Posted on 06 February 2012 by jrobes
An vielen Hochschulen in Deutschland ist der Einsatz eines Learning Management Systems (LMS) inzwischen Standard, nicht jedoch an der Universität der Bundeswehr München mit ca. 3.200 Studierenden. Doch im Juni 2010 wurden auch hier die Weichen für den Einsatz eines LMS gestellt. Die Wahl fiel auf das Open Source-System ILIAS, und der vorliegende Erfahrungsbericht beschreibt “die unterschiedlichen Projektphasen, die verschiedenen Support- und Evaluationsmaßnahmen, die die Projektgruppe zur Unterstützung der Pilotphase einsetzte, sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit”, wie es auf den Seiten von e-teaching.org heißt. Die gesetzten Ziele wurden erreicht, resümiert Autor Alexander Florian. Er erwähnt aber auch offen, dass aktuelle Trends wie Web 2.0, Community-Aspekte und Social Learning in München “vorerst universitätsweit kaum eine Rolle spielen”. Das ist auch eine Nachricht.
Alexander Florian, e-teaching.org, 4. Februar 2012
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Posted on 25 January 2012 by jrobes
Ich glaube, hier braucht es keine lange Vorrede: EDUCAUSE ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, “whose mission is to advance higher education by promoting the intelligent use of information technology.” EDUCAUSE Review ist eines ihrer Aushängeschilder. Es erscheint erscheint zweimonatlich, und alle Artikel sind online einzusehen.
“The ten most widely read online EDUCAUSE Review articles from 2011 focused on current IT issues, the future of higher education, gamification, mobile learning, social media, and academic libraries.
1. Top-Ten IT Issues, 2011, Bret L. Ingerman, Catherine Yang, and the 2011 EDUCAUSE Current Issues Committee
2. The Changing Landscape of Higher Education, David J. Staley and Dennis A. Trinkle
3. “This Game Sucks”: How to Improve the Gamification of Education, Sarah “Intellagirl” Smith-Robbins
4. Mobile Literacy, David Parry
5. Second Life Is Dead, Long Live Second Life?, Daniel Livingstone
6. Why Mobile?, Mary Ann Gawelek, Mary Spataro, and Phil Komarny
7. The Need for Student Social Media Policies, Reynol Junco
8. Prospects for Systemic Change across Academic Libraries, James G. Neal
9. Leading the Higher Education IT Organization: Six Building Blocks of Success, Stephen J. Laster
10. Technical Skills No Longer Matter, Timothy M. Chester
Adriane Ciavonne, EDUCAUSE, 23. Januar 2012
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Posted on 01 December 2011 by jrobes
Wer nicht warten will, bis die Veranstalter des diesjährigen Campus Innovation selbst Medien und Materialien online stellen, wird mit diesem Tagungsbericht gut bedient. Gefallen hat mir u.a. auch der Hinweis, dass Peter Baumgartner (wieder einmal) keine leichte Kost serviert hat.
“Von 24.-25. November trafen sich unter dem Motto “Change – Hochschulentwicklung zwischen Realität und Vision” im schönen Curio-Haus in Hamburg über 600 E-Learning interessierte Wissenschaftler/innen. Die Veranstaltung fand zum 4. Mal in Kooperation mit dem Konferenztag Studium und Lehre der Universität Hamburg statt.”
Simone Haug, e-teaching.org, 30. November 2011
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Posted on 10 November 2011 by jrobes
Tony Bates hat den jährlichen Sloan-Report über Online-Education in US (Allen, I. and Seaman, J.: Going the Distance: Online Education in the United States 2011, Wellesley MA: Babson Survey Research Group) gelesen und bewertet. Der Titel seines Beitrags weist bereits auf zwei Ergebnisse hin: Online Enrollments wachsen in US zwar immer noch stärker als alle Enrollments zusammengenommen, aber das Wachstum hat sich verlangsamt. Über die Gründe darf spekuliert werden (zusammen mit Tony Bates). Und Open Educational Resources (OER) sind offensichtlich ein Thema:
“57% of academic leaders believe that OERs have value and less than five percent disagree (the rest are neutral). The proportion of for-profit institutions agreeing with this statement has shown a large increase over a two-year period (moving from 49.8% in 2009 to 72.4% in 2011.).”
Tony Bates, e-learning and distant education RESOURCES, 9. November 2011
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Posted on 07 October 2011 by jrobes
Tony Bates beschreibt hier die Ziele eines neuen Netzwerks: “The OERu (the Open Educational Resources University) aims to provide a route to formal accreditation through study of free open educational resources in the form of free courses and materials developed by accredited universities.” Das klingt nach dem “missing link”: Man nutzt die Lernangebote (OER), die ja heute schon von vielen Institutionen bereit gestellt werden, und macht bei einem Partner des Netzwerks OERu seinen Abschluss (siehe auch die Grafik unten aus: “5 things you should know about the … OER university Network Plan”).

Natürlich gibt es Fragen über Fragen, findet Tony Bates in kritischer Sympathie. Wie auch immer sich solche Initiativen entwickeln, sie bringen die notwendige Veränderung und Unruhe in die Bildungs- und Lernlandschaft. “Maybe this initiative can bring the best of both worlds together; or will it just make a somewhat messy development even more messy?”
Tony Bates, e-learning and distant education RESOURCES, 5. Oktober 2011
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Posted on 28 September 2011 by jrobes
Martin Weller gehört die dritte Woche des #change11 MOOCs. Sein Thema ist “digital scholarship”: “… I suggest that ‘digital scholarship’ is really a shorthand for digital, networked and open”. Er hat hier eine Reihe von Informationen, Links und Aufgaben zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe sich die Teilnehmer dem Thema nähern können. Dazu gehören u.a. eine kurze Video-Vorstellung (Achtung, Martin Weller ist Waliser!), der Hinweis auf sein Buch “Digital Scholarship” (hier die Open Access-Version) und einige interessante Reflektionen zur Frage, mit welchem Engagement und Zeitbudget man als unbezahlter Referent seinen “Pflichten” im Rahmen eines MOOC nachkommt (“What are the values in a MOOC?”).
Martin Weller, The Ed Techie, 28. September 2011
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Posted on 19 May 2011 by jrobes
Auf ZEIT Online macht derzeit ein Artikel die Runde, der über das Forschungsprojekt “ZEITLast” berichtet. In “ZEITLast” haben sich Rolf Schulmeister und Kollegen der Frage gestellt, ob die Bologna-Reform wirklich zu einer Mehrbelastung der Studierenden geführt hat. Um die Frage zu beantworten, haben sie nicht wie üblich die Studierenden ihren Arbeitsaufwand schätzen lassen. Vielmehr wurden die Teilnehmer gebeten, über einen längeren Zeitraum detailliert zu protokollieren, wie sie ihren Tag verbringen. Das Ergebnis hat alle Beteiligten überrascht: “Der durchschnittliche Aufwand fürs Studium belief sich bei den Studienteilnehmern auf 23 Stunden in der Woche.” Kann das wirklich sein? Weitere Fragen und Hinweise sind im Artikel, den 80 Kommentaren oder z.B. bei Gabi Reinmann zu finden.
Rolf Schulmeister wird übrigens am 8. Juni unseren OpenCourse “Zukunft der Bildung” besuchen. Und das Buch zum Projekt “ZEITLast” ist auch gerade herausgekommen.
Jan-Martin Wiarda, ZEIT Online, 12. Mai 2011
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Posted on 15 April 2011 by jrobes
Ich bin nicht sicher, ob es die einzelnen Beiträge der 24. Ausgabe der eLearning Papers schaffen, dem Titel gerecht zu werden. Auch fehlt ein programmatischer Einstieg, der Weichen stellt und versucht, die einzelnen Puzzlesteine zusammenzufügen. Im kurzen Editorial werden lediglich die Rahmenbedingungen und Herausforderungen moderner Hochschullehre beschrieben. Die einzelnen Beiträge wiederum decken ein breites Themenfeld ab: es reicht von der Einführung von e-Learning; über “Exams to go” als Fortführung eines Lernens, das immer mehr auf Open Educational Resources (OER) setzt; eine Web 2.0-Case Study; bis zur Auseinandersetzung mit der Frage der Bewertung und Qualitätssicherung Technologiegestützter Lernumgebungen. Und noch mehr. Wie immer ein weites Feld.
eLearning Papers, 24/ 2011, 15. April 2011
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Posted on 28 February 2011 by jrobes
Ein schlichter Titel. Er gehört zu einer Sendung, die am 13. Februar im Deutschlandfunk zu hören war und jetzt im Netz bereit steht. Ein Untertitel grenzt das Spielfeld ein: “Von virtuellen Hörsälen und digitalen Klassenzimmern”. Also nicht das E-Learning in Unternehmen beispielsweise. Namen, die bei diesem kurzweiligen Überblick (mit vielen O-Tönen!) fallen, sind das Institut für Wissensmedien in Tübingen, die Open Source-Lernplattform ILIAS, die Fernuni Hagen als Modell der “virtuellen Hochschule”, das Projekt “Schulen ans Netz”, E-Learning-Konzepte in der Lehrerausbildung sowie die Praxis elektronischer Prüfungen. Aber es sind ja auch 28:05 Minuten.
“Ein schwer zu definierender Begriff, ein überholter Begriff vielleicht - auf jeden Fall ist E-Learning angekommen, zumindest an den deutschen Universitäten …” (via e-teaching.org)
Michael Gessat, Deutschlandfunk, 13. Februar 2011
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Posted on 09 December 2010 by jrobes
Vor einigen Jahren war es gang und gäbe, dass Hochschulen ihre vielfältigen Online-Aktivitäten in einer E-Learning-Strategie bündelten. Neue didaktische Szenarien wurden diskutiert, E-Learning-Kompetenzzentren entstanden, Vermarktungschancen wurden abgewogen. Sind jetzt mit Blick auf das Web 2.0 ähnliche Anstrengungen zu erwarten? Wahrscheinlich nicht. Im Moment tauscht man Handreichungen wie die Vorliegende aus, in der Anwendungen beschrieben und Einsatzszenarien in Forschung, Lehre und Verwaltung skizziert werden. Bottom-up, sehr vorsichtig und pragmatisch. Erst auf den letzten Seiten wird auf die “Spannungen zwischen der lebensweltlichen Nutzung und dem Einsatz von Web 2.0 in den Hochschulen” (S.36) hingewiesen. Die “Förderung der Medienkompetenz” sollte unterstützt werden (S.34), die “Schaffung von Anlaufstellen in der Hochschule, die Support im Umgang mit Web 2.0 bieten” erscheint ratsam (S.45).
Und schließlich heißt es: “Generell steht zu erwarten, dass sich die Hochschulen im Zuge der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen des Internets und der Internetnutzung wenn schon nicht dramatisch, so doch sukzessive verändern werden.” (S.45) Aber das ist hier nicht das Thema. (via e-teaching.org)
HRK-Handreichungen, Beiträge zur Hochschulpolitik, 11/2010 (pdf)
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Posted on 03 November 2010 by jrobes
2002 hat MIT beschlossen, alle seine Kursmaterialien sukzessive online zu stellen; 2008 haben Stephen Downes und George Siemens den ersten MOOC (Massive Open Online Course) auf die Beine gestellt. Und 2010 öffnet eine renommierte Business School ein MBA-Studium für alle und zwar via Facebook. Ich weiß nicht, ob die Reihe so passt oder aufgeht. Aber die Ankündigung ist schon interessant und wird die nächsten Tage und Wochen sicher für Diskussionen sorgen. Ein “Facebook-MBA”. Nur wer die Akkreditierung will, zahlt. Ich zitiere einige Zeilen aus der Presseerklärung:
“Historically there are real barriers for people to take the time to do an MBA. Our new product uses the Facebook platform. We expect to get over 500,000 users in the first year but that is a conservative estimate. Seven years ago we had four students in Hyde Park Corner, this year we have a group turnover of £100m with 12,000 students in campuses around the world. The online world makes it hard to predict but what we do know, is that this is going to change education forever!” said Etingen [LSBF founder].
“Recognising that the traditional business school platform is decades old and academically stale, Facebook was chosen as the largest growing social network” Etingen continued.
Etingen said: “There is immense potential in the market for online education. Facebook is a real part of people’s lives and, owning a sense of social responsibility, we want to promote accessibility to knowledge.”
London School of Business and Finance (LSBF), Press Release, 28. Oktober 2010
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Posted on 15 October 2010 by jrobes
Das ist ziemlich cool! Eine umfassende Video-Bibliothek zum Thema “Online Lernen”. Von 1. “Planning Online Courses” bis 27. “Trends on the Horizon”. Jedes Modul besteht aus einer Vorlesung von Curt Bonk sowie Buttons für Feedback, weitere Ressourcen und den Handouts. Curt Bonk ist Professor für Instructional Systems Technology an der Indiana University, hat letztes Jahr ein Buch veröffentlicht, das es auf meine erweiterte “to read”-Liste geschafft hat (”The World Is Open: How Web Technology Is Revolutionizing Education”) und interpretiert seine Rolle hier durchaus mit Humor. Gibt es so etwas eigentlich auch im deutschsprachigen Raum? (via George Siemens)
Curt Bonk, Instructional Consulting, IU School of Education, 2010
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Posted on 15 September 2010 by jrobes
Vom 7. - 9. September 2010 fand in Nottingham die ALT-C 2010 statt, die 17th International Conference of the Association for Learning Technology. So weit, so gut. Einer der Keynote Speaker war Donald Clark, der seinen Vortrag “Don’t lecture me” genannt hatte. Im Veranstaltungsprogramm heißt es:
“However, there’s a dark secret at the heart of HE that really holds it back - the lecture. Apart from being pedagogically suspect, many are badly delivered and few are recorded. Donald will do some deconstruction of the lecture in terms of its history, lack of relevance in the terms of the psychology of learning and serious limitations for students.”
Vortrag und Slides von Donald Clark habe ich noch nicht online entdecken können. Aber er muss einen Nerv des anwesenden (und des nicht anwesenden) Publikums getroffen haben, denn über seinen Vortrag wird gesprochen. Er selbst berichtet hier sehr offen und kämpferisch über seine Absichten und geht auf einige kritische Anmerkungen ein. Auch die 28, zum Teil sehr kontroversen Kommentare sind lesenswert! Und die Anmerkungen von Steve Wheeler (”Clark argued that lectures are a relic of the medieval age …”) und Seb Schmoller.
ALT-C 2010, 7. September
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Posted on 16 July 2010 by jrobes
Im Rahmen des aktuellen Themenspecials auf e-teaching.org, “E-Lectures”, haben sich vor einigen Tagen Gabi Reinmann (Universität der Bundeswehr München), Karsten Morisse (FH Osnabrück) und Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen) auf einem virtuellen Podium eingefunden. Ihr Stichwort: Wie kann man die Vorlesung als klassische Veranstaltungsform der Hochschule mit dem Einsatz digitaler Medien verändern? Die Aufzeichnung dieses kurzweiligen Events - mit teilweise über 100 Teilnehmern! - ist jetzt online.
Mit Blick auf die Konzepte und Erfahrungen der Podiumsteilnehmer wird deutlich: (a) “E-Lectures” kann viel mehr bedeuten, als Vorlesungen aufzuzeichnen und online zur Verfügung zu stellen. Die Referenten nutzen deshalb gerne den Begriff “Blended Learning” und berichten von Kurskonzepten, die ganz verschiedene Medien und Tools, Web 1.0 und 2.0, online wie offline, integrieren; (b) die “eine” Lösung für “E-Lectures” gibt es nicht. Im Gegenteil, die Rahmenbedingungen, das Thema sowie die gesteckten Ziele geben eine Richtung vor, die dann individuell ausgestaltet wird; (c) die Motivation der Studierenden bleibt ein kritischer, manchmal limitierender Faktor. Ein entsprechendes “Erwartungsmanagement” ist unverzichtbar.
e-teaching.org, 28. Juni 2010



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Posted on 09 July 2010 by jrobes
Ein E-Book von Lernenden selbst liegt hier vor, das sowohl Einsteigern als auch Profis “einen Einblick in die Vielschichtigkeit von E-Learning gewähren und neue Perspektiven der Thematik eröffnen will”. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob E-Learning die Selbstorganisation der Studierenden gefährdet (”Hexenkessel”) oder unterstützt (”Zauberstube”). Themen der Artikelsammlung sind u.a. webbasierte Kommunikationstools, Online-Tutoring und Podcasting.
Muna Agha, Thomas Hainzel, Gisela Hillenbrand, Stefanie Sieber und Michael Tesar (Hrsg.), Februar 2010 (via BlogHaus 2.0)
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Posted on 11 June 2010 by jrobes
Zugegeben, ein provokanter Titel, den man hierzulande noch nicht häufig liest oder hört. Autor Rolf Arnold lehrt Berufs- und Erwachsenenpädagogik an der TU Kaiserslautern und plädiert - ich mache es kurz -, für das Selbststudium und die Entwicklung der Selbstorganisationsfähigkeiten der Studierenden. Seine Argumentation ist einfach: Wenn Fernstudienangebote funktionieren, wie legitimiert sich dann die fortdauernde “Präsenzkultur an den Hochschulen”?
“Lernen ist in seinem Kern immer Selbstlernen und Studium immer Selbststudium. Warum nehmen die Hochschulen diesen offensichtlichen Sachverhalt nicht in noch viel stärkerem Maße zum Anlass, um ihre Angebote in Teilen als Selbststudien-Angebote zu offerieren? Die Erfahrungen der Distance- und eLearning-Hochschulen im öffentlichen und privaten Bereich halten reichhaltige Anregungen für eine Ausgestaltung solcher Konzepte wissenschaftlicher Bildung bereit. Auch Humboldt wäre heute online!”
Zurecht werden hier Lehren und Lernen getrennt. Leider ist auch Lernen nur die halbe Miete, wenn es sich nicht in der Praxis beweisen kann. Ist hier Distance Learning weiter? Reicht das Bestehen von Abschlussklausuren? Wäre es nicht eine Gelegenheit gewesen, an dieser Stelle z.B. auf die Einbindung von Social Media in die Hochschuldidaktik hinzuweisen? Vielleicht würde Humboldt heute twittern?
Rolf Arnold, FAZ.net, 8. Juni 2010
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Posted on 09 June 2010 by jrobes
Ein weiterer Artikel, der die Zukunft der Hochschulen zur Diskussion stellt. Zwei Trends bzw. Treiber stellen die Autoren heraus: (a) den immer einfacheren Zugang der Lerner zu Informationen sowie (b) die neuen Möglichkeiten, auch ohne “mediating agents” in Lernprozessen miteinander zu interagieren. Noch haben die Hochschulen nur vereinzelt auf diese Veränderungen reagiert. Und auch die Autoren nähern sich - nach einem längeren Blick in die Geschichte - eher fragend der zukünftigen Rolle der Hochschulen. Ihr heutiges Geschäftsmodell baut auf “content creation and navigation, interactions between learners and faculty, and accreditation” auf. Diese Einheit, so die Autoren, steht infrage, nicht zuletzt durch die technologischen Möglichkeiten der Netze und Vernetzung.
George Siemens und Kathleen Matheos, in: in education, Special Issue, Part 2, 2010, 16(1) May
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Posted on 05 May 2010 by jrobes
Es gibt keinen Mangel an Artikeln, die sich kritisch mit dem amerikanischen Hochschulsystem auseinandersetzen (kürzlich erst Seth Godin). In verschiedenen Spielarten ist immer wieder vom “Ende der Universitäten” die Rede, wobei dem Internet und seinen Auswirkungen oft eine entscheidende Rolle zugesprochen wird. Tony Bates wirft - als Kanadier - einen kritischen Blick auf die Debatte und bietet folgende Erklärung an:
“What seems to be shaking up the thinking in the USA is the financial crisis, particularly in states such as California and New York, and the ever-growing cost of higher education to those that directly use the system, through increasing tuition fees.”
Abgesehen davon ist das Blog von Tony Bates immer eine lesenswerte Quelle!
Tony Bates, e-learning & distance education resources, 4. Mai 2010
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Posted on 22 March 2010 by jrobes
David Weinberger hat im Rahmen eines Besuchs der Oklahoma State University’s Research Week dieses Interview gegeben, in dem er sehr schön und treffend als “Internet Guru” vorgestellt wird. “Guru” Weinberger macht dabei am Beispiel “Open Access” deutlich, wie schwer sich Universitäten heute noch damit tun anzuerkennen, dass das “intellectual and academic life is moving onto the Internet”.
David Weinberger, Joho the Blog, 7. März 2010
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Posted on 02 March 2010 by jrobes
Kurz zum Ball, den die Überschrift aufnimmt: Vor einigen Tagen haben Don Tapscott und Anthony D. Williams einen Artikel mit, nüchtern formuliert, Thesen zur Hochschulentwicklung geschrieben (”Innovating the 21st-Century University: It’s Time!”). Alles kalter Kaffee, antwortete daraufhin Tony Bates. Die Analyse der Autoren, so der Kritiker Bates, geht an einem zentralen Punkt vorbei: “The basic problem is that you cannot use constructivist learning approaches with classes of 100 students or more. I know, I’ve tried.” Die Antwort von Tapscott und Williams kam postwendend: “Tony Bates is wrong on a number of points.” Dabei insistieren sie - noch einmal - auf den Möglichkeiten, die neue Technologien für das Lehren und Lernen bieten. Einig sind sich alle in einem Punkt, dass nämlich “lobbying and fighting for better student-teacher ratios is something we should all continue to do.”
Tony Bates, EDUCAUSE Review, Vol. 45, No. 1 (Januar/Februar 2010), S.16-29 [Kommentar]
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