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The New American University: Massive, Online, And Corporate-Backed

Posted on 24 July 2014 by jrobes

Eine richtig spannende Geschichte wird hier erzählt, die sehr anschaulich verdeutlicht, warum der Hype um Massive Open Online Courses nur in den USA entstehen konnte. Es geht um eine öffentliche Universität, die Arizona State University (ASU), die vor vier Jahren entschied, dass eine bzw. ihre Zukunft nur in Online-Kursen liegen könne. Also hat man auf Partnerschaften gesetzt, zuerst mit Pearson, dem Medienkonzern, dann mit Starbucks, der Kaffeehaus-Kette, und nebenbei mit Knewton, der “adaptive learning company”. Die Pläne sind ehrgeizig, denn man will dorthin, wo der schwächelnde “for-profit”-Riese im Online-Lernen, die University of Phoenix, heute ist. Kritiker merken leise an, “it’s a product that’s essentially untested”.

“Public universities, experts say, are positioned to succeed in the online sphere because they have clout and name recognition that MOOCs and for-profits like Phoenix and Corinthian can’t match. MOOCs have been unsuccessful, in part because the certificates earned had little currency with employers or established universities …”
Molly Hensley-Clancy, BuzzFeed, 21. Juli 2014

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Kriterien und Leitsätze für eine qualitätsgesicherte Verwendung von MOOCs (Massive Open Online Courses)

Posted on 02 July 2014 by jrobes

uniko_201407b.jpgAuch die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) hat jetzt eine Stellungnahme vorgelegt. Allerdings viel kürzer und oberflächlicher als das HRK-Positionspapier. Im Mittelpunkt steht ein Kapitel zur Verwendung von MOOCs in der Lehre und der Anerkennung von Leistungen bzw. Prüfungen, die im Rahmen eines MOOCs erbracht wurden. Das Papier schließt mit zehn “Leitsätzen für eine qualitätsgesicherte Verwendung von MOOCs”. Eine Anmerkung am Rande: uniko begrüßt ausdrücklich Entwicklung und Durchführung von MOOCs als “open educational resources”, erklärt auch den Begriff “OER”, verweist aber im Rahmen des Dokuments primär auf den offenen Zugang zu Online-Kursen.
Österreichische Universitätenkonferenz (uniko), Juni 2014 (pdf)

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The future of universities. The digital degree

Posted on 30 June 2014 by jrobes

Eine Zusammenfassung der laufenden MOOC-Aktivitäten liefert der Economist. Mit den üblichen Zutaten wie “change”, “revolution” und der “reinvention of the university”. Auf die Treiber dieser Entwicklung haben die Autoren bereits mehrmals hingewiesen: das wacklige Geschäftsmodell der (amerikanischen) Hochschulen, die “explosion in online learning” und ein Arbeitsmarkt, der das lebenslange Lernen seiner Mitspieler verlangt.

Kosten, Technologie und Nachfrage. Vor diesem Hintergrund wird daran erinnert, dass es keinen Grund gibt, MOOCs vorschnell abzuschreiben: “Since the first wave of massive online courses launched in 2012, a backlash has focused on their failures and commercial uncertainties. Yet if critics think they are immune to the march of the MOOC, they are almost certainly wrong. Whereas online courses can quickly adjust their content and delivery mechanisms, universities are up against serious cost and efficiency problems, with little chance of taking more from the public purse.”
The Economist, 28. Juni 2014

economist_201406.jpg

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Lieber Harvard als Hannover? Wie der “digitale Tsunami” zur Erfolgswelle für Bologna werden kann

Posted on 25 June 2014 by jrobes

Will man Harvard & Co. das Spielfeld wirklich überlassen? Wie kann man die europäischen Hochschulen für das Online-Lernen in Form von POOCs (”personalized” statt “massive”) begeistern? Die Autoren setzen auf die Mobilität der Bildung, auf Bologna und ECTS. Ihr Plädoyer: „Bologna Digital” ist eine große Herausforderung, aber eine noch größere Chance, aus dieser oft kritisierten Reform endlich eine echte Erfolgsgeschichte zu machen.” Gewagt.
Jörg Dräger (in Zusammenarbeit mit Ralph Müller-Eiselt), The European, 24. Juni 2014

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HRK-Positionspapier zu MOOCs im Kontext der digitalen Lehre

Posted on 24 June 2014 by jrobes

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat heute Stellung bezogen: in Form eines kurzen Positionspapieres und eines längeren Readers (“Potenziale und Probleme von MOOCs - eine Einordnung im Kontext der digitalen Lehre”, 71 Seiten). Nun, ich bin kein hochschulpolitischer Insider, aber das Paket darf wohl als Gegenentwurf zu den “Zehn Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre” gelesen werden, die im Herbst vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung verbreitet wurden. Dort die “schlafende Revolution”, hier, deutlich nüchterner, die “Potenziale und Probleme”.

Während sich die CHE-Thesen an den amerikanischen Entwicklungen orientieren und sich eine “Personalisierung” des Lehrens und Lernens auf der Grundlage von Learning Analytics vorstellen, wird in den HRK-Thesen erst einmal ein Gang zurückgeschaltet und an die Freiheit der Lehre erinnert. Denn MOOCs sind ressourcenintensiv, bauen auf fragwürdigen Finanzierungsmodellen auf und kommen, didaktisch wie rechtlich, mit mehr Fragen als Antworten daher. Einig sind sich beide Seiten in ihren jeweils letzten Thesen, die ich hier in der “weicheren” HRK-Version zitiere: “Die HRK empfiehlt den Hochschulen, sich unter Berücksichtigung dieser Aspekte strategisch zur Digitalisierung der Lehre zu positionieren.”

Unabhängig von dieser “Rahmung” bietet vor allem der Reader einen umfassenden Überblick zur MOOC-Diskussion, wie sie hierzulande aus Sicht der Hochschulen (!) geführt wird. Und wie sie ja im “Hochschulforum Digitalisierung”, dann mit allen beteiligten Parteien, fortgeführt wird.
Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Beschluss des 127. HRK-Senats, 24. Juni 2014

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Hochschul-Bildungs-Report: Schlechte Noten für deutsche Lehrer-Bildung

Posted on 18 June 2014 by jrobes

stifterverband_201406.jpgStifterverband und McKinsey haben die Hochschulbildung vermessen und sind zu ernüchternden Ergebnissen gekommen: Von den gesteckten Zielen ist man weit entfernt. Auf dem Prüfstand stehen sechs Handlungsfelder: Lehrer-Bildung, Internationalität der Bildung, Chancengerechtigkeit für Studierende, beruflich-akademische Bildung sowie berufliche Weiterbildung und MINT-Bildung. Am schlechtesten steht es, gemessen am Index der Studie, um die Lehrer-Bildung.

Ich habe mir kurz die Zeilen über die Quartäre Bildung bzw. Akademische Weiterbildung angeschaut. Sie bekommt im Vergleich aller Handlungsfelder noch die besten Noten (”Im Jahr 2012 hat die Akademische Weiterbildung den größten Sprung nach vorn gemacht.”) Stichworte sind hier Flexibilisierung, Digitalisierung, ein sich “rasant wandelnder Weiterbildungsmarkt” und MOOCs (!):

“Sie [die Hochschulen] müssen stärker als bisher mit externen Partnern, vor allem Unternehmen, zusammenarbeiten und sie müssen ihr Personal für die digitale Bildung fit machen. Unternehmen sollten stärker als bisher zusammen mit Hochschulen unternehmensbezogene Online-Kurse wie sogenannte corporate MOOCs (massive open online courses) oder stark limitierte Angebote wie SPOCs (small private online courses) entwickeln und einsetzen. Die Politik steht jetzt vor der Aufgabe, durch die Gestaltung von gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie intelligenten Anreizsystemen die strategische Profilierung der Hochschulen im Bereich der quartären Bildung und ihre Kooperationsbeziehungen in diesem Feld insgesamt weiter voranzutreiben.”
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, 11. Juni 2014

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Stanford Online: 2013 in Review

Posted on 06 June 2014 by jrobes

stanford_201406.jpgEin sehr interessanter Report, der einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten Stanfords auf dem Feld des Online-Lernens bietet. Dazu gehört natürlich die Durchführung jener drei Stanford-Kurse im Herbst 2011, die den Hype um MOOCs erst so richtig entfacht haben; dazu gehört aber auch z.B. der Launch der Stanford OpenEdX-Plattform als Open Source-Initiative. So beliefert Stanford derzeit parallel drei Kursplattformen: Neben Stanford OpenEdX noch Coursera und NovoEd. Es sind insgesamt so viele Aktivitäten, dass Stanford sie 2012 im Office des Vice Provost for Online Learning (VPOL) gebündelt hat.

Aus dieser Perspektive ist auch dieser Überblick zusammengetragen: in kurzen Profilen werden einzelne Online-Kurse bzw. MOOCs vorgestellt; dazu die laufenden Arbeiten des VPOL, Kurse, Initiativen und Forschungsprojekte (sehr interessant lesen sich hier beispielsweise die kurzen Abstracts einzelner Artikel …). In der Executive Summary heißt es:

“We are proud of our contributions. Since the first three Stanford MOOCs were offered in fall 2011, VPOL has awarded 66 faculty seed grants and has helped more than 145 faculty members from all seven schools deliver 246 online courses and blended campus courses hosted on three different platforms. More than 1.9 million people, from almost every country in the world, have registered for one or more free public online courses taught by Stanford faculty. And since the fall of 2012, our global community of learners has interacted with Stanford Online courses for more than 4 million hours.”
Stanford, Vice Provost for Online Learning (VPOL), Mai 2014 (pdf)

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Reclaiming Innovation

Posted on 05 June 2014 by jrobes

Einen programmatischen Text haben Jim Groom und Brian Lamb verfasst, der die Hochschulen an die Ideale und Potenziale des “Open Web” erinnert. Er passt natürlich wunderbar in eine Zeit, in der über die “Digitalisierungspotentiale der deutschen Hochschulen” diskutiert wird. Ein Kapitel klagt das Denken in großen, effizienten, geschlossenen Technologien an, wie es sich im Vertrauen auf Learning Management Systeme widerspiegelt. Aber an dieser Stelle hätten auch Massive Open Online Courses (MOOCs) stehen können. Innovation sollte mehr sein, so die Autoren und mit Referenz an den 25. Geburtstag des World Wide Web. Sie fragen: “What if educational institutions start reclaiming innovative learning on the web?”
Jim Groom und Brian Lamb, EDUCAUSE Review, Vol. 49, No. 3 (Mai/Juni 2014)

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Business School, Disrupted

Posted on 02 June 2014 by jrobes

Ein interessanter, lesenswerter Artikel: Er dreht sich um die Frage, wie sich die renommierte Harvard Business School zum Thema “Online Education” verhalten soll. Zwei strategische Optionen stehen im Raum und werden an prominenten Management-Denkern festgemacht: Michael Porter und Clayton Christensen. Harvard setzt jedenfalls auf die Strategie Michael Porters, auf ein Online-Programm, das HBX heißen soll und einen “pre-MBA” darstellt, für Studierende immerhin 1.500 Dollar schwer. “Not truly disruptive”, warnt Clayton Christensen. Aber immerhin mit einem Team aus 35 Mitarbeitern ausgestattet. Nur am Rande: die MOOC-Plattform edX, an der sich Harvard auch beteiligt, ist eine andere Baustelle.
Jerry Useem, New York Times, 31. Mai 2014

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Grade Change. Tracking Online Education in the United States

Posted on 19 March 2014 by jrobes

allen_201403.jpgAuch schon eine Institution: Zum elften Mal erscheint dieser Statusbericht über den Stand des Online-Lernens in den USA. In den ersten Jahren kursierte er noch als “Sloan Online Survey”, heute stehen Pearson, das Sloan Consortium und die Babson Survey Research Group auf dem Cover. An der Umfrage haben sich mehr als 2.800 Colleges und Hochschulen beteiligt und auf Fragen wie “Is Online Learning Strategic?”, “Are Learning Outcomes in Online Comparable to Face-to-Face?” und “How Many Students are Learning Online?” geantwortet.

Im letzten Jahr haben die Autoren begonnen, auch das Thema “MOOCs” in die Befragung aufzunehmen. Das Bild hat sich hier in einem Jahr allerdings kaum verändert: Während 2012 2,6 Prozent der Hochschulen von einem eigenen MOOC berichteten, waren es letztes Jahr 5,0 Prozent und das vor allem größere Institutionen. 9,3 Prozent (9,4 Prozent 2012) planen einen MOOC. Auch interessant: “The two most cited reasons, accounting for just under one-half of all institutions with current or planned MOOCs, are marketing-related: to “increase the visibility of the institution” and to “drive student recruitment.”

Vergleicht man die Antworten der letzten Jahre, so fällt auf, dass einige Kurven einen leichten Knick bekommen haben: Die Steigerungsrate der “online enrollments”, immerhin noch 6,1 Prozent, ist “the lowest recorded in this report series”; und die Zahl der Hochschulmanager, die glauben, dass Online-Lernen eine kritische Komponente ihrer strategischen Ausrichtung bildet, ist leicht gefallen. Das könnte man jetzt mit der gestiegenen Aufmerksamkeit zusammenbringen, die MOOCs auf sich ziehen. Wenn man will.
I. Elaine Allen und Jeff Seamon, Babson Survey Research Group, Januar 2014 (pdf)

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Is there a business model for MOOCs? Report from #emoocs2014

Posted on 12 February 2014 by jrobes

“#emoocs2014″ steht für den zweiten “European MOOCs Stakeholders Summit”, der derzeit (10. - 12. Februar) in Lausanne stattfindet. Pierre-Antoine Ullmo ist dort und berichtet hier von einer Panel-Diskussion mit verschiedenen MOOC-Providern, an der er teilgenommen hat. Thema war, natürlich, die andauernde Suche nach einem Geschäftsmodell, und Pierre-Antoine Ullmo fasst mögliche B2C und B2B-Optionen zusammen. Noch interessanter ist vielleicht sein Hinweis auf die kreativen Energien, die das Thema freizusetzen scheint:

“Each of these items has their own modus operandi and many new actors are emerging. When you look at the attendance at the EMOOCs 2014 summit, you realize the contribution MOOCs are making to innovation in education: they made it possible to think of education as a place where entrepreneurs and investors can bring new ideas and resources. Unthinkable a few years ago!”
Pierre-Antoine Ullmo, Open Education Europa/ Blogs, 11. Februar 2014

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The attack on our higher education system — and why we should welcome it

Posted on 04 February 2014 by jrobes

Ein interessanter, lesenswerter Bericht zur Lage von einem der Gründerväter der MOOC-Bewegung, George Siemens. Hochschulbildung, schreibt er, muss sich ändern, anpassen an eine komplexer gewordene Umwelt. Seine Überzeugung: “It remains my firm belief that the complex challenges that society faces can only be met through a learning architecture that emphasizes knowledge generation over knowledge duplication.”

MOOCs, so George Siemens, haben den längst überfälligen Veränderungsprozess forciert und werden, in irgendeiner Form, bleiben. Sie werden mehr und mehr zum globalen Phänomen, und vielleicht sind sie auch der Wegbereiter für “ideas around personalizing and adapting the learning experience”. Und dann steht da noch ein schöner Satz: “Corporate MOOCs will be the big trend of 2014.”
George Siemens, TED Blog, 31. Januar 2014

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The End of Higher Education’s Golden Age

Posted on 30 January 2014 by jrobes

Nun, ich “stecke” nicht im amerikanischen Hochschulwesen, aber was Clay Shirky hier als das unwiederbringliche Ende des “Golden Age of American academia” beschreibt, ist sicher eine, wenn nicht die Erklärung für das gegenwärtige MOOC-Phänomen.

“The number of high-school graduates underserved or unserved by higher education today dwarfs the number of people for whom that system works well. The reason to bet on the spread of large-scale low-cost education isn’t the increased supply of new technologies. It’s the massive demand for education, which our existing institutions are increasingly unable to handle. That demand will go somewhere.”
Clay Shirky, Blog, 29. Januar 2014

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Beyond MOOCs: Sustainable Online Learning in Institutions

Posted on 24 January 2014 by jrobes

Der Report hält, was sein Titel verspricht. Die Autoren empfehlen Hochschulen, MOOCs als einen willkommenen Anlass zu nehmen, um über ihre strategische Ausrichtung nachzudenken. Den Ausgangspunkt können die Themen bilden, die durch die Debatte um MOOCs nun offen auf dem Tisch liegen: “openness”, “revenue models” und “service disaggregation”. Damit verbunden sind unterschiedliche technologische und pädagogische Optionen, die Lernenden neue Wahlmöglichkeiten eröffnen.

“The critical discourse emerging around MOOCs is providing an opportunity for institutions to develop a more strategic approach to online learning. This includes enhancing existing classroom teaching practices, promoting institutional reputation and developing new revenue models.”
Li Yuan, Stephen Powell und Bill Olivier, Centre for Educational Technology, Interoperability and Standards (cetis), Januar 2014

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2020 Vision: Outlook for online learning in 2014 and way beyond

Posted on 17 January 2014 by jrobes

Tony Bates wird im April 75. Er hat seine gesammelten Erfahrungen in diesen Ausblick gesteckt. Die Zukunft des Online-Lernens, wie Tony Bates sie sieht, ist deshalb eingebettet in hochschulstrategische und bildungsökonomische Visionen und Ideen. Sehr differenziert und voller kluger Stichworte, die nicht nur für Higher Education relevant sind. Drei Überschriften haben mir besonders gut gefallen (aber der Artikel enthält mehr!):

- The disappearance of online learning as a separate construct
- Goodbye to the lecture-based course
- Goodbye to the written exam - and welcome to the final implementation of lifelong learning

Tony Bates, e-learning and distant education resources, 12. Januar 2014

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Massive Open Online Courses (MOOCs): Not disruptive yet, but the future looks bright

Posted on 17 January 2014 by jrobes

deloitte_2014011.jpgAuch die Berater von Deloitte fühlen sich zu einem Ausblick verpflichtet. In ihrem “Technology, Media & Telecommunications Predictions 2014″ nehmen auch MOOCs einen prominenten Platz ein. Natürlich geht es hier nicht um Didaktik: MOOCs sind deshalb mehr oder weniger ein Synonym für Online-Learning. Es geht um Märkte, und hier sehen die Experten einen wachsenden Bedarf im Bereich des kontinuierlichen, lebenslangen Lernens. “Disruptive” (an diesem Begriff kommt heute kaum jemand vorbei) können MOOCs werden, wenn ihre Anbieter das Problem der Abschlüsse und ihrer Anerkennung in den Griff bekommen.

“The idea that MOOCs will cause imminent disruption of the higher education market appears frequently in the media. We believe that while this hype creates interest, most large educational institutions will experiment with this form of content but MOOCs will not disrupt education significantly in the near term. Enterprise training and continuing education looks likely to be the fastest adopter of MOOCs, with significant growth in 2014 and 2015.”
Deloitte, Januar 2014

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Tagung „MOOCs and beyond - Chancen, Risiken und Folgen digitaler Bildungsangebote für die deutsche Hochschullandschaft“

Posted on 06 December 2013 by jrobes

Die Tagung “MOOCs and beyond” fand am 27. November in Berlin statt. Eingeladen hatten Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung. Einen “Vorabinput” von Jörg Dräger, CHE-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, gab es ja kürzlich schon in der ZEIT (“Maßgeschneiderte Vorlesungen für alle”). Hier ist jetzt auch sein Tagungs-Vortrag dokumentiert, in dem Jörg Dräger seine These der “Personalisierung trotz Massifizierung” näher erläutert. Für ihn sind MOOCs nur eine Zwischenstation. Denn die wahren Potenziale der Digitalisierung, wie z.B. die Modularisierung des Lernens, adaptive Lernsysteme auf der Grundlage von Learning Analytics usw., sind noch nicht einmal ansatzweise erschlossen. Und das wird auch hierzulande, so Dräger, noch dauern, weil der Veränderungsdruck in den Hochschulen noch nicht angekommen ist. Kurz: Ein interessanter Vortrag, der die aktuellen Entwicklungen aus einer gewissen Flughöhe betrachtet und einordnet, dabei aber das netz- und communitybasierte Lernen, das ja einmal am Anfang der MOOC-Bewegung stand, konsequent ausblendet.

Doch zurück zur Tagung: Auch die weiteren Vorträge, z.B. von Paul Kim (Stanford University), Jörn Loviscach (FH Bielefeld) und Michael Gaebel (European University Association), und Diskussionen des Tages sind dankenswerter bereits online zugänglich.
CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung, 3. Dezember 2013

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MOOCs: where next? 7 strategic ways forward

Posted on 27 November 2013 by jrobes

Donald Clark spielt kurz die Optionen durch, vor denen Bildungsinstitutionen angesichts der MOOC-Welle stehen: “1. Ignore …, 2. Pilot …, 3. Experiment …, 4. Strategic external marketing …, 5. Strategic external courses …, 6. Strategic external & internal courses …, 7. Fully integrated online and offline strategy …”
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 27. November 2013

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Die schlafende Revolution. Zehn Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre

Posted on 22 November 2013 by jrobes

Die “Digitalisierung” der Hochschullehre ist auch so ein Sprachbild, mit dem ich mich nicht so richtig anfreunden kann. Aber es geht ja um die Sache. Und die lautet: Die Potentiale und Konsequenzen der Digitalisierung akademischer Bildung reichen weit über Massive Open Online Courses hinaus. Zu nennen sind, so das Thesenpapier, hier vor allem die Möglichkeiten der Personalisierung und Individualisierung der Lehre. Aber nicht nur. Man darf sicher gespannt sein, wie die Beteiligten das Thema Digitalisierung mit anderen Themenblöcken (Was ist Bildung? Welche Aufgaben werden den Hochschulen zukünftig zugeschrieben? Welche Modelle und Formen von Hochschulen brauchen wir?) zusammenbringen. Aber erst einmal die Thesen:

1. Der technische Fortschritt macht neue digitale Lehr- und Lernformen möglich
2. Heutige MOOCs nutzen die Potenziale der Digitalisierung nicht aus
3. Digitale Lehr- und Lernformate ermöglichen Personalisierung trotz Massifizierung
4. Digitale Formate bieten die Chance, die Effizienz akademischer Lehre zu steigern
5. Digitale Lehr- und Lernformate leisten einen Beitrag zur Öffnung eines weltweiten Zugangs zu Bildung
6. Digitale Lehr- und Lernformate bieten große Potenziale für Weiterbildungsaktivitäten
7. Für deutsche Hochschulen ist die Digitalisierung eine „schlafende Revolution”
8. Digitalisierungsaktivitäten ermöglichen fokussierten Mitteleinsatz
9. Rechtliche Rahmenbedingungen sollten die Digitalisierung fördern, nicht ausbremsen
10. Hochschulen sollten die Digitalisierung als strategische Aufgabe annehmen
Lukas Bischof u.a., CHE gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung , 21. November 2013 (pdf)

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Jedem seine eigene Vorlesung

Posted on 22 November 2013 by jrobes

Jörg Dräger ergänzt die aktuelle MOOC-Debatte um eine interessante Perspektive: Während alle Welt vor allem auf die großen Zahlen schaut und Online-Kurse mit Zehntausenden von Teilnehmern sieht, sind für Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, MOOCs nur die Vorboten. Denn nicht um die Digitalisierung, sondern um die Personalisierung von Bildung geht es! Grundlage dieser Entwicklung sind Big Data und Learning Analytics, herauskommen “intelligente Software” und adaptive Lernsysteme, die sich nach dem Tempo und Fähigkeiten des Einzelnen richten und ihn zu den individuell relevanten Lerninhalten führen. Erste Beispiele hat Jörg Dräger auf seinen Besuchen in den USA gesehen und stellt sie kurz vor. Und genau hier steckt ein Pferdefuß: Die “Personalisierung” antwortet in erster Linie auf die Beschränkungen und Grenzen des bestehenden Hochschulsystems. Sie perfektioniert das Bestehende, liefert aber keine neuen Antworten. Der Lernende bleibt in seiner Rolle gefangen. “Personalisierung” macht deshalb nur Sinn, wenn sie von einer “Vernetzung” begleitet wird, deren Vorboten das sind, was in der Debatte als cMOOCs bezeichnet wird. Diese Seite wird im Artikel (der übrigens auch in der ZEIT erscheinen soll) nur am Rande erwähnt.

“Die Bildungsmaßschneider von heute sitzen in Oxford und Harvard. Deren kleine Lerngruppen und individuelle Betreuung sind aber nur wenigen zugänglich, man braucht überragendes Talent oder reiche Eltern. Das kann die Digitalisierung ändern, persönlich zugeschnittene Bildung gibt es künftig auch übers Internet. MOOCs sind nur der Anfang und noch längst nicht der digitale Tsunami, den manche in ihnen sehen. Die wirklich großen Potenziale der Digitalisierung bleiben ungenutzt, solange alle das Gleiche auf die gleiche Weise lernen sollen, obwohl doch jeder ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele hat. Nicht mehr massive müssen die Onlinekurse sein, sondern personalized – POOCs statt MOOCs.”

Gelegenheit, diese Perspektive zu diskutieren, gibt es sicher am 27. November in Berlin auf der Tagung “MOOCs and beyond - Chancen, Risiken und Folgen digitaler Bildungsangebote für die deutsche Hochschullandschaft”. Oder man vertieft sich in die “Zehn Thesen zur Digitalisierung der Hochschullehre” (CHE Centrum für Hochschulentwicklung). Oder man greift gleich zur kompletten Studie (”Die digitale (R)evolution? Chancen und Risiken der Digitalisierung akademischer Lehre”).

Jörg Dräger, Bertelsmann Stiftung/ Press Releases, 21. November 2013

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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