JOCHEN ROBES ÜBER BILDUNG, LERNEN UND TRENDS

Schulterblick als Mikroformat für kollegiales Lernen

Im Rahmen der März-Ausgabe des CLC Lunch&Learn haben Clemens und Florian Stieger, beide sind Geschäftsführer der GfP – Gesellschaft für Personalentwicklung in Wien, das Lernformat „Schulterblick” vorgestellt. Joachim Niemeier hat protokolliert und hier seine Notizen zusammengefasst. Nachzulesen ist, dass der „Schulterblick“ ein informelles und niedrigschwelliges Lernformat ist, mit einigen wenigen, wichtigen Spielregeln. Ich denke, die in der Diskussion gefallenen Stichworte spiegeln die Einordnung dieses Formats gut wider: Passiert der „Schulterblick“ einfach oder muss er als Lernformat gedacht, eingeführt, unterstützt, dokumentiert und ausgewertet werden?

Hier die Zeilen, mit denen Joachim Niemeier schließt: „Der „Schulterblick” als Lernformat ist deshalb interessant, weil er den Austausch vom Reden ins Zeigen verschiebt. Bei vielen Peer-Learning-Formaten beispielsweise entsteht zunächst ein Gespräch mit Reflexion und Erfahrungsaustausch. Das ist wichtig, reicht aber oft nicht aus. „Schulterblick” ergänzt diese Formate um eine beobachtbare Praxisdimension. Das Format ist auch deshalb wirksam, weil es drei klassische Schwächen formaler Weiterbildung adressiert: fehlende Bedarfsnähe, geringen Praxistransfer und hohen organisatorischen Aufwand. „Schulterblick” setzt am konkreten Problem an, im Moment des Bedarfs und mit direkter Anwendung. Das macht es zu einer transferstarken Form von Microlearning im Arbeitskontext.“
Joachim Niemeier, Corporate Learning Community/ Blog, 27. März 2026 

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