Posted on 19 August 2010 by jrobes
Die Interviews mit Repräsentanten von Anbietern wie IMC, Cornerstone, Outstart, SumTotal u.a. sind schon ein paar Wochen alt, bieten aber einen guten Überblick über einige zentrale Trends auf dem LMS-Markt. Drei Themen wiederholen sich immer wieder: a) das Bemühen der LMS-Anbieter, nicht nur “(e-)learning”, sondern mit Recruiting-, Performance-, Skill- und Competency-Management-Modulen mehr und mehr Facetten des HR Managements abzubilden (Stichwort: Talent Management); b) Software-as-a-Service-Modelle (SaaS), die fast alle großen LMS-Anbieter heute im Portfolio haben, um neuen Zielgruppen bedarfsgerechte Lösungen anbieten zu können; sowie (c) die Integration von “collaborative Tools” (auch “social learning” oder “informal learning), die den Austausch in Communities bzw. mit Trainer und Experten erleichtern. Weitere Stichworte der Interviews sind Mobile Learning sowie die Unterscheidung von LMS und LCMS. (via LearnChamp)
Sébastien Fraysse, LMS Selection, 25. Juni 2010
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Posted on 16 July 2010 by jrobes
Vorneweg: Der Artikel könnte auch “Personal Learning Environments” oder “Social Media in Education” heißen. Aber er will aufzeigen, dass der Weg nicht über die Lernplattform einer Hochschule führen muss, wenn man diese Tools und Instrumente in Lernprozessen nutzen will. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder? Wobei der Artikel nicht die Ablösung von Lernplattformen thematisiert, sondern die Vorteile eines offenen, von Lehrenden und Lernenden selbst gesteuerten Ansatzes: “The use of LMS alternatives encourages faculty and students alike to see learning as an evolutionary process where effective tools are emerging constantly.”
EDUCAUSE, 15. Juli 2010
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Posted on 28 May 2010 by jrobes
Die Autoren wählen einen bewährten Einstieg: Wenn es um eine Architektur für das lebenslange Lernen geht, kann nicht die Lernplattform einer einzelnen Bildungsinstitution die Antwort sein. So weit, so gut. Aber wie könnte ein wirklich lernerzentriertes Szenario aussehen, das dieser Vorgabe gerecht wird? Die bisherigen Diskussionspunkte, so die Autoren, sind unbefriedigend. Konzepten wie “Personal Learning Environments” (PLE) und “Lifetime Personal Webspace” (LPWS) fehlt vor allem individueller Kontext im Zusammenspiel verschiedener Online-Services. Vor diesem Hintergrund wird ein “portabler Agent für Kontext-, Kollaborations- und Content-Services” beschrieben, der genau das leisten soll:
“Basierend auf ihren individuellen Kontexten und Lernprofilen oder -zielen erhalten Lernende so Zugriff auf spezifisch abgestimmte Informations- und Wissensressourcen (z. B. Netzwerke, Inhalte, Kompetenzen) und Kollaborationsmöglichkeiten.” Weitere Details, wie z.B. die Integration dieses “Agenten” in eine übergreifende Informationsarchitektur, liefert der Artikel.
Meine Fragen bleiben auch nach der Lektüre bestehen: Denn die PLE ist eine Idee, die sich qua definitionem nicht in eine bestimmte Architektur übersetzen lässt. Nichtsdestotrotz sind Konzepte wie das Vorliegende wichtige und notwendige Konstrukte, um meine persönliche PLE zu entwickeln. Zugleich schlage ich vor, den Begriff der “persönlichen Lernumgebung” zu streichen und sich auf seine Bausteine - die Autoren nennen “persönliches Wissensmanagement” und “Vernetzung” - zu konzentrieren. Denn wenn ich als Subjekt in der Lage bin, lebenslanges Lernen autonom zu gestalten und zu steuern, werden meine persönliche Lern- und meine persönliche Arbeitsumgebung zusammenfallen.
Sabine Zauchner u.a., in: Nino Tomaschek, Elke Gornik (Hrsg.) The Lifelong Learning University – Perspektiven für die Universität der Zukunft. 2010 (pdf)
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Posted on 20 May 2010 by jrobes
Dieses Manifest ist schon ein paar Tage alt, aber erst kürzlich an irgendeiner Stelle meines Netzwerks aufgetaucht. Auch Matt Crosslin treibt die Frage, wie zukünftige Lernumgebungen aussehen können und auch seine Perspektive ist “to turn the LMS inside out”: “Our goal with the SLE is two fold: to aggregate student Personal Learning Networks (PLN) and make the teacher’s administrative task easier in the process.”
Der Artikel beschreibt sehr detailliert, mit konkreten Beispielen und aus verschiedenen Perspektiven (Lehrer/ Student), wohin die Reise gehen könnte. Im Mittelpunkt dieses SLE-Szenarios stehen Tags und RSS.
Matt Crosslin, EduGeek Journal, 18. März 2010
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Posted on 11 May 2010 by jrobes
Jane Hart hat den Anfang gemacht und letzte Woche ein “5-stage model of workplace learning” entworfen. Jay Cross hat kleinere Modifizierungen vorgenommen und das Ganze “5 Stages of Workscape Evolution” genannt. Hier einige Zeilen aus seinem Beipackzettel:
“LMS have their place: opening up and tracking performance of formal and compliance training. However, the more mature the worker, the less dependence on the LMS and the greater the need for social network solutions. Old pros don’t take classes. If all you offer is via an LMS, you are failing to support the biggest money-makers in your organization. Duh!”
Jay Cross, Informal Learning Blog, 7. Mai 2010

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Posted on 03 May 2010 by jrobes
Eine kurze Bestandsaufnahme einer laufenden Verhandlung. Haben Lernplattformen, wie wir sie seit über zehn Jahren kennen und einsetzen, eine Zukunft? Jane Hart möchte gerne die Perspektive weiten, denn “by focusing on an LMS, organisations are missing the big picture”. Lernen bedeutet nicht nur formale Qualifizierung: “So what is needed is a organisational system that SUPPORTS and ENABLES this informal approach to learning.” Auf den Punkt gebracht.
Jane Hart, Social Media in Learning, 4. Mai 2010
Nachtrag (05.05.2010): Harold Jarche assistiert hier in gleicher Sache: “OK, so here’s the deal – if learning is work and work is learning, why is organizational learning controlled by a learning management systems (LMS) that isn’t connected to the work being done in the enterprise?” (”LMS is no longer the centre of the universe”)
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Posted on 08 March 2010 by jrobes
Wie irgendwo schon gesagt, den letzten Freitag habe ich auf der CeBIT verbracht, als Moderator einer Session im “Forum Learning & Knowledge Solutions”. Wie gesagt Freitag und, erschwerend, 16:40 Uhr, es war also eine sehr private Session. Weitgehend ungestört konnten wir uns auf dem Podium ganz der Vorgabe der Organisatoren, “LMS vs. PLE”, widmen. Die Diskussion hat mir noch einmal klar gemacht: Für einen Anbieter von Lernplattformen in Corporate Learning ist dieses PLE, also die “Persönliche Lernumgebung”, eine relativ uninteressante Angelegenheit. Als LMS-Anbieter stellt man sich (natürlich) auf die Anforderungen seiner Kunden ein und hier stehen nun mal administrative und weniger didaktische Anforderungen im Vordergrund. Man nimmt natürlich auch die Bedürfnisse einzelner Zielgruppen auf (wenn diese es in ein Pflichtenheft schaffen), und man erweitert gerne eine Lernplattform um Möglichkeiten der “Personalisierung”, also z.B. der individuellen Gestaltung einzelner Seiten oder der Wahl eines bestimmten Ausgabeformats. Continue Reading
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Posted on 19 December 2009 by jrobes
Wie steht Moodle als Lernplattform eigentlich zum Web 2.0? Ist das Ganze nicht ein Widerspruch? Das Web 2.0, wie wir es nutzen und schätzen gelernt haben, so Peter Baumgartner, ist ein offener Raum, in dem wir Menschen mit gleichen Interessen und Vorlieben begegnen können, die wir heute noch nicht kennen. Web 2.0 in diesem Sinne kann eine Lernplattform nicht abbilden. Will sie auch gar nicht, entgegnet Ralf Hilgenstock. Eine Lernplattform ist ein geschlossener, geschützter Raum, eine Umgebung, in der sich Lehrende und Lernende treffen. Hier wird nicht Web 2.0 gespielt, sondern es werden Web 2.0-Instrumente wie Wikis, Blogs und RSS-Feeds in konkreten Lernszenarien eingesetzt.
Im Grunde genommen geht es in der Diskussion nicht um Moodle und Web 2.0, sondern um Praxiserfahrungen. Irgendwann muss der Schüler, muss der Student, der Lernende “raus”. Früher nannte man es Praktikum, heute ist das Netz ein Praktikumsplatz. Die ersten Schritte können noch in Lernräumen erprobt werden, die mit Hilfe von Moodle und dort integrierten Instrumenten gestaltet werden. Doch irgendwann geht es nicht mehr um Moodle, sondern Lehrende und Lerner verabreden sich im Web, drehen ein Video und veröffentlichen es auf YouTube, schreiben gemeinsam einen Wikipedia-Eintrag und warten gespannt auf die Reaktion der Community, testen das Publizieren eines Blogs, usw. Hier verwaltet Moodle vielleicht noch den Kurs und stellt Räume der Reflektion zur Verfügung, aber die neuen sozialen Kompetenzen werden im Netz erworben.
Ralf Hilgenstock, Moodle-Blog, 19. Dezember 2009
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Posted on 14 December 2009 by jrobes
Ich bin etwas spät dran mit diesem Link, aber ich verliere First Monday, “one of the first openly accessible, peer-reviewed journals on the Internet”, immer wieder mal aus dem Blick. Was schade ist: In diesem Beitrag wird daran erinnert, dass die Technologien, die wir täglich nutzen, nie neutral sind, dass sie in der Regel eine bestimmte Art der Nutzung nahelegen. Das gilt auch für Learning bzw. Course Management Systeme wie Blackboard und Moodle, die zwar mit jedem neuen Release immer mehr Features integrieren und heute (fast) jedes didaktische Szenario unterstützen, aber in der Praxis doch nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Wie sie genutzt werden, ist durch ihr Design vorherbestimmt. Und das ist vor allem für technisch unerfahrene Nutzer fatal, denn: “novices are inclined to utilize only the aspects they understand from a non-Web context”.
Zwei Lösungshinweise gibt die Autorin: “One solution to the CMS pedagogy trap is to support novice online instructors differently than advanced instructors. With Web novices, pedagogy must be emphasized before features and tools. … Choice of CMS is also a major factor.” Wobei sie zwischen Opt-Out (z.B. Blackboard) und Opt-In- (z.B. Moodle)-Systemen unterscheidet - mit klarer Wertung: “In an Opt-In environment, the instructor makes choices about context on a macro level, and choices about features and tools on a micro level. This makes it possible to explore pedagogical options more freely.”
Lisa M. Lane , First Monday, Vol. 14, Number 10, 5. Oktober 2009
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Posted on 13 November 2009 by jrobes
George Siemens misst das Online-Lernen aus. Dabei orientiert er sich an den Ansätzen, die Google und Facebook verkörpern: “Google looked at the web and saw information to organize. Facebook looked at the same web and saw people who needed to be connected.” Hier, so George Siemens, gibt Facebook die Richtung vor, auch wenn sich so mancher mit deren Geschäftsphilosophie nicht anfreunden mag. Was bedeutet das für die Weiterbildung?
“First: Most organizations currently use a learning management system (LMS) such as Moodle or Desire2Learn. These systems are content-centric. Their objective is to organize and manage content, just as Google did in early 2000. Because higher education is particularly enamored with content, an LMS is a critical service. It’s completely the wrong model, however, and this will become increasingly apparent in the next several years.”
Aber der wichtigste Punkt ist ein anderer: “Fourth: Managing abundance and complexity requires a different view of teaching and learning than currently forms the foundation of education.”
Hier beginnen mit Blick auf die Praxis in vielen Organisationen und Unternehmen die Missverständnisse (auch bei Siemens): Denn dort, in der Weiterbildung der Organisationen und Unternehmen, geht es nicht um das Management von Komplexität! Lernplattformen werden eingesetzt, um den Umgang mit Produkten, Software oder Prozessen zu schulen oder über gesetzliche Regularien zu informieren. Diese Anforderungen sind nicht komplex, sie sind oft nicht einmal kompliziert, sondern schlicht “simple” (siehe das Cynefin-Framework von David Snowden). Wer es heute mit komplexen oder “chaotischen” Problemen im Arbeitsalltag zu tun hat, wird in den Lernplattformen dieser Welt keine Antworten finden. Da hat George Siemens wieder Recht. 22 Kommentare bis heute …
George Siemens, Connectivism, 10. November 2009
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Posted on 29 October 2009 by jrobes
Es gibt zwar inzwischen eine Reihe von Präsentationen zum Thema “Persönliche Lernumgebungen” (”Personal Learning Environments”/ PLE), aber nur wenige Artikel, die sich systematisch mit diesem Konzept auseinandersetzen. Zu diesen wenigen Artikeln gehört der vorliegende, der zwar schon im Januar 2009 erschienen, mir aber erst vor wenigen Tagen via Wikipedia aufgefallen ist. Sandra Schaffert und Marco Kalz halten hier einleitend noch einmal fest, dass es sich bei PLEs um ein “vorrangig technologisches Konzept” handelt, das untrennbar mit den Instrumenten und Tools verbunden ist, die als Social Software bezeichnet werden. In ihrer Einleitung schreiben sie: “Im Fokus der »Persönlichen Lernumgebung« steht der Lernende, der sich selbst Webinhalte, Lernressourcen und Lernwerkzeuge so arrangiert und sie so nutzt, dass sie sein persönliches Wissensmanagement und Lernen unterstützen.” Das rückt die PLE natürlich in die Nähe weiterer Konzepte wie z.B. e-Portfolios, die auch auf der Idee des selbstorganisierten Lernens aufbauen.
Die Autoren sprechen im Artikel mögliche Realisierungen einer Persönlichen Lernumgebung an: von der “Service-Integration in vorhandene Lernumgebungen”, über “integrierte Oberflächen” á la iGoogle und Netvibes bis zu Konzepten, die Interessierten Frameworks zur individuellen Umsetzung anbieten. Trotzdem wird das Konzept der PLE aus Sicht der Autoren erst greifbar, wenn man es den Learning Management Systemen gegenüberstellt, die heute das institutionalisierte Lernen im Netz abbilden. Und hier werden auch im vorliegenden Artikel die Formulierungen vorsichtig: Wird es einen Wechsel der Konzepte geben? Ein Nebeneinander? Ein Miteinander gar? Und wenn Letzteres, wie wird dieses Miteinander aussehen?
Sandra Schaffert und Marco Kalz in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 27. Erg.-Lfg., Januar 2009 (pdf)
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Posted on 25 September 2009 by jrobes
Peter Baumgartner hat sich für seine Keynote auf der MoodleMoot 2009 an der TU Wien folgende Frage gestellt: “Wenn ein wesentliches Kennzeichen von Web 2.0 die (massenhafte) Kooperation im (grenzenlosen) Austausch von (gemeinsam) produzierten Materialien ist, was bedeutet das für Lernprozesse, die auf geschützten “Lerninseln” (Kursräume innerhalb eines Lernmanagement Systems) stattfinden?”
In seiner Antwort bietet er zwei Varianten für das Zusammenspiel von LMS und Web 2.0 an: “Lernmanagementsysteme können also selbst in meiner umfassenden Definition von Web 2.0 durchaus Social Software durchaus sinnvoll nutzen: Einerseits (wie bisher) dadurch, dass ausgehend von der Aufgabe (Lernaktivität) vom LMS auf diese Ressourcen “da draußen” im Internet verwiesen wird, andererseits aber auch dadurch, dass Web 2.0 Aktivitäten (”da draußen”) für das Lernen in den geschützten LMS-Kursräumen einbezogen werden.”
Wie sein Vorschlag genau zu lesen ist, bleibt allerdings unklar. Eingangs weist Peter Baumgartner noch darauf hin, dass “der entscheidende Punkt bei Web 2.0″ die Vernetzung von Personen ist (und bezieht sich dabei auf Michael Kerres, der seiner Ansicht nach zu sehr auf die Verknüpfung von Inhalten abzielt). Dann lässt er aber offen, wie diese Netzwerk-Aktivitäten in die “geschützten LMS-Kursräume” integriert werden können - wenn es nicht wieder nur um die Verlinkung von Inhalten geht. Aber vielleicht betrifft seine Einladung, entsprechende Erfahrungen mitzuteilen, genau diesen Punkt.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 24. September 2009
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Posted on 25 September 2009 by jrobes
Viel Phantasie wird derzeit in die Frage gesteckt, wie denn Persönliche Lernumgebungen oder: “Personal Learning Environments” (PLE, siehe auch: Wikipedia) aussehen können. Philosophische, technische, didaktische und organisatorische Punkte werden diskutiert - mit offenem Ausgang. Wie sollen sich z.B. Hochschulen hier verhalten, ohne offen ihre LMS-Strategie zu unterlaufen? Und: Wie verträgt sich eine vorgegebene PLE-Struktur mit jenem “lerner-zentrierten Ansatz”, von dem gerne die Rede ist? Die Autoren liefern auf diese Fragen keine Antworten. Oder besser, sie liefern sie implizit, in dem sie das technische Konzept eines PLE-Prototypen vorstellen, der derzeit an der TU Graz entwickelt wird. Mit einem klaren Ziel: “It can be concluded that PLEs are the next generation environments, which help to improve the learning and teaching behaviour.”
Behnam Taraghi, Martin Ebner, Gerald Till, Herbert Mühlburger, International Conference on Interactive Computer Aided Learning (ICL 2009), Villach/ Österreich, 23.-25. September 2009 (via E-Learning Blog)
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Posted on 01 September 2009 by jrobes
Eine sehr schöne Darstellung der LMS-Entwicklung und -Landschaft, auf die Michael Feldstein hier verweist. Wobei man darauf hinweisen muss: Sie gilt für die USA und den Hochschulbereich. Aber sie zeigt deutlich die überschaubare Anzahl der Player in diesem Markt und die wachsende Bedeutung der Open Source-Lösungen (Moodle, Sakai). Und das ist sicher ohne Abstriche auch auf den deutschsprachigen Bereich zu übertragen. Dahinter steckt eine Präsentation der Delta Initiative, die Michael Feldstein wie folgt zusammenfasst:
“- Virtually all of these LMSs were started at universities.
- Innovation has all but flatlined (my word, not his) since 2004.
- At the same time, prices have gone up anywhere from 250% to 1,000% in the last decade.” (via Michael Kerres)
Michael Feldstein, e-Literate, 26. August 2009

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Posted on 25 August 2009 by jrobes
Der Veranstaltungsherbst steht vor der Tür. Dazu gehört natürlich auch die Online Educa (obwohl ich auch dieses Jahr nicht sicher bin, ob ich es nach Berlin schaffe). Im aktuellen Newsletter findet sich ein interessantes Interview mit Martin Dougiamas, “the guy who started Moodle”, in dem sich alles um die Frage dreht, wie attraktiv Moodle für Unternehmen außerhalb des Bildungssektors ist. Aus pädagogischer Sicht, so Martin Dougiamas, sind Unternehmen weniger anspruchsvoll: “In my experience they generally just want to publish content, set quizzes and produce reports.” Viele scheuen jedoch immer noch die Auseinandersetzung: “… sometimes it’s probably just a very conservative approach to e-learning where choosing a big proprietary product from a big company is seen as the “safe” option requiring less research.” Aber die wirtschaftliche Krise öffnet doch die eine oder andere Tür etwas schneller.
Ach ja, ganz unten im Newsletter findet sich noch der Hinweis, dass Peter F. Druckers 100. Geburtstag gefeiert wird und dass es 1959 war, als Drucker den Begriff “knowledge worker” prägte - “in his groundbreaking publication Landmarks of Tomorrow.” Dann wäre das auch geklärt.
OEB News Portal, 7. August 2009
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Posted on 24 July 2009 by jrobes
Haben Learning Management Systeme eine Zukunft? Fragezeichen werden ja immer wieder gerne gesetzt, ob ganz allgemein mit Blick auf zukünftige Personal Learning Environments oder ganz konkret mit Blick auf die Möglichkeiten von z.B. Google Wave oder WordPress. Mark Notess hält dagegen und sagt, dass nicht nur die Kontrolle von Lernaktivitäten für das klassische LMS spricht. Hinzu kommen “privacy”, “simplicity” und “focused attention”. Und er schließt wie folgt:
“It would be a mistake to suppose I’m glorifying existing LMSs. Quite the opposite. There is enormous room for improvement and much to learn from visions such as those embodied in the design of Google Wave. My caution is not against innovation, open education, or EduPunk. Rather, my caution is against predicting the demise of the monolithic institutional LMS so early that we lose interest in improving something likely to be with us for many years to come.”
Mark Notess, eLearn Magazine, 23. Juli 2009
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Posted on 19 June 2009 by jrobes
Wolfgang Neuhaus schildert seine Vorbehalte: gegenüber dem Begriff “e-Learning”, Learning Management Systemen und der e-Learning-Industrie. Geschehen im Rahmen eines Vortrages am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) auf einer Fachtagung zum Thema Lernmanagementsysteme. Wobei alles, wie er selbst eingesteht, vielleicht nur eine Frage der Perspektive ist: “Einen durchaus interessanten Vorschlag machte der Moodle-Vertreter: Learning Management Systeme sollten besser Schul-Management-Systeme oder ähnlich genannt werden, da es bei diesen Systemen primär nicht um das Lernen direkt geht sondern um die strukturelle Unterstützung entsprechender Prozesse. Vielleicht liegt hier tatsächlich eine zukünftige Verwendungsform dieser Systeme.”
Wolfgang Neuhaus, balancierend, 18. Juni 2009
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Posted on 04 June 2009 by jrobes
Ich nutze diesen Eintrag, um wenigstens eine Referenz an den Zeitgeist bzw. Google Wave an dieser Stelle festzuhalten (hier geht es zur unterhaltsamen Präsentation auf der Google I/O). Und obwohl Google Wave noch nicht da ist, laufen die Phantasien und Ideen sofort los. Der Beitrag ist übrigens ausgewogener als es der Titel vermuten lässt, denn der Autor fragt, „where Wave could fit with the range of capabilities that somebody might want in a virtual learning environment”. Die Quintessenz: Das LMS wird seinen Platz behalten, aber daneben wird die Welt reicher, bunter. Vielleicht warten wir, bis Wave die Labore der Entwickler verlassen hat.
Michael Feldstein, e-Literate, 1. Juni 2009
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Posted on 15 May 2009 by jrobes
66,7 Prozent geben an, dass sie ihr Learning Management System (LMS) vor allem eingeführt haben, um das Management ihrer Lernaktivitäten zu zentralisieren. Gefragt, welche Funktion ihres LMS sie am meisten schätzen, antworten 59,3 Prozent mit “Assessment and Testing”. Bei den Herausforderungen, denen sie bei der Einführung des LMS begegnet sind, liegen “customization requirements” mit 46,6 Prozent an erster Stelle. Das sind einige Ergebnisse einer kleinen Umfrage, die Learning Circuits und E-Learning News im März/ April unter ihren Lesern durchgeführt haben. 184 haben geantwortet.
Ryann K. Ellis, Learning Circuits, Mai 2009
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Posted on 15 April 2009 by jrobes
Wo findet Lehren und Lernen auf der Grundlage einer Web 2.0-Didaktik zukünftig statt? Auf der Lernplattform einer Bildungsinstitution, angereichert um integrierte Blogs, Wikis und Communities, aber abgeschnitten vom Austausch mit der Welt da “draußen”? Die Frage hat das Zeug zum Dauerbrenner und ist eng mit der Diskussion um die PLE, die persönliche Lernumgebung, verbunden. Terry Anderson war gerade auf der Canada Moodlemoot und nimmt diesen Faden auf, indem er drei Hosting-Modelle ausführlich auf ihre Pros & Cons abklopft:
“1. Hosting Behind the Garden Wall - hosting behind the password protection of the institution -
2. Hosting in the Front Yard - hosting by the institution, but allowing access, visibility and comments from outside the institutional community.
3. Hosting on the Commons, or in Someone Else’s Yard - hosting by external commercial or non profit hosts.”
Terry Anderson, Virtual Canuck, 8. April 2009
PS: Wenn Elliott Masie fragt, “who should own the LMS or LCMS?”, dann schwankt er nicht zwischen Institution und Lerner, sondern zählt verschiedene unternehmensstrategische Governance-Modelle auf.
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