JOCHEN ROBES ÜBER BILDUNG, LERNEN UND TRENDS

Is open, distance, and digital education (ODDE) good for the environment? A systematic review of carbon footprint studies

Ein spannendes Thema! Das fanden auch die Autor:innen Olaf Zawacki-Richter und Berrin Cefa (beide Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und haben nach Studien zum Thema gesucht und diese ausgewertet. Vorab: Viel haben sie nicht gefunden. Hier die wichtigsten Eckdaten und Ergebnisse:

– Es wurden 17 zwischen 2002 und 2025 veröffentlichte Studien untersucht, die sich explizit mit den Umweltauswirkungen unterschiedlicher Lehr- und Lernformen beschäftigt haben.
„The evidence shows that ODDE typically generates far lower emissions than campus-based education, mainly through reduced travel and campus energy use and the benefits of centralized delivery.“ Die Rede ist von Reduktionen bis zu 80 Prozent gegenüber campusbasierter Lehre.
– Das Interesse an diesem Thema und die Zahl der Veröffentlichungen hat nicht zuletzt im Umfeld der COVID-19 Pandemie zugenommen.

Aber jetzt kommt natürlich das Kleingedruckte: Es fehlen Standards bzw. standardisierte Methoden, um den „carbon footprint“ des Online-Lernens zu messen; es gibt Rebound-Effekte, wenn zum Beispiel durch das Online-Lernen der Energieverbrauch in den Privathaushalten steigt, die selten untersucht werden; und der wachsende KI-Einsatz macht solche Untersuchungen noch wichtiger, aber auch noch komplizierter.
Olaf Zawacki-Richter und Berrin Cefa, Online Learning, 30(3), 01. September 2026

Bildquelle: Nikola Majksner (Unsplash)

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