Tag Archive | "communities"

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BarCamp-Kultur. Lernökologie mit Potentialen zur Netzwerk- und Communitybildung?

Posted on 24 February 2010 by jrobes

Und schon gibt es eine Diplomarbeit zum “Unkonferenzformat BarCamp”. Entstanden ist sie natürlich an der TU Ilmenau, wo auch 2008 das erste EduCamp im deutschsprachigen Raum stattfand. Marcel Bernatz hat sich dort die Frage gestellt, warum BarCamps so populär sind, ob sie als Lernorte funktionieren und ob sich dort Netzwerke oder gar Wissensgemeinschaften bilden. Das Rüstzeug für den empirischen Teil der Arbeit holt er sich bei Etienne Wenger (Communities of Practice) und George Siemens (Konnektivismus). Interessant ist auch das Kapitel zum Konferenzformat selbst, indem er die Spielregeln vorstellt, nach denen BarCamps “ticken” (und ich kann bestätigen, dass man sich auf dem letzten EduCamp in Hamburg ziemlich exakt daran gehalten hat!). Die Ergebnisse seiner Untersuchung bestätigen, dass BarCamps gut in diese Zeit passen. Marcel Bernatz fasst zusammen, “dass das Format die wesentlichen Charakteristiken einer Lernökologie erfüllt und sogar vorsichtig als optimale Lernumgebung bezeichnet werden kann” (S. 108). Wenn das kein Grund für einen Besuch ist …
Marcel Bernatz, 16. November 2009

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So many communities … so little time. What makes a community successful?

Posted on 26 January 2010 by jrobes

Autor Kevin Jarrett ruft jedem Community Manager eine Frage zu, die er sich stellen sollte: “What is the problem your community is trying to solve?” Darüber hinaus lässt er uns an einigen interessanten Erfahrungen teilhaben, hält einige Links zum Thema fest, macht eine kurze Verbeugung vor der Erfolgs-Community Classroom 2.0 und erinnert an Jakob Nielsen’s “90-10-1″-Regel. Was Kevin Jarrett im Blick hat, sind “Ning”-Communities, also Communities of Interest oder Practice, aber nicht die losen Netzwerke der Blogosphere oder Twitter und hier, bei den Unterschieden, könnte die Diskussion interessant werden bzw. hätte interessant werden können.
Kevin Jarrett, NCS-Tech, 13. Januar 2010 

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How Canadians’ Use of the Internet Affects Social Life and Civic Participation

Posted on 07 May 2009 by jrobes

Es gibt - immer noch - die weit verbreitete Meinung, dass die intensive Nutzung des Computers und des Internets zu Lasten von direkten und persönlichen Kontakten geht. Die Zeit, die man vor dem Rechner verbringt, fehlt für Gespräche und Begegnungen - und das ist schlecht. Wenn man dann noch populäre Studien wie z.B. Robert Putnam’s “Bowling Alone” hervorholt, die den Niedergang des bürgerschaftlichen Engagements beklagen, ist das Bild fast rund. Es gibt aber auch Stimmen, die diese Veränderungen anders beschreiben und bewerten. Sie weisen unter anderem darauf hin, dass sich unser Alltag immer schwieriger in “online” und “offline” teilen lässt und dass eine Vielzahl der Netzaktivitäten heute gerade der Pflege sozialer Beziehungen dienen (siehe z.B. “The Strength of Internet Ties”). In diesem Zusammenhang ist auch diese Studie interessant, und Barry Wellman, einer ihrer Autoren, ist einer der renommiertesten Community-Forscher.

“Although there has been much talk about negative effects of the Internet, the evidence presented here does not support the notion that the Internet is increasing social isolation. Rather, research is showing that the Internet is fostering participation with community members and in social organizations. To a great extent, this is basically an enhancement of existing relationships - people now have other media to connect them.”
Ben Veenhof, Barry Wellman, Carsten Quell und Bernie Hogan, Statistics Canada, 2008

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E-Learning setzt sich durch

Posted on 06 March 2009 by jrobes

Der Hightech-Verband BITKOM hat den Auftrag gegeben, das Institut für Medien und Kompetenzforschung (MMB) hat ihn umgesetzt. Befragt wurden Personalverantwortliche in den Top-500 Unternehmen. Was kam heraus? 55 Prozent der Unternehmen mit mehr 1.000 Beschäftigten nutzen heute E-Learning. E-Learning hat sich etabliert, Nachholbedarf gibt es noch im Mittelstand, so die BITKOM. Ansonsten sticht eine Aussage heraus, die von BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Untersuchung auf der CeBIT in Hannover präsentiert wurde: „Der Einsatz von Web-2.0-Anwenungen gibt dem E-Learning einen enormen Schub“. Konkret: 41 Prozent der Befragten setzen Virtual Classrooms und Videokonferenzen ein, 35 Prozent Wikis und Weblogs, 27 Prozent Podcasts und Videocasts, 25 Prozent Simulationen, Planspiele und game-based learning, 22 Prozent Communities. Das ist erfreulich zu lesen, übertrifft aber meine Alltagserfahrungen deutlich!
Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 4. März 2009

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Studieren im Web 2.0

Posted on 26 November 2008 by jrobes

Wie schätzen deutsche Studierende den Einsatz von E-Learning ein und was bedeuten neue Technologien wie Web 2.0 für ihren Lernalltag? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der vorliegenden HISBUS-Erhebung, durchgeführt vom Hochschul-Informations-System und dem Multimedia Kontor Hamburg. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Befragung, an der sich 4.400 Studierende beteiligt haben.

Die aus meiner Sicht interessantesten Ergebnisse:

  • Das Internet ist aus dem studentischen Alltag nicht mehr wegzudenken: 73 Prozent der Studierenden verbringen täglich 1 bis 3 Stunden im Internet, 23 Prozent sogar 4 bis 6 Stunden.
  • Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Kommunikations- (Communities) und Wissensplattformen (Wikipedia). Doch nur eine Minderheit greift aktiv ein, indem sie z.B. Artikel überarbeitet oder sich an Diskussionen beteiligt. Am zweithäufigsten wird übrigens der Übersetzungsdienst Leo genutzt, dessen beeindruckende “Karriere”, das nur am Rande, viel zu wenig Beachtung findet.
  • Und dann das “klassische” E-Learning: Hier konnten die Projektleiter die Antworten mit denen einer Studie aus dem Jahr 2004 vergleichen und feststellen, dass “der Ausbau dieser Lehr-/Lernformen in den letzten Jahren auf dem erreichten Niveau stagniert” (S. 9). Allerdings geben heute 93 Prozent der Studierenden an, dass sie lehrveranstaltungsbegleitende digitale Materialien der eigenen Hochschule nutzen (2004: 68 Prozent).

Viele weitere Details im Projektbericht. Wer Empirisches zur jüngsten Generation Studierender sucht, wird hier fündig.
Bernd Kleimann, Murat Özkilic und Marc Göcks, HISBUS‐Kurzinformation Nr. 21, November 2008 (pdf)

Nachtrag (28.11.): Der bildungsserver-blog weist in einem kurzen Beitrag (”Nutzung von Web 2.0-Anwendungen bei Studierenden”) auf die Ergebnisse der Studie hin und bezieht dabei auch die Anmerkungen der Blogging-Community ein.

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The Future of Online Learning: Ten Years On

Posted on 17 November 2008 by jrobes

Vor genau 10 Jahren hat Stephen Downes ein Essay über “The Future of Online Learning” geschrieben. Jetzt bietet er uns ein “renewal of those predictions” an, ein profundes Werk von über 60 Seiten, eine Mischung aus Protokoll, Lerntheorie und Trendbericht. Seinen roten Faden bilden technologische Entwicklungen, Hardware, Software, sowie die unzähligen Modelle und Konzepte, die in den letzten Jahren mit ihnen entstanden sind. By the way, der Begriff “e-Learning” fällt kein einziges Mal! Viele Entwicklungen sind zudem unmittelbar mit den Institutionen verbunden, die in unserer Gesellschaft für das Lernen stehen, die Schulen und Universitäten. Wer wissen will, was die Zukunft z.B. für das e-Learning in der betrieblichen Weiterbildung bringt, wird sich sein Bild selbst zusammen setzen müssen. Mal abgesehen von dem Hinweis, dass “educational enterprises will have to be more creative in finding opportunities.” Am besten hat mir das Kapitel über die “Learning Communities” gefallen, wohl auch, weil hier Stephen’s Philosophie an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt: “To learn is not to acquire or to accumulate, but rather, to develop or to grow. The process of learning is a process of becoming, a process of developing one’s own self.” “Personalized Learning”, Selbstorganisation, Selbstverantwortung und Freiheit des Lernens sind weitere Leitplanken, die Stephen Downes in seinen Überlegungen führen.

The Future
Today, and for the last century, education has been practiced in segregated buildings by carefully regimented and standardized classes of students led and instructed by teachers working essentially alone.

Over the last ten years, this model has been seen in many quarters to be obsolete. We have seen the emergence of a new model, where education is practiced in the community as a whole, by individuals studying personal curricula at their own pace, guided and assisted by community facilitators, online instructors and experts around the world.

Though today we stand at the cusp of this new vision, the future will see institutions and traditional forms of education receding gradually, reluctantly, to a tide of self-directing and self-motivated learners. This will be the last generation in which education is the practice of authority, and the first where it becomes, at has always been intended by educators, an act of liberty.”
Stephen Downes, Half an Hour, 16. November 2008

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Forums vs. Social Networks?

Posted on 16 September 2008 by jrobes

Eine Frage, die immer wieder einmal auftaucht: Ein Unternehmensbereich will die Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter verbessern und denkt in die Richtung einer neu aufzusetzenden “Community”. Natürlich will man heute gerne an den technischen Möglichkeiten und aktuellen Erfahrungen ansetzen, die sich im Internet bieten. Zugleich erinnert man sich aber auch noch gut an vergangene Versuche, als man selbst eine Forums-Software einführte und das “Global Directory” um Informationen erweiterte, die an Yellow Pages erinnerten. Was ist also jetzt der richtige Ansatz? Was macht den Unterschied? Vor ähnlichem Hintergrund trennt Tony Karrer zwischen “Forum/ Threaded Discussion/ Group” auf der einen Seite und “Social Networks” auf der anderen: Erstere, so Tony Karrer, “center around threaded discussions”, letztere “center around individuals”. Wobei er selbst darauf hinweist, dass es häufig eine Frage der Betonung oder Perspektive ist, ob man eine Lösung der einen oder anderen Seite zuordnet. Und er lässt uns an seinen Gedanken teilhaben:

  • “Longer-term we want to have more of a social network where people will become more social, interact in a myriad of different ways, create groups within the site, and generally will take it into classic social network realms.
  • Short-term we want this to be really simple to get into. I’m especially concerned about the user who would want to be a heavy user - contributing lots of ideas - but who has never used a social network. Possibly they’ve never used threaded discussions either.”

Tony Karrer, eLearning Technology, 15 September 2008

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The Social Affordances of the Internet for Networked Individualism

Posted on 08 August 2008 by jrobes

Für die KnowTech habe ich versprochen, etwas zum Stichwort “Communities” beizutragen. Bei meinen Recherchen bin ich auf diesen spannenden Artikel von Barry Wellman u.a. gestoßen. Er ist zwar schon einige Jahre alt, bringt aber viele Entwicklungen hervorragend auf den Punkt: Das Internet, so die Autoren, unterstreicht einen allgemeinen Trend, der in westlichen Industriegesellschaften zu beobachten ist: nicht mehr lokal verankerte Communities oder Gemeinschaften bilden hier das soziale Gerüst, sondern etwas, das als “networked individualism” beschrieben wird.

Technologien wie das Internet und Mobile Phones verbinden heute Menschen, nicht Orte. Jeder ist individuell erreichbar. Die Person (und nicht mehr z.B. ein Haushalt) wird zum “portal” und “switchboard”. “In effect, the Internet and other new communication technology are helping each individual to personalize his or her own community. This is neither a prima facie loss nor gain in community, but rather a complex, fundamental transformation in the nature of community.”

“Networked individualism”: Mit Hilfe des Internets tauschen sich Menschen heute in einer Reihe von Communities aus, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und unterschiedlich engagiert. Lokale Communities und arbeitsbezogene Communities (of Practice) sind Teile dieses Puzzles. “Yet in a person’s ‚glocalized’ world (!) extensive local involvements fit together with far-flung communities of friendship, kinship and shared interest.”
Die Autoren gründen ihre Thesen auf einer Reihe empirischer, in verschiedenen Ländern durchgeführter Studien. Mit vielen weiteren Literaturhinweisen.
Barry Wellman u.a., Journal of Computer-Mediated Communication (JCMC), Vol. 8, No. 3, April 2003

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The Social Life of Information

Posted on 05 August 2008 by jrobes

Das Buch ist zwar erst ein paar Jahre alt, genauer gesagt: es wurde im März 2000 zum ersten Mal veröffentlicht, aber schon ein Klassiker. Also habe ich den Urlaub genutzt, um diese Lücke zu schließen. Was darf man bei diesem Titel erwarten? Vielleicht einen Klassiker des Wissensmanagements? Nun, das ist das Buch zweifellos auch, aber im Kern ist es ein Plädoyer gegen Technikgläubigkeit, gegen technokratische Managementmodelle und für den sozialen Kontext, der Dinge erst zum Laufen bringt. “Technology-centered tunnel vision” auf der einen, “social and moral blindness” auf der anderen Seite.

Den Tunnelblick spüren die Autoren in verschiedenen Ideen und Konzepten auf: virtuelle Agenten (robots), das Homeoffice, das papierlose Büro, die elektronische Zeitung, die virtuelle Firma, die virtuelle Universität, die digitale Bibliothek. Alles schön und gut, technisch machbar, möglicherweise effizient, aber man übersieht hier, dass in all den Beispielen nicht nur Informationen übertragen werden und ein menschlicher Träger durch einen technischen ersetzt wird. Informationen besitzen ein “social life”, von dem sie nicht getrennt werden können. “Practice” und “context” sind hier die Stichworte. Informationen und Informationstechnologien können nie die Beziehungen zwischen Menschen ersetzen.

So zum Beispiel Lernen: Lernen ist mehr als Informationsübertragung, “learning involve more than information” (S. 125) “learning a practice … involves becoming a member of a ‘community of practice’” (126); und: “in all, whether the task is deemed high or low, practice is an effective teacher and the community of practice an ideal learning environment.” (127) So argumentieren die Autoren in Anlehnung an Lave und Wenger.

Das Buch atmet viel Zeitgeist. Es ist geschrieben zum Höhepunkt des dot-com Booms, als man dem e-business ja wirklich fast alles zutraute. Einige Beispiele sind heute in den Hintergrund gerückt, wie z.B. robots, über die ich nur noch im Zusammenhang mit Spam lese. Und bei anderen Beispielen wie z.B. Bibliotheken ist es noch keineswegs klar, wie sie sich mit den neuen technischen Möglichkeiten arrangieren. Und das Buch ist geschrieben, bevor alle Welt begann, fasziniert auf Web 2.0 und Social Software zu schauen. Leider.
John Seely Brown und Paul Duguid, Harvard Business Press 2000, 330 Seiten

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Learning Delphi 2008 – Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren

Posted on 03 July 2008 by jrobes

“Wie wird die Weiterbildung in Unternehmen im Jahr 2011 aussehen? Welche Trends werden dann das digitale Lernen bestimmen – und über welche Innovationen spricht man nicht mehr? Was wird dies für die Weiterbildungswirtschaft in Deutschland bedeuten? Diesen Fragen stellten sich im Frühjahr 2008 insgesamt 53 E-Learning-Experten.” Die wichtigsten Ergebnisse: Wenn es um die Nutzung neuer Lerntechnologien geht, werden Lerner-Communities und Wikis die größte Bedeutung zugesprochen. Und nach dem wichtigsten E-Learning-Trendthema befragt, antworteten die Experten am häufigsten mit “Social Web” bzw. “Social Networks”. “Offensichtlich stehen die Zeichen gut für solche Werkzeuge, die von vielen Beteiligten ohne großen Aufwand für gemeinsame Ergebnisse genutzt werden können”, folgern die Autoren.
MMB-Trendmonitor I/ 2008, 3 Juli 2008 (pdf)

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Seven Habits of Highly Connected People

Posted on 03 April 2008 by jrobes

Wie verhalten wir uns in Netzwerken? Die Ratschläge von Stephen Downes zielen nicht auf “guten Umgang”, sondern auf eine, sagen wir, “richtige Balance”. Konkret:
1. Be Reactive
2. Go With The Flow
3. Connection Comes First
4. Share
5. RTFM
6. Cooperate
7. Be Yourself

Ich greife einfach mal zwei Punkte heraus. Da ist “Share”:
“We’re all heard the advice to “think win-win”. Forget that advice. If you follow that advice, you will always be looking at things and saying, “what’s in it for me?” That’s exactly the wrong attitude to have in a connected world.
The way to function in a connected world is to share without thinking about what you will get in return. It is to share without worrying about so-called “free-riders” or people taking advantage of your work.”

Genau, und für sich selbst wird man sicher eine Form finden, das “share” umzusetzen. Aber im Geschäftsalltag, in dem jede Information eine potenzielle unique selling proposition sein könnte, stößt dieses Prinzip, fast möchte ich sagen: naturgemäß, auf Misstrauen.

Und dann RTFM: “RTFM stands for ‘Read The Fine Manual’ (or some variant thereof) and is one of the primary rules of conduct on the internet.
What it means, basically, is that people should make the effort to learn for themselves before seeking instruction from others.”

Liebe Studierende, die Ihr vor Euren Diplomarbeits-Themen sitzt und die Online-Communities als bequeme Ressourcen entdeckt habt: Bitte lest das!
Stephen Downes, Lisa Neal’s Blog, 3 April 2008

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Social Network Sites: Definition, History, and Scholarship

Posted on 13 November 2007 by jrobes

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Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe des Journals of Computer-Mediated Communication sind Social Network Sites. Danah Boyd und Nicole Ellison haben dazu eine informative Einführung geschrieben. Sie enthält u.a. eine Definition:
“We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi-public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system.”

Die Autorinnen betonen anschließend die Vielfältigkeit bestehender SNS, bevor sie die kurze, aber bewegte Historie aufarbeiten und dabei vor allem die Angebote von Friendster, MySpace und Facebook etwas detaillierter nachzeichnen. Wichtig ist aus meiner Sicht auch der folgende Hinweis: “The rise of SNSs indicates a shift in the organization of online communities. While websites dedicated to communities of interest still exist and prosper, SNSs are primarily organized around people, not interests. Early public online communities such as Usenet and public discussion forums were structured by topics or according to topical hierarchies, but social network sites are structured as personal (or “egocentric”) networks, with the individual at the center of their own community.”

Für jeden, der sich mit Communities im beruflichen Umfeld bzw. in Unternehmen beschäftigt, ist diese Unterscheidung ein guter Ausgangspunkt.
Danah Boyd und Nicole Ellison, Journals of Computer-Mediated Communication (JCMC), 13/1, 2007

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Harnessing the power of informal employee networks

Posted on 19 October 2007 by jrobes

Zuerst präsentieren die Berater von McKinsey hier ein Ergebnis ihrer Beobachtungen und Analysen: “… how much information and knowledge flows through them [social and informal networks] and how little through official hierarchical and matrix structures.” Doch obwohl diese informellen Strukturen für den Arbeitsalltag unverzichtbar sind, haben sie doch einen gravierenden Nachteil: “… they can’t be managed.”

Und an dieser Stelle kommen die Autoren mit einem interessanten Vorschlag: Wenn man informelle Netzwerke nicht managen kann, muss man eben formelle Netzwerke daneben setzen! “To formalize a network, the company must define who will lead it — that is, the network owner — and make that leader responsible for investing in the network to build its collective capabilities, such as knowledge that is valuable for all members. The company can facilitate the development of a formal network by providing incentives for participating in it (such as community building off-sites) and for contributing to it (such as recognition for people who contribute distinctive knowledge).”

Mit diesem Ansatz argumentieren die Autoren explizit gegen komplexe Matrixstrukturen, die auch heute die Orgcharts vieler Großunternehmen dominieren. Warum aber das Stichwort “Communities of Practice” nicht fällt, bleibt ein Geheimnis.
Lowell L. Bryan, Eric Matson und Leigh M. Weiss, McKinsey Quarterly, 4/2007 (Registrierung erforderlich)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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