Posted on 21 January 2010 by jrobes
“Open Content” hat es ja gerade als Top-Trend in den Horizon Report 2010 geschafft, da kommt diese Broschüre der Initiative media/NRW genau zum richtigen Zeitpunkt. Sie bietet eine kurze Einführung ins Thema und streift die Stichworte Creative Commons, GNU, Open Access und Open Educational Resources. Wenn man bedenkt, dass in einer älteren Ausgabe dieser Broschüre (Oktober 2006) die beiden letztgenannten Begriffe noch gar nicht auftauchten, merkt man, welche Bewegung in diesem Thema steckt. Überhaupt lohnt sich ein Blick auf die Seiten von media/ NRW, wo in der Reihe “Im Blickpunkt” weitere Arbeitshilfen, aktuell z.B. zu den Themen “Informationsqualität im Internet” und “Nachhaltigkeit und Medien”, zur Verfügung stehen.
ecmc - Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH im Auftrag der Staatskanzlei NRW, November 2009
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Posted on 23 October 2009 by jrobes
Anfang des Jahres geriet Open Access in die Schlagzeilen, als der Heidelberger Germanist Roland Reuß den Unterstützern unterstellte, “dirigistisch in das komplexe Feld der Publikationsfreiheit und des Urheberrechts einzugreifen” (“Eine heimliche technokratische Machtergreifung”, FAZ v. 11. Februar 2009). Es brauchte einige Zeit, bis die Scherben aus dem Weg geräumt waren (hier ein Überblick zur Debatte). Vielleicht hätte damals die vorliegende Broschüre geholfen. Sie stammt von der Arbeitsgruppe Open Access in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und gibt einen kurzen Überblick über das Konzept von Open Access. Man erfährt, was Goldener und Grüner Weg sowie die Berliner Erklärung sind. Und welche europäischen Institutionen und deutschen Wissenschaftsorganisationen heute hinter der Idee stehen, den “Zugang zu den Ergebnissen öffentlich geförderter Forschung” zu verbessern - entweder durch Verpflichtungen ihrer Mitglieder oder durch Empfehlungen. Passend zur Open Access Week.
Arbeitsgruppe Open Access in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, Oktober 2009 (pdf)
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Posted on 15 July 2009 by jrobes
Das Internet scheint in diesem Jahr in der politischen Diskussion angekommen zu sein. Ein Indiz dafür ist die Debatte um Open Access und das Google Book Settlement, die ja bekanntlich in nur wenigen Tagen zum Heidelberger Appell führte. Auf dieser Seite der Informationsplattform open access sind viele Informationen und Meinungen zusammengetragen und verlinkt.
“Ausgelöst durch den Artikel Eine heimliche technokratische Machtergreifung des Heidelberger Germanisten Roland Reuß in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11. Februar 2009 kam es in den deutschen Medien zu einer anhaltenden Debatte um Open Access, die Publikationsfreiheit wissenschaftlicher Autor/innen und die Zukunft mittelständischer Wissenschaftsverlage.”
open-access.net, 2009
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Posted on 21 November 2008 by jrobes
Open Educational Resources oder kurz: OER hat in den letzten zwei Jahren eine Dynamik entfaltet, die es schwer macht, noch den Überblick zu behalten. Dazu gehört auch, dass es immer häufiger Stimmen gibt, die das Projekt weitertreiben wollen, die darauf hinweisen, dass Open Resources z.B. nicht automatisch ein anderes Lehren & Lernen bedeutet und daher nur ein erster Schritt sein kann. In diesem Zusammenhang hat auch Brian Lamb kürzlich ein Fragezeichen gesetzt:
“… if we live in an era of information abundance, why is the primary drive around OERs the publication of more content? And what other activities around the open education movement might be an effective use of our energies? What other needs have to be met?”
Er hat damit eine Reihe von interessanten Kommentaren provoziert, z.B. von Alan Levine: “I’d push back on that question- even if we are in an era of Information Abundance, I’d argue you can never have too much. Or taking it another way, since people have been creating music for thousands of years, do we stop and say, “we have enough music, there is no need to create new or re-interpret.” Und George Siemens hat in diesem Zusammenhang gleich auf eine eigene Präsentation zum Thema hingewiesen (“Openness in Education”).
Brian Lamb, Abject Learning, 12. November 2008
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Posted on 08 October 2008 by jrobes
Heute und morgen bin ich auf der KnowTech in Frankfurt, so dass nur die Zeit für einen Blick in die neueste Ausgabe der eLearning Papers blieb. Es geht um Open Educational Resources (OER), um ihre Entwicklung und ihr Einsatz in Bildungseinrichtungen, um Werkzeuge, mit denen Inhalte erstellt und gemeinsam genutzt werden können sowie um einen Vergleich mit der kollaborativen Entwicklung von Open Source-Software.
Neugierig hat mich der Erfahrungsbericht einer französischen Business School gemacht, der “Grenoble Ecole de Management” (”Open Educational Resources for Management Education: Lessons from experience”). Hier hat man sich - nach einer ersten, zweijährigen Forschungsstudie - entschlossen, eigene Ressourcen für die Management-Ausbildung im Netz verfügbar zu machen. OpenCim heißt das Projekt, Moodle ist die entsprechende Plattform und zu den Lernressourcen gehören nicht nur Präsentationen, sondern auch multimedial gestaltetes Lehrmaterial, gerichtet an eine französischsprachige Community. Das Fazit: “The world distribution of the registered users, … , shows that about half come from France, then North Africa and sub-Saharan Africa. These results clearly show the need of Francophone resources particularly in African countries. One of the objectives of OER is to ease the access to knowledge for developing countries who lack teaching resources. We think that we have met this objective.” Doch, das sehen auch die Autoren, kann der offene Zugang zu Lernressourcen nur ein erster Schritt sein: “One of our objectives for the future is to develop and organize learning communities among users. These communities have sometimes started to emerge spontaneously and we want to promote this development.” Weitere Schritte in Richtung Open Learning, wie sie z.B. Graham Attwell kürzlich beschrieben hat, sind allerdings nicht geplant. Aber da liegt Europa vielleicht einfach noch einen Schritt zurück.
eLearning Papers, Nr.10, September 2008
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Posted on 17 September 2008 by jrobes
Das Buch scheint ein “Must-Read” zu sein, aber da ich noch keine Ahnung habe, wann und wie ich mich den über 450 Seiten nähern soll, bringe ich hier schon mal den Hinweis. John Seely Brown hat das Vorwort geschrieben, David Kahle, David Wiley und Diana Oblinger (u.a.) steuern Artikel bei, und ich zitiere einfach mal die Zeilen, die Stephen Downes beim Überfliegen irgendwo im Buch gefunden und in einem Post festgehalten hat:
“Given the abundance of open education initiatives that aim to make educational assets freely available online, the time seems ripe to explore the potential of open education to transform the economics and ecology of education.” Das bei diesem Thema das gesamte Werk online zur Verfügung steht, bedarf eigentlich keiner Erwähnung, oder?
Toru Iiyoshi und M. S. Vijay Kumar (Hrsg.), MIT Press, September 2008
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Posted on 17 December 2007 by jrobes
Mit neuen Technologien verändert sich auch die Bildungsforschung: Neue Gegenstände und Themen rücken auf ihre Agenda, z.B. das Online-Lernen; neue Werkzeuge stehen Wissenschaftlern zur Verfügung, z.B. die Online-Recherche; neue Theorien über das Lernen in der Wissensgesellschaft werden diskutiert, wie z.B. Connectivism von George Siemens; und ein neues Selbstverständnis wird verhandelt, z.B. im Umfeld von Open Access. Damit ist auch in etwa das Spektrum der Artikel dieser neuen Ausgabe der “bildungsforschung” beschrieben.
Ich habe mir - ganz nutzenorientiert - den Artikel von Sandra Schaffert (”Professionelle Literaturrecherche und -verwaltung im Web”) durchgelesen, in dem sie einen Überblick über das Online-Recherchieren gibt, konkrete Fachdatenbanken nennt, um dann den Bogen zur Bibliografieverwaltung im Netz und Open Access zu schlagen. Ihr hoffnungsvolles Fazit: “Es stellt sich die Frage, ob und wie lange sich Wissenschaftler es sich noch leisten können, nur außerhalb des Internets zu veröffentlichen.”
Peter Baumgartner und Sandra Schaffert (Hrsg.), bildungsforschung, Jahrgang 4, Ausgabe 2 (17 Dezember 2007)
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