Archive | Weiterbildung allgemein

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The 25 Hottest Skills That Got People Hired in 2014

Posted on 19 December 2014 by jrobes

Es ist die Welt, wie LinkedIn sie sieht und wie sie sich in den Daten von LinkedIn widerspiegelt. Das heißt für 2014: Gefragt sind vor allem IT und Marketing Skills. Was der Autor wiederum in folgende Empfehlungen übersetzt: “Investing in STEM; Data. Data everywhere; It pays to know a second language; Rise of the technical marketer.” Noch interessanter ist aus meiner Sicht das Potenzial, das hinter diesen Auswertungen schlummert: wenn es weiter differenziert und personalisiert wird; wenn es direkt mit Bildungsangeboten wie z.B. MOOCs verknüpft wird, usw. (siehe auch Coursera Blog: “Top 2014 LinkedIn Skills That Tie Back to Top Coursera Courses”).
Sohan Murthy, LinkedIn Official Blog, 17. Dezember 2014

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Applying neuroscience to L&D initiatives

Posted on 11 December 2014 by jrobes

Neuroscience (oder einfacher: Gehirnforschung) ist eines der Stichworte, die 2014 an verschiedenen Stellen in der Bildungsdiskussion auftauchten. Das CIPD hat mit seinem Research Report “Neuroscience in action: applying insight to L&D practice” dazu beigetragen. Im vorliegenden Artikel werden einige Fragen der laufenden Diskussion aufgenommen und beantwortet. Die Antworten sind hilfreich, auch wenn der “Neuroscience-Beitrag” oft nicht erkennbar ist.

“So, a learning intervention informed by neuroscience would be:
- challenging but not threatening
- stimulating but not stressful
- small chunks of input, frequent breaks, physical movement and time for quiet reflection
- highly learner led; lots of choice and flexibility
- activity-based, so learners are processing information and practicing new skills
- lots of stuff around peer to peer work e.g. coaching trios.”

Ruth Stuart, Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD)/ learning blog’s blog, 9. Dezember 2014

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Critical Digital Pedagogy: a Definition

Posted on 05 December 2014 by jrobes

Drei Artikel und eine Präsentation, in denen die Autoren den Bogen von Kritischer Pädagogik zu MOOCs spannen. Das Statement “Pädagogik ist nie neutral” sowie die Arbeiten von Paulo Freire bilden den Ausgangspunkt. Sechs Thesen “to reimagine MOOCs” bilden den Abschluss.

“In short, Critical Digital Pedagogy:
- centers its practice on community and collaboration;
- must remain open to diverse, international voices, and thus requires invention to reimagine the ways that communication and collaboration happen across cultural and political boundaries;
- will not, cannot, be defined by a single voice but must gather together a cacophony of voices;
- must have use and application outside traditional institutions of education.”

Jesse Stommel, Hybrid Pedagogy, 18. November 2014

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Can you do experiential learning online? Assessing design models for experiential learning

Posted on 03 December 2014 by jrobes

Experiential Learning (Erfahrungsbasiertes Lernen) ist das Ziel, das hinter einer Reihe von verschiedenen didaktischen Modellen steht. Problem-based learning, case-based learning, project-based learning, inquiry-based learning. Lernprozesse in möglichst realen Umgebungen, mit möglichst realen Aufgabenstellungen. Tony Bates stellt kurz die verschiedenen Modelle und ihre Spielregeln vor. Die Ähnlichkeiten sind groß. Alle “zerlegen” den Lernprozess in einzelne Phasen, z.B. der Analyse, der Praxis und der Reflektion. Die Unterschiede liegen u.a. in den Schwerpunkten und der Rolle der Lehrenden. Alle Modelle sind, so Tony Bates, offen, was ihre Form der (technischen) Umsetzung betrifft. Eine nützliche Aufstellung!

“On balance then, I would support the use of experiential learning for developing the knowledge and skills needed in a digital age, but as always, it needs to be done well, following best practices associated with the design models.”
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 1. Dezember 2014

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Embedding Learning in Work: The Benefits and Challenges

Posted on 18 November 2014 by jrobes

Die Vorteile des Lernens im Arbeitsprozess liegen auf der Hand. Und Charles Jennings zitiert eine Reihe von Studien, die die Effektivität des on-the-job learning unterstreichen (und die man sich eigentlich notieren müsste!). Ihnen gegenüber stehen jedoch verschiedene Herausforderungen:

- “This learning can’t be ‘managed’ by HR, L&D or by any of the processes and technology systems they put in place. It can, however, be supported, facilitated, encouraged, exposed and shared by HR and L&D …”
- “The lack of understanding and failure to use performance support approaches and tools has created a significant barrier for supporting the learning that is embedded in work.”
- “A final challenge facing many L&D professionals is that embedding learning in work almost always requires the active support of executives, business managers and team leaders. This means L&D needs to engage these groups and work closely with them.”

Charles Jennings, Workplace Performance, 17. November 2014

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Seven ways that video can transform learning at work

Posted on 31 October 2014 by jrobes

Eine kurze Handreichung: Video, schreibt Clive Shepherd, “is very much the medium of the moment”. Die Technik ist da, die Software, es läuft auf allen Geräten. Der Rest ist Routine. Bleiben die (Lern-)Formate und Szenarien, in denen Video eingesetzt werden kann: Interviews, Presentations, Drama, Physical Demonstrations, Documentaries, Screencasts, Explainers. Für Einsteiger.
Clive Shepherd, Clive on Learning, 31. Oktober 2014

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How TELUS Engages Employees Through Pervasive Learning

Posted on 23 October 2014 by jrobes

Eine kurze, sehr “luftige” Case Study, in der die Lernkultur von TELUS vorgestellt wird. TELUS ist ein kanadisches Telekommunikationsunternehmen, mit 40.000 Mitarbeitern in acht Ländern. Und in Dan Pontefract, ihrem “Chief Envisioner”, besitzt es einen aktiven Förderer des Themas “Lernen & Kultur”. Stichworte dieses Artikels lauten u.a. “Think Beyond Training”, “Open Up the Culture”, “Create a Structure for Employees to Share Learning” und “Tie Learning to Performance”.

“Learning, says Pontefract, is “one part of a three-legged stool” that also includes collaboration tools and a leadership approach that promotes the open exchange of information.”
Elana Varon, SAP Center for Business Insights, Case Study, Nr. 55, Oktober 2014 (pdf)

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Volkshochschule in der digitalen Gesellschaft

Posted on 22 October 2014 by jrobes

Der vhsMOOC 2013 hat bei Joachim Sucker offensichtlich Spuren hinterlassen. In einer “persönlichen Momentaufnahme” macht er sich seine Gedanken über die Zukunft der Volkshochschulen. Denn der “digitale Klimawandel”, davon ist Joachim Sucker überzeugt, wird auch ihr Konzept infragestellen. Neue Player drängen schon heute mit neuen, frischen Ideen und Geschäftsmodellen auf den Weiterbildungsmarkt. Veränderungen stehen an bzw. sind überfällig. Erste Vorschläge sind formuliert:

“- Ohne die Einbettung in die gesamte gesellschaftliche Bildungskette, wird die VHS ein Auslaufmodell. …
- Öffnung der Häuser für die Community vermeidet Isolation …
- 1.000 Experimente in den nächsten 5 Jahren …
- Die Marke VHS braucht eine digitale Infrastruktur …”

Joachim Sucker, allesauszucker, 21. Oktober 2014

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Brilliant: The Science of How We Get Smarter

Posted on 16 October 2014 by jrobes

Annie Murphy Paul versorgt uns regelmäßig mit klugen Artikeln, in denen sie Ergebnisse der Bildungs- und Lernforschung aufbereitet. Ihr Newsletter “The Brilliant Report” ist unbedingt zu empfehlen, auch wenn sie auf diesem Spielfeld jetzt kürzer treten will. In diesem Vortrag erklärt sie, dass Intelligenz kein unveränderliches Konstrukt ist. Denn wie man z.B. in Intelligenztests abschneidet, hängt von verschiedenen situativen Faktoren ab. Diese Faktoren werden von Annie Murphy Paul im Konzept der “microenvironments” zusammengefasst. Auch wenn hier Konzepte wie Intelligenz und Tests einfach mal im Raum stehen, bin ich den Ausführungen gerne gefolgt.
Annie Murphy Paul, International Festival of Arts & Ideas, New Haven/ Connecticut, 15. September 2014

Brilliant: The Science of How We Get Smarter from International Festival of Arts & on Vimeo.

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Lernort Internet. Handmade 2.0

Posted on 15 October 2014 by jrobes

die_2014101.jpgDie aktuelle Ausgabe der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung widmet sich dem Thema “DIY - Do It Yourself”. Im Vorspann heißt es: “Ob Stricken, Fotografieren oder Brot backen: Selbermachen ist angesagt. Gelernt wird es nicht nur in der Erwachsenenbildung, sondern auch mithilfe von Ratgeberliteratur oder über Youtube. Dieses handwerkliche Lernen erfolgt bisher unbeachtet von der erwachsenenpädagogischen Diskussion - zu Unrecht.”

Offen im Netz steht der Artikel von Petra Grell und Tine Nowak (”Handmade 2.0″), der sich mit der Umsetzung des Schwerpunktthemas allerdings schwer tut. Natürlich liegt es nahe, mit der historischen Verbindung zwischen “Do It Yourself” & Heimwerkern einzusteigen, aber irgendwann sollte man doch den Bogen zum “Lernort Internet” schlagen, wie er sich zum Beispiel in Stichworten wie “user-generated content”, in Bewegungen wie den “Edupunks” sowie Projekten wie der P2P-University widerspiegelt. So bleibt es bei einem Appell, der vielleicht schon zu spät kommt: “Wenn Erwachsenenbildung zwischen Erfahren und Begreifen vermitteln will, wenn reflexive Prozesse gefördert werden sollen, dann muss sich die institutionalisierte Erwachsenenbildung auch diesen digital-vernetzten Erfahrungsräumen, die von Laien gestaltet sind, widmen.” Es kann jedoch sein, dass es in diesem Heft und hier wirklich nur um das “handwerkliche Lernen” bzw. “Lernen eines Handwerks” geht …
Petra Grell und Tine Nowak, DIE Zeitschrift 2014/4 (pdf)

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Marc My Words: In Learning and Performance Ecosystems, the Whole is Greater Than the Sum of the Parts (Part One)

Posted on 15 October 2014 by jrobes

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Bildern bzw. Schaubildern um auszudrücken, dass strukturiertes Lernen und klassisches Training nur Bausteine einer umfassenderen Lernarchitektur sind. Denn es geht darum, schnell und flexibel auf unterschiedliche Zielgruppen und Kompetenzlevel, auf unterschiedliche Situationen und Ziele sowie weitere Faktoren zu reagieren, die hinter der Suche nach Informationen, Hilfen und Lösungen stehen. Marc Rosenberg, der bereits einige Standardwerke verfasst hat (u.a. “e-Learning” und “Beyond E-Learning”), plädiert deshalb für ein integriertes “learning and performance ecosystem”:

“A learning and performance ecosystem enhances individual and organizational effectiveness by connecting people, and supporting them with a broad range of content, processes, and technologies to drive performance.”
Marc Rosenberg, Learning Solutions Magazine, 14. Oktober 2014

rosenberg_201410.jpg

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Vielversprechende Chancen: Digitale Weiterbildungsangebote für jedermann

Posted on 10 October 2014 by jrobes

Julia Behrens (Bertelsmann Stiftung) stellt eine Expertise vor, die drei Studien des MMB-Instituts zusammenfasst (Lutz Goertz: “Digitales Lernen adaptiv. Technische und didaktische Potenziale für die Weiterbildung der Zukunft”). Dabei handelt es sich: um eine hilfreiche Lernertypologie, die Ergebnisse des Learning Delphi 2013 sowie eine ausführliche Vorstellung des Trends “Adaptive Learning”. Alles an dieser Stelle bereits verlinkt, aber hier kommentiert und als “Best of …” lesefreundlich aufbereitet.

“Kein anderer Bildungsbereich hat mit so einer heterogenen Zielgruppe und so vielfältigen Bildungsangeboten zu tun wie der Weiterbildungssektor. Das Angebot reicht vom sprichwörtlichen Volkshochschulkurs bis zur mehrmonatigen Aufstiegsqualifizierung. Diese Vielfalt gilt es abzubilden und abzuholen. Digitale Angebote versprechen hier besonderen Nutzen: Sie helfen, Inhalte in hoher Qualität unabhängig von Zeit und Raum zur Verfügung zu stellen und dabei auf die unterschiedlichen Lernziele, -stile und -geschwindigkeiten der Lerner flexibel einzugehen. Der Lehrende wird zum Lernbegleiter. Dazu ist es aber notwendig, zunächst besser zu verstehen, wie die Zielgruppe der Weiterbildung „tickt” und was die künftigen Trends im Bereich digitaler Weiterbildung sind. Es stellen sich die Fragen: Welche digitalen Lernformen werden in den kommenden Jahren die Weiterbildung bestimmen? Und für welche Zielgruppen eignen sich die unterschiedlichen Lernformen besonders?”
Julia Behrens, Blog “Digitalisierung der Bildung” (Bertelsmann Stiftung), 26. September 2014

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Wissen im Netz

Posted on 10 October 2014 by jrobes

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “Wirtschaft & Beruf” (Thema “Fachkräftesicherung”) habe ich wieder vier Bildungsadressen im Netz kurz vorgestellt: Mozilla Open Badges, Association for Talent Development (ASTD/ ATD), e-teaching.org und Online Educa Berlin..
Jochen Robes, Wirtschaft & Beruf, Zeitschrift für berufliche Bildung, 4/5, 2014 (pdf)

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Das Verschwinden des Wissens

Posted on 06 October 2014 by jrobes

Dieser Gastkommentar des Wiener Philosophie-Professors Konrad Paul Liessmann in der NZZ hat bereits viel Beifall gefunden. Er klagt dort in markigen Worten die “Kompetenzorientierung” an, die “Umstellung von Bildung auf Kompetenzen”, die seit einigen Jahren die Lehrpläne an Schulen und Hochschulen durchzieht. Einige seiner Kritikpunkte:

  • “Historisch gesehen wurzelt das Kompetenzkonzept nicht in der Pädagogik oder Bildungstheorie, sondern in der Ökonomie.”
  • “Alles dient dem Lösen von Problemen und muss deshalb als eine Form von Handlung beschrieben werden können …”
  • “… wenn noch jede Selbstverständlichkeit als Kompetenz gewertet wird …”
  • “Damit aber ist der Punkt erreicht, an dem die Kompetenzorientierung tatsächlich in eine Negation jedes verbindlichen Wissens umschlägt.”
  • “Zukünftige Bildungsforscher werden in der Umstellung auf die Kompetenzorientierung vielleicht den didaktischen Sündenfall unserer Epoche sehen, die Praxis der Unbildung schlechthin, …”

Ich vermute, dass dieser Kommentar bei vielen Lehrenden offene Türen einrennt. Er wirkt auch “rund”, da er sich ganz auf das Stichwort “Kompetenzorientierung” und einige Exzesse und Stilblüten dieses Perspektivwandels konzentriert. Der Gegenentwurf ist bekannt und muss nicht ausformuliert werden: Hochschulen, so Konrad Paul Liessmann, sollen Bildung und Wissen vermitteln sowie in die Arbeitsweise der Wissenschaften einführen. Für einen offenen Diskurs über ihre Rolle im 21. Jahrhundert ist das wiederum eine sehr schmale Vorlage.
Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung, 15. September 2014

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Lernort Hochschule: Abgelenkt, aufgeschoben, abgehakt – Wo ist der Wille beim Lernen mit digitalen Medien?

Posted on 01 October 2014 by jrobes

Welche Rolle spielen digitale Medien in Bildungs- und Lernprozessen? Stehen sie gelingenden Lernprozessen eher im Weg, indem sie Aufmerksamkeit abziehen und ablenken? Fördern sie eine oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff? Und, wenn ja, wie können Lernende motiviert werden, die neuen Medien zielführend einzusetzen? Können sie überhaupt (von Außen) motiviert werden?

Das sind die Ausgangsfragen, die ich aus Gabi Reinmanns Vortragsmanuskript, wie immer druckreif ausformuliert, mitgenommen habe. (Nur am Rande: Ich habe natürlich sofort an Clay Shirky und seinen Artikel “Why I Just Asked My Students To Put Their Laptops Away” denken müssen!). Ihre überzeugend und schlüssig vorgetragene Botschaft: Es gibt beim Thema Motivation keine einfache Antworten. Motivation ist ein komplexes, dynamisches Geschehen, eingebettet in konkrete, wechselnde Situationen. Medien sind hier immer nur ein Baustein unter vielen anderen. Denn ihnen gegenüber stehen Studierende mit recht heterogenen Motivationslagen. Es bleibt das Ideal des selbstbestimmten Lernens und des selbstbestimmten Umgangs mit digitalen Medien:

“Abgelenkt, aufschiebend, abhakend – das ist kein zwangsläufiger motivationaler Zustand. Digitale Medien sind für Ablenkung, Aufschiebeverhalten und vorrangig extrinsische Motivation sicher nicht ursächlich, aber daran beteiligt. Ebenso sicher ist, dass digitale Medien kein Wundermittel für mehr Aufmerksamkeit und Konzentration, mehr Konstanz und Systematik oder mehr Interesse und Begeisterung sind. Selbstbestimmtes Lernen und ein selbstbestimmter Umgang mit digitalen Medien sind ein Ideal an der Hochschule, aber eines dem wir uns annähern können und müssen – sonst wäre die Hochschule tatsächlich nur ein Lernort, aber kein Bildungsort.”
Gabi Reinmann, Lehren - Lernen - Didaktik, 30. September 2014

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micro-MOOC: Ein neuer Ansatz im Bereich Corporate Learning

Posted on 01 October 2014 by jrobes

“Kürzlich hatte ich die Chance, ein internationales Team von Sicherheitsexperten zu unterstützen, die hausinternen Schulungen zu überarbeiten, die das Team zur Vermittlung von Sicherheitsexpertise im Rahmen der Produktentwicklung anbietet”, schreibt Christian Wiele. Ein eintägiger Workshop bildete den Rahmen. Die Aufgabe, die er den Teilnehmern des Workshops stellte und deren Umsetzung er in diesem Beitrag ausführlich schildert, lautete: “Gestalte eine Lernerfahrung für eine (gegebene) Zielgruppe, inkl. eines kurzen Videos.”

Teamarbeit, Blended Learning (”Verbindung von virtueller und realer Welt”) und self-paced Learning sind einige der Stichworte, mit denen Christian Wiele seinen methodischen Ansatz charakterisiert. Eine WordPress-basierte Plattform versammelte Ressourcen, Links sowie die Arbeitsergebnisse des Workshops. Ein sehr interessantes, motivierendes Setting, aber ein “micro-MOOC”?? Bei aller Fantasie, warum?
Christian Wiele, gezeitenraum, 30. September 2014

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Do girls learn differently?

Posted on 16 September 2014 by jrobes

Annie Murphy Paul hält fest: Auch in offenen Online-Kursen (MOOCs), die sich mit den STEM-Fächern (Science, Technology, Engineering, Mathematics) beschäftigen, sind Lernerinnen deutlich unterrepräsentiert. Am Zugang allein kann es also nicht liegen. Aber es braucht offensichtlich eine besondere Lernumgebung, um Barrieren zu überwinden. Das belegt Annie Murphy Paul mit Hinweisen auf Projekte und Forschungsergebnisse.

“All these approaches have in common a focus, not on teaching girls and women differently, but on helping them to feel differently about their place in the fields of math and science. Just as in the physical world, in the virtual sphere the barriers to girls’ and women’s advancement in STEM fields remain very much in place. With informed intervention and clever design, however, the digital walls may prove easier to scale.”
Annie Murphy Paul, The Brilliant Report, 10. September 2014

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Students and their devices

Posted on 15 September 2014 by jrobes

Clay Shirky hatte ja letzte Woche bereits die Diskussion eröffnet (”Why I Just Asked My Students To Put Their Laptops Away”). Nicholas Carr legt hier noch einmal nach, fast genauso wortgewaltig. Aber er weist vor allem noch einmal darauf hin, dass das Problem weit über den Seminarraum reicht:

“Computers and software can be designed in many different ways, and the design decisions will always reflect the interests of the designers (or their employers). Beyond the laptops-or-no-laptops-debate lies a broader and more important discussion about how computer technology has come to be designed - and why.”
Nicholas Carr, Rough Type, 11. September 2014

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Why I Just Asked My Students To Put Their Laptops Away

Posted on 12 September 2014 by jrobes

Ich denke, man darf unterscheiden zwischen der individuellen Entscheidung eines Lehrenden, die Nutzung elektronischer Geräte im Unterricht zuzulassen oder abzulehnen. Und der Diskussion der generellen Möglichkeiten, die elektronische Geräte bei der gemeinsamen Auseinandersetzung mit einem Thema bieten. Die Antworten, individuell wie allgemein, hängen nicht zuletzt vom didaktischen Konzept ab. Und noch von einigen anderen Punkten, die Clay Shirky hier offenlegt. Denn es geht ihm gar nicht um Didaktik, sondern um die perfiden Strategien der Geräte- und Software-Entwickler sowie die offensichtlich nicht steuerbaren Reflexe der Studierenden, die gegen ihn arbeiten.

Brilliant geschrieben von einem, der Social Media unterrichtet!

“The fact that hardware and software is being professionally designed to distract was the first thing that made me willing to require rather than merely suggest that students not use devices in class. There are some counter-moves in the industry right now - software that takes over your screen to hide distractions, software that prevents you from logging into certain sites or using the internet at all, phones with Do Not Disturb options - but at the moment these are rear-guard actions. The industry has committed itself to an arms race for my students’ attention, and if it’s me against Facebook and Apple, I lose.”
Clay Shirky, Medium, 9. September 2014

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Is the ADDIE model appropriate for teaching in a digital age?

Posted on 11 September 2014 by jrobes

ADDIE ist ein beliebtes, weit verbreitetes Modell, um die Entwicklung von Weiterbildungsangeboten, vor allem von E-Learning oder Multimedia, zu strukturieren. Es teilt die Entwicklung in fünf Phasen auf: Analyse, Design, Develop, Implement, Evaluate. In dieser Hinsicht ist es ein einfaches Management-Werkzeug, das die arbeitsteilige Zusammenarbeit von Experten unterstützt und die gewünschte Qualität eines Bildungsangebots gewährleisten soll. Wer mehr über ADDIE erfahren will, sollte der interaktiven Infografik (s. unten) folgen, die Tony Bates hier verlinkt.

Natürlich steht im Zeichen des digitalen, vernetzten Lernens auch ADDIE auf dem Prüfstand. Zu unflexibel, zu linear, zu fokussiert auf die Entwicklung von Lerninhalten (und weniger auf die Durchführung von Lernprozessen und die Unterstützung von Lehrenden und Lernenden). “Leaving ADDIE for SAM”, heißt es deshalb zum Beispiel. Auch Tony Bates tendiert in diese Richtung.
Tony Bates, e-learning and distant education resources, 9. September 2014

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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