie 2006 weisen die Autoren wieder auf einen Grundwiderspruch der Weiterbildungsdebatte hin: “Obwohl Politik, Wirtschaft und Wissenschaft lebenslanges Lernen von allen Individuen fordern, wurden die Weiterbildungsbudgets zum Teil dramatisch gekürzt.” (S. 46)

Ansonsten ist der Bericht eine Fundgrube mit Informationen und Zahlen über alle Bildungsbereiche und -systeme hinweg. Verständlich, benutzerfreundlich - und online verfügbar.
Autorengruppe Bildungsberichterstattung, im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Juni 2008

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Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland

Posted on 18 February 2008 by jrobes

Weitere Zahlen zur Weiterbildung liegen vor. Dieses Mal ist das BMBF der Auftraggeber, ein Projektverbund unter Federführung von TNS Infratest Sozialforschung hat sich der Sache angenommen. Im Mittelpunkt des vorliegenden Berichts steht die Weiterbildungsbeteiligung der 19-64-jährigen Bevölkerung in den letzten 12 Monaten (für den besseren Überblick: am Freitag ging es um die Weiterbildungsaktivitäten von Unternehmen!). Die wichtigsten Ergebnisse:1. Der seit 1997 rückläufige Trend konnte gestoppt werden: Die Beteiligungsquote von 43 Prozent zeigt eine leicht steigende Tendenz gegenüber 2003 (41%).
2. Informelle Lernaktivitäten nehmen zu. Von 61% der Erwerbstätigen, die 2003 an Formen der informellen beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben, auf 68%.
3. Von diesem Trend profitieren auch die Lernangebote mit Hilfe computergestützter Selbstlernprogramme (plus 7 Prozentpunkte) sowie Lernangebote im Internet (plus 6 Prozentpunkte).

Schaut man sich, durch diese Zahlen neugierig geworden, gerade den Bereich des informellen Lernens genauer an, wird die Luft allerdings schnell dünn. Wie Michael Kerres anmerkt, überrascht es z.B. mit Blick auf die in der Befragung vorgegebenen Aktivitäten, dass nicht von einer 100 prozentigen Beteiligungsquote berichtet wird. Immerhin geht es um Alltägliches wie z.B. “Lernen durch Ausprobieren”!
Zum anderen: Es ist nicht deutlich, warum der Besuch eines Programmierkurses als “formalisierte Weiterbildung” gilt, das computergestützte Selbstlernprogramm zum gleichen Thema jedoch als “informelle berufliche Weiterbildung”.

So ist es sicher begrüßenswert, dass der Bereich des informellen Lernens auch im Rahmen dieser europaweiten (!) Erhebung mehr und mehr Aufmerksamkeit gewinnt. Es ist allerdings auch zu befürchten, dass das vorgestellte Untersuchungsinstrumentarium dem komplexen Gegenstand immer weniger gerecht wird.
Bernhard von Rosenbladt und Frauke Bilger, TNS Infratest Sozialforschung, Januar 2008 (pdf)

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Betriebliche Weiterbildung in Europa stagniert - Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld

Posted on 15 February 2008 by jrobes

Gewohnt schlechte Nachrichten, dieses Mal von der dritten europäischen Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung (Continuing Vocational Training Survey - CVTS 3). “Deutschland belegt weiterhin nur einen Platz im Mittelfeld - bei wichtigen Kennziffern sind Rückgänge zu verzeichnen: So nahmen der Anteil weiterbildender Unternehmen und der Anteil der Unternehmen, die Weiterbildung in Form von Kursen und Seminaren anbieten, ab. Ebenfalls sank der Anteil der Beschäftigten, die an betrieblichen Weiterbildungskursen teilnahmen, leicht. Auch die finanziellen Aufwendungen der Unternehmen für diesen Bereich waren deutlich rückläufig. Allein die Zahl der Weiterbildungsstunden je Beschäftigtem blieb stabil.”

Neben dieser Pressemitteilung steht auch ein ausführlicherer Artikel zum Thema online. Hier werden Fakten und Entwicklungen beschrieben, Interpretationen sollen folgen. Dort heißt es auch: “Es stellt sich die Frage, wie dieser Rückgang zu erklären und dann auch zu bewerten ist.”

Vielleicht ein kurzer Versuch an dieser Stelle: Die Vergleichszahlen der letzten Erhebung stammen von 1999. In den Jahren 2001-2003 haben jedoch viele Unternehmen ihre Weiterbildung zum Teil dramatisch zurückgefahren. Nur ein Teil dieses Rückgangs wurde in den letzten Jahren wieder aufgeholt. Es bleibt ein Minus. Wie gesagt, nur ein kurzer, wissenschaftlich nicht abgesicherter Interpretationsversuch.
BIBB, Pressemitteilung, 7/ 2008 v. 14 Februar 2008

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Bildung in Deutschland

Posted on 02 June 2006 by jrobes

Auf allen Kanälen kommt gerade diese Nachricht herein: Deutschland hat einen ersten umfassenden Bildungsbericht! Auf über 300 Seiten gibt er Auskunft über Stand und Entwicklung des deutschen Bildungssystems! Den roten Faden bildet die Leitidee der “Bildung im Lebenslauf”. Im Vordergrund stehen, das haben nationale Berichte oft an sich, Empirie und Systematik; auf Wertungen und Empfehlungen wird explizit verzichtet.

Was bietet dieser Bildungsbericht? Im einleitenden Teil werden die Rahmenbedingungen erläutert, die sowohl die Ziele als auch den Handlungsspielraum der Bildungsakteure bestimmen: Demographie, Wirtschaft, Globalisierung, die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft sowie veränderte Familien- und Lebensformen. Alte Bekannte also.

Wirft man einen Blick in das Kapitel G, “Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter”, so weist der Bericht unmissverständlich auf einen “Grundwiderspruch” unserer Bildungsanstrengungen hin: “Die breite öffentliche Rhetorik über die Bedeutung von lebenslangem Lernen für die persönliche Entfaltung, die Teilhabe am Erwerbsleben und die Sicherstellung der Humanressourcen in einer alternden Gesellschaft ist ungebrochen. Dagegen nimmt nach den Daten des Berichtssystems Weiterbildung die individuelle Teilnahme an Weiterbildung seit 1997 ab.” (124) Punkt.

Wie sieht es aber mit dem informellen Lernen aus? Auch hier ist der Bericht auf der Höhe der Zeit und versucht zu dokumentieren, was bei diesen Lernformen überhaupt zu dokumentieren ist. Das Ergebnis fällt nicht besser aus: “Die informellen Weiterbildungsformen sind in den letzten Jahren nicht expandiert; bei einzelnen ausgewählten Formen ist sogar eher eine Abnahme zu verzeichnen.” (130) Hinzu kommt, dass die Teilnahme an informellen Lernaktivitäten korreliert: mit der Teilnahme an formellen Angeboten ebenso wie mit dem höheren Bildungs- und Berufsstand der Teilnehmer.

Zusammenfassend: Auch wenn sich dieser Bildungsbericht aller Wertungen enthalten will, am offensichtlichen Problem der (beruflichen) Weiterbildung kommt er nicht vorbei: Die Reduzierung der finanziellen Förderung durch die öffentlichen Haushalte und Unternehmen ist Fakt, der Rückgang der Beteiligung an (formaler) Weiterbildung ebenso. Aber vielleicht kann der nächste Bericht, 2008 soll er erscheinen, bereits von den neuen kollaborativen Lernformen und der erfolgreichen Selbstorganisation der Bildungshungrigen erzählen.
Konsortium Bildungsberichterstattung im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, bildungsbericht.de, 2 Juni 2006

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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