Posted on 03 July 2009 by jrobes
In der neuen Ausgabe der eLearning Papers geht es auf den ersten Blick gar nicht um eine Beschreibung der “new millenium learners”, was der Titel vermuten lässt; sondern es geht um die Darstellung einer entstehenden neuen Lernlandschaft, “einer Landschaft, die von einer Reihe neuer IKT-Tools, Social-Computing-Anwendungen (Web 2.0 und Learning 2.0) sowie mobilen und spielegestützten Bildungsangeboten gebildet wird”. So erinnern Vojko Strahovnik und Biljana Mećava an das didaktische Potenzial des Erzählens und zeigen am Beispiel von drei Projekten, wie man Storytelling mit den Möglichkeiten des Web 2.0, vor allem Weblogs, verbinden kann (”Geschichtenerzählen und Web 2.0-Dienste: eine Synthese alter und neuer Lernmethoden”). Marc Rittberger und Ingo Blees beziehen sich auf Konzepte der “Persönlichen Lernumgebung” (Graham Attwell), von “eLearning 2.0″ (Stephen Downes) und des “connectivism” (George Siemens), um anschließend eine Web 2.0-gestützte Lernumgebung vorzustellen, die an der FH Darmstadt getestet und evaluiert wurde (”Web 2.0-Lernumgebung: Konzept, Implementierung, Evaluation”).
eLearning Papers, Nr. 15, Juni 2009
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Posted on 27 October 2008 by jrobes
Inzwischen ist Storytelling ja in einigen Unternehmen angekommen: als Instrument, um Erfahrungen ausscheidender Mitarbeiter festzuhalten; oder als Hilfsmittel beim systematischen Debriefing. Doch darum geht es den Autoren nicht. Sie beschreiben erst einmal, wie das Web 2.0 eine neue Art, Geschichten zu erzählen, hervorgebracht hat: “distributed conversations”. Das sind “conversations that occur across multiple sites and with multiple connections in between”. Diese Stories sind ungesteuert und zufällig, ziellos und sprunghaft, befreit von der Intention eines Autors. Es gibt allerdings auch kreative Geister, die sich inzwischen die Web 2.0-Mechanismen zu nutze machen und mit neuen Ausdrucksformen experimentieren. Etwas “lostreten” und schauen, was passiert. Der Artikel enthält vieler solcher Beispiele und Links. Erst ganz am Ende holt die Autoren die Frage ein, ob “Web 2.0 storytelling” auch in der Hochschullehre ihren Platz hat. Ja, wo man bereit ist, genau diese spielerischen Ausdrucksformen einzusetzen.
Bryan Alexander und Alan Levine, EDUCAUSE Review, Vol. 43, No. 6 (November/Dezember 2008)
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Posted on 01 September 2008 by jrobes
Storytelling ist ja eines der Themen, die in Weiterbildung und Wissensmanagement irgendwie mitschwimmen. Inzwischen hatte wohl jeder mal eine Begegnung mit dem Begriff und in vielen Großunternehmen liegt die Methode im Werkzeugkasten. Aber wohin gehört Storytelling eigentlich? Der Artikel von Jeremy Hsu gibt zwar hierauf keine Antwort, unterstreicht aber noch einmal Bedeutung und Nutzen von Stories. Ich zitiere einfach mal die Zusammenfassung, die dem Artikel voransteht:
- “Storytelling is a human universal, and common themes appear in tales throughout history and all over the the world.
- These characteristics of stories, and our natural affinity toward them, reveal clues about our evolutionary history and the roots of emotion and empathy in the mind.
- By studying narrative’s power to influence beliefs, researchers are discovering how we analyze information and accept new ideas.”
Wer es etwas weniger akademisch mag, kann hier weiterlesen: “Learning starts with a story”.
Jeremy Hsu, Scientific American, September 2008
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Posted on 15 May 2008 by jrobes
Geschichten funktionieren immer. Also müsste doch auch Storytelling funktionieren, oder? Aber irgendwie scheint es ein Instrument für “besondere Fälle” zu sein, das selten flächendeckend zum Einsatz kommt. Dem steht sicher der Aufwand entgegen, den viele mit der Methode an sich und der Aufbereitung informeller Erfahrungen für einen professionellen Kontext verbinden. Wie auch immer, Qualcomm, ein amerikanisches Telekommunikationsunternehmen mit 11.000 Mitarbeitern, ist den Weg gegangen. Ganz erfolgreich, wie es in dieser Case Study nachzulesen ist. Wobei, und dieses Detail mag sicher geholfen haben, Storytelling hier nicht als reines Learning- oder Knowledge Management-Projekt umgesetzt wird, sondern unmittelbar mit den zentralen Unternehmenswerten und der Internen Kommunikation von Qualcomm (Employee Communications) verknüpft ist.
Chris Howard, Bersin & Associates, März 2008 (Registrierung erforderlich)
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Posted on 13 May 2008 by jrobes
Ein ganzes Heft “Bildung”, oder genau genommen, zur “Ökonomie der Bildung”. Natürlich schreiben die brand eins-Autoren auch hier wieder gegen das Konventionelle und Starre, gegen Industrialisierung und Bürokratisierung, suchen Spuren für kreative Ideen, die neben der Spur liegen, feiern unorthodoxe Bildungskarrieren und unmögliche Marktmodelle. Widersprüche werden genußvoll aufgedeckt - und gerne auch produziert. Da steht schnell das Humboldt’sche Bildungsideal neben Start-ups in Silicon Valley. Aber das Ganze ist ein Lesevergnügen mit vielen Inspirationen!!
Einige Stichworte: Geschäftsmodell Universität; Bildungsrendite; Forschungsförderung; eine hierarchiefreie Unternehmensberatung; eine Web 2.0-Schule. Wenn man das Schwerpunktthema gerade hinter sich gelassen hat, folgt noch ein spannender Artikel, der sich mit dem Wissenstransfer via Storytelling auseinandersetzt. Und zwar kritisch und gut: “Eine Wissensübergabe kurz vor Ausscheiden eines Mitarbeiters ist nur Symptombekämpfung”, heißt es da unter anderem.
Derzeit gibt es allerdings nur eine kleine Auswahl an Texten online zu lesen. Warten ist also angesagt. Oder kaufen.
brand eins, 5/ 2008
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