Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Es gibt keinen Raum namens „Anywhere“ – woran e-learning scheitert.

Das funktioniert so nicht, meint Jöran Muuß-Merholz, wenn er an die Freiheit denkt, die das Lernen mit digitalen Medien bietet, die Freiheit von Zeit und Raum, das berühmte „Learning Anywhere Anytime!“ Er plädiert deswegen dafür, zuweilen auch über eine „Verknappung von Zeit“ nachzudenken:

„Ich habe die Erfahrung gemacht: Beim Arrangieren von Lehr-Lern-Settings mit (eigentlich) großer zeitlicher Flexibilität sorgt eine künstliche Verknappung der Zeit für mehr Beteiligung.“

Und er wirbt für eine „Verknappung von Raum“: Denn auch im Zeitalter der Digitalisierung „suchen sich Menschen Orte, die sie für sich zu Lernräumen umdeuten“. Zum Beispiel die Bibliothek, das Cafe, die Bahnfahrt. Was dafür spricht, dem Thema „LernRaum“ (wieder) mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Allerdings: Jöran Muuß-Merholz weist selbst darauf hin, warum das Lernen, auch das Online-Lernen, im Alltag häufig scheitert. Dann nämlich, wenn die Dinge „zwar #wichtig, aber nicht #dringend“ sind. Es geht also gar nicht um eine Beliebigkeit, die unmittelbar mit dem Online-Lernen verbunden ist!
Jöran Muuß-Merholz, Jöran & Konsorten, 26. Oktober 2017

Bildquelle: Laëtitia Buscaylet (Unsplash)

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