Tag Archive | "communities"

Tags: , ,

How Big Should Your Network Be?

Posted on 03 March 2014 by jrobes

Nachdem wir uns jahrelang über die Zahl an Freunden und Followern auf Facebook und Co. gewundert oder amüsiert haben, beginnt eine systematischere Auseinandersetzung mit den dahinter liegenden Fragen. Denn die Größe von Netzwerken und Communities ist ein wiederkehrendes Thema. Gibt es hier physische, psychische oder soziale Grenzen? Verschieben sie sich durch das Internet? Gibt es Erfolgsstrategien? Vor diesem Hintergrund steht mal das “massive” in MOOCs zur Debatte. Mal wird gefragt, ob Learning Communities eine bestimmte Zahl an Teilnehmern benötigen, um zu funktionieren. Für den Autor dieses Beitrags geht es mehr um persönliche Strategien im Umgang mit Beziehungen. Aber er zitiert einige Quellen, die den Stoff zum Weiterdenken bieten: Robin Dunbar (”Dunbar’s number”), Barry Wellman, Mark Granovetter (”strong” & “weak ties”).
Michael Simmons, Forbes, 2. Januar 2014

Popularity: 11% [?]

Comments (0)

Tags: , , ,

PLN or CoP?

Posted on 22 November 2013 by jrobes

Wie kann man PLNs (Personal Learning Networks) und CoPs (Communities of Practice) unterscheiden? Ich habe genau diese Frage auch in Hamburg letzte Woche aufgegriffen, und von daher ist es schön zu sehen, dass Steve Wheeler in die gleiche Richtung denkt. Hier ein kurzer Auszug:

“Secondly, according to Lave and Wenger, for a CoP to exist, there needs to be a domain of expertise. The domain needs to be shared, and it needs to be formalised. A CoP is rarely a loose, informal network of friends, but instead exists as a central resource where community members learn more about their common expertise and can share, manage and disseminate their understanding for the greater benefit of the entire community. PLNs can be less focused, made up of disparate kinds of people spread across an entire spectrum of abilities, competencies and domain expertise.”
Steve Wheeler, Learning with ‘e’s, 11. November 2013

Popularity: 17% [?]

Comments (0)

Tags: , , ,

“Ist jemand gerade online?” Flüchtige Überlegungen zu Learning Communities in Theorie und Praxis

Posted on 15 November 2013 by jrobes

Learning Communities sind wieder ein Thema. Unternehmen führen Social Networking-Plattformen ein und bieten damit auch einen attraktiven Startpunkt für das informelle, vernetzte Lernen. MOOCs, um das andere Stichwort zu nennen, führen ihre Teilnehmer für einige Woche zu einer Community zusammen. Handelt es sich um cMOOCs, steht sogar diese Vernetzung der Teilnehmer und Informationen im Vordergrund. In beiden Fällen dreht sich alles um Aktivitäten und Aktivierung und weniger um die systematische Vermittlung von Lernmaterialien (das leisten andere Lernformate besser). Vor diesem Hintergrund habe ich einige Stichworte zum Thema zusammengetragen und in Hamburg auf der Campus Innovation präsentiert.

Eigentlich durfte ich dort gar nichts über MOOCs erzählen. Denn sie waren das Thema des zweiten Tages und wurden dort u.a. von Johannes Moskaliuk, Claudia Bremer, Ulf-Daniel Ehlers und vielen anderen Referenten diskutiert. Auch August-Wilhelm Scheer, ehemaliger Präsident des BITKOM e.V., setzte in seiner Keynote hier einen Schwerpunkt. Es lohnt sich also, in einigen Tagen einen Blick auf die Dokumentation der Konferenz zu werfen. Und nicht zuletzt lag vorne im Foyer der neue, von Rolf Schulmeister herausgegebene Band “MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell?”, den man sich bei Waxmann heute schon als PDF downloaden kann.
Jochen Robes, SlideShare, 15. November 2013

“Ist jemand gerade online?” Flüchtige Überlegungen zu Learning Communities in Theorie und Praxis from Jochen Robes

Popularity: 21% [?]

Comments (1)

Tags: , ,

Bildungsmanagement und Wissensvermittlung jenseits von Kursen und Modulen: der Ansatz der UBS AG

Posted on 12 November 2013 by jrobes

Der Autor, Daniel Stoller-Schai, ist zwar schon “weitergezogen”, hat hier aber noch einmal die Bildungslandschaft der UBS AG beschrieben. Was wurde dort, in der UBS Business University, in den letzten Jahren eingeführt? Daniel Stoller-Schai zählt auf: WebConferencing, Social Computing und Rapid E-Learning. Welche Lernformen werden heute in der UBS unterstützt? Selbstgesteuertes Lernen, Kollaboratives Lernen, Soziales Lernen sowie Testen und Prüfen. Hinter “Social Computing” und “Soziales Lernen” stehen neue Formen von Lerngemeinschaften:

“Dies erfordert ein neues Kompetenzenprofil seitens der Trainer/innen, da sie in die Rolle des „Communitymanagers“ hineinwachsen müssen und es erfordert von den Lernenden ein stärker selbstgesteuertes Lernverhalten sowie die Bereitschaft, sich in Forendiskussionen einzubringen und sich mit anderen bereichsübergreifend zu vernetzen.”
Daniel Stoller-Schai, in: Jahrbuch Deutscher Bildungspreis 2013 (via Scribd)

Popularity: 21% [?]

Comments (0)

Tags: ,

Die Community: Organisationsmodell im Enterprise 2.0

Posted on 04 November 2013 by jrobes

Martina Göhring denkt laut nach und fragt, wie sich Unternehmen in Zukunft organisieren. Konkret: Gibt es neben Hierarchien sowie den bekannten Prozess- und Projektstrukturen einen Platz für Communities? Und wenn ja, wo ist dieser Platz? Ihr Vorschlag schreibt Communities einen hohen Performanz- und Innovationsgrad zu, quasi als Gegenstück zu hierarchischen Strukturen. Allerdings ist es für sie noch offen, für welche Herausforderungen Communities die ideale Antwort sind. Und, vorausgesetzt ein Unternehmen lebt alle Modelle unter einem Dach, wie bestimmte Aufgaben von einem Modell ins andere überführt werden. Aber das ist meine Ergänzung.

“Würden wir unsere vertikale Zusammenarbeit, ob in der Hierarchie, in Prozessen oder in Projektteams mit einer horizontalen Kollaboration in Communities verbinden, könnten wir sowohl in Störungsfällen, als auch bei innovativen Vorhaben auf ein funktionierendes soziales Netzwerk von Menschen, Kollegen, Experten, Freunden, die uns unterstützen könnten, zurückgreifen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir uns dieses Netzwerk schaffen.”
Martina Göhring, centrestage, 23. Oktober 2013

centrestage_201311.jpg

Popularity: 14% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

Learning in networks and in communities of practice

Posted on 18 October 2013 by jrobes

Ein Thema, das mich auch derzeit beschäftigt: Wie unterscheiden sich Netzwerke (Learning Networks) von Communities (Communities of Practice) und welche Konsequenzen haben diese Unterschiede für die Lernprozesse, die stattfinden? Peter Sloep versucht eine Unterscheidung und kommt zu einem, wie ich finde, tragfähigen Schluss. Wobei ich nicht sicher bin, was genau “Learning Networks” im Unterschied zu “Networks” sind …

“Where a community of practice capitalises on the existing social ties between the community members for social learning to occur, a learning networks mobilises weak and latent links for that purpose. … So, the concepts of a community of practice and a learning network are notably different, but interdependent, indeed complimentary.”
Peter Sloep, Stories to TEL, 15. September 2013

Popularity: 13% [?]

Comments (0)

Tags: ,

Berufliche Weiterbildung: klüger werden mit CoTP

Posted on 14 September 2012 by jrobes

Zwei wichtige Stichworte fallen in diesem Interview: Da ist zum einen der Hinweis auf die Community of Training Practice (CoTP) und wie wichtig es gerade in Zeiten des Umbruchs und der knappen Ressourcen ist, sich über Unternehmensgrenzen hinweg zu vernetzen. Und dann dürfen Charlotte Venema und Karlheinz Pape Werbung für das zweite CorporateLearningCamp machen, das am 28./ 29. September in Frankfurt stattfindet. Wie formuliert es Karlheinz Pape dabei so treffend: “Gerade für diejenigen, die Lernen in Unternehmen anregen, gestalten oder umsetzen, ist es interessant, dieses Lernformat einmal selbst zu erleben. BarCamps bilden eine ideale Lernumgebung für selbstgesteuertes informelles Lernen. … Deshalb soll das CorporateLearningCamp zur jährlichen Weiterbildung für alle Corporate Learning Profis werden.”
Interview mit Charlotte Venema und Karlheinz Pape, Demografienetzwerk FrankfurtRheinMain, September 2012

Popularity: 23% [?]

Comments (2)

Tags: ,

Managing beyond the organizational hierarchy with communities and social networks at Electronic Arts

Posted on 09 March 2012 by jrobes

Um die internen Kommunikations-, Kreativ- und Entscheidungsprozesse zu verbessern, setzt Electronic Arts (EA), einer der weltweit größten Entwickler von Computer- und Videospielen mit 8.000 Mitarbeitern in 23 Ländern, auf Communities und soziale Netzwerke. Diese Communities entstehen nicht zufällig und bleiben auch nicht dem sich wandelnden Interessen und Vorlieben der Mitarbeiter überlassen. Sondern sie sind eingebunden in eine feste “Governance”-Struktur mit einem “Community Steering Committee” und einem “Community Champion” und zusätzlichen Rollen in jeder Community. Das alles auf der Grundlage einer “fun and engaging technology platform”, die hier allerdings keinen Namen hat. Der ausführliche Artikel beschreibt Herausforderungen, Erfahrungen, Nutzen und das Beispiel der internen “Animation Community” bei EA.

Was hier umgesetzt und beschrieben ist, stellt die Integration von Communities in die Unternehmensstruktur dar: neben die tägliche Projektarbeit treten Communities of Practice. Allerdings fehlen im Bericht Hinweise darauf, ob EA auch Raum für das nicht-organisierte Networking und Microblogging gibt; und wie die Communities mit Partnern, Lieferanten und Kunden kommunizieren.
Michael Cuthrell, opensource.com, 8. März 2012

Popularity: 27% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

Monday Video: 4 Perspectives on CoP Evaluation

Posted on 29 August 2011 by jrobes

Nancy White, die gemeinsam mit Etienne Wenger und John D. Smith “Digital Habitats” geschrieben hat, setzt sich hier mit der Frage auseinander, wie man den Wert und den Nutzen von Communities untersucht. In dem kurzweiligen Vortrag (”besides sounding like I’m on speed …”) gibt sie uns vier Modelle bzw. Schaubilder mit: Rahmenbedingungen, Perspektiven, Formen von Wert und Aktivitäten, die eine Community unterstützt.
Nancy White, Full Circle Association, 22. August 2011

Popularity: 32% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

Lurking is Not a Static State

Posted on 15 August 2011 by jrobes

Noch einmal Lurking, also jenes nicht-aktive Teilnehmen in Communities. Die Autorin fasst eine Reihe von Statements aus der jüngsten Diskussion zusammen. In vielen hier zitierten Beiträgen geht es immer wieder darum, dem ersten Reflex zu widerstehen und die Rolle des Lurkers differenzierter zu betrachten. Zum Beispiel: “A lurker might very well be giving back by performing better at their jobs, by sharing insights with others in the context of their daily work by using the learning gleaned from lurking.” Nicht vergessen sollte man allerdings, dass es ohne aktive Teilnehmer keine Communities und damit auch keine Lurker gibt. Das Thema bleibt uns also erhalten.
Sahana, ID and Other Reflections, 21. Juli 2011

Popularity: 26% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

How connect.BASF Helped BASF Become a Social Business

Posted on 22 June 2011 by jrobes

Meine Referenz an den 100. Geburtstag, den IBM in diesen Tagen feiert: Hier ist die Erfolgsgeschichte von “connect.BASF”, einer Community-Plattform, die BASF vor ca. einem Jahr startete und die heute ein IBM/ Social Business “Show Case” ist. Denn BASF ist kein weltweit agierendes IT-Unternehmen, dem man leichtes Spiel in dieser Sache unterstellt, und somit ein glaubwürdiger Kronzeuge. Das Video mit BASF-Community Manager CheeChin Liew ist die drei Minuten wert und die Frage, die ich mir aus der Perspektive von Learning & Development hier - wieder einmal - stelle: Was bedeuten solche Plattformen für Lernangebote und -prozesse? Ist “connect.BASF” einfach eine weitere Plattform, die jetzt neben dem LMS des Unternehmens steht? Oder ist es auch ein Spielfeld für die Weiterbildung und Personalentwicklung? Und ist es nicht sinnvoll, Lernangebote zu entwickeln, die die Vorteile beider Welten, des formalen und informellen Lernens, nutzen?
Luis Suarez, elsua.net, 26. Mai 2011

Popularity: 29% [?]

Comments (0)

Tags: , , ,

Promoting and assessing value creation in communities and networks: a conceptual framework

Posted on 18 May 2011 by jrobes

Ein spannendes Dokument, das versucht, vielen Ansprüchen gerecht zu werden: “This particular publication is about value creation in communities and networks”, schreiben die Autoren, zu denen der Schöpfer der “Communities of Practice”, Etienne Wenger, gehört. Und sie fahren fort: “It is a foundation paper presenting a framework for promoting and assessing value creation in communities and networks and aims to be sufficiently rigorous for researchers, useful for practitioners and informative for stakeholders. To this end it includes a theoretical framework and toolkit for helping professionals to tell stories on the value that networks and communities create when they are used for learning and to articulate how these activities result in desired outcomes that improve teaching practice.”

Auf der theoretischen Ebene erfahren wir einiges über “Communities” und “Netzwerke”, was beide Konzepte miteinander zu tun haben und warum die Grenzen zwischen ihnen fließend sein können. “Value creation” meint die Lernprozesse, die Communities und Netzwerke initiieren können. Die Autoren unterscheiden fünf Zyklen der “value creation”: “These cycles define a spectrum of value creation, from the day-to-day life of the community or network all the way to outcomes beyond its confines.”  Soweit der erste Eindruck. Ausführliche Würdigung folgt. (via Stephen Downes)
Etienne Wenger, Beverly Trayner und Maarten de Laat, Open Universiteit, 17. Mai 2011 (pdf)

wenger_201105b.gif

Popularity: 25% [?]

Comments (0)

Tags: , , ,

Gemeinsam schlauer. Communities of Practice

Posted on 10 May 2011 by jrobes

Vor ein paar Tagen hatte ich mit Sascha Reimann (managerSeminare) über Communities, Communities of Practice und Netzwerke geplaudert, ihre Möglichkeiten, ihre Grenzen sowie ihre Unterschiede. In der aktuellen Ausgabe von Training aktuell ist jetzt der Artikel erschienen, der gut zum Thema unserer OpenCourse-Woche passt. Findet auch Nicole Bußmann (@NicoleBussmann), die ihn mir bzw. uns netterweise zur Verfügung stellt.

“Der Begriff ist in Mode: Immer häufiger bezeichnen sich Expertenrunden – Verbands-Foren, Xing-Gruppen oder andere Plattformen für den fachlichen Austausch – als Communities of Practice. Auch wenn der Begriff streng genommen nicht immer zutrifft (s. Kasten S. 40), markiert seine Konjunktur einen Trend, der selbstorganisierte Weiterbildung mit dem von Social Media geprägten Netzwerkgedanken verbindet.”
Sascha Reimann, Training aktuell, Mai 2011, S. 39-41 (pdf)

Popularity: 28% [?]

Comments (3)

Tags: , , , ,

BarCamp-Kultur. Lernökologie mit Potentialen zur Netzwerk- und Communitybildung?

Posted on 24 February 2010 by jrobes

Und schon gibt es eine Diplomarbeit zum “Unkonferenzformat BarCamp”. Entstanden ist sie natürlich an der TU Ilmenau, wo auch 2008 das erste EduCamp im deutschsprachigen Raum stattfand. Marcel Bernatz hat sich dort die Frage gestellt, warum BarCamps so populär sind, ob sie als Lernorte funktionieren und ob sich dort Netzwerke oder gar Wissensgemeinschaften bilden. Das Rüstzeug für den empirischen Teil der Arbeit holt er sich bei Etienne Wenger (Communities of Practice) und George Siemens (Konnektivismus). Interessant ist auch das Kapitel zum Konferenzformat selbst, indem er die Spielregeln vorstellt, nach denen BarCamps “ticken” (und ich kann bestätigen, dass man sich auf dem letzten EduCamp in Hamburg ziemlich exakt daran gehalten hat!). Die Ergebnisse seiner Untersuchung bestätigen, dass BarCamps gut in diese Zeit passen. Marcel Bernatz fasst zusammen, “dass das Format die wesentlichen Charakteristiken einer Lernökologie erfüllt und sogar vorsichtig als optimale Lernumgebung bezeichnet werden kann” (S. 108). Wenn das kein Grund für einen Besuch ist …
Marcel Bernatz, 16. November 2009

Popularity: 16% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

So many communities … so little time. What makes a community successful?

Posted on 26 January 2010 by jrobes

Autor Kevin Jarrett ruft jedem Community Manager eine Frage zu, die er sich stellen sollte: “What is the problem your community is trying to solve?” Darüber hinaus lässt er uns an einigen interessanten Erfahrungen teilhaben, hält einige Links zum Thema fest, macht eine kurze Verbeugung vor der Erfolgs-Community Classroom 2.0 und erinnert an Jakob Nielsen’s “90-10-1″-Regel. Was Kevin Jarrett im Blick hat, sind “Ning”-Communities, also Communities of Interest oder Practice, aber nicht die losen Netzwerke der Blogosphere oder Twitter und hier, bei den Unterschieden, könnte die Diskussion interessant werden bzw. hätte interessant werden können.
Kevin Jarrett, NCS-Tech, 13. Januar 2010 

Popularity: 26% [?]

Comments (2)

Tags: , ,

How Canadians’ Use of the Internet Affects Social Life and Civic Participation

Posted on 07 May 2009 by jrobes

Es gibt - immer noch - die weit verbreitete Meinung, dass die intensive Nutzung des Computers und des Internets zu Lasten von direkten und persönlichen Kontakten geht. Die Zeit, die man vor dem Rechner verbringt, fehlt für Gespräche und Begegnungen - und das ist schlecht. Wenn man dann noch populäre Studien wie z.B. Robert Putnam’s “Bowling Alone” hervorholt, die den Niedergang des bürgerschaftlichen Engagements beklagen, ist das Bild fast rund. Es gibt aber auch Stimmen, die diese Veränderungen anders beschreiben und bewerten. Sie weisen unter anderem darauf hin, dass sich unser Alltag immer schwieriger in “online” und “offline” teilen lässt und dass eine Vielzahl der Netzaktivitäten heute gerade der Pflege sozialer Beziehungen dienen (siehe z.B. “The Strength of Internet Ties”). In diesem Zusammenhang ist auch diese Studie interessant, und Barry Wellman, einer ihrer Autoren, ist einer der renommiertesten Community-Forscher.

“Although there has been much talk about negative effects of the Internet, the evidence presented here does not support the notion that the Internet is increasing social isolation. Rather, research is showing that the Internet is fostering participation with community members and in social organizations. To a great extent, this is basically an enhancement of existing relationships - people now have other media to connect them.”
Ben Veenhof, Barry Wellman, Carsten Quell und Bernie Hogan, Statistics Canada, 2008

Popularity: 20% [?]

Comments (0)

Tags: , , , , , , ,

E-Learning setzt sich durch

Posted on 06 March 2009 by jrobes

Der Hightech-Verband BITKOM hat den Auftrag gegeben, das Institut für Medien und Kompetenzforschung (MMB) hat ihn umgesetzt. Befragt wurden Personalverantwortliche in den Top-500 Unternehmen. Was kam heraus? 55 Prozent der Unternehmen mit mehr 1.000 Beschäftigten nutzen heute E-Learning. E-Learning hat sich etabliert, Nachholbedarf gibt es noch im Mittelstand, so die BITKOM. Ansonsten sticht eine Aussage heraus, die von BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Untersuchung auf der CeBIT in Hannover präsentiert wurde: „Der Einsatz von Web-2.0-Anwenungen gibt dem E-Learning einen enormen Schub“. Konkret: 41 Prozent der Befragten setzen Virtual Classrooms und Videokonferenzen ein, 35 Prozent Wikis und Weblogs, 27 Prozent Podcasts und Videocasts, 25 Prozent Simulationen, Planspiele und game-based learning, 22 Prozent Communities. Das ist erfreulich zu lesen, übertrifft aber meine Alltagserfahrungen deutlich!
Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 4. März 2009

Popularity: 21% [?]

Comments (5)

Tags: ,

Studieren im Web 2.0

Posted on 26 November 2008 by jrobes

Wie schätzen deutsche Studierende den Einsatz von E-Learning ein und was bedeuten neue Technologien wie Web 2.0 für ihren Lernalltag? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der vorliegenden HISBUS-Erhebung, durchgeführt vom Hochschul-Informations-System und dem Multimedia Kontor Hamburg. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Befragung, an der sich 4.400 Studierende beteiligt haben.

Die aus meiner Sicht interessantesten Ergebnisse:

  • Das Internet ist aus dem studentischen Alltag nicht mehr wegzudenken: 73 Prozent der Studierenden verbringen täglich 1 bis 3 Stunden im Internet, 23 Prozent sogar 4 bis 6 Stunden.
  • Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Kommunikations- (Communities) und Wissensplattformen (Wikipedia). Doch nur eine Minderheit greift aktiv ein, indem sie z.B. Artikel überarbeitet oder sich an Diskussionen beteiligt. Am zweithäufigsten wird übrigens der Übersetzungsdienst Leo genutzt, dessen beeindruckende “Karriere”, das nur am Rande, viel zu wenig Beachtung findet.
  • Und dann das “klassische” E-Learning: Hier konnten die Projektleiter die Antworten mit denen einer Studie aus dem Jahr 2004 vergleichen und feststellen, dass “der Ausbau dieser Lehr-/Lernformen in den letzten Jahren auf dem erreichten Niveau stagniert” (S. 9). Allerdings geben heute 93 Prozent der Studierenden an, dass sie lehrveranstaltungsbegleitende digitale Materialien der eigenen Hochschule nutzen (2004: 68 Prozent).

Viele weitere Details im Projektbericht. Wer Empirisches zur jüngsten Generation Studierender sucht, wird hier fündig.
Bernd Kleimann, Murat Özkilic und Marc Göcks, HISBUS‐Kurzinformation Nr. 21, November 2008 (pdf)

Nachtrag (28.11.): Der bildungsserver-blog weist in einem kurzen Beitrag (”Nutzung von Web 2.0-Anwendungen bei Studierenden”) auf die Ergebnisse der Studie hin und bezieht dabei auch die Anmerkungen der Blogging-Community ein.

Popularity: 57% [?]

Comments (1)

Tags: , , ,

The Future of Online Learning: Ten Years On

Posted on 17 November 2008 by jrobes

Vor genau 10 Jahren hat Stephen Downes ein Essay über “The Future of Online Learning” geschrieben. Jetzt bietet er uns ein “renewal of those predictions” an, ein profundes Werk von über 60 Seiten, eine Mischung aus Protokoll, Lerntheorie und Trendbericht. Seinen roten Faden bilden technologische Entwicklungen, Hardware, Software, sowie die unzähligen Modelle und Konzepte, die in den letzten Jahren mit ihnen entstanden sind. By the way, der Begriff “e-Learning” fällt kein einziges Mal! Viele Entwicklungen sind zudem unmittelbar mit den Institutionen verbunden, die in unserer Gesellschaft für das Lernen stehen, die Schulen und Universitäten. Wer wissen will, was die Zukunft z.B. für das e-Learning in der betrieblichen Weiterbildung bringt, wird sich sein Bild selbst zusammen setzen müssen. Mal abgesehen von dem Hinweis, dass “educational enterprises will have to be more creative in finding opportunities.” Am besten hat mir das Kapitel über die “Learning Communities” gefallen, wohl auch, weil hier Stephen’s Philosophie an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt: “To learn is not to acquire or to accumulate, but rather, to develop or to grow. The process of learning is a process of becoming, a process of developing one’s own self.” “Personalized Learning”, Selbstorganisation, Selbstverantwortung und Freiheit des Lernens sind weitere Leitplanken, die Stephen Downes in seinen Überlegungen führen.

The Future
Today, and for the last century, education has been practiced in segregated buildings by carefully regimented and standardized classes of students led and instructed by teachers working essentially alone.

Over the last ten years, this model has been seen in many quarters to be obsolete. We have seen the emergence of a new model, where education is practiced in the community as a whole, by individuals studying personal curricula at their own pace, guided and assisted by community facilitators, online instructors and experts around the world.

Though today we stand at the cusp of this new vision, the future will see institutions and traditional forms of education receding gradually, reluctantly, to a tide of self-directing and self-motivated learners. This will be the last generation in which education is the practice of authority, and the first where it becomes, at has always been intended by educators, an act of liberty.”
Stephen Downes, Half an Hour, 16. November 2008

Popularity: 59% [?]

Comments (0)

Tags: , ,

Forums vs. Social Networks?

Posted on 16 September 2008 by jrobes

Eine Frage, die immer wieder einmal auftaucht: Ein Unternehmensbereich will die Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter verbessern und denkt in die Richtung einer neu aufzusetzenden “Community”. Natürlich will man heute gerne an den technischen Möglichkeiten und aktuellen Erfahrungen ansetzen, die sich im Internet bieten. Zugleich erinnert man sich aber auch noch gut an vergangene Versuche, als man selbst eine Forums-Software einführte und das “Global Directory” um Informationen erweiterte, die an Yellow Pages erinnerten. Was ist also jetzt der richtige Ansatz? Was macht den Unterschied? Vor ähnlichem Hintergrund trennt Tony Karrer zwischen “Forum/ Threaded Discussion/ Group” auf der einen Seite und “Social Networks” auf der anderen: Erstere, so Tony Karrer, “center around threaded discussions”, letztere “center around individuals”. Wobei er selbst darauf hinweist, dass es häufig eine Frage der Betonung oder Perspektive ist, ob man eine Lösung der einen oder anderen Seite zuordnet. Und er lässt uns an seinen Gedanken teilhaben:

  • “Longer-term we want to have more of a social network where people will become more social, interact in a myriad of different ways, create groups within the site, and generally will take it into classic social network realms.
  • Short-term we want this to be really simple to get into. I’m especially concerned about the user who would want to be a heavy user - contributing lots of ideas - but who has never used a social network. Possibly they’ve never used threaded discussions either.”

Tony Karrer, eLearning Technology, 15 September 2008

Popularity: 67% [?]

Comments (0)

About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
Social Media und MOOCs
XING

Newsletter (wöchentliche Übersicht)

E-mail:   

Subscribe    Unsubscribe

Photos from our Flickr stream

cMOOC-Runde

gfwm-beiratstreffen-2013

corporatelearningcamp 2013

robes_mld2013

sportograf-43743811

13:14:02

13:30:41

IMG_1117

See all photos