Für das Fachmagazin “Wirtschaft & Beruf” habe ich kürzlich einen kurzen Überblick über einige, zum Teil neue Veranstaltungsformate geschrieben. Meinen Einstieg bildet dabei die diesjährige SeLC, die ja Konferenz, Online-Konferenz, BarCamp, World Café und mehr in einem war. Dann gehe ich auf BarCamps bzw. EduCamps ein, streife Clickers und Twitterwalls, bevor ich noch auf Knowledge Cafès und World Cafès hinweise.
“Ob BarCamps oder Cafès, Clickers oder Twitterwalls: Veranstalter können heute aus einer bunten Palette an Tagungsformaten schöpfen. Mit ihnen haben sich auch die Erwartungen vieler Teilnehmer geändert, die heute selbst gerne Einfluss auf den Ablauf, die Agenda und die Diskussionen nehmen wollen. Denn hinzukommt: Die reine Informationsvermittlung leistet das Netz längst besser, wenn man die Vorträge der Referenten (z. B. auf YouTube) und ihre Präsentationen (z. B. auf Slideshare) nach eigenem Interesse und eigenem Tempo bearbeiten kann.” Jochen Robes, Wirtschaft & Beruf, Zeitschrift für berufliche Bildung, 02/2013
Ellen Trude hat gerade ein anstrengendes Programm hinter sich gebracht: zuerst die #selc13 (Swiss eLearning Conference) und dann das #echh13, das Educamp in Hamburg. Die SeLC hat sie, als Moderatorin der virtuell Teilnehmenden, vor allem durch den “Methodenmix aus Vortrag, World Café und Barcamp” beeindruckt; beim Educamp der rote Faden: “neu und anders Denken, Altbekanntes mit dem erweitertem Blickwinkel des gemeinsamen Agierens betrachten, offenen Austausch und (Crowd-) Unterstützung leben”. Weitere Highlights bitte direkt bei Ellen Trude nachlesen. Ellen Trude, Open Thinking, 17. April 2013
EduCamps sind hierzulande fast schon eine Institution, heißt es in diesem Bericht. Was vor fünf Jahren als ein “Treffen für EduNerds und EduPunks” begann, ist heute nach zehn erfolgreichen Runden “angekommen”, und zwar vor einigen Tagen wieder am Ursprungsort, in Ilmenau. Wer sich mit der Idee und dem Format der EduCamps anfreunden will, findet hier ausreichend Material. Vor allem der Videobericht von Lutz Berger ist empfehlenswert. Jöran Muuß-Merholz weist in seinem ausführlichen Geburtstags-Kommentar auch auf “Ausgründungen, Alternativen und Ableger” hin, die sich gebildet haben:
BarCamps und EduCamps sind ein wunderbarer Einstieg in das vernetzte Lernen und all die Themen und Trends, die in der Weiterbildung gerade diskutiert und praktiziert werden; damit sind sie natürlich auch Lernräume oder “Ermöglichungsräume”, wie Karlheinz Pape sie mit Blick auf ihren besonderen, offenen Charakter nennt. Also weniger Wissensvermittlung und mehr Spielfläche für eigene Themen und die Vernetzung mit Gleichgesinnten. Dazu gibt es diesen Herbst wieder verschiedene Gelegenheiten. Das CorporateLearningCamp (CLC12) ist zwar schon zu Ende gegangen, aber das 10. EduCamp in Ilmenau wartet noch auf Interessierte (18. - 21. Oktober).
“Noch einmal zu den Rahmenbedingungen, die solch mächtige selbstorganisierte Lernprozesse ermöglichen: Die Basis dafür sind gute Beziehungen zwischen den Teilnehmenden. Der BarCamp-Rahmen muss also in erster Linie ein gutes Umgangs-Klima unterstützen. „Gleiche Augenhöhe“ und „jede Perspektive ist interessant“ sind Stichworte für diese Grundhaltung. … Wenn Ermöglichung im Vordergrund steht, ist weniger Organisation mehr. Der Blick auf gute Beziehungen ist dann wichtiger als auf gute Inhalte. Vielleicht ist das der Schlüssel zum Verständnis von BarCamps als begeisternde Lernumgebungen.” Karlheinz Pape, Training und Wissensmanagement, 30. September 2012
Wer wie ich das EduCamp in Bielefeld (18. - 20. November 2011) verpasst hat, kann sich hier einen ersten Überblick über das Geschehen verschaffen. Es finden sich Hinweise auf die verschiedenen Sessions, z.B. zum Flipped Classroom, zu OER, Wikis, Web Apps, zur Schülerbeteiligung und zum MOOC-Klassentreffen. Und es gibt vor allem den direkten Link zum EduCamp-Channel auf YouTube, wo jede Session und ihre Protagonisten noch einmal kurz gewürdigt werden. marazico, minus, 23. November 2011
Ich selbst habe es leider nur auf den ersten Tag des CorporateLearningCamp (CLC11) in Darmstadt geschafft, dort spontan zusammen mit Claudia Bremer eine Session über unseren Open Course „Zukunft des Lernens“ moderiert und bin dann leider noch vor der Abendveranstaltung wieder abgereist. Doch Karlheinz Pape, treibende Kraft hinter dem Event, war mit beiden Tagen zufrieden. Dabei beschreibt er hier offen, dass das CLC11 kein Selbstläufer war. „Eine Veranstaltung ohne feststehende Agenda? So etwas kann ich meinen Kunden auch nicht verkaufen“, sagte ihm der Chef einer großen Trainingsorganisation im Vorfeld. Wenn die Zweifler dann doch kommen, umso besser. Denn die direkten Begegnungen mit Unkonferenzen, sozialen Netzwerken und anderen Bildungs-Zielgruppen in informellen Zusammenhängen sind eine unschätzbare Abkürzung auf dem Weg zur offenen, lernenden Organisation. Karlheinz Pape, Training und Wissensmanagement, 11. September 2011
Was treibt Menschen in Communities oder, ganz konkret, auf ein EduCamp? Warum engagieren sie sich dort aktiv? Thomas Bernhardt, EduCamper der ersten Stunde, versucht in diesem Interview, das EduCampund seine Teilnehmer als lebendige Community of Practice einzuordnen. Für mich ein schöner Anlass, um auf das nächste EduCamp vom 18. - 20. November in Bielefeld hinzuweisen. Nicole Bauch, Interview mit Thomas Bernhardt, eVideo 2.0 an der HTW Berlin, 9. September 2011
Wer sich mit dem Format des “EduCamps” vertraut machen möchte, findet hier alle wichtigen Informationen: über die Schlüsselprinzipien eines EduCamps, über die Bedeutung der richtigen Location, über Sponsoren, Twitter und das “Flurgebrabbel” , über die Schwierigkeiten einer Dokumentation sowie den neugegründeten “EduCamp e.V.”. Fast ein “Rundum-Sorglos-Paket” für zukünftige Organisatoren. Kein Wunder, hat doch der Autor, Thomas Bernhardt, die EduCamps hierzulande aus der Taufe gehoben. Thomas Bernhardt, E-Learning 2.0, 25. März 2011
Am 19. und 20. März hat in Bremen das mittlerweile 7. EduCamp stattgefunden, und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dieses Mal “vor Ort” zu sein, musste ich doch wieder kurzfristig einen Rückzug machen: der übliche “Arbeits- und Projektstau”. Nun mangelt es ja bei Veranstaltungen, die vom Kern der Edu-Community getragen werden, nicht an Live-Protokollen und Erfahrungsberichten. Aus der großen Auswahl habe ich besonders dieses Resümee von Karsten D. Wolf geschätzt, dessen Arbeitsgruppe, allen voran Thomas Bernhardt, die Veranstaltung in Bremen organisiert hatte. Zum einen verlinkt der Autor ausführlich auf weitere Quellen und Ressourcen. Zum anderen hat er selbst kürzlich offen über das Format des EduCamps räsonniert (im Band “Offene Bildungsinitiativen”) und sah sich jetzt in der Pflicht, seine Anmerkungen und Fragezeichen mit der Bremer Wirklichkeit zu konfrontieren. Ein zentraler Punkt bildete dabei das Motto der Bremer, “Neue Lernräume gestalten”: “Ein interessantes Experiment war für uns, ob ein offener Veranstaltungsraum mit der hohen Teilnehmerzahl eines Educamps (ca. 160 TN) funktionieren würde. …” Karsten D. Wolf, didactalab, 29. März 2011
Ein Buch über “Offene Bildungsinitiativen”, das offen im Netz zugänglich ist: das “passt” und deshalb zuerst einen Dank an den Waxmann-Verlag! Im Vorwort heißt es: “An deutschen Hochschulen treten offene Bildungsinitiativen unter verschiedenen Namen in Erscheinung - man kennt sie als „studentische Projekte“, „selbstorganisierte Studienarbeiten“ oder „universitäre Bottom-up-Initiativen“.” Wer sich in den einschlägigen Netzwerken bewegt, ist einigen dieser Initiativen wie z.B. den EduCamps, der Maschendraht-Community, w.e.b. Square oder MyPaed, vielleicht schon einmal begegnet. Im Band werden sie und viele andere ausführlich vorgestellt und in separaten Beiträgen, “Metareflexionen” genannt, kritisch gewichtet.
Man kann sich über diese Initiativen freuen und festhalten, dass es zuerst einmal hervorragende Erfahrungs- und Lernräume für Studierende sind (wie es Gabi Reinmann in ihrem Nachwort ausführt). Man kann natürlich auch die Messlatte höher legen und das Etikett “offen” nur da gelten lassen, wo das “Bildungsestablishment” grundlegend in Frage gestellt wird (wie es Karsten Wolf in seiner Metareflexion tut). Hannah Dürnberger, Sandra Hofhues und Thomas Sporer (Hrsg.), Waxmann: Münster, New York, München, Berlin 2011
Thomas Bernhardt, einer der Initiatoren der EduCamp-Reihe, hat sich unmittelbar im Nachgang zur Hamburger Veranstaltung Gedanken gemacht (”Ja, die EduCamp’s wird es weiterhin geben! …”). Etwas später, Anfang März, hat ihn Lutz Berger noch einmal vor das Skype-Mikro bekommen, ein wirklich spannendes Video-Interview geführt und das Ganze liebevoll und unterhaltsam aufbereitet! Im Gespräch geht es natürlich um die zum Teil heftig geführten Diskussionen um, während und nach Hamburg, um die Frage, wie man die Ergebnisse eines solch offenen Formats besser dokumentieren kann, was man auf dem nächsten EduCamp - voraussichtlich im Spätherbst in Aachen - besser machen könnte, und vieles mehr. Wer vor hat, sich in naher Zukunft einmal dem Risiko eines EduCamps auszusetzen, kann sich hier gefahrlos aufwärmen. Ideal fürs Wochenende. Thomas Bernhardt im Gespräch mit Lutz Berger, E-Learning 2.0, 7. Februar/ 6. März 2010
Na, das passt ja hervorragend: Karsten D. Wolf hat sich einige Gedanken gemacht, zu offenen Bildungsinitiativen im Allgemeinen und zum Format der EduCamps im Besonderen. Begrüßenswert, dass er sich in diesem Blogbeitrag ganz auf einige Problembereiche konzentriert, die er beim Format EduCamp beobachtet hat. Und die wären aus seiner Sicht:
- “Non-digital”-Reformer sind bisher nicht in die Veranstaltung/ Community eingebunden.
- Es besteht die Gefahr einer “konsensualen Monokultur in Bezug auf Web 2.0 in der Bildung”.
- EduCamps könnten durchaus noch mehr Positionen gebrauchen (von “EduPunk” bis “EduHipHop”) - JR: aber hier packt KD Wolf wirklich alles rein, was man sich derzeit als Veranstaltungsformat denken könnte …
- Es sollte weiter über “passende Lernräume” sowie “Formatalternativen” nachgedacht werden - JR: absolut, was die räumlichen Beschränkungen betrifft, aber auch sehr anspruchsvoll, wo das eine Format noch gerade die Runde macht …
- Es sollte an besseren Formen der Dokumentation der Erfahrungen und Ergebnisse gearbeitet werden - JR: ein fast “klassischer” Anspruch, den man aus meiner Sicht gut an die Teilnehmer delegieren könnte …
Also: alles nachvollziehbar. Doch aus meiner Sicht zu viele Problembereiche auf einmal. Im Moment beginnen sich EduCamps gerade als “Anlaufstelle der Bildungshungrigen” zu etablieren. Das gleich wieder in einer Vielzahl neuer Formate und Varianten aufzulösen, wäre schade. Hinzu kommt, dass die EduCamps ja auch von ihrem “no/ low budget”-Charme und vom Engagement einiger Enthusiasten leben. Hier einen Masterplan zu entwickeln, der die erwähnten Punkte konsequent anpackt, würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Aber, wie gesagt, die Punkte gehören auf den Radar! Karsten D. Wolf, didactalab, 23. Februar 2010
Und schon gibt es eine Diplomarbeit zum “Unkonferenzformat BarCamp”. Entstanden ist sie natürlich an der TU Ilmenau, wo auch 2008 das erste EduCamp im deutschsprachigen Raum stattfand. Marcel Bernatz hat sich dort die Frage gestellt, warum BarCamps so populär sind, ob sie als Lernorte funktionieren und ob sich dort Netzwerke oder gar Wissensgemeinschaften bilden. Das Rüstzeug für den empirischen Teil der Arbeit holt er sich bei Etienne Wenger (Communities of Practice) und George Siemens (Konnektivismus). Interessant ist auch das Kapitel zum Konferenzformat selbst, indem er die Spielregeln vorstellt, nach denen BarCamps “ticken” (und ich kann bestätigen, dass man sich auf dem letzten EduCamp in Hamburg ziemlich exakt daran gehalten hat!). Die Ergebnisse seiner Untersuchung bestätigen, dass BarCamps gut in diese Zeit passen. Marcel Bernatz fasst zusammen, “dass das Format die wesentlichen Charakteristiken einer Lernökologie erfüllt und sogar vorsichtig als optimale Lernumgebung bezeichnet werden kann” (S. 108). Wenn das kein Grund für einen Besuch ist … Marcel Bernatz, 16. November 2009
Die drei Veranstaltungen, an denen ich letzte Woche teilgenommen habe, hätten kaum unterschiedlicher sein können. Der Reihe nach: Am Montag gab es einen Workshop in Zürich zum Thema “Banking 2.0 - Lernen mit Social Software”, veranstaltet von der Uni Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz. Die Teilnehmer kamen aus Schweizer Banken und Finanzdienstleistern, es gab etwas Input (u.a. Deutsche Bank Research und centrestage) vorneweg und dann haben wir uns in kleineren Runden am Verhältnis der Banken zum Web 2.0 „abgearbeitet”. Durchaus ergebnisoffen, denn das wachsende Interesse am Thema stößt immer wieder an bekannte strukturelle und organisatorische Grenzen. Matthias Rohs spricht in seiner Nachbetrachtung auch von einem „Spannungsverhältnis” zwischen Befürwortern und Gegnern (weitere ausführliche Informationen zur Veranstaltung bei Martina Göhring).
Letzte Woche hat die 4. Auflage des EduCamps stattgefunden, dieses Mal in Graz und mit 60-70 Teilnehmern. Da sich diese Form der Unconference ja neben den klassischen Veranstaltungsformaten hierzulande zu etablieren scheint, ist die Zusammenfassung von Thomas Bernhardt mehr als ein Erfahrungsbericht. Seine Anmerkungen machen sehr schön deutlich, wo die Herausforderungen liegen: die Räumlichkeiten, die einen offenen Diskurs unterstützen sollten; die Sponsoren, die es braucht und die es sinnvoll zu integrieren gilt; die Routinen der Teilnehmer, die oft noch zögern, den letzten Schritt in Richtung “Open Space” zu gehen; sowie Fragen der Dokumentation und Nachhaltigkeit. “Ergebnissicherung” ist hier das Stichwort, das Thomas Bernhardt in die Runde wirft. Für das 5. EduCamp in Hamburg gibt es jedenfalls schon einen Termin: 5./.6. Februar 2010 - und ich bin fest entschlossen, ihn wahrzunehmen! Thomas Bernhardt, E-Learning 2.0, 8. November 2009
… fragt Martin Ebner (e-Learning Blog), Gastgeber der aktuellen Ausgabe des WissensWert Blog Carnivals. Vielleicht genau zur rechten Zeit. Denn am 9./ 10. Oktober findet das erste KnowledgeCamp in Karlsruhe statt. Und am 6./ 7. November bereits das vierte EduCamp im deutschsprachigen Raum (Graz). Von den unzähligen Web 2.0-BarCamps ganz zu schweigen. Bewegt sich da etwas in der Konferenzlandschaft? Wer also bereits Erfahrungen mit dieser Art der “Unkonferenz” gesammelt hat oder in Kürze sammeln wird, ist herzlich eingeladen, mit einem Beitrag die Diskussion voranzutreiben. Redaktionsschluss ist der 31. Oktober.
“Seit nun doch schon geraumer Zeit und vor allem seit der Web 2.0-Bewegung haben sich zunehmend BarCamps etabliert. Eine Form der Zusammenkunft, die auch sehr gerne als Unkonferenz bezeichnet wird. Man kommt zusammen, tauscht sich aus und dies möglichst ungezwungen und frei. Erwartet wird einzig die aktive Teilnahme, z.B. in Form einer Präsentation oder der Organisation eines Workshops. …
- Brauchen wir diese neue Konferenzform überhaupt?
- Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was ist besser oder schlechter?
- Wie unterscheiden sich BarCamps von üblichen wissenschaftlichen (Bildungs-) Konferenzen?
- Wie könnte sich eine klassische wissenschaftliche Konferenz in Richtung eines Camps entwickeln oder soll sie das überhaupt?” Martin Ebner, WissensWert Blog Carnival, 1. Oktober 2009
Seit gestern gibt es ein “Internet-Manifest” mit 17 Behauptungen, “wie Journalismus heute funktioniert”, 15 Erstunterzeichnern, von Mario Sixtus bis Sascha Lobo, und (bis jetzt) 226 unmittelbaren Kommentaren. Seit heute gibt es auch das Pendant der EduCamper, worauf ich umso lieber hinweise, da ich mich gerade unter den 577 Mitgliedern der EduCamp-Community (wieder-)entdeckt habe. Sieben “Forderungen für eine zeitgemäße Lehre” stehen im Zentrum des Manifests, das für mich zeitlich sehr schön in den Kontext von Piratenpartei, Edupunk, Bildung hacken und Bildungsexpedition passt. Die erste Forderung lautet: “Wir setzen uns ein für eine größere Autonomie der Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen.”
Anpassungen und Veränderungen sind noch bis zum 24. September möglich. Oder man fährt am 6./7. November gleich zum 4. EduCamp nach Graz, um den Autoren seine Meinung zu sagen. EduCamp-Team, mixxt, 7. September 2009
“LD” ist eine “Löschdiskussion” auf Wikipedia. Thomas Bernhardt hat diese Abkürzung schätzen gelernt, als er versuchte, die Online-Enzyklopädie um das Stichwort “Educamp” zu erweitern. Vergeblich. Lesenswert ist sein Erfahrungsbericht, weil er einen Blick hinter die Kulissen erlaubt. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, zukünftig (noch) weniger über die Inhalte der Wikipedia, als über die Prozesse und Mechanismen zu berichten, an deren Ende die von uns geschätzten Artikel stehen. Wer weiß schon, dass es hier Mentoren und Mentorenprogramme gibt!? Das Schöne: Zwar ist der Autor durch die “Löschhölle” gegangen, aber er nimmt es nicht persönlich:
“Mein persönliches Fazit?
Mein Chef formulierte es am Mittagstisch in der Mensa heute ungefähr so: “Der Review-Prozess der Wikipedia ist heutzutage höher einzuschätzen, als manches Peer-Review von Fachjournalen.” Dem kann ich nur beipflichten. Meine Hochachtung gilt all den ehrenamtlichen Wikipedianern, die versuchen eine Enzyklopädien mit höchstmöglichem Anspruch zu schreiben. Respekt!” Thomas Bernhardt, E-Learning 2.0, 29. Januar 2009
Jay Cross hat sich Gedanken gemacht. Sie kreisen um die allzu vertrauten Konferenzformate und die Schwierigkeiten, sich von ihnen zu trennen. Dazu hat er einige Anregungen gesammelt. Abwechselung bieten möglicherweise auch Open Space-ähnliche Formate, wie die immer populärer werdenden BarCamps (Jay verlinkt in diesem Zusammenhang auf ein “PresentationCamp”, zu dem er gerade eingeladen wurde). Mir fällt ein, dass die LEARNTEC gerade um “Themenvorschläge für 2010″ gebeten hat und auch hierzulande die 3. EduCamp am 17. - 19. April in Ilmenau vor der Tür steht. Oder man diskutiert mit Stephen Downes und George Siemens, wie ihr Online-Kurse CCK09 aussehen könnte.
“Nonetheless, the patience of those of us who have paid our dues in Orlando, Las Vegas, Anaheim, Chicago, and L.A. over the years is wearing thin. When the old hands gather at the bar in the conference hotel, you’ll find them shaking their heads while saying there’s got to be a better way. The basic structure of one-way presentations, flying to convention cities, blowing an entire week at a time, and vendors going through the motions but getting few sales is counter to the culture and M.O. of the network era. Scheduling twenty simultaneous sessions guarantees you’ll miss something you wanted to see. Wi-fi is always broken. Some of the certificate programs conducted before conferences strike me as low-grade diploma mills. There’s lots of room for improvement.” Jay Cross, Learning Blog, 17. Februar 2009