Archive | Lebenslanges Lernen

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Some Observations on PLE Diagrams

Posted on 19 December 2012 by jrobes

Personal Learning Environments (kurz: PLEs, hier der Wikipedia-Eintrag) bilden einen Gegenentwurf zu institutionalisierten Lernprozessen und geschlossenen Lernsystemen und -plattformen. Das Stichwort steht seit 2004 immer wieder auf der Agenda. Aber da es nicht um eine bestimmte Technologie geht, sondern vor allem um einen Perspektivwechsel und ein Modell des selbstorganisierten Lernens, beschränkt sich seine Lobby auf eine kleine akademisch geprägte Edu-Community.

Scott Leslie hat vor einiger Zeit begonnen, eine Kollektion von PLE-Diagrammen zusammenzustellen. 79 sind bis heute zusammengekommen. In seiner aktuellen Auswertung dieser Diagramme hat er verschiedene Muster festgestellt. So sind die allermeisten Diagramme “tool oriented”, einige auch “use oriented”, “resource oriented”, “people oriented”, “flow oriented” und viele “hybrid”, indem sie verschiedene Muster in einem Diagramm kombinieren. Aber Scott Leslie hat auch festgestellt, was ihm heute in diesen Schaubildern fehlt: Methoden oder Instrumente, um sich Ziele zu setzen und Lernpfade zu identifizieren!

“However, there is one assertion about what PLEs are and how people use them that is generally not reflected in the diagrams – that PLEs “provid[e] support for learners to set their own learning goals.” A very few of the diagrams do make mention of keeping track of goals, whether this be explicitly as a “use” or in the form of tools like ToDo lists or sites like 43things. But by and large this idea of  “learning goals” seems absent from the diagrams.”

Ein interessanter Beitrag mit fließenden Übergängen zum Persönlichen Wissensmanagement und informellen Lernen.
Scott Leslie, Ed Tech Post, 19. Dezember 2012

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Zeit für Lebenslanges Lernen. Neue Ansätze der betrieblichen Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik

Posted on 06 October 2011 by jrobes

Ein langer Titel, aber der Aufsatz kommt auch aus der Abteilung “Ausbildung und Arbeitsmarkt am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)”. Klassische Berufsbildungsforschung also. Es geht um eine “große” Frage der betrieblichen Weiterbildung: Woher die Zeit für Qualifizierung nehmen? Aber sie wird hier nicht für sich selbst organisierende Wissensarbeiter oder mit Blick auf zu fördernde Online-Angebote beantwortet. Sondern es geht z.B. um gering qualifizierte und weibliche Beschäftigte im operativen und gewerblichen Bereich.

Dabei haben die Autoren im Rahmen ihrer Studie eine Reihe von “Vorreiterbetrieben” gesucht, schließlich gefunden und deren Lösungsansätze beschrieben. Sie reichen von bezahlten und unbezahlten Freistellungen für Weiterbildung, der Qualifizierung während der Kurzarbeit, dem Mitarbeitergespräch (!!), Teilzeitoptionen, langfristig ausgerichteten Arbeitszeitkonten bis zu Sabbaticals. Warum hier allerdings von “neuen” Ansätzen die Rede ist, geht aus dem Artikel nicht hervor. Das Fazit lautet jedenfalls sinngemäß: Eine präventive Arbeitszeitpolitik ist möglich, unklar ist allerdings noch, ob und wie die Mitarbeiter diese Instrumente auch zur Weiterbildung nutzen. Das gilt es noch zu erheben und zu berichten.
Philip Wotschack, Franziska Scheier, Philipp Schulte-Braucks und Heike Solga, WSI Mitteilungen, 10/2011 (pdf)

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Open Educational Resources als Lifelong-Learning-Strategie am Beispiel der TU Graz

Posted on 14 January 2011 by jrobes

Ein langer Titel, hinter dem sich eine kurze Einführung in das Thema “Open Educational Resources” (OER) und eine Übersicht über die OER-Strategie der TU Graz verbergen. Dort werden verschiedene Plattformen (z.B. auch iTunesU) genutzt, die sich an unterschiedliche, interne wie externe Zielgruppen richten. Der Fokus, so die Autoren, liegt in Graz auf der “Erschließung neuer Zielgruppen unter Verwendung neuer Lehr- und Lernsettings”.
Martin Ebner und Christine Stöckler-Penz, in: Tomaschek, N., Gornik, E. (Hrsg.), The Lifelong Learning University, Waxmann, Oldenburg, 2011, S. 53-60

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ICT and lifelong learning for a creative and innovative Europe

Posted on 10 June 2009 by jrobes

Eine weitere Ausgabe der eLearning Papers (in Kooperation mit Learnovation) ist erschienen, die sich mit dem Thema Innovation auseinandersetzt. Die Artikel beschäftigen sich mit dem Stand von ICT und e-Learning in einzelnen gesellschaftlichen Bereichen (“e-learning territories”, HELIOS). Der Tenor ist kritisch, die Stimmung trotzdem aufbruchsbereit. ICT darf nicht nur “eingeführt” werden, es geht um “Transformation” bestehender pädagogischer Konzepte. Und diese Transformation hat an vielen Orten noch nicht stattgefunden. Mit Blick auf die Hochschullandschaft heißt es beispielsweise: “The implementation of Bologna reforms seems to have taken priority over developing lifelong learning strategies.” (”New Horizons for Higher Education through e-learning”). Auch was Corporate Learning betrifft, ist das folgende Bild gut getroffen:

“Convergence between e-learning and knowledge management did not take place: e-learning has become common practice in large organisations, but has not matched the knowledge management challenge. It has not gone into the area of tacit knowledge, but has simply been associated with explicit and “packaged” knowledge. e-learning is used to do what was done in the classroom for less money, but it is not used for innovation or change management. The connection between learning and innovation is missing.” (”e-Learning, Lifelong Learning and Innovation in the working world”).
eLearning Papers, Nr. 14, Juni 2009

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Quartäre Bildung. Chancen der Hochschulen für die Weiterbildungsnachfrage von Unternehmen

Posted on 28 November 2008 by jrobes

“Quartäre Bildung”, so ist in diesem Bericht nachzulesen, meint “die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer akademischen oder beruflichen Ausbildung, in der Regel nach Aufnahme einer Erwerbs- oder Familientätigkeit”. Quartäre Bildung in diesem Sinne ist ein wichtiger Baustein des Lebenslangen Lernens, aber das findet in Deutschland heute weitgehend abseits der Hochschulen statt. Das ist aus deren Sicht natürlich unbefriedigend und einige Experten sehen mit Blick auf den demografischen Wandel und den wachsenden Wettbewerb hier gar ein Problem. Auf den 148 Seiten dieses Berichts wird jedenfalls die strategische Weiterentwicklung der Hochschulen als Weiterbildungsanbieter zum Thema gemacht; hinzukommen die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung sowie Good Practice-Beispiele von Hochschulen. Ganze viermal fällt übrigens der Begriff e-Learning! Wer nach der Lektüre immer noch unsicher ist, ob und wie die Weiterbildung von einem stärkeren Engagement der Hochschulen profitiert, kann sich noch die Präsentationen der Konferenz “Quartäre Bildung - Hochschulen im Weiterbildungsmarkt” anschauen, die letzte Woche in Wiesloch stattfand.
Volker Meyer-Guckel, Derk Schönfeld, Ann-Katrin Schröder und Frank Ziegele, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen 2008

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Bildung in Deutschland 2008

Posted on 16 June 2008 by jrobes

Der zweite nationale Bildungsbericht ist da. Er folgt in Aufbau und Darstellung der Erstauflage aus dem Jahr 2006 und bietet auf über 350 Seiten vor allem Empirisches zum deutschen Bildungswesen. Auf Bewertungen und Empfehlungen wird weitgehend verzichtet, wobei das Zahlenmaterial - oft präsentiert im OECD-Vergleich und mit Erinnerung an bildungspolitische Statements - keineswegs neutral daherkommt.Im einleitenden Kapitel (”Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen”) legen die Autoren den Fokus auf den demografischen Wandel, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Veränderungen sozialer Lebensformen. Man schließt hier an den Vorgänger 2006 an, fasst sich kürzer, ohne allerdings technische Entwicklungen wie das Internet auch nur am Rande zu erwähnen. Das Wort taucht im gesamten Bericht kein einziges Mal auf!

Ich habe mir dann noch das Kapitel “Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter” durchgelesen, wobei sich der Bericht hier auf bereits bekanntes, im Januar veröffentlichtes Zahlenmaterial stützt. Wie 2006 weisen die Autoren wieder auf einen Grundwiderspruch der Weiterbildungsdebatte hin: “Obwohl Politik, Wirtschaft und Wissenschaft lebenslanges Lernen von allen Individuen fordern, wurden die Weiterbildungsbudgets zum Teil dramatisch gekürzt.” (S. 46)

Ansonsten ist der Bericht eine Fundgrube mit Informationen und Zahlen über alle Bildungsbereiche und -systeme hinweg. Verständlich, benutzerfreundlich - und online verfügbar.
Autorengruppe Bildungsberichterstattung, im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Juni 2008

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Auswahlbibliografie “Demografischer Wandel und berufliche Bildung”

Posted on 21 April 2008 by jrobes

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Thema noch nicht warm geworden bin. Klar scheint, dass der demografische Wandel zu “alternden Belegschaften” führen wird. Aber was folgt daraus für die Weiterbildung? Okay, die Teilnehmerquote älterer Mitarbeiter ist bescheiden, das ist ein ToDo für das Personalmanagement. Aber sonst? Spezielle Bildungsangebote für Ältere? Intergenerationelles Lernen? Vielleicht ist es das Generationenkonzept (= ältere Mitarbeiter als besondere Zielgruppe, “Generation 50plus”), das hier durchschimmert und an das ich mich noch nicht gewöhnt habe.

Wer bereits einen Schritt weiter ist, dem hilft sicher diese aktuelle, umfassende und, das ist vielleicht das Wichtigste, kommentierte Zusammenstellung von Literatur zum Thema. Die Angaben stammen aus der Literaturdatenbank Berufliche Bildung, vieles mit direktem Link zur Fundstelle und alles aus den Jahren 2004-2008.
Markus Linten und Sabine Prüstel, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Februar 2008 (pdf)

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Sind Europas Unternehmen auf die demografische Herausforderung vorbereitet?

Posted on 28 February 2008 by jrobes

Der demografische Wandel ist ja so etwas wie das Damoklesschwert, das über dem Personalmanagement vieler Großunternehmen hängt. In dieser Studie wird es etwas konkreter: Wie weit sich die europäische Wirtschaft auf das Altern ihrer Belegschaften eingestellt hat, ist hier an einem Demografischen Fitness-Index (DFX) ablesbar. Doch nicht die Existenz des DFX und seine Unterschiede im europäischen Vergleich sind aus meiner Sicht das Interessante, sondern die fünf Faktoren, aus denen sich dieser Index zusammensetzt: Karrieremanagement, Lebenslanges Lernen, Wissensmanagement, Gesundheitsmanagement und Altersvielfalt.Schaut man sich den Faktor “Lebenslanges Lernen” genauer an, findet man:

  • Anreize zur Weiterbildung quer durch alle Altersgruppen
  • Systematische Weitergabe des Know-hows älterer Mitarbeiter
  • Zyklusorientiertes Lernen gemäß Alter, Leistung und Lernfähigkeiten
  • Individuelle Fortbildung zur Steigerung der berufl./sozialen/ persönl. Qualifikation

Und für das “Wissensmanagement” wird gefragt nach:

  • Instrumente/Verfahren zur Wissensdokumentation, mit effizientem IT-Support
  • Strategien zur Wissenserneuerung, Plattformen für informellen Wissensaustausch
  • Aktive Sicherung des Expertenwissens nach Ausscheiden des Mitarbeiters
  • Kultur der Kreativität, Inspiration und Innovation (“organisiertes Lernen“)

Das ist doch schon der halbe Weg zu einem schönen Service-Angebot für Berater und Bildungsdienstleister, oder!?
Adecco Institut-Weissbuch, Januar 2008 (pdf)

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Lücken beim E-Learning für Senioren

Posted on 22 February 2008 by jrobes

Ich kann nicht erkennen, warum zwischen der Pressemitteilung und ihrem Auslöser, einem umfassenden Arbeitsbericht zum Thema, fast ein Jahr liegen. Wie auch immer: Während die aktuelle Schlagzeile, die diese Woche über alle Ticker lief, mich eher etwas irritiert hat (denn man erwartet ja fast schon reflexartig bei jeder e-Learning-Lücke ein Standort- bzw. Wettbewerbsproblem!), bietet die Studie die notwendigen Hintergründe zum Lernen älterer Menschen: z.B. zur wachsenden Bedeutung des informellen und kooperativen Lernens. Auch der Hinweis auf die Notwendigkeit “verstärkter Forschungsanstrengungen” fehlt selbstverständlich nicht.
Bernd Müller, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), 20 Februar 2008

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Selbstorganisiertes Lernen in der beruflichen Bildung

Posted on 21 January 2008 by jrobes

Es kommt selten vor, dass ich vor dem Umfang einer Sache kapituliere. Aber hier geht es nicht anders: Die aktuelle Ausgabe von bwp@ umfasst 14 längere Artikel zum Thema! Im Editorial beschreiben Karin Büchter und Tade Tramm, was die Attraktivität dieses “unscharfen Konzepts” ausmacht, nämlich, “dass es quasi im Schnittpunkt von vier kohärenten berufsbildungspolitischen und -theoretischen Entwicklungslinien liegt, die ihm eine je spezifische Prägung verleihen”:

- die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Programmatik,
- die Programmatik des Lebenslangen Lernens,
- die Programmatik der Kompetenzorientierung sowie
- eine lernpsychologisch-didaktische Linie, wurzelnd in konstruktivistischen Ideen.

Schade, dass das spannende Thema hier nur am Beispiel der beruflichen (Aus-)Bildung behandelt wird.
bwp@, Nr.13, Dezember 2007

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Lebenslanges Lernen in Österreich - politische, organisatorische, finanzielle und didaktische Anforderungen

Posted on 22 November 2007 by jrobes

erwachsenenbildung2007.gif
Ich weiß gar nicht, wo derzeit in Deutschland die Diskussion um das “Lebenslange Lernen” geführt wird? Okay, es gibt die “offiziellen” Seiten des BMBF und der Nationalen Agenturen im EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland, aber sonst?

Das Magazin erwachsenenbildung.at widmet diesem Thema jedenfalls bereits die zweite Ausgabe und im Editorial ist die Rede von der “aktuell breite(n) Diskussion in Österreich”. Der Grund: Man ist unzufrieden mit dem Stand der Bemühungen und dem Mittelfeldplatz Österreichs. Einige Artikel habe ich kurz überflogen: Sie bilden ein breites Spektrum ab. Grundsätzliches mit Verweisen auf Michel Foucault steht neben konkreten Fragezeichen, z.B. hinter den Institutionen der Erwachsenenbildung und ihrem Auftrag. Es geht um höhere Beiträge der öffentlichen Hand und die emanzipatorischen Potenziale veränderter Lernkulturen. Und vieles mehr - und das in einem Format, das viele Möglichkeiten des Internets hervorragend nutzt!!
MAGAZIN erwachsenenbildung.at, Nr. 2, Oktober 2007

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Bildung auf einen Blick 2007

Posted on 19 September 2007 by jrobes

Da es der jährliche OECD-Bericht ja inzwischen auf die ersten Seiten der Tagespresse geschafft hat (z.B. der Frankfurter Rundschau, die mit “Nichts dazugelernt” titelt und Deutschland grafisch sehr anschaulich auf einen 24. Platz setzt), will ich die Information hier kurz halten. Was sind die Stichworte? Ingenieure und Pädagogen werden fehlen. Noch immer ist der Anteil der Hochschulabsolventen an einem Jahrgang erschreckend gering (das ist jener 24. Platz!); dann bieten wir eine der höchsten Arbeitslosenquoten für Geringqualifizierte; und, nicht zu vergessen, die soziale Bildungsmobilität, die fehlende. Weitere Informationen und Links z.B. auf www.bildungsklicks.de. Leider wenig Neues.
OECD, 18 September 2007
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Betriebliche Weiterbildung – ein Leben lang

Posted on 13 September 2007 by jrobes

Obwohl der Druck auf den Betrieben (Fachkräftemangel!) beinahe täglich eine Meldung wert ist, wird noch nicht gehandelt: Traditionelle Weiterbildungsformen dominieren, arbeitsplatznahe Formen des Lernens wie e-Learning spielen keine Rolle, eine lernförderliche Ausgestaltung von Arbeitsplätzen bildet die Ausnahme. Kurz: Das lebenslange Lernen findet noch nicht statt.

Was ist zu tun? Die Autorin wirbt für eine Qualifizierungsberatung, die diese Punkte aufnimmt, wünscht erhöhte Aufmerksamkeit für das informelle Lernen und seine Zertifizierung sowie eine Personalentwicklung, die sich an den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter orientiert und entsprechende Lernangebote entwickelt. Doch die Situation ist verzwickt: Scheinbar fragen weder Unternehmen, vor allem KMUs, nach Qualifizierungsberatung, noch bieten Bildungsdienstleister diese an (von Ausnahmen wie Kammern und Modellprojekten einmal abgesehen). Irgend etwas stimmt doch da nicht!?
Brigitte Geldermann, in: Arbeit und Arbeitsrecht, 2/2007 S. 72–77 (via f-bb; pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Lifelong Learning and Human Capital

Posted on 06 September 2007 by jrobes

Der Titel gibt zwar eine ökonomische Perspektive vor. Aber wenn dann in diesem Policy Brief des OECD einige Handlungsfelder des Lebenslangen Lernens angesprochen werden, geht es vor allem um politische Aufgaben und individuelle Verantwortung. Interessant sind die kurzen Ländervergleiche. Und unter der Zwischenüberschrift “What challenges lie ahead?” heißt es:

“Mass education expanded dramatically in the 20th century, providing ever more schooling to ever more people. In developed countries today, compulsory education is finally reaching its natural limits in terms of the length of time young people are prepared to spend in school. In the future, then, increases in the supply of human capital will rely less on expanding the quantity of education and more on improving the quality of learning.”
Wie Letzteres aussehen könnte, wird leider nicht weiter ausgeführt.
OECD, Juli 2007

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Alles in einen Topf

Posted on 23 January 2007 by jrobes

Ein kurzer Ausflug in die Bildungsökonomie: “Auffälligstes Resultat der Analyse der aktuellen Weiterbildungssituation ist die Abnahme der Beteiligung an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung sowie die Reduzierung der finanziellen Förderung durch die öffentlichen Haushalte und die Unternehmen.” So hieß es vor kurzem im ersten nationalen Bildungsbericht (Juni 2006, S.136). Handlungsbedarf also. Und während das Bildungsministerium kürzlich ein Modell vorstellte, das aus Weiterbildungsprämien, Darlehen und Bildungssparen besteht (BMBF, Januar 2007), liegt hier ein gewerkschaftlicher Gegenentwurf vor. In seinem Mittelpunkt steht ein kollektives Finanzierungskonzept, das auf die Einrichtung von branchenspezifischen Weiterbildungsfonds setzt. Das Modell existiert in Frankreich übrigens seit 1971. Die individuelle berufliche Weiterbildung soll durch Zuschüsse und Darlehen gefördert werden, das Modell des Bildungssparens wird skeptisch gesehen.

Nun bin ich nicht in der Lage, die verschiedenen Konzepte gegeneinander aufzurechnen. Deshalb nur eine Randbemerkung: Es fällt auf, dass die Autoren vorschlagen, durch Fonds nur “strukturierte Weiterbildungsmaßnahmen” zu finanzieren. Das Lernen am Arbeitsplatz oder im Arbeitsprozess wird explizit ausgeklammert.
GEW, IG Metall und Verdi, Frankfurter Rundschau v. 17 Januar 2007
[Kategorien: Bildungsökonomie, Lebenslanges Lernen]

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Globalisierungsmotor Bildung

Posted on 12 July 2006 by jrobes

Bevor ich in einigen Wochen verzweifelt einen solchen Aufhänger suche, sei er an dieser Stelle festgehalten! Also: Folgendermaßen startet ein Artikel im Handelsblatt über den “Megatrend” Lebenslanges Lernen:

“Wenn der Soziologe John W. Meyer gerade nicht über „Die globale Institutionalisierung der Bildung“ sinniert, besucht er mit seiner Frau eine Erwachsenenklasse und lernt alles über Singvögel. Meyer ist ein „Birdwatcher“: „Vornehmlich aus Freude an ihrem prächtigen Gefieder“, sagt er, „aber auch weil mir das Lernen wichtig ist“. Der 70-jährige Emeritus der Stanford University, im Sommersemester Niklas-Luhmann-Gastprofessor an der Universität Bielefeld, vollzieht somit aus individueller Anschauung einen sozialen Bildungstrend zum „lifelong learning“ nach, den er immer schon mit wissenschaftlicher Neugier begleitet hat, und zwar in globaler Perspektive.”

Und wenn anschließend die Weltbank mit den Worten zitiert wird, “Lebenslanges Lernen … sei ‘unabdingbar, um die Arbeitnehmer in einer globalisierten Wirtschaft konkurrenzfähig zu machen.’” - dann erinnere ich mich gerne an einen 70-jährigen Emeritus, der zusammen mit seiner Frau alles über Singvögel lernt.
U. Schulte Döinghaus, Handelsblatt, 12 Juli 2006
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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The Workforce Crisis

Posted on 17 May 2006 by jrobes

Elliott Masie interviewt Ken Dychtwald, Autor eines Buches zum Thema, und das Ganze steht als Podcast und Transcript zur Verfügung. Die “Workforce Crisis” ist die Konsequenz der demographischen Entwicklung in den meisten Industrienationen. Das bedeutet: Die Altersstruktur der Belegschaften wird sich dramatisch verändern. Ältere Arbeitnehmer werden gebraucht (und wollen gebraucht werden!). Neue Arbeitszeitmodelle. Neue Organisationsstrukturen. Eine neue Arbeitskultur. Und eine neue Zielgruppe der betrieblichen Weiterbildung!?
Elliott Masie, Interview mit Ken Dychtwald, Learning 2006 University, April 2006
[Kategorien: HR Management, Lebenslanges Lernen]

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Competing in a “flat” world

Posted on 15 May 2006 by jrobes

straub2006.gif

Richard Straub ist Senior Advisor to the Chairman of IBM Europe, Middle-East and Africa, aber vielleicht wichtiger noch zugleich Präsident der European eLearning Industry Group. Ich schätze seine Ausführungen sehr, weil sie immer systematisch und aktuell sind und weil sie aufzeigen, wie weit bottom-up-Entwicklungen wie Weblogs und Wikis bereits Teil der großen Technologie- und Bildungsagenda sind. Denn wenn sich IBM darum kümmert, muss ja etwas dran sein!

Der systematische Beitrag dieses Artikels liegt dieses Mal in der Unterscheidung dreier “key modes of learning”: formal learning, contextual learning (Lernen, das sich mit konkreten Aufgaben des Arbeitsalltags auseinandersetzt) und embedded learning (Lernen, das fest in den Arbeitsprozess integriert ist).

Technologie, so Richard Straub, kann alle diese Ansätze unterstützen. Vom LMS bis zum Electronic Performance Support System (EPSS). Aber: Technologie “is simply an enabler – not the answer.”

Der zweite Teil dieses Artikels besitzt appellativen Charakter: Der Autor weist auf die Notwendigkeit eines “open ecosystem for lifelong learning” hin und kleidet verschiedene Forderungen in einen “call for action”. Hier spricht der großindustrielle Senior Advisor und Europapolitiker.
Richard Straub, elearningeuropa.info, 11 Mai 2006 (pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Der ungleiche Kampf um das lebenslange Lernen

Posted on 11 May 2006 by jrobes

Ich verweise hier auf drei Rezensionen eines Buches (Martin Baethge, Volker Baethge-Kinsky: “Der ungleiche Kampf um das lebenslange Lernen”, Münster u.a. 2004), das sofort auf meine Leseliste gekommen ist. Es basiert auf einer repräsentativen Erhebung des Weiterbildungsverhaltens und -bewusstseins der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland - in einer Rezension ist sogar die Rede von “einer der größten empirischen Studien aus dem Bereich der Weiterbildung” und einer “beispiellosen” Datenbasis. Kurzum: Die drei Kritiker sind sowohl von der Untersuchung als auch ihrer Auswertung sehr angetan. Schon ihre Zusammenfassungen bieten interessante Anmerkungen zu Stichworten wie “lebenslanges Lernen”, “informelles Lernen” und “lernförderliche Arbeitsplätze”.

Wichtig erscheint mir z.B. der Hinweis auf die ungleichen Bedingungen beim informellen Lernen am Arbeitsplatz: “… denn Kompetenzen für lebenslanges Lernen können sich unter deprivierenden Lern- und Arbeitsbedingungen nicht entwickeln - und hiervon sind besonders Arbeitnehmer mit geringeren schulischen und beruflichen Abschlüssen betroffen” (Rudolf Tippelt).
Rudolf Tippelt, Christine Zeuner und Udo Kuckartz, Report - Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, 1/2006 (pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen, Informelles Lernen]

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Zum lebenslangen Lernen gezwungen?

Posted on 08 May 2006 by jrobes

“Chancen und Risiken einer gesetzlichen ‘Bildungspflicht’ für Erwachsene” wägt dieser Artikel ab. Und, kaum zu glauben: ganz seriös und ausgewogen! Aber das ist schade! Denn wenn man schon den Mut hat, diesen Ball aufzunehmen (der in einem älteren Beitrag der Zeitschrift für Erwachsenenbildung liegen geblieben ist), dann sollte man ruhig etwas radikaler nach Antworten suchen. Oder einfach mal hinter die Rhetorik des “lebenslangen Lernens” schauen. So bleibt es bei einem zu erwartenden Resümee, dass zwar eine “Bildungspflicht” rechtlich nicht durchzusetzen wäre, der Staat trotzdem für bildungsfreundliche Rahmenbedingungen sorgen sollte. Damit sich nicht zu viele das “Recht auf Faulheit” herausnehmen!
Heike Neidhardt, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, 4 Mai 2006 (pdf)
[Kategorien: Lebenslanges Lernen]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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