JOCHEN ROBES ÜBER BILDUNG, LERNEN UND TRENDS

Utopie-Konferenz

So, nachdem ich die Sommerpause noch einmal etwas gedehnt habe, holt mich langsam der Alltag wieder ein. Und ein Stapel an Links und Bookmarks hat sich angesammelt. Ganz oben steht der Hinweis auf die Utopie-Konferenz der Leuphana Universität Lüneburg, die am 26.-28. August 2026 stattgefunden hat. Ich habe leider viel zu spät von diesem Event und der dortigen Expert:innen-Dichte erfahren, aber einiges kann jetzt online nachgeholt werden. 

Ich habe mir bereits verschiedene Panels angehört. Die Veranstaltung kreiste ja um den Begriff der „Großzügigkeit“ („Großzügigkeit, eine Utopie? Entgegenkommen in Zeiten der Verluste“), und es war bereits in den Ausschnitten, die ich bisher gehört habe, interessant zu beobachten, wie sich die Beteiligten an dieser Vorgabe abarbeiteten. Ist Großzügigkeit mehr als eine individuelle Tugend? Müssen Großzügigkeit und Gerechtigkeit nicht immer zusammengedacht werden? Wie passt Großzügigkeit in unsere volkswirtschaftlichen Konzepte und Modelle? (Spoiler: leider gar nicht)

Ich finde die Diskussionen sehr spannend. Einerseits öffnet der Begriff neue, überraschende Perspektiven auf die großen Themen unserer Zeit (und das war wahrscheinlich auch die Intention der Gastgeber). Andererseits stößt er immer wieder an Grenzen, wenn in bestehende Antworten und Argumentationen jetzt noch „Großzügigkeit“ aufgenommen werden soll (die diesbezüglichen Suchbewegungen von Harald Welzer sind sehr zu empfehlen!). 
Leuphana Universität Lüneburg, September 2026   

Bildquelle: Leuphana Universität Lüneburg

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