Architektur der KI-Didaktik
Ein empfehlenswerter Artikel, der – wie es im Untertitel heißt – die „Bedingungen für lernwirksamen Unterricht im KI-Zeitalter“ skizziert. Im Mittelpunkt steht ein Architektur-Modell. Es besteht aus einem Fundament (Haltung und Regeln) sowie dem eigentlichen didaktischen Konzept: „KI bewusst einbinden“, „kognitiv aktivierende Aufgaben stellen“ (sehr schön: „Provokation durch Design“!) und „Eigenleistung zeigen“. Über allem stehen die Prinzipien des selbstregulierten Lernens.
Da die Entwicklung von KI-gerechten Aufgaben sicher das anspruchsvollste Element einer KI-Architektur darstellt, schreibt der Autor zur Erläuterung:
„Was helfen kann, ist ein Aufgabendesign, das kognitive Konflikte erzeugt – also Situationen, aus denen Lernende nicht ohne eigenes Nachdenken herausfinden können. Das ist dann der Fall, wenn eine Aufgabe nicht auf eine überprüfbare richtige Antwort zielt, sondern auf eine begründete Entscheidung, eine persönliche Einschätzung, eine situationsbezogene Abwägung – kurz: auf Denkleistungen, bei denen KI-Output zwar als Material dienen kann, aber nicht als eigene Denkleistung ausgegeben werden kann, ohne dass die Leerstelle sichtbar wird.“
Ich widerstehe an dieser Stelle dem Impuls, alle Schaubilder wiederzugeben, die diesen Beitrag so treffend illustrieren, und beschränke mich auf das zentrale Modell-Bild.

Joscha Falck, Blog, 19. Mai 2026
Bildquelle: Joscha Falck (CC-BY-SA 4.0)
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