Posted on 05 March 2010 by jrobes
Ein kleiner Baustein in einem größer werdenden Bild: Die Autoren berichten von einer Pilotstudie im Umfeld von fünf Online-Kursen, in deren Verlauf 31 Teilnehmer an einem “Twitter-Experiment” teilnahmen. Das Ergebnis: “Our preliminary findings suggest that micro-blogging activity has a great potential in increasing the motivation of participants in e-learning courses …” Der Artikel ist Teil der aktuellen Ausgabe des International Journal of Emerging Technologies in Learning (iJET). Andere Themen der Ausgabe sind u.a. Learning Management Systeme (“… Are They Knowledge Management Tools?” - mit einer wenig überraschenden Antwort) und “Sharing of Learning Material on Mobile Devices”.
Jutta Pauschenwein und Anastasia Sfiri, International Journal of Emerging Technologies in Learning (iJET), Vol. 5, Issue 1 (2010), S.22-25
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Posted on 10 February 2010 by jrobes
“Die voestalpine ist ein führender europäischer Verarbeitungskonzern mit eigener Stahlbasis und Sitz in Österreich”, heißt es auf den Seiten des Unternehmens. 11.6 Mrd. Euro Umsatz, 39.000 Mitarbeiter. Im Januar hat das Unternehmen eine interne Veranstaltungsreihe durchgeführt, um “dem Weltkonzern den digitalen Change zu erleichtern”. So weit man es erkennen kann, ging es vor allem um die Vermittlung von Grundwissen in Sachen “Social Media”. Die “digitalks” liegen jetzt in drei Teilen als Video vor, betitelt mit “From blogs to real-time Web”, “Social Media Impact und Crowdsourcing” und “Microblogging, Video und Weak ties”. Das Projekt wurde von der Konzernkommunikation initiiert, und die Videos enthalten vor allem Statements der Teilnehmer, inkl. einzelner Vorstandsmitglieder.
Mir gefällt das Projekt, das Format und die Tatsache, dass der Konzern mit eigenem YouTube-Channel, Twitter-Account und Facebook-Seite aktiv ist. Auf den Seiten von digiom heißt es: “wahrscheinlich das erste twitternde Stahlunternehmen im deutschsprachigen Raum” (dort finden sich noch weitere Infos). (via Martin Ebner)
voestalpine AG, YouTube, Januar/ Februar 2010
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Posted on 10 February 2010 by jrobes
Inzwischen stehen die meisten Referate aus der von mir moderierten LEARNTEC-Sektion zum Thema Twitter online. Kurz, was sich hinter den Titeln verbirgt: Andrea Back beschreibt, wie Twitter sich nahtlos in bekannte Szenarien einfügt: Lerngemeinschaften angehören; Lernen durch Lesen; Fragen stellen; Feedback erhalten; Karrierekontakte knüpfen (”Twitter - Begegnung mit altbekannten Lernsituationen”). Joachim Niemeier fasst Erfahrungen mit Microblogging in Form einer SWOT-Analyse (”Microblogging im Unternehmen”) zusammen. Martin Ebner und Sandra Schaffert stellen in ihrem Vortrag die Ergebnisse von fünf Fallstudien im Hochschulkontext vor (”Microblogging - Potentiale an der Hochschule”). Ihren Vortrag gibt es auch als Podcast (hier). Und ich frage mich gerade, warum die Veranstalter nicht jeden Referenten im Vorfeld bitten, seine Folien auf Slideshare zur Verfügung zu stellen …
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Posted on 29 January 2010 by jrobes
Dass auch der Economist auf der Titelseite Apple und seinem iPad die Referenz erweisen würde, war abzusehen (”The Book of Jobs”). Aber in derselben Ausgabe gibt es auch einen “special report” zum Thema “social networking”. Natürlich drehen sich viele Artikel um die Frage, wie der wirtschaftliche Faktor dieses Phänomens einzuschätzen ist. Sowohl mit Blick auf die Geschäftsmodelle von Facebook, Twitter & Co., aber auch mit Blick auf die Frage, wie Unternehmen, Branchen und Jobsuchende hier mitschwimmen können. Auch “enterprise 2.0″ ist ein Thema (”Yammering away at the office”), natürlich im bekannten Pro-und Contra-Stil, den der Economist pflegt. Die Risiken aus Sicht des Managements: fragwürdiger Nutzen, inkorrekte Kommentare sowie fehlende Kontrolle. Aber die positiven Zeichen überwiegen, “a more open workplace”, “good ideas [that] can emerge from anywhere” und “a great way to capture knowledge and identify experts”. Und der nächste Trend? Vielleicht “the rise of mobile-phone-based networking”.
The Economist, 30. Januar - 5. Februar 2010
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Posted on 11 December 2009 by jrobes
Ich werde am Montag auf dem 4. eLearning-Netzwerktag an der Goethe-Universität in Frankfurt sprechen. Da mein Thema “Trends des vernetzten Lernens” sein wird, passt dieser Beitrag von Brent Schlenker. Denn beim Stichwort Trends weist er auf die Konvergenz bestehender Technologien hin, die für ihn (und andere) viele aktuelle Entwicklungen so interessant und mächtig machen. Und für diese Konvergenz steht das “Golden Triangle” aus “mobile, social, and real-time”. Oder kurz: iPhone, Facebook und Twitter. Und dieses Muster ist, so Brent Schlenker, auch für E-Learning zutreffend. Ich stimme ihm zu, würde aber diese Trends nicht als Ablösung, sondern als Ergänzung bestehender Lernszenarien sehen. “So, can our learning content be created for mobile devices with a social element connecting us with subject matter experts that we can access in real time? I think so.”
Brent Schlenker, Corporate eLearning Strategies and Development, 7. Dezember 2009
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Posted on 04 December 2009 by jrobes
Wenige Minuten, nachdem ich letzten Freitag die Campus Innovation in Hamburg verlassen hatte, ging sie los: Die Podiumsdiskussion, die den ePortfolio-Tag der Konferenz abschloss. Und ich habe offensichtlich nicht nur die Diskussion, sondern auch den spannenden Versuch verpasst, Twitter als Backchannel zu integrieren. Kerstin Mayrberger, die in Hamburg das Podium moderierte, hat dankenswerterweise das Geschehen zusammengefasst und ausführlich bewertet. Um einen Punkt herauszugreifen: Ihr war mit Blick auf die Zahl der Podiumsteilnehmer und die verschiedenen Kommunikationsebenen die Situation schlicht zu “komplex” (ähnlich Christina Schwalbe hier). In einem Kommentar macht Frank Vohle einen aus meiner Sicht wichtigen Einwurf: Mit der Einbindung eines so dynamischen Kommunikationsinstruments wie Twitter entstehen völlig neue Szenarien, die bekannte Formate komplett verändern. Und sich hier zurecht zu finden, braucht Zeit. (Was passieren kann, wenn sich Referenten plötzlich vor einer Twitterwall wiederfinden, konnte man jüngst bei Danah Boyd (!!) nachlesen.)
Kerstin Mayrberger, M:blog, 1. Dezember 2009
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Posted on 02 December 2009 by jrobes
Es ist eine Kolumne und demzufolge finden wir mehr launige Beispiele als systematische Ableitungen. Die Autorin führt uns zuerst durch mehrere Stationen der Technologiekritik (zum Beispiel: “Das Internet ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht.”). Dann fasst sie ihre Beobachtungen in drei Thesen zusammen: Erstens scheint es etwa zehn bis fünfzehn Jahre zu dauern, “bis eine Neuerung die vorhersehbare Kritik hinter sich gebracht hat”. Zweitens hängt der geäußerte Missmut stärker vom Lebensalter des Kritikers und weniger vom Gegenstand der Kritik ab. Und um diese Fallen der stereotypen Kritik zu vermeiden, hilft ihrer Meinung nach drittens nur das Verlernen: “Mit etwas Glück hat der Staat ein Einsehen und bietet in Zukunft Erwachsenenbildungsmaßnahmen an, in denen man hinderlich gewordenes Wissen – sagen wir: über Bibliotheken, Schreibmaschinen, Verlage oder das Fernsehen – ablegen kann.”
Kathrin Passig, Merkur, Nr. 727, Dezember 2009
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Posted on 02 November 2009 by jrobes
Ich muss zugeben, dass mir die absoluten Zahlen nichts sagen: “26,4 Millionen aktive Nutzer pro Monat”?? Weitere Erklärungen zum “aktiven Nutzer” gibt uns der BITKOM nicht. Interessanter ist deshalb die Reihenfolge, was die Beliebtheit der einzelnen Netzwerke in Deutschland betrifft: StudiVZ Gruppe vor Wer-kennt-wen und Facebook. Alle mit großen Zuwächsen und Twitter mit den größten, aber noch auf Platz 10. Dann heißt es in der Pressemitteilung: “Auch im beruflichen Umfeld werden Communitys immer wichtiger.” Und hier wüßte man ja doch gerne, woran das festgemacht wurde. Leider Fehlanzeige.
Auch Technorati war wieder aktiv und hat erste Informationen seines jährlichen “State of the Blogosphere” veröffentlicht. Es liest sich fast wie ein traditioneller Branchenbericht. Immer wieder wird betont, dass Bloggen Teil der Medienlandschaft geworden ist, Blogger immer professioneller werden und die Frage, ob man mit Bloggen seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wird mehrmals und ganz selbstverständlich gestellt. Interessant ist vielleicht die enge Verquickung von Bloggen und Twittern: “73% of all bloggers use Twitter vs 14% of the general population.” Wie auch immer, ich nutze diese Zahlen als Hintergrundmaterial für Präsentationen und Artikel, aber sonst ….
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 28. Oktober 2009
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Posted on 28 October 2009 by jrobes
Es soll ja immer noch den einen oder anderen Bildungsexperten geben, an dem Twitter bis heute vorbeigegangen ist. Für diese Bildungsexperten wäre dieser Guide ideal (wenn sie denn wenigstens Blogs lesen würden …). Anyway, auch wo keine Überzeugungsarbeit mehr notwendig ist, kann man wahrscheinlich von dem einen oder anderen Tipp profitieren. Zum Beispiel, wenn es darum geht, die Zahl derer, denen man folgt, zu organisieren (”How to Effectively Tweet”). Hinzu kommen viele Hinweise auf Tools und Erweiterungen, die einem das Twittern erleichtern (”Twitter Apps and Bots You Should Know About”). Und warum das alles?
“In my opinion, Twitter is an excellent site to get involved with because of its ability to provide real time information from real people.”
Mark O’Neill, makeuseof.com, Oktober 2009
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Posted on 20 October 2009 by jrobes
“Afrigator” führte im Juli 2009 über 10.500 afrikanische Blogs auf, vor allem aus Südafrika, aber auch Nigeria, Kenia und Ägypten. Diese Community, vor allem ihr aktiver, politischer Kern ist durchaus lebendig, wie die vielen Beispiele in diesem Artikel zeigen. Bloggen im Kontext der Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007 in Kenia, Facebook als zentrale Vernetzungsplattform für politische Kampagnen und Twitter als Protestmedium gegen die Inhaftung eines Bloggers in Ägypten, dazu eine Vielzahl von länderübergreifenden Projekten und Initiativen.
“Gerade das Vorgehen gegen die neuen Medien und die afrikanischen Bloggerinnen und Blogger zeigen deren gewachsene Bedeutung für Demokratie und Meinungsfreiheit in den jeweiligen Staaten auf. Den unabhängigen Bloggern kommt nicht nur eine wichtige Funktion bei der Verbreitung aktueller lokaler Informationen zu. Mit Hilfe der neuen Medien schaffen sie auch einen Raum für gesellschaftliche Debatten und politische Mobilisierung. Der Kampf der afrikanischen Blogger-Community steht dabei erst am Anfang. Aber die Anfänge lassen hoffen, dass gerade die politische Bedeutung der noch jungen und aktiven Blogger-Community weiter wachsen wird.”
Geraldine de Bastion, Blätter für deutsche und internationale Politik, 10/2009, S. 109-115
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Posted on 14 October 2009 by jrobes
Es ist eine Sache, wenn man die Geschichte z.B. auf einer “Social Media”-Konferenz hört. Eine andere, wenn man sie im Wall Street Journal lesen darf. Das Ende der Email also. Abgelöst durch Dienste wie Twitter, Facebook und Google Wave, die die Kommunikation schneller, informeller und interessanter machen. Im Artikel wird auch angedeutet, dass die Verständigung jetzt nicht unbedingt einfacher wird. Viele Informationen zu sehen, bedeutet auch, permanent Entscheidungen zu treffen, welchen Informationen man folgen will, was einen interessiert, wem man vertraut. Und wenn ich dann den gedanklichen Sprung in die Frankfurter Vorstädte mache, weiß ich, dass diese Entwicklungen hier erst in einigen Jahren ankommen werden. Es hilft also nichts, wir werden auch die alten Kanäle noch eine Weile offen halten müssen. 179 Kommentare soweit (via Elliott Masie).
Jessica E. Vascellaro, Wall Street Journal, 12. Oktober 2009
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Posted on 13 October 2009 by jrobes
Am treffendsten finde ich Slide 6, auf dem sich eine Mitarbeiterin - um sie herum die Optionen “Public Twitter”, “Intranet-Wiki” und “Internal Microblog” - die Frage stellt: “… where should I write this up?” Weil es für viele Anforderungen immer mehr Lösungen gibt, müssen sich Mitarbeiter und Teams immer häufiger für einen Weg entscheiden. Oder es bleiben alle Wege offen und man organisiert die Integration der verstreuten Informationen. Darauf weist jedenfalls auch Dirk Röhrborn (Communardo) in seinem Vortrag hin, den er auf dem KnowledgeCamp in Karlsruhe gehalten hat. Und um für die Option “Internal Microblog” zu werben, nutzt er das bekannte SECI-Modell von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi.
Dirk Röhrborn, human network competence, 10. Oktober 2009
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Posted on 04 September 2009 by jrobes
Nachdem ich Twitter erfolgreich im Programm von KnowTech und LEARNTEC untergebracht habe, ist natürlich das Stichwort Microblogging automatisch auf meinem Radar. Diese kurze Fallstudie beschreibt die Einführung eines selbst entwickelten Microblogging-Systems in einem Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, der Communardo Software GmbH in Dresden. Die Studie ist interessant, weil sie Theorie und Praxis kurz und anschaulich verbindet. Zum einen verknüpfen die Autoren Microblogging mit einem Awareness-Konzept, weisen auf die Bedeutung intrinsisch motivierter Mitarbeiter hin und scheuen auch nicht vor einer Definition von “Enterprise Microblogging” zurück. Und zum anderen werden Einführung und Einsatz des Systems (”Communote”) seit September 2008 beschrieben und ausgewertet (via Idea Lounge)
Martin Böhringer, Alexander Richter und Michael Koch, in: Information - Wissenschaft & Praxis, 60 (2009)3 (pdf)
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Posted on 25 August 2009 by jrobes
Seth Godin: “Wenn niemand deinen Blog liest, es spielt keine Rolle! Viel wichtiger ist darüber nachzudenken, was man tut und sagt, wie man sich darstellt, ganz egal, ob es für einen Kollegen oder deine Katze ist. Sich in einigen Absätzen darüber Rechenschaft abzulegen, warum man etwas getan hat.” Tom Peters: “Meinen ersten Post habe ich im August 2004 geschrieben und keine andere Sache in den letzten 15 Jahren ist beruflich für mich wichtiger gewesen als das Bloggen.” 1:39 Minuten und der, wie ich finde, wichtige Hinweis, dass Bloggen in erster Linie Nachdenken und Reflektieren bedeutet und erst dann kommt das Publizieren mit all seinen Rückkopplungs- und Netzwerkeffekten. Und vielleicht ist es genau diese Reihenfolge, die sich bei Twitter eher umkehrt.
Seth Godin & Tom Peters, YouTube, April 2009
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Posted on 24 July 2009 by jrobes
Anfang Juni habe ich im Rahmen unseres WissensWert Blog Carnivals die Frage: „Warum twitterst Du eigentlich?” in die Runde geworfen. 32 Rückmeldungen (!) sind eingetroffen, die ich an dieser Stelle kurz zusammenfassen will. Vorneweg: Vielen Twitter-Nutzern scheint es wie mir zu gehen: Man ist neugierig auf Twitter, macht mit, ohne aber genau Rechenschaft über das „Warum” ablegen zu können. Diese Neugierde ist häufig verbunden mit dem Gefühl, über eine Sache nur reden und urteilen zu können, wenn man sich zumindest einmal auf sie eingelassen hat. Warum wird also getwittert? Ich habe drei Gründe gezählt (und unzählige kleine Motive und Antreiber …):
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Posted on 21 July 2009 by jrobes
14 kurze Videoepisoden, in denen Peter Schütt, Social Software-Evangelist bei IBM, dafür wirbt, Unternehmens- und Kommunikationsprozesse einmal ganz anders zu denken: nicht hierarchisch, sondern sozial und vernetzt. Er erzählt von Reisekostenabrechnungen am Wochenende, Social Tagging, der deutschen Angst vor Veränderung, twitternden IBM-Mitarbeitern und kleinen Jungs, die den Ball nicht abspielen. In der letzten Episode geht es konkret um Weiterbildung und hier lautet seine Botschaft: “Wir müssen alle abschreiben lernen!” Wer heute Fragen alleine löst und nicht “social” denkt, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. So ungefähr jedenfalls.
Peter Schütt im Gespräch mit Ulrike Reinhard, SCOPE 09, 9. Juli 2009
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Posted on 20 July 2009 by jrobes
54 E-Learning-Experten wurden im Frühjahr 2009 durch das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung gefragt, welche Trends das digitale Lernen bestimmen und wie die Weiterbildung im Jahr 2012 aussehen wird. Die wichtigsten Ergebnisse: In der aktuellen “Hitliste” der Lerntechnologien stehen Blended Learning-Angebote (96%) ganz oben, gefolgt von Web-based Trainings (91%) und Lerner Communities bzw. Social Networks (83%). Microblogging/ Twitter sehen derzeit nur 15 Prozent der Befragten als zukünftige Bildungstechnologie. Da die Befragung in der vorliegenden Form bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, lassen sich auch einige Entwicklungslinien nachzeichnen: So haben Podcasts und Weblogs in den letzten Jahren deutlich an Wertschätzung verloren, während Social Networking heute höher im Kurs steht als 2007.
Der aktuelle Trendmonitor enthält noch weitere interessante Hinweise: Als “wichtigste Trends” werden e-learning 2.0/ social software, game-based learning und mobile learning genannt. Man glaubt auch, dass in drei Jahren immer mehr Lerninhalte von den Anwendern selbst entwickelt werden und dass Open Source-Lernplattformen an Boden gewinnen. Ergänzt wird die Auswertung durch einige Einschätzungen des E-Learning-Marktes. Insgesamt ein für mich sehr realistisches Bild der Gegenwart und Zukunft des Online-Lernens (wenn man einmal vom Hype um games-based learning absieht).
Disclaimer: Ich war einer der 54 befragten E-Learning-Experten.
MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor I/2009
Nachtrag (26.07.2009): Einige kritische Anmerkungen zum Trendmonitor finden sich im Blog von Gabi Reinmann (”Trend-Tücken”).
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Posted on 10 July 2009 by jrobes
“Microblogging is the practice of posting small pieces of digital content — which could be text, pictures, links, short videos, or other media — on the Internet.” So beginnt ein weiterer Kurzüberblick in sieben Schritten (”Scenario”, “What is it?”, “Who’s doing it?”, “How does it work?”, “Why is it significant?”, “What are the downsides?”, “Where is it going?”, “What are the implications for teaching and learning?”). Ich weiß nicht, wie es anderen bei der Lektüre geht, aber gerade beim Einstiegsszenario möchte ich allen Pädagogen kräftig die Daumen drücken, die genau diesen Weg kopieren wollen.
EDUCAUSE Learning Initiative, 7. Juli 2009
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Posted on 06 July 2009 by jrobes
Was kommt nach dem Web 2.0, wurden Tim O’Reilly und John Battelle oft gefragt. So oft, dass sie jetzt eine Antwort riskiert haben: Web Squared. Hinter dem “Web hoch 2″ stehen Daten, gespeist von unzähligen Sensoren, die uns in real-time Informationen über unsere Umwelt und aktuelle Ereignisse zurückspiegeln. Wer am schnellsten die patterns hinter den Daten erkennt, macht das Rennen bzw. das Geschäft. Twitter ist nur ein Vorbote, “real-time indications of what is on our collective mind”. Große Worte, schöne Bilder, optimistische Prognosen. Mal sehen.
“When we started the Web 2.0 events, we stated that “the Web is a platform.” Since then, thousands of businesses and millions of lives have been changed by the products and services built on that platform.
But 2009 marks a pivot point in the history of the Web. It’s time to leverage the true power of the platform we’ve built. The Web is no longer an industry unto itself - the Web is now the world.
And the world needs our help.
If we are going to solve the world’s most pressing problems, we must put the power of the Web to work - its technologies, its business models, and perhaps most importantly, its philosophies of openness, collective intelligence, and transparency. And to do that, we must take the Web to another level. We can’t afford incremental evolution anymore.
It’s time for the Web to engage the real world. Web meets World - that’s Web Squared.“
Tim O’Reilly und John Battelle, web2summit.com, Juni 2009
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Posted on 30 June 2009 by jrobes
Wenn man diesem Artikel von Dirk Röhrborn (Communardo) und den dort angebotenen Links folgt, kann man wunderbar in eine aktuelle Diskussion zum Thema “Microblogging in Unternehmen” einsteigen. In dieser Debatte, verteilt auf verschiedene Blogs, werden viele und gute Gründe aufgezählt, warum man Microblogging einfach mal ausprobieren sollte und wie es die Kommunikation und Projektarbeit im Unternehmen positiv verändern kann: informativer, einfacher, “natürlicher” könnte sie werden; und es gibt einige Zweifler, die an Twitter denken und sofort abwinken, oder vor der nächsten Informationsüberflutung warnen. Aber gerade sie machen die Diskussion reizvoll.
Zwei Anmerkungen, die sich mir nach dieser “konzentrierten” Übersicht aufdrängen: a) Das Thema “Microblogging” wirkt in einigen Beiträgen isoliert, wenn man nur seine Vor- und Nachteile diskutiert, ohne immer wieder den Bezug zu “Projektmanagement 2.0″ herzustellen. Aus meiner Sicht ist Microblogging nur ein Baustein einer kollaborativen Kommunikations- und Informationsumgebung, die nur an wenigen Stellen heute bereits gelebt wird. In den meisten Fällen begegnen mir Laufwerke, Ordnerstrukturen und Emails plus Attachments.
b) Microblogging wird an vielen Stellen das Projektmanagement (2.0) bereichern, davon bin ich überzeugt. Doch es wird die Projektkommunikation zugleich vielfältiger und komplexer machen: verschiedenen “Mitspielern” - Kunden, Freien, Internen, dem Management, Führungskräften, Juniors, Seniors, Digital Natives & Immigrants, Fachexperten … - mit jeweils eigenen liebgewonnenen Erfahrungen, Vorlieben und Routinen steht eine wachsende Zahl von Möglichkeiten offen, miteinander zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Als Projektleiter oder Team wird man in Zukunft noch länger überlegen müssen, ob man für die Kommunikation einige Regeln definiert oder ob man es jedem Teammitglied offen lässt, seinen eigenen Weg zu wählen. Die damit verbundene soziale Kompetenz wird auf allen Seiten, ob Teamleiter oder Mitglied, zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Dirk Röhrborn, human network competence, 23. Juni 2009
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