Wirkung beginnt vor dem Training
Bildungsmaßnahmen, schreibt Axel Koch, benötigen mehr als eine nachträgliche Evaluation oder Erfolgsmessung. Denn im schlimmsten Fall stellt man fest, dass eine Weiterbildung nichts gebracht hat, aber das Kind ist dann schon in den Brunnen gefallen. Er plädiert stattdessen für eine „proaktive Messung, wie sicher Trainingsteilnehmende das Gelernte auch im Arbeitsalltag umsetzen werden“.
Wie das aussehen könnte, zeigt er in seiner Kolumne auf. Er zählt drei für den Lerntransfer entscheidende Faktoren auf: „Learner Readiness (Lernbereitschaft)“, „Transfermotivation“ und die „Führungskraft als Hebel“. Aus diesen Faktoren hat er einen Transfer-Prognose-Score (TPS) entwickelt. Und mit Hilfe eines Transfer-Prognose-Fragebogens, der sechs Fragen umfasst, kann man nun hingehen und den TPS ermitteln. Das klingt sehr pragmatisch.
Allerdings, und das lässt der Beitrag offen, braucht es im Nachgang einer Bildungsmaßnahme dann doch wieder eine Prüfung, ob sich die im Transfer-Prognose-Fragebogen getroffenen Einschätzungen während und nach der Bildungsmaßnahme auch bewahrheitet haben.
Axel Koch, Haufe, 7. Oktober 2026
Bildquelle: Sufjan (Unsplash)
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