Archive | Open Access/ Open Content

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Open Education – die ewig Unvollendete

Posted on 29 November 2016 by jrobes

Openness lautet das Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe von Synergie, dem “Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” aus Hamburg. Den Aufschlag macht Markus Deimann (Fachhochschule Lübeck), der sich launig-philosophisch-kritisch dem Stand der OER-/ Open Education-Bewegung annimmt. Er möchte zur Reflexion einladen, Spannungen aufzeigen, bricht aber, gerade warmgelaufen, etwas unvermittelt ab. “Mit diesen heterogenen Verwendungsweisen wird deutlich, dass nicht von der offenen Bildung bzw. Open Education als Ganzes gesprochen werden kann, sondern dass es sich eher um ausgehandelte Manifestationen auf Grundlage bestimmter sozio-technologischer und politischer Kräfteverhältnisse handelt.” (S.17)

Weitere Autoren/ Autorinnen zum Thema Openness sind u.a. Thomas Köhler, Michael Kerres, Olaf Zawacki-Richter und Ulf-Daniel Ehlers. Den zweiten Schwerpunkt der Ausgabe bildet (natürlich) die Hamburg Open Online University (”HOOU goes on!”, Kerstin Mayrberger) mit kurzen Porträts von 20 HOOU-Projekten. Insgesamt ist das Magazin wieder wunderbar gestaltet und lädt ein, einzelne Artikel auch im Blog zu kommentieren bzw. zu diskutieren.
Markus Deimann, Synergie - Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre, 02/2016, S. 14-19 (pdf)

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Lernmaterial gratis und überall

Posted on 11 November 2016 by jrobes

Im Teaser dieses Freitag-Artikels heißt es: “Das Schulbuch stirbt aus. Sein Nachfolger heißt OER. Diese „open educational resources” gibt es überall im Netz”. Das ist etwas irreführend, denn Autor Christian Füller legt dar, dass trotz der aktuellen politischen Förderung das Thema an vielen Stellen noch lange nicht angekommen ist. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich z.B. die ersten Zeilen des deutschsprachigen Wikipedia-Eintrags durchliest. Die versteht kein Mensch. Auch im Artikel sind die Botschaften oft “fließend”: Sind OER Bildungsmaterialien, die offen zugänglich sind? Etwas, das man kostenlos herunterladen kann? Dann wäre auch der Freitag-Artikel OER. Oder fängt OER erst dort an, und darauf weist auch Christian Füller hin, wo die freie Verwendung, das “copy, remix and share”, erlaubt ist? Erschwerend kommt hinzu, dass diese Unterscheidung für Lernende oft unerheblich ist, solange sie auf Materialien online und kostenlos zugreifen können. Vielleicht sollte man mit Blick auf den Einstieg gleich mit der Forderung “Schafft die Schulbücher ab!” werben. Das versteht jeder.
Christian Füller, der Freitag, 7. November 2016

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Open Learning in the Future

Posted on 03 November 2016 by jrobes

Eine Reihe von Essays ist gerade auf der Webseite “Future OER” veröffentlicht worden, darunter auch dieser Beitrag von Stephen Downes. Er steigt ein mit dem Hinweis auf die 1.200 offenen Kurse, die Open Culture heute auflistet. Aber diese Fülle an Lernressourcen kommt mit neuen Fragen daher: “Who Will Produce?”, “What Will Resources Look Like?”, “How Will Resources Be Sustained?”, “How Will People Find Resources?” und “How Will Resources Be Used?”
Stephen Downes, Future OER, 2. November 2016

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Virtual Classrooms Can Be as Unequal as Real Ones

Posted on 28 September 2016 by jrobes

Der Artikel verweist und verlinkt auf eine Reihe von Studien, die belegen, dass der Zugang zum Internet und zu offenen Online-Kursen allein nichts an bestehenden Ungleichheiten ändert. Denn gerade den Bevölkerungsgruppen, die man gerne und verstärkt erreichen möchte, fehlt es an Ressourcen und Fähigkeiten, die neuen Möglichkeiten des Lernens auch zu nutzen. Das betrifft Lernangebote im Netz ganz allgemein, aber auch MOOCs im Besonderen.

Dabei geht der Artikel auch auf eine aktuelle Untersuchung des amerikanischen PewResearch Centers (”Digital Readiness Gaps”) ein, in der sich eine interessante Lerner-Typologie findet. Sie basiert auf der Befragung von 2.752 Erwachsenen und konzentriert sich ganz auf ihre Bereitschaft, Lernressourcen im Netz zu nutzen. Folgende Typen wurden identifiziert (und werden in der Studie näher beschrieben): “The Unprepared” (14%), “Tradtional Learners” (5%), “The Reluctant” (33%), “Cautious Clickers” (31%) und “Digitally Ready” (17%).
Kaveh Waddell, The Atlantic, 26. September 2016

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What do we mean by ‘open education’?

Posted on 23 September 2016 by jrobes

Doug Belshaw hat natürlich Recht: Das Wort “open” wird heute in so vielen Zusammenhängen und mit so vielen Bedeutungen verwendet, dass es die Diskussion häufig eher erschwert als erleichtert. Das reicht von “open”, um es an dieser Stelle nur kurz anzudeuten, im Sinne von “freier Zugang” bis zu einer veränderten Haltung und Praxis, bei der der freie Zugang zu etwas nur der erste Schritt darstellt. “Open educational resources” sind in einem solchen Sinne ein erster Schritt, “open education” oder “open educational practices” etwas, das folgen sollte. Dazu gehört z.B. auch die Antwort auf die Frage, was es bedeutet, ein “open educator” zu sein.
Doug Belshaw, ambiguiti.es, 15. September 2016

Noch mehr “open”: 2001 kündigte das MIT an, seine Kursmaterialien nach und nach im Netz zugänglich zu machen. “OpenCourseWare” hieß das Projekt, das am Anfang viele Initiativen, auch OER, stand. Zum Geburtstag gibt es unter anderem ein Video.
15 Years of MIT OpenCourseware

Das BMBF hat eine Open Access-Strategie publiziert (hatte es eigentlich bis dato noch keine?). Es geht um den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, und das Strategiepapier informiert über Begriffe, Modelle und Initiativen (16 S.). Und es werden Ziele formuliert: “Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nimmt deshalb Open Access als Standard in seiner Projektförderung auf.”
Bundesministerium für Bildung und Forschung, Open Access in Deutschland, September 2016 (pdf)

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The Overselling of Open

Posted on 15 September 2016 by jrobes

Ein nüchterner Blick, den Jim Groom hier auf das Thema “open” und OER wirft: “What seemed like a movement defined by an anarchic spirit of revolution from 2004-2011 (at least for me-this was a fairly personal narrative) morphed into a fairly tame, almost conservative approach to education: massive lectures and free textbooks.” Und wenn sich Bildungsinstitutionen in OER engagieren? Jim Groom: “… we can’t leave something as important as teaching and learning on the web to institutions.”

Was bleibt aus seiner Sicht? “… all of which reinforce the idea that small is beautiful-and the best way at building an open web that matters is helping as many people as possible start small and reclaim a piece of the web.” Konsequent.
Jim Groom, bavatuesdays, 14. September 2016

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Open Educational Resources (OER)

Posted on 29 June 2016 by jrobes

Auf wb-web, dem Portal für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung, gibt es jetzt die erste Folge eines Dossiers „Digitalisierung der Erwachsenenbildung”. Es widmet sich dem Thema OER und umfasst eine Einführung ins Thema sowie Checklisten (z.B. “Ich möchte eigene Materialen als OER zur Verfügung stellen”), Erfahrungsberichte, Fallbeispiele (”Lernende erstellen einen Blog als OER”), eine Linkliste (”Wo finde ich kostenlose Bilder?”) und verschiedene Blogposts.
wb-web, Juni 2016

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Open Learning for Smart Education: Open educational policies, strategies & access for all

Posted on 25 April 2016 by jrobes

102 Slides (!) umfasst diese Präsentation von Christian M. Stracke (Open University of the Netherlands), die einen ausführlichen Überblick über Stichworte, Projekte und Initiativen rund um “Open Education” und “Open Learning” bietet. Die Ausgangsdefinition (”Open Education (OE): Innovations for changing & opening up education to improve the quality”) zeigt an, wo der Schwerpunkt seiner Ausführungen liegt: Quality. Das ist mir etwas zu “bildungs-immanent”.
Christian M. Stracke, SlideShare, 19. April 2016

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OER Festival in Berlin - How An Open Event Inspires Open Educational Activities in Germany

Posted on 18 March 2016 by jrobes

Wie schon mehrmals gesagt, es gibt derzeit hierzulande mehr OER-Initiativen als ich zu überblicken vermag. Über ihre Reichweite und ihre Spuren in der Bildungspraxis wird allerdings noch diskutiert. Einen Meilenstein bildete sicher das OER-Festival in Berlin. Die Autoren halten kurz noch einmal das Geschehen fest und nehmen es zum Anlass, auf weitere OER-Aktivitäten hinzuweisen.

“OER has been established as an important topic in contemporary education. After its slow uptake in German-speaking countries, OER has gained considerable momentum and more and more people from different sectors are now involved. … Although there is growing interest in OER, the discussion on procedures to mainstream OER is at the beginning.”
Anne-Christin Tannhäuser und Markus Deimann, Open Education Working Group, 17. März 2016

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Top 10 Tools for a Free Online Education

Posted on 04 March 2016 by jrobes

Eine Liste mit kurzen Beschreibungen und Links. Zum Teil sind es Formate (MOOCs), zum Teil Plattformen und Anbieter. Fürs Wochenende.

10. Free Massive Open Online Courses (MOOCs)
9. Skillshare
8. University of Reddit
7. CourseBuffet
6. ALISON
5. Project Gutenberg
4. Khan Academy
3. iTunes U
2. Open Culture
1. Lifehacker U

Melanie Pinola, Lifehacker, 28. Februar 2016

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OER und ihr Nutzen für die Bildungspraxis: I’m sexy, but you don’t know it!

Posted on 01 March 2016 by jrobes

In diesen Tagen wird OER gefeiert. In Berlin findet das OER-Festival 2016 statt. Abschließend gibt es die OER-Awards. Es läuft also gut für die Sache Open Educational Resources (OER) bzw. freie Bildungsmaterialien, könnte man meinen. Doch so rege die bildungspolitische Community ist, so wenig passiert “vor Ort”. Deshalb ruft Monika Fischer (Bertelsmann Stiftung) auf, den Diskurs stärker “in die pädagogische Praxis zu tragen”, ein “überzeugendes Wirkungsversprechen zu OER zu entwickeln” und die spätere Zielgruppe, hier vor allem die Lehrer, besser einzubinden. Christian Füller wirft dann noch an anderer Stelle ein: “Macht “OER” endlich verständlich!”

Alles gute Punkte. Doch was am Ende des Tages hierzulande fehlt, ist Leidensdruck. Die Bildungsprobleme, die wir haben, sind keine OER-Probleme. Hinzu kommt, dass sich jeder Change in den “besonderen Organisationen” Schule und Hochschule besonders schwer tut. Was nicht bedeutet, mit der Überzeugungsarbeit nachzulassen, sondern nur, mit realistischen Erwartungen an das Thema heranzugehen.
Monika Fischer, Blog „Aus- und Weiterbildung”/ Bertelsmann Stiftung, 23. Februar 2016

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Researcher illegally shares millions of science papers free online to spread knowledge

Posted on 12 February 2016 by jrobes

Eine schöne Story zum Wochenausklang. Es geht um Open Access, um David gegen Goliath oder Sci-Hub gegen Elsevier. Alexandra Elbakyan, eine russische Wissenschaftlerin, hat 2011 begonnen, Artikel aus wissenschaftlichen Fachjournalen öffentlich zugänglich zu machen. Der Artikel erläutert Hintergrund und Stand der juristischen Auseinandersetzung.

“A researcher in Russia has made more than 48 million journal articles - almost every single peer-reviewed paper every published - freely available online. And she’s now refusing to shut the site down, despite a court injunction and a lawsuit from Elsevier, one of the world’s biggest publishers.”
Fiona MacDonald, ScienceAlert, 12. Februar 2016

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Hamburg Open Online University: Kerstin Mayrberger im Interview

Posted on 05 February 2016 by jrobes

Die Idee der Hamburg Open Online University (HOOU) wurde zwar schon Ende 2014 von Bürgermeister Olaf Scholz an die Öffentlichkeit getragen, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man an der HOOU auch lernen kann. Frühestens 2017. So jedenfalls Kerstin Mayrberger, die im Projekt die Expertengruppe OER leitet, in einem ausführlichen Interview. Ihr liegt dabei, das betont sie, die didaktische Idee des offenen, partizipativen Lernens besonders am Herzen:

“Eine weitere Leitidee der HOOU ist die Orientierung am Lernenden. Wie wird dies im Konzept konkret umgesetzt?

Es sind mehrere Varianten einer lernendenzentrierten Didaktik denkbar. In unserer vorrangig problem- oder kompetenzorientierten Herangehensweise gibt es für jedes Szenario eine Art Anker, eine Fragestellung oder ein Problem, die oder das möglichst kollaborativ gelöst werden soll. Die Inhalte, die zur Verfügung gestellt werden, werden von Lehrenden, aber - wo sinnvoll - auch von Lernenden als OER produziert. Die Teilnehmenden können im Verlauf des Projekts entsprechend selbst Inhalte erstellen, eigene Fragen einbringen oder gar völlig selbstständig Team bilden und selbstorganisiert Themen bearbeiten. Idealerweise können so zivilgesellschaftliche Fragestellungen interdisziplinär und durch unterschiedliche Lernende bearbeitet werden.”
Antonia Dittmann, Interview mit Kerstin Mayrberger, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 5. Februar 2016

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OpenEd #25: Kommt nach den OER jetzt die OEP-Welle?

Posted on 03 February 2016 by jrobes

Eine kurze, komprimierte Diskussion (30 Min.). Die Frage: Wie geht es mit oder nach Open Educational Resources (OER) weiter? Ulf Ehlers (DHBW) erklärt, warum OER und OEP (Open Educational Practices) nicht zwangsläufig zusammenfallen. Denn man kann natürlich OER auch im Rahmen traditioneller didaktischer Strukturen und Konzepte nutzen. Aber gerade dieser qualitative Schritt, in Richtung OEP, in Richtung einer offenen, partizipativen Didaktik, da sind sich alle Diskutanten der Runde einig, ist wichtig und notwendig. Auf der einen Seite “drückt” die Digitalisierung. Und auf der anderen Seite ist das Beharrungsvermögen der Organisationen und Institutionen. Schwierig.
ununi.TV, YouTube, 3. Februar 2016

Nachtrag (03.02.2016): Da im Gespräch einleitend das Projekt “Mapping OER” erwähnt wird, hier der Link auf eine aktuelle Zusammenfassung der Abschlussveranstaltung: “Mapping OER: Das Ende eines großartigen Projekts - der Auftakt für OER in Deutschland?” (Monika Fischer, Bertelsmann Stiftung)

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2015 Open and Online Education Trend Report

Posted on 15 January 2016 by jrobes

surf2_201601.jpgDie ersten beiden Artikel dieses Reports deuten die aktuellen Schwerpunkte in der Diskussion sehr schön an: “Why open and online education? On ‘Bildung’ and Human Capital” und “Beyond the pioneering phase: Moving towards the adoption of open education”. Insgesamt neun Artikel, unterbrochen von kurzen “Intermezzos”, bieten einen guten und komprimierten Überblick. MOOCs sind ein wiederkehrendes Stichwort, aber nur als Baustein einer größeren Agenda. Ein auf den ersten Blick lesenswerter Trendreport, der aus den Niederlanden kommt und bereits im November veröffentlicht wurde, aber erst heute in meinem Newsstream auftauchte.
Marjon Baas, Janina van Hees, Ria Jacobi, Martijn Ouwehand, Robert Schuwer, Fred de Vries und Nicolai van der Woert, SURFnet, November 2015

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Warum Wikipedia nach 15 Jahren in der Krise steckt

Posted on 15 January 2016 by jrobes

Wikipedia wird diese Woche 15 Jahre alt. Wahrscheinlich hat kaum ein anderes Projekt unseren Umgang mit Informationen so verändert. Heute steht Wikipedia zwar immer noch für “open”, “user-generated content” und “wisdom of crowds”, aber es knirscht gewaltig. Leonhard Dobusch spricht sogar am Geburtstag von einer Krise: eine abnehmende Zahl freiwilliger Autoren, hohe Hürden für Neueinsteiger, ein großer Überhang an männlichen Autoren sowie Grabenkämpfe zwischen Foundation und Community. Er plädiert für ein professionelleres Community Management:

“Damit verbunden wäre mit Sicherheit der endgültige Abschied von der Utopie einer völlig selbstgesteuerten, technologiebasierten Community. Das Beispiel Wikipedia ist der beste Beleg dafür, dass rein technologische Offenheit kein Garant für soziale Offenheit ist, im Gegenteil. Für Wikipedia gilt Ähnliches wie für Facebook und Zeitungsforen, die mit Hasskommentaren kämpfen: Digitale Plattformen basieren auf Voraussetzungen, welche die digitale Technik selbst weder herstellen noch garantieren kann, ohne die sie aber auf Dauer nicht lebensfähig sind.”
Leonhard Dobusch, SZ, 15. Januar 2016

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Democratizing education? Examining access and usage patterns in massive open online courses

Posted on 04 December 2015 by jrobes

Die Autoren haben 68 MOOCs, angeboten von Harvard und MIT, untersucht, um der Frage nachzugehen, ob die offenen Online-Kurse die Bildung “demokratisieren”, also den Zugang zu Bildungsangeboten erleichtern können. Und auch sie können jetzt empirisch belegen, dass dem nicht so ist: “… we found that course participants from the United States tended to live in more-affluent and better-educated neighborhoods than the average U.S. resident. Among those who did register for courses, students with greater socioeconomic resources were more likely to earn a certificate.”

Das ist natürlich kein Qualitätsurteil über MOOCs, sondern die Überprüfung einer These, mit der einige Plattform-Anbieter 2012 angetreten sind. Aber inzwischen haben sich deren Ziele ja sowieso verschoben.
John D. Hansen und Justin Reich, Science, 4. Dezember 2015

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Open Educational Resources. A Catalyst for Innovation

Posted on 04 December 2015 by jrobes

oecd_201512.jpg

Es vergeht derzeit kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine OER-Tagung stattfindet oder eine OER-Publikation erscheint. Kostprobe gefällig? Der heutige Newsletter des Deutschen Bildungsservers weist auf zwei OER-Studien und eine kommende OER-Veranstaltung in Berlin hin; vorgestern fand in Stuttgart die OPEN! 2015 statt; und auch auf der gerade laufenden Online Educa gibt es eine Fülle an Veranstaltungen mit OER-Bezug. Die Bedeutung all dieser Aktivitäten einzuordnen, fällt inzwischen vermutlich selbst OER-Experten schwer.

Trotzdem ragt die vorliegende OECD-Publikation aus diesem Meer an Ereignissen heraus. Schon, weil sie die Verbindung zu ihrem Vorläufer, “Giving Knowledge for Free”, zieht, der 2007 erschienen ist und eine erste größere Bestandsaufnahme des Themas bot. Die Studie ist in 11 Kapitel aufgeteilt. Ihr Ziel: “It seeks to provide a state of the art review of evidence on OER practice and impacts, and evaluate the remaining challenges for OER entering the mainstream of educational practice.” (S. 3)

Die Perspektive: OER wird als “soziale Innovation” verstanden, “which can only be successful if it leads to new social practices” (S. 90).
Dominic Orr, Michele Rimini and Dirk Van Damme, OECD, 1. Dezember 2015 (pdf)

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Open Educational Practice als Schlüssel zu einer veränderten Lehr- und Lernkultur mit Open Educational Resources

Posted on 27 November 2015 by jrobes

Die Campus Innovation 2015 (#CIHH15) in Hamburg ist gerade zu Ende gegangen und schon treffen auch die ersten längeren Botschaften im Netz ein. Zum Beispiel dieser Vortrag von Kerstin Mayrberger (Universität Hamburg), dessen unmittelbare Nähe zum Projekt der Hamburg Open Online University unübersehbar ist. Kerstin Mayrberger spannt hier den Bogen von Open Educational Resources (OER) zu Open Educational Practices (OEP), die sie an einer partizipativen Lehr- und Lernkultur festmacht. Was eine solche Lernkultur auszeichnet, halten die Slides in Stichworten fest, inklusive der Ambivalenz einer “verordneten Partizipation”. Das macht schon mal auf den Vortrag neugierig, der sicher in Kürze auf den Konferenzseiten zur Verfügung gestellt wird.
Kerstin Mayrberger, SlideShare, 27. November 2015

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Studie zu Open Educational Resources in Deutschland: Entwicklungsstand und Perspektiven

Posted on 24 November 2015 by jrobes

Nach einem Jahr haben die Autoren den Status Quo in Sachen Open Educational Resources (OER) auf 27 Seiten neu vermessen. Der Fokus lag auf Deutschland und auf einem Vergleich verschiedener Aktivitäten in den einzelnen Bundesländern. Anschließend werden noch kurz drei Entwicklungsszenarien aufgezeigt: 1) “Sternschnuppe OER”, 2) “OER als Nischenphänomen”, und 3) “Flächendeckend OER”. Nur das zweite Szenario hat das Prädikat “Eintrittswahrscheinlichkeit hoch” erhalten. Insgesamt konstatieren die Autoren eine “wachsende OER-Dynamik”. Gleichzeitig “mangelt es jedoch noch an einer Öffnung der Lernmittelfinanzierung für Anbieter offen lizenzierter Inhalte”.
Leonhard Dobusch, open-educational-resources.de/ Transferstelle für OER, 21. November 2015

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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