Zehn häufig geäußerte Bedenken gegen den Einsatz von Lernzirkeln in Unternehmen und meine Erwiderungen darauf
Johannes Starke, Mistreiter in unserem Buchprojekt zum persönlichen Wissensmanagement, nimmt nicht nur aktiv an verschiedenen Lernzirkeln statt. Er diskutiert auch gerne über ihre Möglichkeiten und Herausforderungen. In diesem Beitrag geht er auf Einwände gegenüber Lernzirkeln ein, die ihm (und auch mir!) häufiger begegnen. Hier die Einwände:
„1. „Lernzirkel“ klingt esoterisch nach Stuhlkreis. So etwas funktioniert bei uns nicht. …
2. Lernzirkel waren ein Modetrend aus der „Working Out Loud“-Zeit. Heute interessiert sich niemand mehr dafür. …
3. Lernzirkel eignen sich nur für „weiche“ Themen. …
4. Die Mitarbeitenden sind das selbstgesteuerte Lernen ohne Vorgaben nicht gewohnt. Lernen in Lernzirkeln überfordert sie. Sie benötigen inhaltliche wie methodische Vorgaben. …
5. Für Lernzirkel braucht es umfassende strukturelle und organisatorische Unterstützung durch das Unternehmen. Das können wir nicht leisten. Die Durchführung eines Trainings ist einfacher zu koordinieren. …
6. Die Dauer von mehreren Wochen ist für die meisten Qualifizierungsbedarfe viel zu umfassend. Die Lernzeit darf nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen. …
7. Die endlosen Gespräche sind viel zu aufwendig. …
8. Mitarbeitende können sich nicht regelmäßig wiederkehrend so viel Zeit zum Lernen freischaufeln. Und die gemeinsame Terminfindung von regelmäßigen gemeinsamen Terminen gestaltet sich als zu aufwendig. …
9. Das Ergebnis von Lernzirkeln ist schwer messbar und nicht zertifizierbar. Aber ein Abschlusszertifikat ist notwendig. …
10. Es braucht eine Person mit Fachexpertise, an die man sich jederzeit mit Fragen wenden kann. …“
Johannes Starke, Blog, 2. September 2026
Bildquelle: Johannes Starke
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