Posted on 11 March 2010 by jrobes
Manchmal wünschte ich mir, in diese Interviews mit Experten würden etwas mehr aktuelle Bezüge einfließen. Also z.B. den Interviewten fragen, womit er sich gerade beschäftigt, warum er an diesem Ort ist, was er von der Nachricht xy oder dem gerade gehörten Statement hält, usw. Vor allem, wenn es wie im Fall George Siemens schon eine Fülle von Interviews im Netz gibt. Anyway, auch dieses Interview ist hörenswert und enthält schöne Antworten, zum Beispiel auf die Frage “Can you make friends with people you don’t know or you only “virtual”?” und zur “role of theory”. Und natürlich Einschätzungen von George Siemens zum Online-Kurs “Connetivism and Connective Knowledge (CCK)”. Dankenswerterweise gibt es eine hilfreiche thematische Gliederung des 40-minütigen Videos.
Ulrike Reinhard, Conversations At the Beginning of a New Time, 8. März 2010
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Posted on 24 February 2010 by jrobes
Und schon gibt es eine Diplomarbeit zum “Unkonferenzformat BarCamp”. Entstanden ist sie natürlich an der TU Ilmenau, wo auch 2008 das erste EduCamp im deutschsprachigen Raum stattfand. Marcel Bernatz hat sich dort die Frage gestellt, warum BarCamps so populär sind, ob sie als Lernorte funktionieren und ob sich dort Netzwerke oder gar Wissensgemeinschaften bilden. Das Rüstzeug für den empirischen Teil der Arbeit holt er sich bei Etienne Wenger (Communities of Practice) und George Siemens (Konnektivismus). Interessant ist auch das Kapitel zum Konferenzformat selbst, indem er die Spielregeln vorstellt, nach denen BarCamps “ticken” (und ich kann bestätigen, dass man sich auf dem letzten EduCamp in Hamburg ziemlich exakt daran gehalten hat!). Die Ergebnisse seiner Untersuchung bestätigen, dass BarCamps gut in diese Zeit passen. Marcel Bernatz fasst zusammen, “dass das Format die wesentlichen Charakteristiken einer Lernökologie erfüllt und sogar vorsichtig als optimale Lernumgebung bezeichnet werden kann” (S. 108). Wenn das kein Grund für einen Besuch ist …
Marcel Bernatz, 16. November 2009
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Posted on 22 February 2010 by jrobes
Es gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewußtsein dazu, die drei Kapitel eines Artikels mit “Context”, “Current” und “Future” zu überschreiben. Aber, okay, es ist Stephen Downes und er versucht hier, eloquent und assoziativ, die Zukunft des Online-Lernens zu skizzieren: “This paper describes experimentation in the development of distributed online courses and in software - particularly, the personal learning environment - that support the formation of connections between the far-flung pieces of such courses.”
Wem das noch zu allgemein ist, dem sei gesagt, dass Social Networking Technologies und Personal Learning Environments zentrale Stichworte des Artikels bilden. Wenn er von “experimentation in the development of distributed online courses” spricht, dann meint er den Connectivism-Kurs, den er zusammen mit George Siemens 2008 und 2009 durchgeführt hat. Ansonsten enthält der Artikel gerade im ersten Teil viele kluge Bemerkungen, mit denen der Autor immer wieder das Geschäftsmodell jeder Bildungsinstitution untergräbt: “First, and significantly, we often do not know what it is we want to teach the student …”
Stephen Downes, Journal of Emerging Technologies in Web Intelligence, Vol. 2, No. 1, Februar 2010
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Posted on 13 November 2009 by jrobes
George Siemens misst das Online-Lernen aus. Dabei orientiert er sich an den Ansätzen, die Google und Facebook verkörpern: “Google looked at the web and saw information to organize. Facebook looked at the same web and saw people who needed to be connected.” Hier, so George Siemens, gibt Facebook die Richtung vor, auch wenn sich so mancher mit deren Geschäftsphilosophie nicht anfreunden mag. Was bedeutet das für die Weiterbildung?
“First: Most organizations currently use a learning management system (LMS) such as Moodle or Desire2Learn. These systems are content-centric. Their objective is to organize and manage content, just as Google did in early 2000. Because higher education is particularly enamored with content, an LMS is a critical service. It’s completely the wrong model, however, and this will become increasingly apparent in the next several years.”
Aber der wichtigste Punkt ist ein anderer: “Fourth: Managing abundance and complexity requires a different view of teaching and learning than currently forms the foundation of education.”
Hier beginnen mit Blick auf die Praxis in vielen Organisationen und Unternehmen die Missverständnisse (auch bei Siemens): Denn dort, in der Weiterbildung der Organisationen und Unternehmen, geht es nicht um das Management von Komplexität! Lernplattformen werden eingesetzt, um den Umgang mit Produkten, Software oder Prozessen zu schulen oder über gesetzliche Regularien zu informieren. Diese Anforderungen sind nicht komplex, sie sind oft nicht einmal kompliziert, sondern schlicht “simple” (siehe das Cynefin-Framework von David Snowden). Wer es heute mit komplexen oder “chaotischen” Problemen im Arbeitsalltag zu tun hat, wird in den Lernplattformen dieser Welt keine Antworten finden. Da hat George Siemens wieder Recht. 22 Kommentare bis heute …
George Siemens, Connectivism, 10. November 2009
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Posted on 16 September 2009 by jrobes
Das passt natürlich hervorragend zum Start des cck09. Silke Hinrichs hat Stephen Downes’ Video-Statement “What is Connectivism? A Quick introduction to the topic of Connectivism” ins Deutsche übersetzt. Auch wenn ich sicher bin, dass Stephen Downes hier sicher genauso viele Fragen aufwirft wie beantwortet, es ist sicher für manchen eine schöne Sache, auch den zweiten Protagonisten des Kurses kurz in Wort und Bild zu erleben.
“Was ist also Konnektivismus? Das Besondere am Konnektivismus ist die These, dass Wissen buchstäblich über Verknüpfungen (=connections) verteilt ist. Wissen ist das, was entsteht, wenn Informationen von einer Verknüpfung, von einer Entität an eine andere gesendet werden.”
Silke Hinrichs’ Blog, 7. August 2009
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Posted on 16 September 2009 by jrobes
Die zweite Auflage des “Connectivism and Connective Knowledge course” hat gerade begonnen. Wieder führen George Siemens und Stephen Downes über 12 Wochen Interessierte durch das Thema, wieder heißt es “walk the talk”, denn der Kurs ist nichts anderes als die praktische Umsetzung ihrer Vorstellung von “connectivism”. Wie im letzten Jahr ist das Herzstück dieses Kurses ein Tag, “cck09″, der die verschiedenen Stränge, Diskussionen und Informationen zusammenhält. Diese Dezentralität ist vielleicht - neben dem Austausch über die Sache selbst - das wirklich Faszinierende an diesem Kurs, der zugleich mit der uns bekannten Vorstellung von Kurs brechen will.
Aber es gibt natürlich auch einige konkrete Anlaufpunkte: Der tägliche Newsletter, “The Daily”, in dem die weltweiten Aktivitäten zusammengeführt werden; ein Wiki, in dem Ablaufplan und Organisatorisches zu finden sind; eine kurze Video-Einführung von George Siemens, in der er das Experiment vorstellt, aber auch auf die Unterschiede zum letzten Jahr eingeht. Eine Moodle-Plattform mit Diskussionsforen, Recordings usw. Mehrere Konferenzen wurden dieses Mal in den Ablauf integriert. Interessierte können sich zudem an der University of Manitoba einschreiben, um ein Certificate in Emerging Technologies for Learning zu erlangen.
George Siemens und Stephen Downes, Connectivism & Connective Knowledge, 14. September - 6. Dezember 2009
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Posted on 17 March 2009 by jrobes
Anja C. Wagner hat im letzten Semester an der FHTW Berlin den Online-Kurs “Connectivism and Connective Learning” von George Siemens und Stephen Downes zum Gegenstand des Masterstudiengang-Kurses Didactics of Media gemacht. Sie und die Studierenden trieb die Frage, “inwiefern die OLPC-Initiative als angewandte, medienpolitische Form des Konnektivismus betrachtet werden kann”. Das Kursdesign - an einem globalen Kurs teilnehmen, sich mit dem OLPC beschäftigen, einen Wikipedia-Artikel schreiben - liest sich sehr spannend; allerdings lässt der kritische Erfahrungsbericht auch Fragen zurück: Denn OLPC wird hier nicht als Projekt mit seinen unzähligen Facetten, sondern vor allem als Technologie vorgestellt; und der Konnektivismus erscheint als bunte Mischung aus Lehrsätzen und Appellen. Aber ich denke, das ist noch ein Grundproblem dieses Ansatzes, mit dem ich auch an anderen Stellen zu kämpfen habe.
“Fazit: Viel Kleingärnterarbeit ist bereits erfolgt im OLPC-Universum, aber noch wenig vernetzte Anbindung der Schulen untereinander. Nicht als kolonialistische Gutmenschen-Arbeit, sondern als tatsächliche Macht der sozial Schwachen. Hier besteht noch viel Forschungs- und v.a. konkrete Aktivistenarbeit.”
Anja C. Wagner, eduFutureBlog 2.0, 19. Februar 2009
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Posted on 28 November 2008 by jrobes
Nach Microlearning jetzt also Microtraining. Wenn ich die Autoren richtig verstanden habe, geht es auch hier um kurze, arbeitsplatznahe Lernprozesse, in denen sich Mitarbeiter aktiv mit einem Thema auseinandersetzen sollen. Dabei will man offensichtlich Angebote entwickeln, die eine Brücke zwischen informellem Lernen und traditionellen Schulungen schlagen. Auch mit dem Connectivism fühlt man sich theoretisch verbunden. Das klingt alles ganz plausibel. Der Artikel selbst legt allerdings das Schwergewicht auf die Beschreibung des Ansatzes, des “microtraining workflows” sowie die Anforderungen an das Design eines Trainings oder einer Session. Das klingt sehr didaktisiert. Ob Microtraining selbst als Baustein informellen Lernens verstanden wird oder Mitarbeiter nur dafür aktivieren will, wird nicht ganz klar. Ein ausführliches Praxisbeispiel hätte diese Frage vielleicht auflösen können. Das Projekt wird übrigens im Rahmen des Leonardo da Vinci-Programms von der Europäischen Union gefördert.
“The Microtraining arrangement comprises a time span of 15-20 minutes for each learning occasion, being face-to-face, online or in a blended mode. … Knowledge transfer in companies is especially difficult for employees whose presence in the workplace is of vital importance for the primary business processes like production, operations, sales and transport. The Microtraining approach is especially suitable for those whose basic knowledge needs to be refreshed or improved and who need information for immediate use in their daily practice.”
Pieter de Vries und Stefan Brall, eLearning Papers, Nr. 11, November 2008 (pdf)
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Posted on 10 November 2008 by jrobes
Woran kann man eigentlich festmachen, ob ein offenes Online-Projekt wie der Kurs “Connectivism & Connective Knowledge” (CCK08) ein Erfolg ist? Aufmerksame Beobachter berichten von abnehmender Beteiligung in Moodle-Foren, Blogs und Live-Sessions. Nun, am einfachsten wäre es natürlich, wenn sich die Organisatoren zu Beginn klare Ziele gesetzt hätten, an denen man sie messen könnte. Doch für George Siemens und Stephen Downes ist ja bereits die Tatsache, dass CCK08 in dieser Form stattfindet, der größte Erfolg. Dann sind 24 Lerner eingeschrieben und dürfen auf ein Zertifikat hoffen. Und spätestens dann wird es schwierig: Denn der Kurs ist nichts anderes als ein Angebot, das Teilnehmer annehmen und dann für sich bestimmen können, was es ihnen gebracht hat. Selbst, wenn alle Teilnehmer übereinstimmend berichten würden, dass sie mit dem Angebot nichts anfangen konnten, wird es die Organisatoren nicht grämen. Denn dann sollte der aktive und selbstorganisierte Lerner in der Lage sein, mit seinem Feedback und seinem Input selbst die Richtung zu ändern. In der Theorie zumindest. In der Praxis wird es eine der spannenden Aufgaben in naher Zukunft sein, diese informellen Lernerfahrungen greifbar, kommunizierbar, wenn nicht messbar zu machen: als Kompetenzen, die man auf diesem Feld entwickelt hat.
Hier die passenden Selbstreflektionen eines Teilnehmers: “And as a teacher who is being a voluntary student in this experience, I really don’t have any of the student’s experience of the fuzzy end of the lollipop of power: of getting grades that seem unfair (too low or too high), of having to do assignments that seem pointless or stupid or take up too much of my time, of having to listen to someone else drone on about whatever little thing it is that they have spent their life studying, of not being able to do what I want when I want to. That’s life, we tell our students, and part of what you’re learning is to be able to adapt to the real world of deadlines, arbitrariness, and, well, power relations. Learning to be a good student means learning how to negotiate what ideally is a well-designed mock-up of a real-world situation, with some room for do-overs, hopefully with some valuable guidance from someone who knows something you don’t.” (Prof LL’s Second Life)
Connectivism & Connective Knowledge, 4. November 2008
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Posted on 07 November 2008 by jrobes
Der “Connectivism” hat es ja mittlerweile auch hierzulande in die eine oder andere Fachliteratur geschafft. Doch was ist er eigentlich? Eine vollwertige Lerntheorie? John Erpenbeck und Werner Sauter nennen ihn z.B. eine “pragmatische Lernkonzeption” (“Kompetenzentwicklung im Netz”, 2007). Oder versuchen ihre Vertreter, allen voran George Siemens und Stephen Downes, mit diesem Modell nur der wachsenden Bedeutung des Internets gerecht zu werden? Das heißt, gelten die Annahmen des “Connectivism” auch für Lernprozesse, die sich abseits virtueller Netzwerke abspielen? Und wie verhält er sich zu anderen Lerntheorien wie z.B. dem Konstruktivismus? Das sind die Fragen, die in diesem Aufsatz diskutiert werden. Und das ist der Schluss, den die Autoren aus ihren Überlegungen ziehen:
“A paradigm shift, indeed, may be occurring in educational theory, and a new epistemology may be emerging, but it does not seem that connectivism’s contributions to the new paradigm warrant it being treated as a separate learning theory in and of its own right. Connectivism, however, continues to play an important role in the development and emergence of new pedagogies, where control is shifting from the tutor to an increasingly more autonomous learner.”
Die Frage nach dem Status des “Connectivism” ist natürlich auch Thema des Online-Kurses “Connectivism and Connective Knowledge” (siehe hier) gewesen, der gerade läuft. Aber da war der vorliegende Artikel wohl schon geschrieben.
Rita Kop und Adrian Hill, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 9, No 3, Oktober 2008
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Posted on 06 October 2008 by jrobes
Auf den “Connectivism”-Kurs, organisiert von Stephen Downes und George Siemens, habe ich an dieser Stelle bereits hingewiesen. Was noch fehlte, war ein kompletter Überblick über den besonderen Charakter dieses Lernexperiments, den Stephen Downes hier nachholt. Dabei stellt er vor allem seine dezentrale Struktur heraus: “Connectivism & Connective Knowledge is not simply about the use of networks of diverse technologies; it is a network of diverse technologies. … What makes this course unique is the combination of these elements: its large size, its openness, and its for-credit status.”
Connectivism ist also Thema und Lernform zugleich! Dabei hebt Stephen Downes hervor, wie die Teilnehmer vom ersten Tag an die Gestaltung des Kurses in die eigenen Hände genommen haben: “What has been most interesting from a design perspective is how the open structure of the course has enabled students to manage their own participation.”
Bis Anfang Dezember läuft der Kurs noch. Aber ein Fazit steht bereits: “No longer is course delivery the sole provenance of the institution. With a bit of a spark, with social networks and online media, with free applications and the contributions of everyone involved, a community can create and host its own course.” Ja, aber was werden die etablierten Kursanbieter dazu sagen?
Stephen Downes, innovate (journal of online education), Vol. 5, Nr. 1, Oktober/ November 2008 (kostenfreie Registrierung notwendig)
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Posted on 12 September 2008 by jrobes
Hinter “CCK08″ verbirgt sich das Lernabenteuer, auf das sich George Siemens und Stephen Downes seit Anfang dieser Woche eingelassen haben. Ein offener Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, unterstützt mit allen Möglichkeiten der Information und des Austauschs, die das Web heute bietet. Zeit für ein erstes Resümee. By the way, es scheint viele Teilnehmer zu geben, die sich ganz auf dieses Projekt einlassen, in Foren, in Lerngruppen vor Ort, in ausführlichen Beiträgen. Ich schaffe leider nur sporadische Blicke. Aber ich habe voraussichtlich die Gelegenheit, Stephen nächsten Dienstag über seine ersten Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Projekt zu interviewen! Als Einstimmung auf seinen Beitrag auf der SCOPE 08 im Oktober. Wer mir also noch eine Frage mitgeben möchte, sei hiermit herzlich eingeladen!
“I’ll speak a bit from how I’ve seen things unfold. I’m overwhelmed. Email, Moodle, Google alerts, and live conversations have been abundant. But it has been most interesting to observe how different participants are engaging around content: Second Life communities, language translations, different aggregations, meetups, and more.
Part of the challenge this week has been to actually get into the discussion about connectivism. As can be expected in the first week of the course, we’re all trying to get oriented. In a sense, the question we’re asking this week - What is connectivism? - is what the course is hoping to have answered by the end. Many of the questions being asked now - how does connectivism differ from constructivism? In what sense is learning networked? What about power issues? Does connectivism have a suffiicent research base to even be seriously considered for implementation? - are not going to be resolved quickly. Many of these themes are the focus future weeks.”
George Siemens, Connectivism & Connective Knowledge, 11 September 2008
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Posted on 05 September 2008 by jrobes
Traditionelle Bildung beruht auf zwei Prinzipien: “bounded classrooms and hierarchical organization of information and content”. Räume und Strukturen. Doch in einer zunehmend vernetzten Welt sind längst andere Strukturen gefragt, die George Siemens mit “learning ecologies” und “learning networks” beschreibt. Aber das Beharrungsvermögen der bestehenden Systeme ist groß, wir müssen uns auf einen langfristigen Wandel einstellen. Wohin dieser Wandel führen kann, zeigt Siemens abschließend am Beispiel der Universitäten auf.
“When applied to the academic sector, dialogue about changing learning spaces and structures suggests a fundamental rethinking of classrooms, courses, and programs is needed. Given the opportunities of technology to extend access to content, experts, and peer learners, does an existing classroom model still make sense? Do one-instructor classrooms need to give way to more diverse approaches of many instructors and many peer learners? How should curriculum be developed? How much structure needs to be applied to this type of model in the development of curricula and in the planning of instruction? Does instructional design similarly need to be rethought?”
Der Artikel enthält wichtige Beschreibungen und schöne Visualisierungen einer Learning Ecology, da er aber weitgehend auf konkrete Anknüpfungspunkte in der aktuellen Bildungspolitik verzichtet, bleibt er etwas abstrakt. Aber vielleicht genau die richtige Einstimmung für den Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, der am Montag beginnt.
George Siemens, elearnspace, 28 August 2008
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Posted on 29 August 2008 by jrobes
Teemu Arina macht hier noch einmal Werbung für den “MOOC”, den “Massive Open Online Course” über “Connectivism & Connective Knowledge”, den Stephen Downes und George Siemens zwischen September und November anbieten. “Exploring emerging topics in knowledge, learning and technology, It’s going to be held online and will utilize latest Web 2.0 technologies and distributed approaches. What is more important, is that if someone is going to pull this off, it’s George and Stephen, both the most visionary and knowledgeable teachers I’ve ever had online.”
Es gibt ein Konferenz-Blog, ein Konferenz-Wiki und eine Agenda:
- Week 1: (September 7-13) What is Connectivism?
- Week 2: (September 14-20) Rethinking epistemology: Connective knowledge
- Week 3: (September 21-27) Properties of Networks
- Week 4: (September 28-October 4) History of networked learning
- Week 5: (October 5-11) Connectives and Collectives: Distinctions between networks and groups
- Week 6: (October 12-18) Complexity, Chaos and Research
- Week 7: (October 18-25) Instructional design and connectivism
- Week 8: (October 26-November 1) Power, control, validity, and authority in distributed environments
- Week 9: (November 2-8) What becomes of the teacher? New roles for educators
- Week 10: (November 9-15) Openness: social change and future directions
- Week 11: (November 16-22) Systemic change: How do institutions respond?
- Week 12: (November 23-29) The Future of Connectivism
Ich werde sicher vorbeischauen, wann immer sich die Gelegenheit bietet.
Teemu Arina, Tarina, 28 August 2008
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Posted on 22 February 2008 by jrobes
Zwölf Aktivitäten zählt George Siemens an dieser Stelle auf. Zwölf Möglichkeiten, Lernen nicht content-zentriert zu gestalten, sondern als Prozess, der die (neuen) Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit nutzt. Gemeinsam ist diesen Möglichkeiten, so Siemens, “the ability to offload content creation, learner interaction, teaching, and skill develop to a network that exists beyond classroom walls”. Und auch wenn diese Aktivitäten sich primär auf einen Kontext beziehen, wie ihn z.B. Hochschulen bieten, so ist der Grundgedanke auch für die betriebliche Weiterbildung gültig. Ein Beispiel:
“9. Provide learners with resources that will continue to feed their learning after the course is complete. Direct them to blogs, listservs, ning networks, or other communities and networks. The content of a discipline will change. When learners are “plugged in” to a network, they have the opportunity to stay current.”
George Siemens, Connectivism Blog, 15 Februar 2008
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Posted on 08 February 2008 by jrobes
George Siemens hat ein weiteres Papier veröffentlicht, das sich mit dem Lernen in der Netzwerkgesellschaft beschäftigt. Dieses Mal steht die Rolle des Lehrenden im Mittelpunkt: “But what becomes of the teacher? How do the practices of the educator change in networked environments, where information is readily accessible? How do we design learning when learners may adopt multiple paths and approaches to content and curriculum? How can we achieve centralized learning aims in decentralized environments?”
Folgende Modelle stellt er zur Diskussion: Der Lehrende als “Master Artist” (John Seely Brown), als “Network Administrator” (Clarence Fisher), als “Concierge” (Curtis Bonk) oder als “Curator”? Joachim Wedekind meint, dass auch die Diskussion dieses Papers im ITFORUM, dem Forum der Instructional Technology, einen Blick lohnt.
George Siemens, Instructional Technology Forum, Februar 2008 (pdf)
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Posted on 18 June 2007 by jrobes
Das Internet ist ja toll, um Informationen und, ja, Wissen zu vermitteln. Doch wie steht es um Kompetenzen, also die Fähigkeiten, in “unsicheren, offenen Situationen selbstorganisiert handeln zu können, ohne bekannte Lösungswege „qualifiziert“ abzuarbeiten, ohne das Resultat schon von vornherein zu kennen. …”? Braucht es dazu nicht die Praxis und ihre Unsicherheiten sowie die Zusammenarbeit mit anderen und ihr Feedback? Kein Problem, behaupten die Autoren und verbinden (in einer sehr verdichteten Darstellung!) Kompetenzforschung, Konnektivismus und Web 2.0. Das Ganze nennen sie “kompetenzzentriertes E-Learning” und demonstrieren gleich am Beispiel eines berufsbegleitenden MBA-Studienganges, wie das neue e-Learning funktioniert.
Das geschilderte Lernarrangement umfasst Prozesse der Kompetenzmessung, Workshops, Seminare, selbstorganisierte Lernphasen (unterstützt durch Social Software) sowie Einzellernen, Lerntandems , Lerngruppen und schließlich eine Master-Thesis. Das passt zum Rahmen eines MBA-Studienganges. Sollen andere, breitere Zielgruppen angesprochen werden, müssen viele der geschilderten Prozessschritte wohl stärker in die tägliche Arbeit integriert werden. Und das Szenario steht noch aus.
John Erpenbeck und Werner Sauter, in: Personalwirtschaft, 2/2007 (pdf)
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