Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Verzettle dich nicht!

Was verdient unsere Aufmerksamkeit in Zeiten der Informationsflut, fragt diese Woche die ZEIT auf Seite 1. Grund genug für einen Gang zum Kiosk. Dann einen Kaffee aufgesetzt und gleich auf S. 39 eingestiegen: ein längerer Artikel zum Thema, dann – kürzer – etwas über die Arbeit eines Beraters von Chefärzten, die Erfahrungen in einem Aufmerksamkeitslabor und ein Interview mit einem Wissenschaftshistoriker. Im längeren Überblick werden drei Strategien empfohlen, um unsere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle zu stärken: 1. „Die äußere Reizflut minimieren“, 2. „Das Arbeitsgedächtnis … trainieren“, 3. Die Klärung der Frage: „Was will ich wirklich?“

Insgesamt: Den Historiker hätte man sich schenken können und stattdessen lieber versuchen sollen, Aufmerksamkeit und digitale Umwelt zusammenzubringen. Es stand sogar auf der Agenda der ZEIT-Redaktion. Aber man hat gleich mit der ersten Antwort der Harvard-Soziologin Danah Boyd kapituliert: „Leider habe ich dafür gerade keinen Freiraum …“ Schade.
ZEIT, Titelgeschichte, 28. April 2011

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