Posted on 10 February 2006 by jrobes
Ich weiß gar nicht, warum dieser Artikel einige Tage bei mir liegen geblieben ist. Dabei handelt es sich um eine hübsche Tour d’horizon: von der “Bildungspolitik” der Bundesagentur für Arbeit, über das Verfallsdatum von Qualifikationen, das deutsche Arbeitsrecht, das deutsche System der Bildungsfinanzierung bis zur betrieblichen Weiterbildung. Angereichert um die Biographien einiger aktiver Lerner. Denn alles Jammern hilft nicht, wir sind längst im “Zeitalter des chronisch unfertigen Menschen” (Altersforscher Paul Baltes) angekommen.
Elisabeth Niejahr, Die ZEIT, 26 Januar 2006
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Posted on 02 February 2006 by jrobes

Ein wichtiger und lesenswerter Beitrag! Es geht um das “lebenslange Lernen”, ja, das Lernen überhaupt und die Frage, warum viele Menschen trotz täglicher Appelle und reichhaltiger Angebote nicht mitspielen. “Lernwiderstände” lautet die Diagnose. Doch wie entstehen sie? Und wie geht man damit um? Peter Faulstich empfiehlt an dieser Stelle, sich zuerst über den Begriff des Lernens selbst Klarheit zu verschaffen. In seiner Analyse wirft er dem lerntheoretischen Mainstream “verdeckten Instruktionismus” vor und plädiert dafür, den “Subjektstandpunkt” einzunehmen. Hier beruft er sich auf Klaus Holzkamp, wenn er über diesen Standpunkt sagt: “Er redet über Lernen nicht als durch äußere Reize verursacht, also bedingt, sondern er fragt, warum Menschen lernen, also wie dies begründet ist.”
Warum dies aus meiner Sicht wichtig ist, wird deutlich, wenn wir den nächsten Absatz vor dem Hintergrund all jener Artikel lesen, die uns erfolgreiche Lernprozesse versprechen, wenn wir nur bestimmte Regeln beachten:
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Posted on 06 September 2005 by jrobes
Die Frankfurter Rundschau widmet ihr Bildungs-Dossier dieses Mal dem Thema “Lebenslanges Lernen”. Es sind vor allem Geschichten vom Lernen und von Lernenden, Senioren und Berufstätigen. Wie man Lernen zu einer Grundeinstellung eines langen Lebens machen kann; wie Lernen aber auch an die Substanz (physisch, psychisch, finanziell) gehen kann, wenn es parallel zum regulären Job passiert und mit dem Privatleben um knappe zeitliche Ressourcen konkurriert. Fakten zur Weiterbildung finden sich vor allem in den Randlagen dieses Dossiers: Lernen wird “Privatsache” und als solche mehr und mehr privat finanziert, vom Seniorenstudium bis zu beruflichen Zusatzqualifikationen. Staat und Unternehmen ziehen sich mehr und mehr zurück oder betrachten Bildung als “Bildungsmarkt”. Aber das ist ja schon länger zu beobachten.
Frankfurter Rundschau, 6 September 2005
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Posted on 01 April 2005 by jrobes
Neurobiologie und Pädagogik - man weiss noch recht wenig voneinander. Deshalb haben sich 30 Experten aus beiden Fachrichtungen am 21./22. Januar im Rahmen des “Lifelong Learning Network of OECD/CERI’s Learning Sciences and Brain Research Projects” getroffen und nach einer gemeinsamen Sprache und Agenda gesucht. Ich habe den Summary Report gelesen und in den Proposition Papers geblättert und kann die Lektüre nur empfehlen! So heisst z.B. in der Zusammenfassung kurz und knapp: “The brain is wired for lifelong learning and learning is not limited to the school years.” Schwerpunkte der Tagung waren: “Lifelong learning, plasticity and periodicity; Aging and learning; Early childhood education in the lifelong learning perspective.”
Was erwarten nun Bildungsexperten von der Neurobiologie? Hier einige, wie ich finde, anregende Auszüge aus dem Fragenkatalog:
“- What is the brain’s flexibility for learning capacity over the lifespan?
- Is there a timeframe for optimal learning?
- Is there any brain science evidence that could inform education policies and practices for teenagers?
- What environmental factors affect learning?
- Are there different types of motivation and corresponding activity in the brain?”
OECD, Brain and Learning Newsletter, 7 Februar 2005
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Posted on 24 September 2004 by jrobes
Der Artikel beschreibt sehr anschaulich, wie die Informationsgesellschaft von heute und morgen die Ansprüche an einige unserer Kulturtechniken bzw. diese selbst verändert.
“The challenge to us as educators lies in keeping up with an information environment that has changed dramatically in the past 10 years, a decade during which the very nature of information has changed in appearance, location, accessibility, application, and communication. Thus, it is crucial that when teaching literacy to our students, we emphasize skills that reflect the information environment of the present, not the past.”
Aus “Reading”, so die Autoren, wird “Exposing Knowledge”, aus “Arithmetic” wird “Employing Information”, aus “Writing” wird “Expressing Ideas Compellingly”, und hinzukommt “Ethics: Right and Wrong on the Information Highway”. Abschließend werden noch eine Reihe von Tools beschrieben, die die Herausbildung der entsprechenden Skills unterstützen können.
Sara Armstrong und David Warlick, TechLEARNING, 15 September 2004
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Posted on 16 September 2004 by jrobes
“Noch investiert die Wirtschaft wenig in die Bildung älterer Mitarbeiter. Während im Jahr 2002 immerhin 36 Prozent der 35- bis 49-Jährigen ihr berufliches Wissen auffrischten, war die Quote bei den über 50-Jährigen nur halb so hoch. Das ist erstaunlich wenig gemessen daran, dass seit Jahren von Politikern, Verbänden und Unternehmern ständig das Prinzip des lebenslangen Lernens beschworen wird. Der Berliner Altersforscher Paul Baltes glaubt, dass dieses Ziel für viele Menschen unattraktiver ist, als gemeinhin angenommen wird: »Lebenslanges Lernen – das klingt zuerst nach einer wunderbaren Idee. Tatsächlich löst das Prinzip sehr gemischte Gefühle aus. Die Botschaft lautet ja: Du bist niemals komplett. Es wird in deinem Leben keine Phase geben, in der du dich einfach bequem treiben lassen kannst.« Baltes hat das 21. Jahrhundert deshalb »Zeitalter des chronisch unfertigen Menschen« genannt.”
Wer nimmt eigentlich “gemeinhin” an, dass das Ziel des “Lebenslangen Lernens” - präsentiert als Diktat des Arbeitsmarktes - attraktiv oder “eine wunderbare Idee” ist?
Elisabeth Niejahr, Die ZEIT, 16 September 2004
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Posted on 26 August 2004 by jrobes
Eine erste Zusammenfassung gab es schon im Juli, jetzt liegt das vollständige Strategiepapier der Bund-Länder-Kommission vor. Keine konkreten Forderungen oder Handlungsempfehlungen, um der sensiblen föderalen Struktur unseres Gemeinwesens gerecht zu werden, aber eine systematische Darstellung mit Ergebnissen einer Umfrage zum Lebenslangen Lernen und zahlreichen Good-Practice-Beispielen im Anhang. Den Rahmen der Erörtungen bilden “Lebensphasen” und “Entwicklungsschwerpunkte”. Und die einleitende Definition des Lebenslangen Lernens wird sich in vielen Folgestudien und Artikeln wiederfinden. Da bin ich sicher.
“Lebenslanges Lernen umfasst alles formale, nicht-formale und informelle Ler-nen an verschiedenen Lernorten von der frühen Kindheit bis einschließlich der Phase des Ruhestands. Dabei wird “Lernen“ verstanden als konstruktives Ver-arbeiten von Informationen und Erfahrungen zu Kenntnissen, Einsichten und Kompetenzen.”
Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung, Heft 115, August 2004 (pdf)
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Posted on 04 August 2004 by jrobes
Fast drei Jahre haben die Experten gebraucht, um Vorschläge für neue Finanzierungsstrategien für das Lebenslange Lernen zu entwickeln und vorzustellen. Jetzt liegen 334 Seiten vor mir. Zu den Empfehlungen selbst kann ich wenig sagen. Es ist die Rede vom Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, vom individuellen Bildungssparen, von steuerlichen Regelungen und vielem mehr. Sicherlich eine Fundgrube für Bildungsökonomen, aber nur schwer verdaulich für Außenstehende.
Interessanter sind für mich deshalb die Passagen, in denen die Autoren etwas über ihr Verständnis vom Lebenslangem Lernen erzählen. Vorneweg deshalb ihre Definition: „Lebenslanges Lernen umfasst die Gesamtheit allen formalen, non-formalen und informellen Lernens über den gesamten Lebenszyklus eines Menschen hinweg.“ Dann gibt es z.B. das Kapitel 2.2.2: „Lohnt sich Weiterlernen – für wen?“
Kontinuierliche Weiterbildung ist wichtig, und jeder, der einmal ein entsprechendes Angebot wahrgenommen hat, bestätigt, dass es sich positiv auf seine berufliche Situation ausgewirkt hat. Detaillierte Analysen zeigen einen differenziertes Bild: Die Teilnahme an Weiterbildung „lohnt“ sich statistisch vor allem für die Altersgruppe der 20- bis 44-Jährigen. Ihr Monatseinkommen steigt, und sie beugen durch Weiterbildung dem Risiko der Arbeitslosigkeit vor. Für die Gruppe der 45- bis 64-jährigen Arbeitnehmer sind solche Beziehungen nicht nachzuweisen. Warum sollen sie also lernen? An diesen Punkten treffen die optimistischen Bildungsbekenntnisse auf strukturelle Probleme unserer marktwirtschaftlich organisierten Arbeitsgesellschaft - und lassen mindestens einen zweifelnden Leser zurück.
Im Kapitel 2.3.4 geht es um „Neue Lernformen“. Die Autoren unterstreichen den Trend zu „ganzheitlichen Aus- und Weiterbildungskonzepten“ und zur „Revitalisierung des betrieblichen Lernortes Arbeitsplatz“: „Entscheidend ist indessen, dass in diesem Gefüge von Lernorten und Lernformen das informelle Lernen am Lernort Arbeitsplatz inzwischen einen herausragenden Platz einnimmt.“ (60) Wie geht die Personalentwicklung damit um? Bleibt ihr „nur“ das formale Lernen, während das informelle Lernen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern sowie im Kollegen- und Projektkreis stattfindet?
BMBF, 28 Juli 2004
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Posted on 07 July 2004 by jrobes
Die Bund-Länder-Kommission hat eine gemeinsame Strategie für das Lebenslange Lernen in Deutschland verabschiedet. Eine Kurzfassung der Strategie liegt vor. Ihre Entwicklungsschwerpunkte sind:
- Einbeziehung informellen Lernens
- Kompetenzentwicklung
- Vernetzung
- Modularisierung
- Lernberatung
- Neue Lernkultur/ Popularisierung des Lernens
- Chancengerechter Zugang
Was dieses Papier nicht enthält, ist eine Antwort auf die Frage, wofür denn gelernt wird. Für einen sicheren Arbeitsplatz? Für Vollbeschäftigung? Ist es denn sicher, dass zwischen (lebenslangem) Lernen und beruflichem Erfolg überhaupt noch eine Verbindung besteht? Hat, wer heute oder morgen arbeitslos ist, einfach zuwenig gelernt? Ich verstehe, dass ein Strategiepapier sich nicht mit diesen Fragen beschäftigen kann/will. Aber vor dem Hintergrund dieser Fragen ist es schwer, den Begriff “Lebenslanges Lernen” positiv zu besetzen.
idw, 5 Juli 2004
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Posted on 08 June 2004 by jrobes
Da gestern das Stichwort “Lebenslanges Lernen” fiel, hier noch der Hinweis auf eine Studie, die schon seit längerem auf meinem Schreibtisch liegt: Das BMBF hat bereits im letzten Jahr einen “Good Practice”-Bericht im Rahmen des OECD-Projekts “Co-financing lifelong learning” erstellt. Die Beispiele kommen aus der Region und dem Betrieb als die zentralen Lernorte. Der Spagat: Auf der einen Seite ein stärkeres individuelles Engagement einklagen, auf der anderen Seite aber “bildungsferne” Schichten nicht endgültig ins Abseits stellen. Das ist wahrlich ein Eiertanz!
BMBF, Januar 2003 (pdf, 334 KB)
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Posted on 07 June 2004 by jrobes
Dieser Artikel beschreibt nicht einfach das Semantische Web (was schon eine Herausforderung wäre!), sondern bringt es gleich mit der Idee des Lebenslangen Lernens zusammen - spannend! Am Beispiel von Sarah, die sich schnell in Buchhaltung fit machen muss, wird beschrieben, wie die Bedürfnisse eines Lerners und zukünftige Web-Technologien zusammenspielen können.
Das “Semantische Web” besteht aus intelligenten Web-Seiten, “designed … for computer programs to manipulate meaningfully.” “In this way, processable semantics are brought ‘to the meaningful content of Web pages, creating an environment where software agents roaming from page to page can readily carry out sophisticated tasks for users’” (Tim Berners-Lee).
Das Ziel sind also “software agents”, die aus allen möglichen Quellen genau die Informationen zusammensuchen, die unseren Bedürfnissen und Vorlieben, festgehalten in persönlichen “Learning e-Portfolios”, entsprechen. Die Autoren sprechen auch die offenen Punkte an, die jenseits der technologischen Möglichkeiten liegen: Wo bleibt die Privatsphäre? Werden sich private und staatliche Angebote wirklich so vernetzen, dass sich für die Nutzer auf Wunsch ein kompletter Überblick über mögliche Lernoptionen ergibt? Werden wir uns eher zur “educated society” oder mehr in Richtung “Lifelong L(E)arning” bewegen?(via Stephen Downes)
Norm Friesen und Terry Anderson, Special Edition of the British Journal of Educational Technology (on Lifelong Learning), Draft 2004
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Posted on 05 January 2004 by jrobes
Die Expertenkommission “Finanzierung Lebenslangen Lernens” (dort auch eine umfassende Literaturliste zum Thema “Lebenslanges Lernen”) geht in diesem Kurzgutachten auf die individuellen und sozialen Faktoren ein, die einzelne Zielgruppen in ihren Chancen zur Weiterbildung benachteiligen. Darüber hinaus gibt sie Handlungsempfehlungen, die sich (aus meiner Sicht erstaunlich offen) auch mit den Misserfolgen bisheriger Förderprogramme auseinandersetzen. Erwähnt werden in diesem Zusammenhang:
- die unzureichende Evaluation von Programmen: “Wo wurde Benachteiligung durch Bildung aufgehoben? Welche Empfehlungen wurden umgesetzt und mit welchem Erfolg? Wie sieht es mit der Transferierbarkeit der Ergebnisse aus den Modellvorhaben aus?“
- Informationsprobleme: keine systematische Verbreitung von Projektergebnissen; mangelnde Verbindlichkeit von Empfehlungen;
- Unzureichende Kommunikation der Beteiligten: fehlende Vernetzung und mangelnde Breitschaft zur Kommunikation gerade bei interdisziplinär besetzten Projekten.
Auch wenn es vielleicht nicht die Absicht der Autorin war, so entsteht bei der Lektüre doch der Eindruck, dass etwas mehr Vernetzung der Sache “Weiterbildung” gut täte. Viele Förderprogramme scheinen doch vom kurzen Gedächtnis der Auftraggeber zu profitieren. (via BildungsBlog)
Gerhild Brüning, Expertenkommission Finanzierung Lebenslangen Lernens, 2003 (pdf)
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Posted on 16 December 2003 by jrobes
Die Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF) e.V. ist eine der ersten Adressen in Deutschland, wenn es um Fragen der Kompetenzentwicklung geht. 1992 hat die ABWF ein anderes Kürzel, QUEM (das Projekt “Qualifikations-Entwicklungs-Management”), ins Leben gerufen, das wiederum 2001 mit dem Programm “Lernkultur Kompetenzentwicklung” betraut wurde. Das kurz zum Hintergrund.
Wie betriebliche Kompetenzentwicklung betrieben und wie Lernen im Prozess der Arbeit aussehen kann, beschreibt der vorliegende Projektbericht. Was ihn besonders lesenswert macht, ist die Tatsache, dass auch die B.Braun Melsungen AG (ca. 29.000 Mitarbeiter) am Projekt teilgenommen hat. So konnten verschiedene Instrumente und Prozesse unmittelbar auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Interessant ist z.B. zu lesen, wo die befragten Mitarbeiter selbst ihren Kompetenzentwicklungsbedarf sehen und welche Lernformen sie nutzen.
Ekkehart Frieling, Ellen Schäfer, Thomas Fölsch und Martin Hingst, QUEM-Bulletin, Heft 6, Dezember 2003 (pdf)
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Posted on 16 December 2003 by jrobes
Der eine oder andere hat vielleicht schon mal von Zertifizierungen im IT-Bereich (z.B. Microsoft) gehört, vielen wird der TOEFL schon mal begegnet sein, aber sonst? Prüfungen, die man ablegen kann, ohne zwangsläufig die Kurse eines bestimmten Veranstalters absolviert zu haben?? Das finden auch die Autoren: “Die Zertifizierung von selbstorganisiert erworbenen Kompetenzen steht in der Bundesrepublik Deutschland allerdings erst am Anfang. … Wie die Zertifizierung selbstorganisiert erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenzen aussehen und wie insbesondere die Qualität dieser Zertifizierungen vor dem Hintergrund der Interessen sowohl der Beschäftigten als auch der Arbeitgeber an einem möglichst transparenten Kompetenznachweis sichergestellt werden kann, ist gegenwärtig noch weitgehend ungeklärt.”
So leistet der Artikel Aufbauarbeit, wenn er beschreibt, welche Kriterien bei zukünftigen Zertifizierungen beachtet werden sollten: Lernprozessunabhängigkeit, Modularisierung, institutionelle Trennung, Belastung der Kandidaten, Testfairness, Validität. Das Thema hat Zukunft!
Anke Hanft und Wolfgang Müskens, QUEM-Bulletin, Heft 6, Dezember 2003 (pdf)
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Posted on 17 October 2003 by jrobes
3 Tage haben die Vertreter von 26 Ländern auf dem Petersberg bei Bonn getagt, um sich der Bedeutung des Lebenslangen Lernens zu versichern. Wenn Edelgard Bulmahn allerdings sagt, “die Menschen müssen leichter Zugang zur Bildung finden und das Lebenslange Lernen mit Freude betreiben“, so kann man das Problem kaum treffender beschreiben: Mit Freude tun wir in der Regel Dinge, für die für uns freiwillig “begeistern”, das Lebenslange Lernen dagegen - und die Zeichen sind ja nicht misszuverstehen - ist eine Notwendigkeit.
Folgende Schlussfolgerungen (pdf) wurden verabschiedet:
“1. Lebenslanges Lernen nützt den Menschen, der Wirtschaft und dem Staat.
2. Zur Unterstützung von Finanzierungsprogrammen des Lebenslangen Lernens ist es notwendig, kohärente Strategien zu verfolgen, um diese erfolgreich zu entwickeln, ist ein gesamtstaatlicher Ansatz notwendig.
3. Die Finanzierungsprogramme des Lebenslangen Lernens müssen so angelegt werden, dass sie die Nachfrage- und Wahlmöglichkeit sowie die Mobilität des Individuums stärken.
4. Zusätzliche Bildungsinvestitionen sind notwendig. Öffentliche Hand, Unternehmen und Individuen sind gemeinsam verpflichtet, in Bildung zu investieren.
5. Die Konferenz unterstreicht diese Aussagen für die nationale und internationale Diskussion von Bildungsministerien gemeinsam mit Wirtschafts-, Arbeits- und Finanzministerien.”
Bundesministerin Bulmahn wies auf die deutschen Anstrengungen hin, das Lebenslange Lernen zu fördern: das Projekt “Lernende Regionen”, die Suchmaschine Info-Web-Weiterbildung, Bemühungen zur Qualitätssicherung durch die Stiftung Warentest. (via Bildungsblog)
Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen, 13 Oktober 2003
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Posted on 16 September 2003 by jrobes
“Lebenslanges Lernen” darf nicht bedeuten, dass gelernt wird “um des Lernens willen”. Gerade Erwachsene müssen verstehen, was sie tun, warum sie es tun, und was es ihnen nutzt. Selbstverantwortung für den eigenen Entwicklungsweg - alles andere ist eine Verschwendung von Zeit.
Knud Illeris, Learning Lab Denmark Quarterly, September 2003
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Posted on 23 July 2003 by jrobes
Auf ihrer Einstiegsseite gibt das BIBB einen hilfreichen Überblick zum Thema “Lebenslanges Lernen” bzw., dort heisst es jetzt “Lebensbegleitendes Lernen” (”lebenslang” haben wohl viele mit “lebenslänglich” und damit der Höchststrafe assoziiert …). Der Überblick listet die laufenden Studien und Projekte des BIBB auf und gibt zusätzlich Literaturhinweise. Stichworte sind “Lebensbegleitendes Lernen in der Erwerbsarbeit”, “Selbstgesteuertes Lernen” und “Qualitätssicherung als Voraussetzung für Lebensbegleitendes Lernen”.
Ein Schwerpunkt der laufenden Projekte bildet offensichtlich das informelle und erfahrungsgesteuerte Lernen und sein Stellenwert in der Weiterbildung. Wie kann es bewusst gemacht und erfasst werden? Und entscheidend: Wie kann es honoriert, wie können die so erworbenen Kompetenzen anerkannt werden? Letztlich geht es um nichts weniger, als informelles Lernen und so erworbene Kompetenzen transparent und objektivierbar zu machen.
BIBB, Juli 2003
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Posted on 09 July 2003 by jrobes
Ich hatte vor einigen Tagen schon einmal auf diese Studie der European Commission und des European Centre for the Development of Vocational Training (Cedefop) hingewiesen. Nur einige kurze Dinge, die beim Lesen hängengeblieben sind:
- Die Studie nimmt direkten Bezug auf das “Europäische Jahr des Lebenslangen Lernens” 1996 - wusste ich nicht mehr.
- Die wichtigsten Ergebnisse der Befragungen, die Jan./ Febr. 2003 in über 15 europäischen Staaten durchgeführt wurden:
(a) “Nine in 10 European citizens think that lifelong learning is important, at least to some extent.”
(b) “European citizens are aware of a ’skills gap’.”
“But fewer than three fifths say they can use a computer or have management skills, while under half can use the Internet, scientific/technological ttols and equipment or foreign languages.”
(c) “The majority of citizens think they learn best in informal settings.”
(d) Zusammenfassend: “On average, over two-thirds of European citizens do not currently take part in education and training, wheras at least 1 in 10 is demotivated. This raises two questions:
- In a Europe of knowledge, should these figures be lower?
- What would be effective incentives, for whom and for what purposes?”
By the way, e-learning taucht zwar im Vorwort auf, spielt aber im weiteren keine Rolle.
CEDEFO, 2003
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“Hans lernt weiter …”" href="http://www.weiterbildungsblog.de/2003/07/01/hans-lernt-weiter/" rel="bookmark">“Hans lernt weiter …”
Posted on 01 July 2003 by jrobes
BWP, die Zeitschrift des BIBB, des Bundesinstituts für Berufsbildung, widmet sich diesmal ganz dem Thema “Lebenslanges Lernen”. Leider gibt es nur das Editorial online, einen kurzen Abriss, der die Notwendigkeit unterstreicht, unser gegenwärtiges “Aus- und Weiterbildungssystem zu einem eigenständigen, gleichwertigen und integrierten Bildungssystem” fortzuentwickeln.
Helmut Pütz, BWP 3/2003
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Posted on 26 June 2003 by jrobes
“Nine in ten Europeans think lifelong learning is important. But only 58% said they are able to use a computer, and very few think on open and distance learning to improve their skills. These are some of the results of a recent Eurobarometer Survey describing the learning patterns of Europeans.
The survey, called “Lifelong learning: a citizen’s view” (pdf format), was commissioned by the Directorate General Education and Culture with the assistance of CEDEFOP. It was carried out between 15 January and 28 February 2003 in the 15 Member States, Norway and Iceland, and entailed more than 18,000 face-to-face interviews. In this article we summarize the main findings oh this study.”elearningeuropa.info, 2 Juni 2003
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