Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

„Bildung war immer die Währung“

… sagt der Rapper Xatar im brand eins-Interview. Doch das ist nur ein Artikel von vielen im Themenheft „Lernen“, das schon im September erschienen ist (und in einigen Wochen auch komplett online zur Verfügung stehen wird). Wenn ich versuche, die vielen Geschichten des Magazins zu sortieren, so komme ich auf folgende Rubriken:

  • Kritik am bestehenden Bildungssystem:
    Das reicht von der Schule, über das duale Ausbildungssystem bis zur Weiterbildung.  Das schließt den Appell für eine neue Allgemeinbildung ebenso ein wie den Hinweis auf mehr Kompetenzorientierung.
  • Bildungskarrieren:
    Wie funktionieren Entwicklungs- und Lernwege? Wie kommt man in die IT, wie wird man Winzer, was kommt nach der Uni?
  • Bildungsalternativen:
    Ein Unternehmen, das auf Schule macht; eine Schule als globales Franchise-Modell; für Naturwissenschaften anders begeistern
  • Digitalisierung und Bildung:
    Sie spielt nur eine untergeordnete Rolle: ein Artikel erinnert an die MOOC-Welle und arbeitet sich etwas an der Fernuni Hagen ab. Im Franchise-Modell erhalten die Lehrer ihre täglichen Drehbücher auf dem Tablet. Und zwei kurze Artikel gehen auf die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) ein. Wobei man anmerken muss, dass die Digitalisierung als gesellschaftliche Veränderung und Anforderung natürlich an vielen Stellen präsent ist.

Abschließend ein kurzer Ausschnitt aus dem Interview mit John Erpenbeck, in dem es um eine Kursänderung in der betrieblichen Weiterbildung geht:

„>Was müsste sich Ihrer Meinung nach ändern?<
Personalentwickler sollten aufhören, Mitarbeiter in Seminare zu schicken. Die Initiative müsste schon von den Mitarbeitern selbst ausgehen. Sie sollten Gelegenheit haben, dann zu lernen, wenn sie Bedarf verspüren. Sie sollten eigene Probleme aus der Praxis in eine Lerngemeinschaft einbringen.

>Verlangen Sie da nicht zu viel Eigeninitiative? Welcher Mitarbeiter kommt von sich aus auf die Idee, sich auf diese Weise fortzubilden?<
Da Mitarbeiter an fremdorganisierte Bildungsprogramme gewohnt sind, ist das in der Tat ein Problem. Es bietet sich deshalb an, selbstorganisierte Lernformen schrittweise einzuführen. Ziel sollte es sein, dass Lernen und Arbeit immer mehr zusammenwachsen.“

brand eins, September 2017

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