Tag Archive | "OER"

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OpenEd #25: Kommt nach den OER jetzt die OEP-Welle?

Posted on 03 February 2016 by jrobes

Eine kurze, komprimierte Diskussion (30 Min.). Die Frage: Wie geht es mit oder nach Open Educational Resources (OER) weiter? Ulf Ehlers (DHBW) erklärt, warum OER und OEP (Open Educational Practices) nicht zwangsläufig zusammenfallen. Denn man kann natürlich OER auch im Rahmen traditioneller didaktischer Strukturen und Konzepte nutzen. Aber gerade dieser qualitative Schritt, in Richtung OEP, in Richtung einer offenen, partizipativen Didaktik, da sind sich alle Diskutanten der Runde einig, ist wichtig und notwendig. Auf der einen Seite “drückt” die Digitalisierung. Und auf der anderen Seite ist das Beharrungsvermögen der Organisationen und Institutionen. Schwierig.
ununi.TV, YouTube, 3. Februar 2016

Nachtrag (03.02.2016): Da im Gespräch einleitend das Projekt “Mapping OER” erwähnt wird, hier der Link auf eine aktuelle Zusammenfassung der Abschlussveranstaltung: “Mapping OER: Das Ende eines großartigen Projekts - der Auftakt für OER in Deutschland?” (Monika Fischer, Bertelsmann Stiftung)

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Open Educational Resources. A Catalyst for Innovation

Posted on 04 December 2015 by jrobes

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Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine OER-Tagung stattfindet oder eine OER-Publikation erscheint. Kostprobe gefällig? Der heutige Newsletter des Deutschen Bildungsservers weist auf zwei OER-Studien und eine kommende OER-Veranstaltung in Berlin hin; vorgestern fand in Stuttgart die OPEN! 2015 statt; und auch auf der gerade laufenden Online Educa gibt es eine Fülle an Veranstaltungen mit OER-Bezug. Die Bedeutung all dieser Aktivitäten einzuordnen, fällt inzwischen vermutlich selbst OER-Experten schwer.

Trotzdem ragt die vorliegende OECD-Publikation aus diesem Meer an Ereignissen heraus. Schon, weil sie die Verbindung zu ihrem Vorläufer, “Giving Knowledge for Free”, zieht, der 2007 erschienen ist und eine erste größere Bestandsaufnahme des Themas bot. Die Studie ist in 11 Kapitel aufgeteilt. Ihr Ziel: “It seeks to provide a state of the art review of evidence on OER practice and impacts, and evaluate the remaining challenges for OER entering the mainstream of educational practice.” (S. 3)

Die Perspektive: OER wird als “soziale Innovation” verstanden, “which can only be successful if it leads to new social practices” (S. 90).
Dominic Orr, Michele Rimini and Dirk Van Damme, OECD, 1. Dezember 2015 (pdf)

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Open Educational Practice als Schlüssel zu einer veränderten Lehr- und Lernkultur mit Open Educational Resources

Posted on 27 November 2015 by jrobes

Die Campus Innovation 2015 (#CIHH15) in Hamburg ist gerade zu Ende gegangen und schon treffen auch die ersten längeren Botschaften im Netz ein. Zum Beispiel dieser Vortrag von Kerstin Mayrberger (Universität Hamburg), dessen unmittelbare Nähe zum Projekt der Hamburg Open Online University unübersehbar ist. Kerstin Mayrberger spannt hier den Bogen von Open Educational Resources (OER) zu Open Educational Practices (OEP), die sie an einer partizipativen Lehr- und Lernkultur festmacht. Was eine solche Lernkultur auszeichnet, halten die Slides in Stichworten fest, inklusive der Ambivalenz einer “verordneten Partizipation”. Das macht schon mal auf den Vortrag neugierig, der sicher in Kürze auf den Konferenzseiten zur Verfügung gestellt wird.
Kerstin Mayrberger, SlideShare, 27. November 2015

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Studie zu Open Educational Resources in Deutschland: Entwicklungsstand und Perspektiven

Posted on 24 November 2015 by jrobes

Nach einem Jahr haben die Autoren den Status Quo in Sachen Open Educational Resources (OER) auf 27 Seiten neu vermessen. Der Fokus lag auf Deutschland und auf einem Vergleich verschiedener Aktivitäten in den einzelnen Bundesländern. Anschließend werden noch kurz drei Entwicklungsszenarien aufgezeigt: 1) “Sternschnuppe OER”, 2) “OER als Nischenphänomen”, und 3) “Flächendeckend OER”. Nur das zweite Szenario hat das Prädikat “Eintrittswahrscheinlichkeit hoch” erhalten. Insgesamt konstatieren die Autoren eine “wachsende OER-Dynamik”. Gleichzeitig “mangelt es jedoch noch an einer Öffnung der Lernmittelfinanzierung für Anbieter offen lizenzierter Inhalte”.
Leonhard Dobusch, open-educational-resources.de/ Transferstelle für OER, 21. November 2015

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Zur Definition von „Open“ in „Open Educational Resources“ – die 5 R-Freiheiten nach David Wiley auf Deutsch als die 5 V-Freiheiten

Posted on 20 November 2015 by jrobes

Noch nie hat es hierzulande so viele OER-Initiativen, -Projekte und -Publikationen gegeben wie in diesem Jahr. Im Rahmen dieser Aktivitäten taucht natürlich immer wieder die Frage auf, was eigentlich “open” genau ausmacht. Dabei wird dann auf David Wiley’s 5Rs verwiesen. Dort heißt es, Inhalte sind “open”, wenn Nutzer sie im Sinne der 5Rs (retain, reuse, revise, remix, redistribute) verwenden können. Daraus wurden jetzt in der Übersetzung bei Jöran Muuß-Merholz 5Vs: Verwahren/Vervielfältigen, Verwenden, Verarbeiten, Vermischen, Verbreiten.
Jöran Muuß-Merholz, open-educational-resources.de/ Transferstelle für OER, 20. November 2015

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Wiki und die schnelle Lehre

Posted on 30 October 2015 by jrobes

Deutschland droht, die OER-Entwicklung, also den Einsatz freier Lern- und Lehrmaterialien, zu verschlafen. Das ist die Kernaussage dieses Artikels, der die OER-Geschichte und einige aktuelle Projekte zusammenfasst. Auch über die Gründe der Zurückhaltung hierzulande darf spekuliert werden. Mein Tipp: Wenn man die Plagiatssoftware routinemäßig nicht nur über Abschlussarbeiten, sondern auch über die Skripte der Lehrenden laufen ließe, hätte man die Erklärung.
Annick Eimer, duz Magazin, 11/15 vom 23. Oktober 2015

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Open Content – Ein Praxisleitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen

Posted on 15 October 2015 by jrobes

Herausgeber dieses Leitfadens (88 S.) sind die deutsche UNESCO-Kommission, das Hochschulbibliotheks­zentrum Nordrhein-Westfalen und Wikimedia Deutschland. Till Kreutzer ist der renommierteste Experte hierzulande, wenn es um die Frage geht, wie der Umgang mit Open Content, also offenen Inhalten, auf eine rechtssichere Grundlage gestellt werden kann. Für alle Beteiligten. Wenn ich es richtig lese, liegt hier die deutsche Übersetzung einer Fassung vor, die bereits Ende letzten Jahres auf Englisch erschienen ist.

Aus dem Vorwort: “Freie Lizenzen sind daher aus zwei wichtigen Gründen ein Werkzeug von unschätzbarem Wert: Sie fügen sich in die digitale Welt ein, in der jeder ohne weiteres auch Schöpfer sein kann. Gleichzeitig vereinfachen sie den Zugang zu Informationen und Wissen erheblich. In unserer globalisierten Welt ist das so wichtig wie nie zuvor. Der Zugang zu Informationen und Wissen ist einer der Eckpfeiler unserer modernen Wissensgesellschaften.”
Till Kreutzer, Deutsche UNESCO-Kommission, Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), Wikimedia Deutschland, Oktober 2015

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“Wir wollen die Hochschule öffnen für alle”

Posted on 28 July 2015 by jrobes

Ein letztes Mal “Hamburg Open Online University” vor der Sommerpause. In einem weiteren Interview versucht Sönke Knutzen (Vizepräsident für Lehre an der TU Hamburg-Harburg) herüberzubringen, was den Charme des Projekts ausmacht. Natürlich die Öffnung der Hochschulen. Aber dann auch das, was er “projektbasiertes Lernen” nennt:

“Was man in Amerika in den letzten Jahren viel gesehen hat, sind ja diese Massive Open Online Courses, das sind mehr oder weniger Vorlesungen, die ins Internet gestellt worden, wozu man Übungen machen kann. Was wir machen wollen, ist eher projektbasiertes Lernen ins Internet zu bringen. Das heißt, man wird nicht alleine gelassen, sondern man arbeitet an Projekten und man arbeitet in Gruppen und im Idealfall auch durch Mentoren oder Tutoren betreut.”
Markus Dichmann, Interview mit Sönke Knutzen, Deutschlandfunk, 27. Juli 2015

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MOOCs and Open Education Around the World

Posted on 26 May 2015 by jrobes

bonk_201505.jpgZwei Vorworte und 29 Artikel umfasst dieser Sammelband, der gerade erschienen ist. Im Vorwort erinnern die Autoren an vergangene “open”-Initiativen, unterstreichen aber zugleich ihren ungebrochenen Optimismus, was Möglichkeiten, Reichweite und Bedeutung von Open Education betrifft. Sie versprechen eine kritische und reflektierte Sicht auf das Thema, denn: “… MOOCs mean different things to different people”. Und: “MOOCs are just the latest instantiation of the trend toward Web-based teaching and learning.” Auch der Blick aus verschiedenen Kontinenten und Regionen auf das MOOC-Phänomen spiegelt sich im Inhaltsverzeichnis wider. By the way, Elliott Masie hat einen Beitrag unter dem Titel “Open Learning in the Corporate Setting” verfasst. Vielleicht taucht er ja noch im Netz auf …
Curtis J. Bonk u.a.: Preface: Actions leading to “MOOCs and Open Education Around the World.”, in: Curtis J. Bonk, Mimi M. Lee, Thomas C. Reeves, Thomas H. Reynolds (Eds.): MOOCs & Open Ed Around the World. Routledge 2015 (via academia.edu)

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Hamburg Open Online University (HOOU)

Posted on 22 May 2015 by jrobes

Am 20. Mai fand die Auftaktveranstaltung der Hamburg Open Online University (HOOU) statt. Nachdem der Beschluss ja schon länger im Raum steht und auch schon erste Dokumente und Ideenpapiere kursieren, wurde es jetzt noch einmal “offiziell”. Kerstin Mayrberger als wissenschaftliche Leiterin der HOOU stellte das Projekt vor und, was sie sagte und zeigte, steht bereits online. Dabei wird noch einmal deutlich, dass viele Diskussionen, die heute an verschiedenen Stellen intensiv geführt werden, in diesem Projekt zusammenlaufen: von der “Öffnung der Lehre”, über Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP), bis zur Lernendenorientierung. MOOCs, auch wenn das Stichwort nicht fällt, haben hier sicher Fantasien und Ressourcen freigesetzt. Und auf die Umsetzung der Plattform-Idee darf man sicher gespannt sein.

“Die Hamburg Open Online University (HOOU) steht für die Idee eines hochschulübergreifenden Online-Lernangebots mit akademischem Anspruch für Menschen mit Interesse an akademischer Bildung. Es sollen Lernszenarien ermöglicht werden, in denen neben den eigentlichen Inhalten die Lernenden selbst im Mittelpunkt stehen. Es ist geplant, konsequent freie Lernressourcen (Open Educational Resources, OER) bereit zu stellen und diese in sinnvolle didaktische Konzepte für das gemeinsame Online-Lernen und Blended Learning einzubetten. Für die HOOU wird eigens eine Online-Plattform entwickelt, die entsprechend der inhaltlichen und didaktischen Anforderungen weiter ausgebaut wird.”
Universität Hamburg, Mai 2015

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Is the ‘closed’ mindset of the Open Educational Resources community its own worst enemy?

Posted on 07 May 2015 by jrobes

Auch wenn seine Argumente zuweilen die Richtung wechseln, trifft Donald Clark hier einen wunden Punkt. Denn da gibt es eine Reihe erfolgreicher Plattformen und Angebote im Netz wie z.B. Wikipedia, Khan Academy, YouTube, MOOCs und Duolingo, und gerade diesen Angeboten bläst häufig der Wind ins Gesicht: weil sie profitorientiert aufgestellt sind, weil sie bestimmte Qualitätsvorgaben nicht erfüllen oder weil sie zwar offen zugänglich, aber ihre Angebote nicht “reusable” sind.

Er fasst zusammen: “Empirically, we’ve seen in Wikipedia, YouTube, Khan, Duolingo and MOOCs, truly wonderful examples of how pragmatic and sustainable openness can be achieved. Yet these are the open resources that get the most mud slung at them. Rather than sniping, educationalists should embrace the decentralisation, democritisation and disintermediation of learning through such resources. The examples I’ve quoted, that work, have grown because they started and exist outside of educational institutions. This is a shame, as we could have reshaped higher education to become much more open and accessible without this scepticism. It would seem that the future of OER needs to be in sustainable models beyond these institutions.”
Donald Clark, Donald Clark Plan B, 6. Mai 2015

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Whitepaper Open Educational Resources (OER) in der Weiterbildung / Erwachsenenbildung

Posted on 05 May 2015 by jrobes

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Das Thema Open Educational Resources (OER) nimmt auch hierzulande langsam an Fahrt auf. Jetzt sind gleich zwei Whitepaper erschienen, die den Status Quo aktuell und umfassend abdecken. Das eine mit dem Fokus “Weiterbildung/ Erwachsenenbildung”, das andere mit dem Fokus “Hochschulen” (”Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland - Bestandsaufnahme und Potenziale 2015″). Hinter beiden Dokumenten steht ein Team von erfahrenen Autoren und Autorinnen und die Unterstützung von Organisationen wie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Bertelsmann Stiftung.

Man darf allerdings auch festhalten, dass es OER in der Weiterbildung schwer hat. Es gibt die öffentlich finanzierte Weiterbildung, zu der u.a. die Volkshochschulen und die Träger der politischen Bildung gehören, und hier gibt es bereits eine Reihe von vielversprechenden Initiativen und Projekten. Nicht zuletzt die Volkshochschulen, das zieht sich auch durch das vorliegende Whitepaper, sind so etwas wie der Hoffnungsträger für OER und werden immer wieder als “zentrale Akteure” hervorgehoben.

In der beruflichen, privat-finanzierten Weiterbildung fehlen dagegen Anlässe und Motive, sich näher mit OER zu beschäftigen. Ihre Träger stehen häufig im unmittelbaren Wettbewerb oder agieren in einem rechtlich geschlossenen Kontext. Die Konsequenz: “Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Anfang 2015) spielen Open Educational Resourses in der unternehmerischen Weiterbildung keine relevante Rolle.” (S. 33) Einfallstore für OER könnten an den Schnittstellen von Unternehmen zu anderen gesellschaftlichen Akteuren wie z.B. den Hochschulen entstehen. Oder im Rahmen von Netzwerken, zu denen sich Verbände, Bildungsexperten und Trainer zusammenschließen.

Wie auch immer: Das Whitepaper führt systematisch in die Diskussion ein und bietet eine aktuelle Übersicht über die Beteiligten in der Weiterbildung und ihre Stellung in der OER-Debatte und -Entwicklung. Disclaimer: Ich war als Reviewer an der Entstehung des Dokuments beteiligt.
Jöran Muuß-Merholz (Hrsg.), unter Mitarbeit von Ingo Blees, Markus Deimann, Doris Hirschmann und Hedwig Seipel, 4. Mai 2015

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Podcast-Reihe OER in der Weiterbildung 3/5 – OER in der unternehmerischen Weiterbildung

Posted on 17 April 2015 by jrobes

Vor einigen Wochen hatte Jöran Muuß-Merholz eingeladen, mit ihm ein Interview über OER in der betrieblichen Weiterbildung aufzunehmen. Hedwig Seipel war auch dabei. Ein Podcast sollte daraus werden, der jetzt vorliegt. OER in der betrieblichen Weiterbildung? Das war mein erster Gedanke, denn irgendwie gehört das ja nicht zusammen. Trainer, die ihre Unterrichtsmaterialien austauschen? Betriebliche Bildungsabteilungen, die ihre digitalen Lernangebote unter einer CC-Lizenz ins Netz stellen? Im zweiten Anlauf und auf beharrliches Nachfassen des Moderators haben wir dann einige  Kreise um das Thema gezogen. 41:36 Min.
Nadine Pollmeier, Blog „Aus- und Weiterbildung“/ Bertelsmann Stiftung, 16. April 2015

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Forgetting Our History: From the Reusability Paradox to the Remix Hypothesis

Posted on 16 April 2015 by jrobes

Das “Reusability Paradox”, von dem David Wiley hier spricht, bezieht sich auf die Idee der Lernobjekte (”learning objects”, der eine oder andere wird sich erinnern). Das Paradox lautet in diesem Fall: Entweder man entwickelt Lernobjekte für eine bestimmte Zielgruppe, also mit viel Kontext: dann werden diese Lernobjekte in anderen Kontexten nur schwer einsetzbar sein. Oder ich halte Lernobjekte so allgemein wie möglich: dann werden sie keine Zielgruppe richtig ansprechen und didaktisch wertlos. Deswegen, aber nicht nur deswegen, sind die meisten Projekte rund um Lernobjekte gescheitert, und das Thema ist aus der Diskussion verschwunden.

Die “Remix Hypothesis” könnte eine Lösung bieten: “The way to escape from the Reusability Paradox is simply by using an open license. … Learning objects that are published using open licenses - also known as open educational resources - eliminate the Reusability Paradox.”

Aber David Wiley ist erfahren genug, um anzumerken, dass OER nur einen ersten Schritt darstellt: “However, making something possible is not the same as actually doing it. OER make it possible for us to contextualize our resources and customize our pedagogies to support more effective learning, but they don’t do the work for us.”

Der ausführliche Beitrag ist übrigens eine kritische Reaktion auf eine aktuelle Ankündigung von McGraw-Hill: “McGraw-Hill Education Takes Important Step in Open Technology, Enabling Educators to Build Personalized Learning Experiences”.
David Wiley, iterating toward openness, 15. April 2015

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Podcasts zu OER in der Weiterbildung 2/5 – OER bieten Volkshochschulen zukünftig viele Handlungsmöglichkeiten

Posted on 31 March 2015 by jrobes

Vielleicht gleich vorneweg: Die Teilnehmer dieser Podcast-Runde, Christoph Köck (Hessischer VHS-Verband), Karlheinz Pape (Berater Corporate Learning) und Jöran Muuß-Merholz (Moderator, Transferstelle für OER), nehmen sich Zeit für ihr Thema und engen es nicht auf OER, also offene Lehr- und Lernmaterialien, ein. Es geht um Ansatzpunkte für einen anderen, offeneren Umgang mit Lernszenarien und Lernressourcen: Stichworte sind u.a. selbstorganisierte Lerner, Lernen in Communities, OER für Lernende und Ansätze für OER-Initiativen. 1:01:11.

“Wissen miteinander zu teilen ist ein Grundgedanke von Volkshochschulen, meint Dr. Christoph Köck. Nun stelle sich die Frage, wie man das ins digitale Zeitalter übertragen kann. „Ohne Netz haben wir uns bisher in geschlossenen Bildungseinrichtungen aufgehalten.” Als Verbandsdirekter des Hessischen Volkshochschulverbandes blickt er positiv in die Zukunft, auch wenn der Fortschritt schleichend komme. Die Revolution ginge oft von den Lernenden aus. „Mein Idealbild ist, dass jemand mit einem Youtube-Video in eine VHS-Veranstaltung kommt und sagt: Können wir das nicht so machen?”
Ole Wintermann, Blog „Aus- und Weiterbildung”/ Bertelsmann Stiftung, 30. März 2015

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“Open(ing) Education und mediale Bildungsinfrastruktur”. Preview zum Vortrag

Posted on 25 March 2015 by jrobes

Am 24. März fand in Frankfurt die Fachtagung “Perspektiven freier digitaler Bildungsmedien (OER) in Politik, Wissenschaft und Praxis” statt. Der Vortrag von Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen) steht bereits online als Screencast zur Verfügung. Hier zeichnet er auf, wie sich durch die Digitalisierung die Rahmenbedingungen eines “Offenen Informationellen Ökosystems für die Bildung” verändern. Stichworte sind u.a Open Educational Resources (OER) und “edutags”, das von der Hochschule Duisburg-Essen und dem Deutschen Bildungsserver gemeinsam entwickelte Social Bookmarking-System. Über seine Überlegungen zu “closed educational resources” kann man in diesem Zusammenhang sicher diskutieren. 20:36 Min.
Michael Kerres, Universität Duisburg-Essen/ Learning Lab, 20. März 2015

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Arbeitsgruppe von Bildungsministerium und Kultusministerien zu OER betont „positive Wirkungsmöglichkeiten“

Posted on 20 March 2015 by jrobes

Dieser Bericht (pdf) zu Open Educational Resources (OER) hat einen längeren Anlauf genommen. Deshalb verlinke ich auch gleich auf diesen Beitrag von Leonhard Dobusch auf netzpolitik.org, der ihn mit etwas Kontext versieht. Denn das Dokument selbst ist kurz und komprimiert: eine Begriffsbestimmung, einige Absätze über Potenziale und Herausforderungen (pädagogische, organisatorisch-funktionale, technische, juristische, wirtschaftliche) sowie abschließende Empfehlungen. Einen prominenten Platz (”vorrangige Maßnahme”) nimmt dabei ein:

“… [der] Aufbau einer neuen bzw. die Unterstützung bereits bestehender Plattformen im Internet, auf der Verweise zu verschiedenen OER-Quellen und, falls sinnvoll, auch OER- Materialien gebündelt bereitgestellt, gefunden und heruntergeladen werden können.”
Leonhard Dobusch, netzpolitik.org, 17. März 2015

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Open Education Week 2015

Posted on 13 March 2015 by jrobes

Die Open Education Week (”The world wants to learn”) ist still und leise an mir vorbeigegangen. So bleibt mir heute nichts anderes übrig, als im Nachhinein auf die Eventseite zu verlinken. Dort hat sich einiges angesammelt: Videos, aufgezeichnete Webinars und diese OER World Map.

“Open Education Week’s goal is to raise awareness about free and open educational opportunities that exist for everyone, everywhere, right now.  We want to highlight how open education can help people meet their goals in education, whether that’s to develop skills and knowledge for work, supporting formal studies, learning something new for personal interest, or looking for additional teaching resources.”
Open Education Consortium, 9. - 13. März 2015

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Keynote der MoodleMaharaMoot 2015 in Lübeck – mooin eine neue Weiterbildungsplattform

Posted on 09 March 2015 by jrobes

Vor einem Monat fand der Launch der neuen MOOC-Plattform der FH Lübeck/ oncampus statt. Gleich wurde der Start einer Reihe von neuen Online-Kursen für 2015 angekündigt. Und fast parallel gab es noch eine Auszeichnung im Strategiewettbewerb “Hochschulbildung und Digitalisierung” (Stifterverband und Heinz Nixdorf Stiftung). Es ist also einiges los im Norden. Deshalb habe ich auch neugierig in diese Präsentation von Andreas Wittke geschaut, in der er die neue Plattform “mooin” einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt. Ihre wichtigsten Merkmale, so Andreas Wittke: Fat Media, Mobile First und OER.
Andreas Wittke, Online By Nature, 8. März 2015

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10 key takeaways about differences between classroom, blended, online and open learning

Posted on 23 February 2015 by jrobes

“Bonusmaterial” nennt Tony Bates diese Zusammenfassung des letzten Kapitels seines Buchs “Teaching in a Digital Age”. Zwei Punkte dieser kurzen Aufzählung seien an dieser Stelle hervorgehoben (aber auch die anderen, wie überhaupt das gesamte “open textbook”, sind zu empfehlen!):

“1. There is a continuum of technology-based learning, from ‘pure’ face-to-face teaching to fully online programs. Every teacher or instructor needs to decide where on the continuum a particular course or program should be.

9. MOOCs are essentially a dead end with regard to providing learners who do not have adequate access to education with high quality qualifications. The main value of MOOCs is in providing opportunities for non-formal education and supporting communities of practice.”

Tony Bates, e-learning and distant education resources, 21. Februar 2015

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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