Stefanie Panke versucht in diesem Artikel, zwei Konzepte zusammenzuführen: zum einen die Idee der “Persönlichen Lernumgebung” (PLE), die seit 2004/2005 diskutiert wird; und zum anderen die Praxis der Massive Open Online Courses (MOOC), die seit 2008, als George Siemens und Stephen Downes das erste Experiment starteten, immer intensiver gelebt wird. Dabei stützt sie sich auf konkrete Erfahrungen, die sie als Teilnehmerin an einem Open Course, „Personal Learning Environments, Networks and Knowledge” (PLENK 2010), gesammelt hat. Ein interessantes Kapitel ist mit “Zentrale Herausforderungen” überschrieben. Und ich zitiere einen kurzen Ausschnitt aus der Zusammenfassung, die einige der offenen Fragen zu den “neuen Formen kooperativer Wissensgenerierung” festhält:
“Eine nachhaltige Kompetenzentwicklung bedarf ausgeprägter Selbstlernstrategien oder einer Moderation des Lernprozesses, die den Lernenden mit geeigneten Strategien ausrüstet. Wie der Schwund an Beteiligung im Verlauf des MOOC demonstriert, ist diese Aufgabe keineswegs trivial. Eine Schwäche des PLE-Konzepts ist zudem der fehlende Brückenbau zu tradierten Lehr-/Lernkulturen mitsamt zugehöriger Prüfungsordnungen und vorgegebenen Lehrplänen. Noch ist unzureichend geklärt, wie konnektivistische und konstruktivistische Ideen mit curricularer Integration in Einklang zu bringen sind.” Stefanie Panke, e-teaching.org, 19. Oktober 2011 (pdf)
Wohin entwickeln sich Lernumgebungen und Lernplattformen? Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen) sieht einen klaren Trend, der zu “Social Learning Platforms” führt. Nicht mehr die Verwaltung von Kursen und Inhalten steht hier im Vordergrund, sondern: “1. Focus on User Activity
2. Connecting People (Community Building)
3. Cooperation & Collaboration
4. Permeable”
Doch wie sieht eine solche Lernumgebung aus, die den Fokus auf “Connecting” und “Collaborating” legt? Ist es eine Mischung aus Facebook und LMS? Funktionieren “Soziale Lernplattformen” in jedem Kontext? Und welche neuen Schwierigkeiten ergeben sich möglicherweise daraus? Einige dieser Fragen beantwortet Michael Kerres in den hier zusammengestellten Unterlagen. Andere werden möglicherweise heute, 17:00 Uhr, im Rahmen unseres OpenCourses diskutiert. Michael Kerres, Duisburg Learning Lab, 25. Mai 2011
Das Thema “Learning Management Systeme” wird uns erhalten bleiben. So oder so. Auch an der Universität Innsbruck ist es die zentrale Lerninfrastruktur und Ortrun Gröblinger erzählt, was heute von einem modernen LMS erwartet wird, wie die Lehrenden vor Ort unterstützt werden und dass immerhin bereits in 30 Prozent aller Lehrveranstaltungen nicht nur PDFs abgelegt werden … Wer etwas grundsätzlicher in die aktuelle Debatte eintauchen will, sei gleich auf die Seite mit dem verheißungsvollen Titel “Internet Time Alliance and The Great LMS Debate” verwiesen, wo einige Ressourcen aus dem ersten Halbjahr 2010 zusammengefasst sind. Martin Ebner, E-Learning Blog, 3. November 2010
In PLENK2010 steht der Beitrag diese Woche auf der Leseliste und die Autorin ist als Guest Speaker angekündigt. Es geht um “PLE/Ns in the classroom” und der Beitrag beschreibt nicht nur das “networked student model”, sondern auch seine Umsetzung in einer amerikanischen K-12 School mit 15 Teilnehmern. Er ist sehr kompakt und versucht, Theorie, Modell, Umsetzung und Erfahrungen auf wenigen Seiten darzustellen. Eine Schlussfolgerung: “While the Networked Student Model affords the learner more control and responsibility, the teacher must continually balance this freedom with enough structure to keep students on task and engaged in the learning process.” Und eine Kurzfassung des Beitrags ist dieses Video. Wendy Drexler, Australasian Journal of Educational Technology, 26(3), 2010
Die Idee einer „persönlichen Lernumgebung” (PLE, „personal learning environment“) ist immer noch im Raum, wird heftig diskutiert, als Alternative zur klassischen Lernplattform. Dabei geht es ja vor allem um eine andere Haltung, einen Perspektivwechsel in Richtung eines lernerzentrierten, selbstorganisierten Lernens. Aber es geht natürlich immer auch um technische Lösungen, die wiederum häufig zurück auf bekannte Gleise führen: die einen entwickeln und die anderen folgen. Und schon gerät jede PLE in eine Schieflage. Darauf hat Dave Cormier keine Lust mehr. Er hat Foren, Moodle, Elgg und Drupal genutzt, um für andere offene Lernumgebungen zu entwickeln. Damit ist jetzt Schluss. Für den Moment, möchte ich hinzufügen.
“So then this summer I looked back at the 2008 course site i was still managing and said NO! I’m NOT doing it again. Everytime i throw away a system, a webpage, a moodle course or something like that I’m breaking up a community (even though the students have likely long left) that I tried to make my students believe was important to build.” Dave Cormier, Dave’s Educational Blog, 21. Oktober 2010
“Die TU Graz ist weltweit eine der ersten Universitäten, die ein derartiges Angebot zur Verfügung stellt”, heißt es. Nun, wurde ja auch Zeit, ist man versucht zu rufen, immerhin 5 Jahre, nachdem uns Scott Wilson mit der bunten Visualisierung einer VLE (Virtual Learning Environment) inspiriert hat. Seitdem wird das Thema landauf, landab diskutiert, technisch, kulturell, didaktisch, ohne richtig über iGoogle, Netvibes und Pageflakes hinauszukommen. Kein Wunder, diktierte doch Scott Wilson schon 2005 allen Bildungsexperten ins Stammbuch: “The VLE will not be institutional, it will be personal …” Von daher ist dieser erste Prototyp einer PLE, auch wenn er institutional & personal geworden ist, allemal eine Nachricht wert. Vielleicht gibt es ja bald auch noch ein paar Hintergrundinformationen zum Projekt. Bis dahin reicht der Gast-Account, der Externen zur Verfügung steht. Martin Ebner, E-Learning-Blog, 29. Oktober 2010
Wer es wie ich nur selten schafft, dem Curriculum eines offenen Kurses wie PLENK2010 zu folgen, freut sich bestimmt über solche Zusammenfassungen. Stefanie Panke berichtet von Woche 4 (”Theoretical Background for Personal Learning Environments”), Woche 5 (”Evaluating personal learning environments”) und Woche 6 (”Personal Learning Literacies”) und davon, wie schwierig es ist, in einem MOOC den roten Faden nicht zu verlieren:
“Lately, I’ve had a hard time keeping up with and documenting my attendance at PLENK2010, mainly because I missed several Web meetings and found it difficult to follow the discussion. Looking at the discussion forums, I sense that this is a common experience. Recurring reasons for passive participation or dropping out altogether are the lack of structure and the feeling that “it’s all been said.” Stefanie Panke, Educational Technology & Change (ETC), 22. Oktober 2010
Die Diskussion um die Zukunft von Lernplattformen wird weitergehen. Aus Sicht der Unternehmen und Organisationen (Anwender) geht es vor allem um die Schnittstellen zu anderen HR-Systemen, das LMS als Business Case (Lizenzen, Outsourcing, Open Source) sowie, mittelfristig, um die Integration informeller Austauschprozesse (Enterprise 2.0). Aus Sicht der Hochschulen kommen noch die Stichworte “PLE” und “ePortfolios” hinzu. Dann geht es beim Thema Lerninfrastrukturen immer auch um unterschiedliche Geschwindigkeiten: Im einen Fall dienen Lernplattformen auch heute noch als Vehikel, um Lehrer, Trainer und Lernende mit e-Learning-Szenarien vertraut zu machen; im anderen Fall wiederum stehen sie einer umfassenden Nutzung von Social Media eher im Weg. Und dann kommen die unterschiedlichen, individuellen Erfahrungen der Wissensarbeiter in der Edu-Community hinzu.
Wer sich hier einen Überblick verschaffen will, hat jetzt die Gelegenheit: Mehr als zwei Dutzend Beiträge sind zum 15. WissensWert Blog Carnival eingetroffen, zu dem André Stöhr als Gastgeber geladen hatte. Beiträge zum 15. Blog Carnival, in: WissensWert, September 2010
Ich kann auch dieses Mal nur unregelmäßig bei PLENK2010 vorbeischauen. Um so mehr freue ich mich über Artikel wie diesen von Stefanie Panke, die gleich die ersten beiden Wochen dieses Open Courses zusammenfasst (… und ihr PLENK2010-Abenteuer gleich in einem Comic-Strip festgehalten hat!). In der ersten Woche ging es darum, über die eigene persönliche Lernumgebung (PLE) nachzudenken, was viele Teilnehmer offensichtlich bildlich gelöst haben; in der zweiten (laufenden) Woche geht es um das Verhältnis von institutioneller Infrastruktur und PLE. Gestern gab es zu diesem Thema eine Session mit Martin Weller (Open University), an der ich eigentlich teilnehmen wollte … Stefanie Panke, Educational Technology & Change (ETC), 22. September 2010
Das Thema PLE bzw. PLE vs. LMS hat in diesen Wochen Konjunktur. Unser September-Blog Carnival hat zur Frage “Verlieren LMS im Web 2.0 an Bedeutung?” schon gut ein Dutzend Links und Beiträge zusammengeführt. Und auch in PLENK2010, dem Open Course von George Siemens, Dave Cormier u.a., geht es diese Woche um nichts anderes: “PLEs and LMSs. Key questions arise as to the role that PLEs play in relation to structured enterprise-controlled systems (VLEs and LMS). Can PLEs be seen as institutional level software? Do PLEs require dramatic reform of the education system? Must PLEs and LMS be seen as antagonistic to each other? Why can’t they just get along?”
Zur Einstimmung haben die Initiatoren eine Reihe von Artikeln zusammengetragen, Ältere, Aktuelle und einen Beitrag, den Dave Cormier frisch für PLENK2010 geschrieben hat: “PLE vs. LMS - disaggregate power, not people”. Wobei man mit diesem Beitrag nicht in die Diskussion einsteigen sollte. PLENK2010, 19. September 2010
In diesen Tagen starten ja einige Open Courses (zuletzt habe ich auf Jane Harts Tutorial “How to use social media in your job” hingewiesen). Heute fällt der Startschuss zu PLENK 2010, “Personal Learning Environments, Networks and Knowledge”, und es gibt gute Gründe, vielleicht gerade diesen Kurs auszuwählen, wenn man sich auf das Experiment “Open Course” einmal einlassen will:
a) zwei der Initiatoren von PLENK2010, Stephen Downes und George Siemens, haben vor zwei Jahren mit ihrem Connectivism-Kurs (CCK08) die Welle losgetreten und können bereits auf einige Erfahrungen mit den Unwägbarkeiten von Open Courses zurückgreifen; b) PLENK2010 wird ausdrücklich als “connectivist course” bezeichnet, was eine enge Verbindung von Theorie und Didaktik sowie regelmäßige Reflektionen über das Format selbst mit sich bringt; was c) sicher auch dadurch unterstützt wird, dass das Format bzw. Personal Learning Environments zugleich auch Thema des Kurses ist.
Ich habe jedenfalls am Freitag gleich die Probe aufs Exempel gemacht und an der ersten Elluminate-Session, eine Art “Welcome”, teilgenommen. 75 Teilnehmer aus allen Ecken der Welt hatten sich eingeklinkt. Personal Learning Environments, Networks, and Knowledge 2010 (PLENK)
“Welche Erfahrungen haben Sie/ habt ihr als Lernender, Lehrender oder als Entwickler von LMS gemacht? Welche Stellung wird das LMS im Zeitalter des Web 2.0 einnehmen?” Das fragt André Stöhr, der diesen Monat Gastgeber des mittlerweile schon 15. WissensWert Blog Carnivals ist. An dieser Stelle will ich nur auf drei Stichworte hinweisen, die die Bedeutung des Themas unterstreichen sollen: da bauen LMS-Anbieter ihre Systeme immer weiter in Richtung umfassender Talent Management-Suites aus, ohne dass ein Ende dieser Entwicklung absehbar wäre; da antworten 26% im Rahmen des Learning Delphi 2010 auf die Frage, welche E-Learning-Themen in den nächsten Jahren am stärksten an Bedeutung verlieren werden: “Lernplattformen/ LMS”; da wird an Hochschulen intensiv diskutiert, wie in Abgrenzung zu institutionellen Lernplattformen “persönliche Lernumgebungen” (PLE) aussehen können.
“Personal Learning Environments (PLEs) are made up of more than web tools. People and non-digital resources are also important components. My Personal Learning Network is essentially the people I connect with in order to learn what I need when I need it.” Sagt Steve Wheeler und fügt hinzu, dass auch Bücher immer noch Teil seines Alltags und damit seiner PLE sind. Und weil es schon immer interessant war zu wissen, was bei anderen auf dem Regal steht, verlinke ich hier diesen Beitrag. Steve Wheeler, Learning with ‘e’s, 24. August 2010
Am 13. September beginnt PLENK2010, ein weiterer „connectivist course” zum Thema “Personal Learning Environments, Networks, and Knowledge”. Dazu gehört z.B. die Frage, wie (persönliche) Lernumgebungen aussehen können, die über die klassische Lernplattform und traditionelle Kursformate hinausgehen. Der Kurs wird Teilnehmern wieder eine Möglichkeit bieten, sich nicht nur mit einem Thema (PLENK), sondern zugleich auch mit lerntheoretischen Grundlagen (connectivism) und didaktischem Design (open course) zu beschäftigen. Die Gastgeber (facilitators) des Kurses werden George Siemens, Stephen Downes, Dave Cormier und Rita Kop sein, organisiert und sponsored wird er vom Technology Enhanced Knowledge Research Institute (TEKRI) an der Athabasca University (Kanada) mit der technischen Infrastruktur und dem Support, der aus ähnlichen „open course”-Formaten bekannt ist. Stephen Downes, stephen’s web, 12. August 2010
Am Mittwoch habe ich diese Slides auf dem 2. Treffen der Community of international Training Practice (COiTP) in Fulda vorgestellt. Ein ausgewählter Kreis von Trainings- und Bildungsexperten großer Unternehmen bildet diese Community. Das Schwerpunkt-Thema des Treffens hieß “Neue Lernmethoden, neue Wege Wissen zu verteilen”, und es gab einige Diskussionspunkte, die ich an dieser Stelle kurz festhalten möchte:
Es ist oft nicht ganz einfach, zwischen Trainingsmanagern eines Industriebereichs und den Bildungsexperten eines Dienstleistungsunternehmens zu vermitteln. Vor allem an die Unterscheidung zwischen dem geführten Präsenztraining von Teilnehmern und den selbstorganisierten Lernprozessen von Managern, Experten und Wissensarbeitern muss immer wieder erinnert werden.
Das betrifft auch E-Learning. Zu schnell wird das klassische Web-based Training mit der Community-Plattform im Netz gleichgesetzt.
Auch (oder gerade) wenn man in neue informelle, community-gestützte Lernumgebungen investiert, stellt sich die Frage nach dem konkreten, nachweisbaren Nutzen dieser Projekte (bzw.: nach dem ROI oder “business impact”). Hier braucht es sicher noch einige Best Practices!
Die Globalisierung der Märkte und Wertschöpfungsketten stellt Herausforderungen dar, die heute weit in den Mittelstand hineinreichen - z.B. wenn ein Teilnehmer betont, dass die Konsolidierung seines Unternehmens vor allem vom Wachstum des chinesischen Marktes abhängt.
“I’m amazed and delighted at the huge response to my slideshow Web 3.0: The Way Forward? which started out as a brief analysis of current thinking on how the web might be extended beyond social tools into a more smart and responsive personal environment for learning. Before long it was an invited presentation given to a small gathering of enthusiastic teachers at a Vital Meet seminar. As I write this post, just 4 days after posting it up onto Slideshare, the slide set has already received 5,500 views and has been embedded into at least 20 other blogs and websites. Web 3.0 is clearly a topic that catches the imagination of many people in education and beyond.”
So schreibt Steve Wheeler. Seine Präsentation führt eine Reihe von interessanten Stichworten und Aspekten zusammen, versucht sogar eine Verbindung zu “E-Learning 3.0″ (der Begriff fällt wirklich!) und verliert damit sicherlich einige Leser, die keine Lust auf eine Fortschreibung der 2.0-Geschichten haben. Steve Wheeler, Learning with ‘e’s, 17. Juli 2010
Graham Attwell hat einige Gedanken zum Stichwort “Personal Learning Environments” hier noch einmal zu Papier gebracht. Zuerst beklagt auch er das gegenwärtige “‘industrial’ schooling system”, um dann die neuen, durch Social Media ermöglichten Ausdrucksformen einer “participatory culture” zu beschreiben. Das führt konsequent zu PLEs, die, so Attwell, vor allem eine Idee und erst dann eine konkrete technologische Umsetzung sind.
“Based on these ideas of collaborative learning and social networks within communities of practice, the notion of Personal Learning Environments is being put forward as a new approach to the development of e-learning tools (Wilson et al, 2006) that are no longer focused on integrated learning platforms such as VLEs or course management systems. In contrast, these PLEs are made-up of a collection of loosely coupled tools, including Web 2.0 technologies, used for working, learning, reflection and collaboration with others.” Graham Attwell, Pontydysgu, 3. Juni 2010
Die Autoren wählen einen bewährten Einstieg: Wenn es um eine Architektur für das lebenslange Lernen geht, kann nicht die Lernplattform einer einzelnen Bildungsinstitution die Antwort sein. So weit, so gut. Aber wie könnte ein wirklich lernerzentriertes Szenario aussehen, das dieser Vorgabe gerecht wird? Die bisherigen Diskussionspunkte, so die Autoren, sind unbefriedigend. Konzepten wie “Personal Learning Environments” (PLE) und “Lifetime Personal Webspace” (LPWS) fehlt vor allem individueller Kontext im Zusammenspiel verschiedener Online-Services. Vor diesem Hintergrund wird ein “portabler Agent für Kontext-, Kollaborations- und Content-Services” beschrieben, der genau das leisten soll:
“Basierend auf ihren individuellen Kontexten und Lernprofilen oder -zielen erhalten Lernende so Zugriff auf spezifisch abgestimmte Informations- und Wissensressourcen (z. B. Netzwerke, Inhalte, Kompetenzen) und Kollaborationsmöglichkeiten.” Weitere Details, wie z.B. die Integration dieses “Agenten” in eine übergreifende Informationsarchitektur, liefert der Artikel.
Meine Fragen bleiben auch nach der Lektüre bestehen: Denn die PLE ist eine Idee, die sich qua definitionem nicht in eine bestimmte Architektur übersetzen lässt. Nichtsdestotrotz sind Konzepte wie das Vorliegende wichtige und notwendige Konstrukte, um meine persönliche PLE zu entwickeln. Zugleich schlage ich vor, den Begriff der “persönlichen Lernumgebung” zu streichen und sich auf seine Bausteine - die Autoren nennen “persönliches Wissensmanagement” und “Vernetzung” - zu konzentrieren. Denn wenn ich als Subjekt in der Lage bin, lebenslanges Lernen autonom zu gestalten und zu steuern, werden meine persönliche Lern- und meine persönliche Arbeitsumgebung zusammenfallen. Sabine Zauchner u.a., in: Nino Tomaschek, Elke Gornik (Hrsg.) The Lifelong Learning University – Perspektiven für die Universität der Zukunft. 2010 (pdf)
Dieses Manifest ist schon ein paar Tage alt, aber erst kürzlich an irgendeiner Stelle meines Netzwerks aufgetaucht. Auch Matt Crosslin treibt die Frage, wie zukünftige Lernumgebungen aussehen können und auch seine Perspektive ist “to turn the LMS inside out”: “Our goal with the SLE is two fold: to aggregate student Personal Learning Networks (PLN) and make the teacher’s administrative task easier in the process.”
Der Artikel beschreibt sehr detailliert, mit konkreten Beispielen und aus verschiedenen Perspektiven (Lehrer/ Student), wohin die Reise gehen könnte. Im Mittelpunkt dieses SLE-Szenarios stehen Tags und RSS. Matt Crosslin, EduGeek Journal, 18. März 2010
Der Titel des Beitrags wirkt sehr “mächtig”, als ob an Elgg das Wohl und Wehe des Lernens hängt. Elgg, kurz eingeschoben, ist eine in der Learning Community bekannte und verbreitete Social Networking Plattform (Open Source). Dass sie es derzeit in die Schlagzeilen schafft, hängt damit zusammen, dass eine andere Social Networking Plattform, nämlich Ning, kürzlich ihr Geschäftsmodell geändert hat. Die Community ist verunsichert: Wo wird das informelle Lernen, wo werden PLEs künftig eine Heimat haben? George Siemens, und jetzt bin ich wieder beim Titel, votiert für Elgg. In den zahlreichen Kommentaren werden die Alternativen diskutiert - von Wordpress/ Buddypress, über das jetzt kommerzielle Ning, bis zu Drupal. Nur Moodle fällt nicht … George Siemens, elearnspace, 6. Mai 2010