Archive | Online-Communities

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The Importance of Elgg in the Future of Learning

Posted on 12 May 2010 by jrobes

Der Titel des Beitrags wirkt sehr “mächtig”, als ob an Elgg das Wohl und Wehe des Lernens hängt. Elgg, kurz eingeschoben, ist eine in der Learning Community bekannte und verbreitete Social Networking Plattform (Open Source). Dass sie es derzeit in die Schlagzeilen schafft, hängt damit zusammen, dass eine andere Social Networking Plattform, nämlich Ning, kürzlich ihr Geschäftsmodell geändert hat. Die Community ist verunsichert: Wo wird das informelle Lernen, wo werden PLEs künftig eine Heimat haben? George Siemens, und jetzt bin ich wieder beim Titel, votiert für Elgg. In den zahlreichen Kommentaren werden die Alternativen diskutiert - von Wordpress/ Buddypress, über das jetzt kommerzielle Ning, bis zu Drupal. Nur Moodle fällt nicht …
George Siemens, elearnspace, 6. Mai 2010 

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Branchenwissen auf einen Klick

Posted on 28 January 2010 by jrobes

Vor fast genau einem Jahr durfte ich als Gastreferent an der KickOff-Veranstaltung der “Mediencommunity 2.0″, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Pilotprojekt, teilnehmen. Seit Oktober 2009 ist das integrierte Branchenportal der Druck- und Medienindustrie online und will vor allem die Beschäftigten kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) zum selbstorganisierten Lernen motivieren. In der aktuellen Personalführung wird jetzt ausführlich über die Ziele des Projekts, die Angebote der Community und erste Erfahrungen berichtet. Wer keinen Zugriff auf den Artikel hat, kann sich im Netz ein eigenes Bild von der “Mediencommunity 2.0″ machen. Spannend ist vor allem, wie konsequent hier Web 2.0-Instrumente und -Funktionen eingesetzt werden, um die Angebote der Community (”Wissen + Nachschlagen”, “Vernetzen + Mitmachen”, “Lernen + Lehren”) zu unterstützen und, wenn alles gut läuft, mit dem Input der Nutzer weiterzuentwickeln.

“Die Mediencommunity will alle verfügbaren fachspezifischen Informationen an einem Ort bündeln. Sie will zugleich die Wikipedia, das Xing und die Akademie.de der Branche sein.”
Anne König, Ulrike Schraps, Lutz Goertz, in: Personalführung, 2/2010, S. 50-56

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So many communities … so little time. What makes a community successful?

Posted on 26 January 2010 by jrobes

Autor Kevin Jarrett ruft jedem Community Manager eine Frage zu, die er sich stellen sollte: “What is the problem your community is trying to solve?” Darüber hinaus lässt er uns an einigen interessanten Erfahrungen teilhaben, hält einige Links zum Thema fest, macht eine kurze Verbeugung vor der Erfolgs-Community Classroom 2.0 und erinnert an Jakob Nielsen’s “90-10-1″-Regel. Was Kevin Jarrett im Blick hat, sind “Ning”-Communities, also Communities of Interest oder Practice, aber nicht die losen Netzwerke der Blogosphere oder Twitter und hier, bei den Unterschieden, könnte die Diskussion interessant werden bzw. hätte interessant werden können.
Kevin Jarrett, NCS-Tech, 13. Januar 2010 

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Learning Communities in Unternehmen: Der »Missing Link« auf dem Weg zum Workplace Learning

Posted on 12 November 2009 by jrobes

Es geht um die Weiterentwicklung von E-Learning, die Umsetzung von Workplace Learning und die Rolle, die Learning Communities dabei spielen können. Der Fokus, so die Autoren, liegt zukünftig immer weniger auf Web-based Trainings und immer mehr auf den Mitarbeitern und ihren Beziehungen zueinander:
“Eine Learning Community ist eine Gemeinschaft von Personen, die ein gemeinsames Lerninteresse oder ein gemeinsamer Lernauftrag verbindet. Gemeinsame Lernziele werden durch kollaboratives Handeln und gemeinsame Reflexion erreicht. Eine Learning Community in einem Unternehmen ist immer in einem Arbeitskontext situiert, wird durch internetgestützte Groupware-Software ermöglicht und ist damit eine wesentliche Komponente von Workplace Learning.”

Auch wenn es die Autoren nur vorsichtig andeuten: Die “ideale” Learning Community verschwindet in einer Business Community (Community of Practice), die den Rahmen für das erwähnte Workplace Learning bildet. Von daher ist die Learning Community ein Übergangsmodell, das es (noch) braucht, um strukturierten Lernprozessen einen Ansatzpunkt zu bieten. Interessant auch, dass die Autoren die Pflege der Learning Community in die Hände eines “Community Managers” legen. Diese Bezeichnung ist in jüngster Zeit immer häufiger zu hören bzw. zu lesen. Wenn dieses Rollenprofil noch etwas an Konturen gewinnt (den Bundesverband Community Management gibt es ja bereits), wird der Community Manager schnell den “Tutor” und “Online-Moderator” ablösen bzw. in sich aufnehmen. Insgesamt ist der Artikel eine gute Mischung aus grundsätzlichen Anmerkungen und konkreten Arbeitshilfen.
Daniel Stoller-Schai und Laetitia Bünger, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 30. Erg.-Lfg., Oktober 2009 (pdf)

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26 Millionen Aktive bei sozialen Netzwerken

Posted on 02 November 2009 by jrobes

Ich muss zugeben, dass mir die absoluten Zahlen nichts sagen: “26,4 Millionen aktive Nutzer pro Monat”?? Weitere Erklärungen zum “aktiven Nutzer” gibt uns der BITKOM nicht. Interessanter ist deshalb die Reihenfolge, was die Beliebtheit der einzelnen Netzwerke in Deutschland betrifft: StudiVZ Gruppe vor Wer-kennt-wen und Facebook. Alle mit großen Zuwächsen und Twitter mit den größten, aber noch auf Platz 10. Dann heißt es in der Pressemitteilung: “Auch im beruflichen Umfeld werden Communitys immer wichtiger.” Und hier wüßte man ja doch gerne, woran das festgemacht wurde. Leider Fehlanzeige.

Auch Technorati war wieder aktiv und hat erste Informationen seines jährlichen “State of the Blogosphere” veröffentlicht. Es liest sich fast wie ein traditioneller Branchenbericht. Immer wieder wird betont, dass Bloggen Teil der Medienlandschaft geworden ist, Blogger immer professioneller werden und die Frage, ob man mit Bloggen seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wird mehrmals und ganz selbstverständlich gestellt. Interessant ist vielleicht die enge Verquickung von Bloggen und Twittern: “73% of all bloggers use Twitter vs 14% of the general population.” Wie auch immer, ich nutze diese Zahlen als Hintergrundmaterial für Präsentationen und Artikel, aber sonst ….
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 28. Oktober 2009

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How Canadians’ Use of the Internet Affects Social Life and Civic Participation

Posted on 07 May 2009 by jrobes

Es gibt - immer noch - die weit verbreitete Meinung, dass die intensive Nutzung des Computers und des Internets zu Lasten von direkten und persönlichen Kontakten geht. Die Zeit, die man vor dem Rechner verbringt, fehlt für Gespräche und Begegnungen - und das ist schlecht. Wenn man dann noch populäre Studien wie z.B. Robert Putnam’s “Bowling Alone” hervorholt, die den Niedergang des bürgerschaftlichen Engagements beklagen, ist das Bild fast rund. Es gibt aber auch Stimmen, die diese Veränderungen anders beschreiben und bewerten. Sie weisen unter anderem darauf hin, dass sich unser Alltag immer schwieriger in “online” und “offline” teilen lässt und dass eine Vielzahl der Netzaktivitäten heute gerade der Pflege sozialer Beziehungen dienen (siehe z.B. “The Strength of Internet Ties”). In diesem Zusammenhang ist auch diese Studie interessant, und Barry Wellman, einer ihrer Autoren, ist einer der renommiertesten Community-Forscher.

“Although there has been much talk about negative effects of the Internet, the evidence presented here does not support the notion that the Internet is increasing social isolation. Rather, research is showing that the Internet is fostering participation with community members and in social organizations. To a great extent, this is basically an enhancement of existing relationships - people now have other media to connect them.”
Ben Veenhof, Barry Wellman, Carsten Quell und Bernie Hogan, Statistics Canada, 2008

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Mixxt vs. Ning – wer bietet euch die bessere Community

Posted on 28 January 2009 by jrobes

Wer sich derzeit mit Community-Portalen und offenen Lernumgebungen beschäftigt, steht vor einer wachsenden Auswahl an Systemen. Viele davon sind Open Source, setzen aber in der Regel unterschiedliche Akzente. Wer auf ein strukturiertes, kursbasiertes Konzept setzt, landet vielleicht bei Moodle; wer ein CMS mit integrierten Web 2.0-Features möchte, bei Drupal; oder man versucht es mit einem Wiki. Oder man wählt eine Plattform, die die Community-Idee in den Mittelpunkt stellt, wie z.B. Ning oder Mixxt. Christoph Till hat hier einen nützlichen Vergleich beider Systeme erstellt. In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal an das lesenswerte Resumee Michele Martins erinnert, die vor einigen Wochen mit Blick auf ihren offenen Online-Kurs auch die verschiedenen Optionen abwägte. Und an Dave Cormier, der sich gerade in “How to choose the right CMS for Education” mit Wordpress, Moodle und Drupal auseinandergesetzt hat.
Christoph Till, Daily Pod, 16. Januar 2009

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Social networks that matter: Twitter under the microscope

Posted on 09 January 2009 by jrobes

Es war Michael Kerres, der gestern angesichts der aktuellen Begeisterung ums Microblogging meinte, dass der Mediendidaktik die Fragen wohl so schnell nicht ausgehen werden. Die Autoren dieses Artikels sind gleich zur Tat geschritten und haben sich die Twitter-Netzwerke einmal genauer angeschaut. Um die wirklichen Beziehungen zwischen Twitter-Nutzern zu erkennen, haben sie neben “followers” und “following” eine weitere Verbindung ausgemacht: nämlich die Personen, an die man direkte Nachrichten (erkennbar am @username) richtet und die sie “friends” nennen. Die Zahl dieser “friends”, so ein Ergebnis ihrer Auswertung, bestimmt, wie aktiv ich in Twitter bin. Und sie gibt den Blick auf ein zweites und vielleicht interessanteres Netzwerk frei:

“Many people, including scholars, advertisers and political activists, see online social networks as an opportunity to study the propagation of ideas, the formation of social bonds and viral marketing, among others. This view should be tempered by our findings that a link between any two people does not necessarily imply an interaction between them. As we showed in the case of Twitter, most of the links declared within Twitter were meaningless from an interaction point of view. Thus the need to find the hidden social network; the one that matters when trying to rely on word of mouth to spread an idea, a belief, or a trend.”
Bernardo Huberman, Daniel M Romero und Fang Wu, First Monday, Vol. 14, Number 1, 5. Januar 2009

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Deconstructing the Work Literacy Learning Event

Posted on 08 December 2008 by jrobes

In den letzten Wochen haben ja verschiedene längere Online-Kurse stattgefunden, die direkt die Bildungs-Community ansprachen, unter anderem der “Work Literacy online learning event”. Michele Martin war eine der Organisatoren und zieht hier ein ausführliches Resümee. Die Stichworte, die sie liefert, sind sicher auch in anderen Zusammenhängen interessant. So zum Bespiel, wenn sie ihre Entscheidung für Ning (Community) und gegen Moodle (CMS/LMS) und Wordpress (Blog) als Kurs-Plattform reflektiert. Sie betont auch, dass die dezentrale, offene Struktur dieses Events für sie bedeutet hat, immer wieder die einzelnen Fäden durch Verlinkungen und eigene Beiträge zusammenzuführen. Ein kürzerer Kurs und mehr Struktur stehen deshalb auch auf ihrer Liste für den Fall einer Wiederholung. Und war der Kurs jetzt ein Erfolg? Abgesehen von der abnehmenden Beteiligung (mit der aber zuweilen auch ein einstündiges Webinar zu kämpfen hat) zieht Michele ein positives Fazit:

“What I do think we managed to do was create and foster a community of practice that, for a period of time, brought together a large group of people who wanted to work together on learning about using Web 2.0 tools for learning. Through this network of connections and discussion, we also created an excellent resource that will be available to other people who may want to explore these tools on their own, at their leisure.”
Michele Martin, The Bamboo Project Blog, 14. November 2008 

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Renaissance der Community

Posted on 10 October 2008 by jrobes

Ich habe immer Hemmungen, im Rahmen einer Präsentation Themen auf einfache ToDo-Listen oder Tipps runterzubrechen. Welchen Rat auch immer ich so geben würde, er würde im Einzelfall nie passen. Auf der anderen Seite stelle ich spätestens am Vortag einer Konferenz fest, dass mir wieder einmal die Zeit gefehlt hat, ein Thema systematisch und mit einer klaren “Botschaft” vorzustellen. So stellt auch die vorliegende Präsentation nicht mehr als eine erste Annäherung dar.

Eine kurze Lesehilfe: Es geht um Communities und Netzwerke und das Potenzial, das Web 2.0 hier Organisationen und Unternehmen eröffnet. Notwendig ist es aus meiner Sicht, sich auf diesem Weg mit vier Fragestellungen auseinanderzusetzen: 1) Steuerung vs. Selbstorganisation; 2) Offenheit vs. Geschlossenheit; 3) Formal vs. Informell; 4) Individuum vs. Community.
Jochen Robes, KnowTech 2008, Slideshare, 9. Oktober 2008

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Professional social networking

Posted on 26 September 2008 by jrobes

Kurze Porträts von LinkedIn (29 Millionen Mitglieder) und Xing (6,5 Millionen). Nichts Neues, aber der Hinweis, dass ihr Erfolg auch andere Player anziehen mag: “American newspapers such as the New York Times and the Wall Street Journal are adding networking features to their websites. These are mainly meant to get readers to stick around, but they could grow into alternatives to professional social networks. And then there are the professional associations for which moving online would be only natural, but which have been a surprising no-show in social networking so far, according to a recent study by Outsell, another market-research firm.”
Economist, 25. September 2008    

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Forums vs. Social Networks?

Posted on 16 September 2008 by jrobes

Eine Frage, die immer wieder einmal auftaucht: Ein Unternehmensbereich will die Zusammenarbeit seiner Mitarbeiter verbessern und denkt in die Richtung einer neu aufzusetzenden “Community”. Natürlich will man heute gerne an den technischen Möglichkeiten und aktuellen Erfahrungen ansetzen, die sich im Internet bieten. Zugleich erinnert man sich aber auch noch gut an vergangene Versuche, als man selbst eine Forums-Software einführte und das “Global Directory” um Informationen erweiterte, die an Yellow Pages erinnerten. Was ist also jetzt der richtige Ansatz? Was macht den Unterschied? Vor ähnlichem Hintergrund trennt Tony Karrer zwischen “Forum/ Threaded Discussion/ Group” auf der einen Seite und “Social Networks” auf der anderen: Erstere, so Tony Karrer, “center around threaded discussions”, letztere “center around individuals”. Wobei er selbst darauf hinweist, dass es häufig eine Frage der Betonung oder Perspektive ist, ob man eine Lösung der einen oder anderen Seite zuordnet. Und er lässt uns an seinen Gedanken teilhaben:

  • “Longer-term we want to have more of a social network where people will become more social, interact in a myriad of different ways, create groups within the site, and generally will take it into classic social network realms.
  • Short-term we want this to be really simple to get into. I’m especially concerned about the user who would want to be a heavy user - contributing lots of ideas - but who has never used a social network. Possibly they’ve never used threaded discussions either.”

Tony Karrer, eLearning Technology, 15 September 2008

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Die große Zeitvernichtungsmaschine - Are Social Networking Sites Useful for Business?

Posted on 22 August 2008 by jrobes

Während der brave Weiterbildner noch über neuen Qualifizierungskonzepten brütet, geht der Entrepreneur das Thema direkt an. Von wegen Bildung, Business zählt! Friedhelm Weidelich hat sich deshalb geopfert und die Community-Plattform Xing auf ihren wahren Nutzwert abgeklopft. Mit ernüchterndem Ergebnis: “von Business fast keine Spur”, “Spielwiese für Singles” und dann etwas, mit dem der Autor wirklich nicht rechnen konnte: Xing kostet “viel Zeit”, ja, “unglaublich viel Zeit”! Da hält man sich doch lieber an die realen Netzwerke und die wirklichen Freunde, vor allem die, die keine Zeit kosten!

Ganz anders die Amerikaner! Hier fragt man nicht, ob “social networking sites” dem Business helfen, sondern nur wie! “Complementary to your online presence” zum Beispiel. Und: “to establish credibility”. Schließlich: “It puts a human face on your business and allows people to get an impression of what a relationship with you would be like.” Na also!

Friedhelm Weidelich, FAZ.NET, 14 August 2008
Karen E. Klein, Business Week, 6 August 2008

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The Social Affordances of the Internet for Networked Individualism

Posted on 08 August 2008 by jrobes

Für die KnowTech habe ich versprochen, etwas zum Stichwort “Communities” beizutragen. Bei meinen Recherchen bin ich auf diesen spannenden Artikel von Barry Wellman u.a. gestoßen. Er ist zwar schon einige Jahre alt, bringt aber viele Entwicklungen hervorragend auf den Punkt: Das Internet, so die Autoren, unterstreicht einen allgemeinen Trend, der in westlichen Industriegesellschaften zu beobachten ist: nicht mehr lokal verankerte Communities oder Gemeinschaften bilden hier das soziale Gerüst, sondern etwas, das als “networked individualism” beschrieben wird.

Technologien wie das Internet und Mobile Phones verbinden heute Menschen, nicht Orte. Jeder ist individuell erreichbar. Die Person (und nicht mehr z.B. ein Haushalt) wird zum “portal” und “switchboard”. “In effect, the Internet and other new communication technology are helping each individual to personalize his or her own community. This is neither a prima facie loss nor gain in community, but rather a complex, fundamental transformation in the nature of community.”

“Networked individualism”: Mit Hilfe des Internets tauschen sich Menschen heute in einer Reihe von Communities aus, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und unterschiedlich engagiert. Lokale Communities und arbeitsbezogene Communities (of Practice) sind Teile dieses Puzzles. “Yet in a person’s ‚glocalized’ world (!) extensive local involvements fit together with far-flung communities of friendship, kinship and shared interest.”
Die Autoren gründen ihre Thesen auf einer Reihe empirischer, in verschiedenen Ländern durchgeführter Studien. Mit vielen weiteren Literaturhinweisen.
Barry Wellman u.a., Journal of Computer-Mediated Communication (JCMC), Vol. 8, No. 3, April 2003

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Building a collaborative workplace

Posted on 24 April 2008 by jrobes

Im Mittelpunkt dieses nützlichen Textes steht die Unterscheidung von drei Kollaborationstypen: Teams, Communities und Netzwerke. Von Teams zu Netzwerken werden dabei die Bindungen zwischen den Teilnehmern immer informeller. Andererseits erhöht sich die Reichweite der Kommunikation. Wer als Unternehmen Wert und Notwendigkeit von “collaborative workplaces” erkannt hat, kann, so die Autoren, an folgenden Punkten die Hebel ansetzen:
“- Foster collaboration leadership and support
- Communicate the fruits of collaboration
- Implement collaboration tools (!!)
- Start communities of practice (!!)”
Und auf Seite 4 kann man 15 Fragen beantworten, um herauszufinden: “How is your collaboration culture?”
Shawn Callahan, Mark Schenk und Nancy White, Anecdote, 21 April 2008 (pdf)

Nachtrag: George Siemens weist darauf hin, dass die hier vorgeschlagene Taxonomie auf einen Artikel von Jon Dron und Terry Anderson (”Collectives, Networks and Groups in Social Software for E-Learning”) zurückgeht.

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Seven Habits of Highly Connected People

Posted on 03 April 2008 by jrobes

Wie verhalten wir uns in Netzwerken? Die Ratschläge von Stephen Downes zielen nicht auf “guten Umgang”, sondern auf eine, sagen wir, “richtige Balance”. Konkret:
1. Be Reactive
2. Go With The Flow
3. Connection Comes First
4. Share
5. RTFM
6. Cooperate
7. Be Yourself

Ich greife einfach mal zwei Punkte heraus. Da ist “Share”:
“We’re all heard the advice to “think win-win”. Forget that advice. If you follow that advice, you will always be looking at things and saying, “what’s in it for me?” That’s exactly the wrong attitude to have in a connected world.
The way to function in a connected world is to share without thinking about what you will get in return. It is to share without worrying about so-called “free-riders” or people taking advantage of your work.”

Genau, und für sich selbst wird man sicher eine Form finden, das “share” umzusetzen. Aber im Geschäftsalltag, in dem jede Information eine potenzielle unique selling proposition sein könnte, stößt dieses Prinzip, fast möchte ich sagen: naturgemäß, auf Misstrauen.

Und dann RTFM: “RTFM stands for ‘Read The Fine Manual’ (or some variant thereof) and is one of the primary rules of conduct on the internet.
What it means, basically, is that people should make the effort to learn for themselves before seeking instruction from others.”

Liebe Studierende, die Ihr vor Euren Diplomarbeits-Themen sitzt und die Online-Communities als bequeme Ressourcen entdeckt habt: Bitte lest das!
Stephen Downes, Lisa Neal’s Blog, 3 April 2008

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Between Friends

Posted on 29 February 2008 by jrobes

Man muss kein großer Prophet sein, um hier einen Trend zu erkennen. Auslöser ist die Popularität von Social Networking Sites wie MySpace, Facebook oder Xing. Mit ihnen ist zugleich der Wunsch gewachsen (oder sollte man vielleicht besser sagen: wieder erwacht?), mehr über die Dynamik unserer Netzwerke zu erfahren. Genauso interessant sind natürlich auch die Beziehungen, die sich z.B. in wechselseitigen Blog-Kommentaren und Verweisen, in unseren Emails und Instant Messages manifestieren. Das ist Gegenstand der Social Network Analysis und einer Vielzahl von Versuchen, diese Netzwerke zu visualisieren. Fast wöchentlich erscheinen derzeit neue Tools und Plugins, viele mit interessanten Ideen und Ansätzen. Das ist auch Gegenstand dieses Artikels.

“The idea of a social graph - a representation of a person’s network of friends, family, and acquaintances - gained currency last year as the popularity of online social networks grew … The push to understand the nature and potential value of links between people online has led to imaginative ways to represent such networks.” (via George Siemens)
Erica Naone, Technology Review, März/ April 2008

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Social Networking in Education

Posted on 16 January 2008 by jrobes

“Networks” und “Communities” sind Themen, die auch in Unternehmen wieder hochaktuell sind. Zwar heißt es selten explizit: “Wir wollen für unsere Kundenberater eine Community aufbauen!” Aber wenn es zum Beispiel darum geht, für Auszubildende ein Wiki als Austauschplattform zu nutzen; oder Mitarbeiter aufzufordern, “Best-Practices” oder “Tipps & Tricks” festzuhalten, dann heißt es immer wieder, dass man auf diesen Wegen vor allem die direkte Kommunikation zwischen den Mitarbeitern fördern will.

Warum dieser Vorspann? Weil Steve Hargadon mit seinem Artikel, der im Kern eine Linksammlung mit Verweisen auf verschiedene Social Networks (mit Ning als Grundlage) ist, hier eine Menge Phantasie freisetzt. Allein, wenn man sich die Seite Classroom 2.0 anschaut, die auch im Dezember mit einem edublog-award ausgezeichnet wurde!

“There’s an interesting change afoot, and it relates to the use of social networking in education.

MySpace and Facebook are just two examples of social networking sites, but unfortunately, their early prominence has created a stigma around social networking that the technology itself doesn’t deserve. The understandable concerns created by these early and popular networks have overshadowed some amazing changes that are taking place in educational environments when the tools of social networking are being used with students and teachers.” (via Stephen Downes)
Steve Hargadon, Infinite Thinking Machine, 15 Januar 2008

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Communties of Practice

Posted on 02 October 2007 by jrobes

Was kann passieren, wenn Theorie und Praxis aufeinandertreffen? Zum Beispiel das Folgende: “However, the quite ambitious aim to “create” a number of Virtual Communities of Practice from scratch turned out to be even harder than envisaged. … Although the concept and the advantages of sharing knowledge in Virtual Communities of Practice may be quite clear to the researcher, SMEs in tourism, however, often were not able to see an actual advantage in such a community.”

Die Theorie konstatiert Bedarf, doch die Praxis will nicht so Recht! Dieses erfrischend ehrliche Eingeständnis findet sich in einem Artikel, der sich mit der Entwicklung von Virtual Communities in der Tourismus-Branche beschäftigt (”Soziale Software und die Etablierung virtueller „Communities of Practice” in der Tourismusbranche”).

Überhaupt sind Communities of Practice das Thema der aktuellen Ausgabe der elearning papers. Und das heißt natürlich immer wieder Zitate von und Verweise auf Etienne Wenger! Dazwischen Nützliches: Ein Artikel zählt Vorteile, Barrieren und Erfolgsfaktoren von CoPs und virtuellen Lerngemeinschaften auf. In einem anderen geht es um die Anforderungen, die CoPs an das Wissensmanagement stellen, nämlich: “… to formalize tacit knowledge, to archive mutual resources and to make them retrievable and reusable” (”Wissensmanagement in „Communities of Practice”: Bedarfsanalyse und Entwicklung von Diensten”).

Und dann die widerstrebende Tourismusbranche, in der, überraschenderweise (?), Konkurrenz über Zusammenarbeit siegt. Das erinnert mich an ein Zitat von Dave Snowden: “I was an observer in a debate recently on the question of whether a community of practice had to be self-organising, or if it could be directed. My own view is that communities can evolve, but cannot be designed top down.” Da ist Einiges dran!
elearning Papers, Nr.5, 2007

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Lernen in Unternehmen heute - aktuelle Trends

Posted on 24 September 2007 by jrobes

Am Samstag war ich Gast im Medical Solutions Training Center der Siemens AG in Erlangen. Anlass war die Auszeichnung von ca. 50 Trainern zu “Siemens Professional Trainern”, genauer gesagt, die feierliche Übergabe der Zertifikate. Ich war gebeten worden, im Rahmen dieser Veranstaltung etwas über Trends in der betrieblichen Weiterbildung zu erzählen. Also etwas über das “andere” Lernen, das sich außerhalb der formellen Trainings, der Seminare, Workshops und Kurse abspielt. Meine Stichworte waren u.a. Kompetenzen, informelles Lernen, Communities, Web 2.0 und digital natives. Und ich hatte das Gefühl, dass man bei Siemens offen für diese Entwicklungen ist. Vor allem die Möglichkeiten, ja, Notwendigkeiten, Kommunikation und Informationsaustausch in Netzwerken und Communities zu fördern, wurde mehrmals an verschiedenen Stellen betont.

Einmal in Erlangen gab es am Vorabend gleich eine Preview dieses Vortrages in den Räumen der Cogneon GmbH, die Gastgeber des Wissensmanagement-Stammtisches Mittelfranken waren. Dass dort an einem Freitag Abend über 20 Interessierte zusammenkamen, hat mich überrascht und gefreut!
Jochen Robes, Slideshare, 24 September 2007
[Kategorien: Kompetenzen, Informelles Lernen, Online-Communities, Web 2.0, digital natives/ net generation, Trends in der Weiterbildung]

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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