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Ulf-Daniel Ehlers: Digitale Hochschulen und die Illusion des Contents

Posted on 17 March 2015 by jrobes

Auch wer nicht an einer Hochschule lehrt oder lernt, kann hier etwas mitnehmen. Das fängt bereits mit dem Einstieg an, den Ulf-Daniel Ehlers (Vizepräsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg) wählt: “Das Schlagwort E-Learning fungiert wie ein Brennglas. Man erkennt auf einmal die eigenen didaktischen blinden Flecken.” Weil man halt bestimmte Dinge in der Lehre schon immer so gemacht hat. Ein anderes Thema ist die Frage, ob Lehre und Zertifizierung unbedingt zusammengehören und ob nicht zukünftig ein Patchwork-Studium die Regel sein wird.
Stifterverband, YouTube, 9. März 2015

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MOOCs: Reden wir über Chancen & Erfolge

Posted on 17 March 2015 by jrobes

Im Jahresgutachten 2015 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) wurden MOOCs kürzlich als “Chance für den Bildungsstandort Deutschland” begrüßt. Hans Pongratz (Geschäftsführender Vizepräsident für IT-Systeme & Dienstleistungen an der TU München) nimmt das Gutachten zum Anlass, um nachzulegen. Vor allem mit den guten Erfahrungen an der TU München, die sich ja wie kaum eine andere Hochschule hierzulande an der Entwicklung von MOOCs beteiligt. “MOOCs sind im Kontext der eigenen Hochschulstrategie zu definieren und in die E-Learning- bzw. digitale Lehre-Strategie einzubetten”, so Hans Pongratz zusammenfassend. Er schließt mit einem kurzen Weckruf zum Urheberrecht (”Damoklesschwert”).

Wem diese Darstellungen etwas zu optimistisch erscheinen, dem sei an gleicher Stelle das Plädoyer von Markus Deimann (FU Hagen) für eine “differenziertere und kritischere Auseinandersetzung [mit] der MOOC-Entwicklung” empfohlen.
Hans Pongratz, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 17. März 2015

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The log-on degree

Posted on 16 March 2015 by jrobes

Die Fakten sind bekannt: “Each new graduate in America is now about $40,000 in debt.” Es braucht also Alternativen zum teuren Campus-Studium. MOOCs können eine sein. Oder das Blended Learning-Konzept der Arizona State University (ASU), das in diesem Artikel ausführlicher vorgestellt wird. Oder SPOCs, Small Private Online Courses. Hier mischt auch Harvard mit. Doch ob MOOCs, Blended Learning oder SPOCs: Es geht zwar um Online-Kurse, aber auch um Geschäftsmodelle. Der Kuchen soll ja nicht kleiner werden. Also ein Verdrängungswettbewerb. Oder neue Zielgruppen.
The Economist, 14. März 2015

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Innovationen in der Hochschulbildung. Massive Open Online Courses an den deutschen Hochschulen

Posted on 12 March 2015 by jrobes

his_201503.jpgNoch eine Studie über MOOCs. Dieses Mal keine Empfehlung, auch kein Strategiepapier, sondern die Ergebnisse zweier, aufeinander aufbauender Befragungen. In der ersten ging es um die Einschätzungen der Hochschulleitungen hierzulande, in der zweiten um Lehrende, die bereits MOOCs entwickeln. Hier wurden immerhin 100 identifiziert. Die Autoren des Projektteams am HIS-Institut für Hochschulentwicklung halten in ihrer Zusammenfassung fest, dass das Thema an sehr vielen Hochschulen eine “grundsätzlich strategische Relevanz” besitzt und machen dies u.a. an folgenden Rückmeldungen fest:

- “Rund drei Viertel der Vertreter der Hochschulleitungen gab an, sich grundsätzlich mit den Entwicklungen im Bereich der neuen Lehr- und Lernformen im Hinblick auf MOOCs auseinanderzusetzen.”
- “Der Anteil der deutschen Hochschulen, an denen MOOCs angeboten wurden, werden oder an denen dies beabsichtigt war, fiel mit annähernd einem Drittel vergleichsweise hoch aus.”

Die Befragung der Lehrenden ergab weitere Details, z.B., dass zwar am häufigsten xMOOCs (65%) angeboten werden, aber auch cMOOCs mit 44% gut vertreten sind. Leider fehlt hier eine Auflistung der entsprechenden Kurse. Weitere Rückmeldungen betreffen u.a. die Beweggründe für das MOOC-Engagement, die genutzten Kursbestandteile, die Zielgruppen der Angebote, die Formen der Kursabschlüsse sowie die eingesetzten MOOC-Plattformen.
Imke Jungermann und Klaus Wannenmacher, HIS-Institut für Hochschulentwicklung, 9. März 2015 (pdf)

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Here’s What Will Truly Change Higher Education: Online Degrees That Are Seen as Official

Posted on 05 March 2015 by jrobes

Was MOOCs bis heute fehlt, sind Abschlüsse, mit denen Teilnehmer auf dem Arbeitsmarkt etwas anfangen können. Okay, jetzt könnte man auf die Certificates hinweisen, die Coursera, Udacity und edX in den letzten Monaten entwickelt haben. Aber das ist, so der Autor, erst die halbe Miete. Interessanter sind Entwicklungen wie Open Badges. Sie können am Monopol der Colleges auf Abschlüsse und Zeugnisse rütteln. Eingebettet in eine entsprechende digitale Infrastruktur können sie weit mehr Informationen über Lernprozesse transportieren als traditionelle Diplome. Und ihre Besitzer könnten diese Informationen, je nach Anlass, individuell steuern.

“In the long run, MOOCs will most likely be seen as a crucial step forward in the reformation of higher education. But their true impact won’t be felt until students and learners of all kinds have access to digital credentials that are also built for the modern world. Then they’ll be able to acquire skills and get jobs for a fraction of what colleges cost today.”
Kevin Carey, New York Times, 5. März 2015

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EFI-Jahresgutachtens 2015

Posted on 25 February 2015 by jrobes

“Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor”, heißt es auf der Webseite der EFI. Zu den vier Kernthemen, auf die das aktuelle Gutachten (164 S.) eingeht, gehören auch MOOCs. Dort findet sich eine Darstellung der MOOC-Entwicklung aus Sicht der deutschen Hochschulen. Interessant ist der Tenor des Kapitels: MOOCs werden hier als “Innovation im Bildungsbereich”, als “Chance für den Bildungsstandort Deutschland” und als “wichtige und sinnvolle Ergänzung des Lehr- und Forschungsinstrumentariums der Hochschulen” vorgestellt. Allen Hochschulen wird empfohlen, “sich intensiv mit neuen Modellen der Kombination von Lern- und Unterrichtsformen (zu) befassen”.
Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), 25. Februar 2015 (pdf)

efi_2015a.jpg

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Only 60% attend lectures & plummets across semester & week – and that’s at Harvard!

Posted on 13 February 2015 by jrobes

Sind Vorlesungen noch zeitgemäß? Waren sie es jemals? Donald Clark sieht seine Zweifel durch eine aktuelle Harvard-Studie bestätigt, die die Anwesenheit der Studierenden über 10 Kurse hinweg gemessen hat (Harvard Initiative for Learning & Teaching). Die Ergebnisse sind ernüchternd. Und wenn schon Harvard mit Kosten von jährlich 70.000 Dollar solche Zahlen aufweist …

“1. Only 60% (average) of students attended any given lecture
2. Attendance declined over the semester, from 79% to 43%
3. Attendance declined over week
4. Incredible variability between courses (38%-94%)”

Donald Clark, Donald Clark Plan B, 11. Februar 2015

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„Digitales Lehren und Lernen an den staatlichen Hamburger Hochschulen“

Posted on 05 February 2015 by jrobes

hamburg_201502.jpgAls ich Marc Göcks vom Multimedia Kontor Hamburg neulich gefragt habe, ob es denn schon so etwas wie ein Konzept zur Idee der Hamburg Open Online University gäbe, hat er mich auf die Drucksache 20/14262 des Hamburger Senats hingewiesen. Sie enthält eine ausführliche Beschreibung der Ziele der Hamburger Digitalisierungsstrategie sowie einiger Kernelemente. Auch Hinweise auf die in 2015 geplanten Maßnahmen und die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen fehlen nicht. Ein sehr ambitioniertes Projekt, das sich die Hamburger da vorgenommen haben!

“Die zentralen konzeptionellen Elemente der Idee der „Hamburg Open Online University“ stellen eine selbst entwickelte und -betriebene gemeinsame Plattform aller Hamburger Hochschulen, die Etablierung von lernendenzentrierten eLearning-Ansätzen, (zum Beispiel in Form von Problem Based Learning und Project-Based Learning), die Entwicklung von frei verfügbaren Lehr- und Lernmaterialien (OER/Open Educational Resources) für verschiedene didaktische Szenarien sowie die Etablierung von Strukturen für Qualifizierungsmaßnahmen („Digital Qualification“) und Supportstrukturen in den Hochschulen dar.”
Hamburgische Bürgerschaft, Parlamentsdatenbank, Drucksache 20/14262, 13. Januar 2015 (links in der Navigation „Dokumentennummer” wählen und dann 14262 eintragen)

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“Wichtigste Erfindung seit dem Buchdruck”

Posted on 04 February 2015 by jrobes

Klare Worte von Rafael Reif, dem Präsidenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Und viele Absätze, die es wert wären, kurz zitiert zu werden! Wenn man bedenkt, dass das MIT 2002 die Verbreitung von Open Educational Resources (OER) mit angestoßen hat, dass es aktiv mit Massive Open Online Courses (via edX) experimentiert, sind diese Einschätzungen vielleicht nicht überraschend.

“Wie werden die Universitäten nach dieser Revolution aussehen?
Ich kann Ihnen nur sagen, wie das MIT in zehn Jahren aussehen wird, aber ich glaube, viele Universitäten weltweit werden ähnlich aussehen. Die Ausbildung bei uns besteht aus drei Komponenten. Erstens: das Lernen von bestehendem Wissen. Zweitens: das Verbessern von bestehendem Wissen. Drittens: die Anwendung des Wissens, um etwas Neues zu schaffen. Den letzten Punkt nennt man Innovation. Digitales Lernen können wir nur für den ersten Teil nutzen. Aber wir gewinnen damit mehr Zeit für die beiden anderen Komponenten.”

Wobei Rafael Reif sich durchaus vorstellen kann, dass nicht nur bestehendes Wissen online gelernt wird. Wichtig ist aus seiner Sicht: “Die Universitäten sollten sich ernsthaft damit beschäftigen, wie sie dieses mächtige Instrument nutzen können, um das zu verbessern, was sie anbieten. Wenn sie das nicht tun, dann werden die neuen Modelle des Lernens sie überrollen. Denn diese neuen Modelle bieten ein viel aufregenderes Lernumfeld. Es ist Wunschdenken, dass digitale Lernformen eine Mode sind, die vorbeigehen wird. Sie werden bleiben. In drei bis vier Jahren sind sie Teil unseres Alltags.”

Wie gesagt, erfrischend offene Worte eines Hochschulpräsidenten, die man schnell lesen sollte, bevor die NZZ sie wieder hinter einer Bezahlschranke verschwinden lässt …
Michael Furger, Interview mit Rafael Reif, NZZ, 1. Februar 2015

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Klasse für die Masse – Digitales Lernen revolutioniert das Bildungswesen

Posted on 03 February 2015 by jrobes

Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung) bringt in diesem Vortrag, gehalten auf der “Digitizing Europe Conference”, seine Botschaft noch einmal auf den Punkt: Digitales Lernen revolutioniert das Bildungswesen, indem es Massifizierung und Personalisierung zusammenbringt. “Klasse für die Masse” also. Das ist zwar noch ein Blick in die Zukunft, aber die Entwicklung, die er vorstellt, ist naheliegend und plausibel. Doch der Lernende, das wird auch deutlich, bleibt in diesem Szenario Nutzer, Kunde, Konsument. Ob sie von daher das Bildungswesen revolutionieren wird, darüber darf bzw. muss man diskutieren.
Jörg Dräger, Blog “Digitalisierung der Bildung” (Bertelsmann Stiftung), 2. Februar 2015

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Die Digitalisierung der großen Stadt

Posted on 14 January 2015 by jrobes

Vielleicht mag der Titel in diesem Blog auf den ersten Blick verwundern, aber die “große Stadt” ist Hamburg. Und in Hamburg, auf der Campus Innovation im November, hat ja Bürgermeister Olaf Scholz die Gründung einer “Hamburg Open Online University” angekündigt. Jetzt ist es amtlich. Der Hamburger Senat hat eine “Strategie Digitale Stadt” beschlossen und eine Leitstelle eingerichtet, die die verschiedenen Projekte und Initiativen der Stadt koordinieren soll. Dazu gehört auch eine hochschulübergreifende Digitalisierungsstrategie, in deren Zentrum wiederum besagte “Open Online University” steht.

Ob die Angebote dieser Open University offen und kostenlos sein werden? Ob dabei auch an MOOCs gedacht wird? Wie die Infrastruktur dieser Open Online University aussehen wird? Ob sie nur Hamburger Bürger und Bürgerinnen ansprechen soll? Es gibt wohl bereits ein Konzept und Expertengruppen - auch eine Expertengruppe Open Educational Resources - , aber ansonsten ist in der Mitteilung noch viel Platz für Fantasie und Fragen. Aber es ist in jedem Fall ein klares und wichtiges Zeichen.
hamburg.de, Pressemitteilung, 13. Januar 2015

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Hochschullehre Digital - 4 Thesen und 4 Botschaften

Posted on 12 January 2015 by jrobes

Auf den Punkt gebracht: Jürgen Handke (Philipps-Universität Marburg) hat hier seine Gedanken zur Digitalisierung der Hochschullehre, d.h. zur Integration digitaler Lehr-/ Lernmaterialien und -medien in die Lehre, in einer ansprechenden Präsentation zusammengefasst. Die Thesen, die er in 7:09 Min. mit kurzen Botschaften unterfüttert, lauten:

These #1: Digitalisierung ist zum Normalfall geworden.
These #2: Digitalisierung verbessert die Hochschullehre.
These #3: “Learning is NOT just video”
These #4: “Didactics MUST drive Technology … and not vice versa.”
The Virtual Linguistics Campus, YouTube, 7. Januar 2015

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Digital wird normal. Wie die Digitalisierung die Hochschulbildung verändert

Posted on 25 November 2014 by jrobes

draeger_201411.jpgDie Autoren des Centrums für Hochschulentwicklung, allen voran Jörg Dräger, legen noch einmal nach. Im Nachklang des Villa-Hügel Gesprächs 2014 erinnern sie die Hochschulen in plakativen Formulierungen daran, ihre Hausaufgaben zu erledigen, kurz: ihre Digitalisierungsstrategien zu entwerfen. Denn nur so können die Möglichkeiten der Digitalisierung, allen voran eine Personalisierung von Lehre und Lernen via Massifizierung, realisiert werden.

Wer sich bisher an den Weckrufen des CHE gerieben hat, wird auch in diesem Transkript seine Aufreger finden. Geht es in der Hochschulbildung auch um Produktivität? Um “Bologna Digital”? Ist Venture Capital die Lösung, wie es an einer Stelle heißt? Auf der anderen Seite haben die Autoren in den letzten Monaten gelernt, weisen auf den Stellenwert der Persönlichkeitsbildung sowie die “persönliche Beziehung zwischen Lehrer und Lerner” hin, die nicht durch Computertechnik zu ersetzen ist.

Was die Lektüre erschwert: Die ökonomische Notwendigkeit der Digitalisierung steht ohne Komma neben den Chancen, die sich auf didaktischer Ebene mit den neuen Netztechnologien ergeben. Hier würde ich gerne stärker gewichten und klarer trennen, auch wenn es in letzter Konsequenz schwerfällt.
Jörg Dräger, Julius-David Friedrich und Ralph Müller-Eiselt, CHE - Centrum für Hochschulentwicklung, 20. November 2014

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Hamburg gründet eine Online-Universität

Posted on 24 November 2014 by jrobes

Der Artikel im Hamburger Abendblatt bildet die Brücke zur Campus Innovation, die mich letzte Woche wieder einmal nach Hamburg geführt hatte. Aber ich will an dieser Stelle gar nicht auf die Veranstaltung selbst eingehen. Das mache ich lieber, wenn die Vortragsmaterialien online stehen. Denn die Nachricht der Konferenz steckte dieses Mal nicht in den Vorträgen, sondern in der Ankündigung des Bürgermeisters Olaf Scholz, der den zweiten Tag einleitete. Er stellte nichts weniger als eine “Hamburg Open Online University” in Aussicht. Nun könnte man einwerfen, dass in Hamburg schon eine Weile das Online-Lernen praktiziert wird, dass es keinen Mangel an Lernplattformen gibt und anderes mehr. Was ist also der Neuigkeitswert dieser Initiative? Es ist, so Scholz, ein gemeinsames Projekt aller Hamburger Hochschulen, es soll etwas “Eigenes” sein (also keine Initiative, die auf einer bestehenden, kommerziellen Online-Plattform aufsetzt), und die Angebote sollen offen für alle (Hamburger?) Bürger sein (hier geht es zur kompletten Rede von Olaf Scholz).

Natürlich fiel auch das Stichwort “Digitalisierungsstrategie”, und natürlich ist diese Initiative auch eine Reaktion auf die laufende MOOC-Diskussion. Es soll sogar zusätzliche Mittel für die Plattform sowie die Fortbildung der Lehrkräfte geben. Und schon im ersten Halbjahr 2015 soll man etwas sehen können. Gabi Reinmann spricht in ihrem Blog von Déjà-vus. Der AStA war am Freitag skeptisch. Ich bin es auch.
Marc Hasse, Hamburger Abendblatt, 22. November 2014

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Lesetipp: E-Learning im Magazin der Uni Potsdam

Posted on 20 October 2014 by jrobes

portal_201410.jpgWer einen Blick hinter die Kulissen des E-Learning-Alltags einer deutschen Hochschule werfen will, dem sei die aktuelle Ausgabe des Hochschulmagazins der Uni Potsdam, „Portal”, empfohlen. Auf neun Seiten gibt es einen Überblick über die aktuellen E-Learning-Angebote und einige laufende Projekte. Stichworte, die fallen, sind u.a. Moodle, Audience Response Systems, Virtuelle Klassenräume, Apps, barrierefreies E-Learning, Deputatsregelungen und Medienkompetenzen. Oder: “E-Learning ist schon da, aber es ist ungleich verteilt.” (Jörg Hafer)
Simone Haug, Notizblog/ e-teaching.org, 17. Oktober 2014

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Zeitenwende für die Wissenschaft

Posted on 09 October 2014 by jrobes

ww_201410.jpg“Wie die Digitalisierung die Wissenschaft umkrempelt”, so lautet das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe von Wirtschaft & Wissenschaft, herausgegeben vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Ein locker geschriebener Überblick über einige Veränderungen in Forschung und Lehre, in dem viele Beteiligte des Hochschulforums Digitalisierung zu Wort kommen. Die Einleitung gibt zugleich die Stichworte vor, die näher beleuchtet werden:

“Bit für Bit verändert die Digitalisierung Forschung und Lehre. Eine Herausforderung für Wissenschaftler und Studierende, die nicht nur neue Begriffe wie MOOCs, Open Access oder Citizen Science lernen müssen: Denn digitale Tugenden wie Transparenz, Offenheit und die Skepsis gegenüber Hierarchien kollidieren mit den klassischen Strukturen des Wissenschaftssystems.”
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Wirtschaft & Wissenschaft, 2/2014 (pdf)

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The democratisation of learning

Posted on 26 September 2014 by jrobes

Mal abgesehen vom Titel, den der Report tapfer ignoriert, und dem Fokus auf die US-amerikanische Szene bietet der Economist eine kurze und solide Übersicht über die steigende Bedeutung des Online-Lernens in der Hochschullehre. Mobile Learning, flipped classrooms und MOOCs als “the world’s largest education laboratory” sind die Stichworte. Und ein längerer Ausblick über “micro-credentials” und “open badges” schließt diesen Überblick:

“However, the true potential of digital education may lie in ‘microcredentialing’, or proof of learning in nontraditional settings such as seminars or noncredit courses, argues George Siemens, director of the Learning Innovation and Networked Knowledge Research Lab, or LINK Lab, at the University of Texas at Arlington. “The way we grant degrees today is fairly clunky,” he says. “We’re using a machete when we need a scalpel.” Instead of demonstrating understanding through a full degree or even certificate, Mr. Siemens says learners may soon be able to demonstrate learning on a discrete task or concept through micro-credentialing.”
The Economist, 26. September 2014

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„Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Hörsäle in Deutschland durch digitale Formate zukünftig leer stehen“

Posted on 25 September 2014 by jrobes

Im September behandelt das Wissenschaftsjahr im Rahmen des Jahresthemas „Die Digitale Gesellschaft” den Schwerpunkt eLearning, lese ich heute und stoße auf dieses Interview mit Jörn Loviscach, eine der ersten Adressen hierzulande, wenn es um MOOCs geht. Er weist darauf hin, dass die neuen Online-Kurse (leider) nicht mit der Demokratisierung von Bildung einhergehen, nicht unbedingt etwas für Autodidakten sind, aber vielleicht dazu führen, alteingesessene Lehrformate wie die Vorlesung attraktiver zu gestalten. Immerhin.
Interview mit Jörn Loviscach, Wissenschaftsjahr 2014/ Die Digitale Gesellschaft, 9. September 2014

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Transforming Education in the Digital Age: MOOCs are not enough!

Posted on 08 September 2014 by jrobes

Wer mit den letzten Schriften von CHE und Bertelsmann Stiftung zum Thema vertraut ist, wird in diesem Artikel vieles wiederfinden. Das “Thema” ist die Digitalisierung der Bildung, ihre Auswirkungen, ihre Risiken, aber vor allem ihr Potenzial. “Massification combined with personalization” (oder auch: “Personalisierung trotz Massifizierung”) ist die Botschaft, wobei die “Personalisierung” von Algorithmen und nicht von Lernern gesteuert wird.

“In the end, the big promise of digitalized education lies in the hope to easily design and adapt personalized learning paths suited to each individual’s learning preference, pace and style. Massification combined with personalization would tap the potential for infinitely scalable learning opportunities - and thus be a real disruptive revolution in education.”
Ralph Müller-Eiselt, Blog “Digitalisierung der Bildung” (Bertelsmann Stiftung), 6. September 2014

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Klausuren am Computer: Durch die Prüfung klicken

Posted on 05 August 2014 by jrobes

Ich verlinke diesen Artikel mit einem Augenzwinkern. Es geht um die “Zukunft der Universitätsprüfung”, die in Mainz offensichtlich schon begonnen hat. Seit zehn Jahren werden dort Prüfungen am Computer geschrieben. Derzeit sind es ca. 18.000 Klausuren im Semester, das entspricht etwa 25 Prozent aller schriftlichen Prüfungen. 14 Fragetypen stehen zur Verfügung. Die meisten schwärmen. An den letzten offenen Fragen wird gearbeitet.

“Um die elektronischen Prüfungen noch sicherer zu machen, plant das Zentrum für Datenverarbeitung Notebooks mit Blickschutzfiltern auszustatten. Das sind Kunststoffscheiben, die vor den Laptop-Monitor geklemmt werden und den Blickwinkel einschränken. Wer von der Seite auf die Lösungen seines Nachbarn schielt, erkennt nichts. Und die Software lässt sich so programmieren, dass jeder die Fragen in einer anderen Reihenfolge vorgelegt bekommt. Aber kann man wirklich die absolut schummelfreie Klausur schaffen?”
bildungsklick, 31. Juli 2014

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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