Augmentation in der Praxis
Christoph Meier (SCIL) schreibt: „Das Konzept der Augmentation, also das synergetische Zusammenwirken von Mensch und KI, bleibt häufig abstrakt und für viele nicht anschlussfähig.“ Also hat er eine Aufgabe aus seinem Arbeitsalltag genommen – die regelmäßige Aufarbeitung neuer Studien -, um das Zusammenspiel einmal zu analysieren, transparent zu machen und schließlich zu bewerten.
Dabei zerlegt er die Aufgabe zuerst in ihre einzelnen Arbeitsschritte – von der Identifizierung relevanter Studien bis zur Zusammenfassung ihrer Inhalte als Blogpost. Dann stellt er heraus, wie sich diese Arbeitsschritte heute für ihn mit dem Einsatz von Claude verändert haben. Anschließend ordnet er die Arbeitsteilung auf der Human Agency Scale (siehe „Future of Work with AI Agents …“, Yijia Shao u.a., 2025) ein.
Sein interessantes Fazit: „Im oben dargestellten Fall habe ich die Zusammenarbeit mit der KI als positiv und als stärkend erlebt. Wenn eine KI Quellen automatisch in meine Literaturverwaltung einpflegen kann, dann gebe ich diese lästige Fleissaufgabe gerne ab. Andererseits macht es für mich keinen Sinn, wenn ein KI-Assistent die ausgewählten Studien eigenständig und ohne meine Vorarbeit zusammenfasst. Das Lesen, Verstehen und Annotieren der Studien ist meine Kernaufgabe. Auf dieser Basis gebe ich dann das Erstellen eines ersten Textentwurfs gerne wieder ab. Aber nur unter der Voraussetzung, dass ich diesen Entwurf anschliessend überarbeiten und wieder zu meinem Text machen kann.“
Christoph Meier, LinkedIn, 5. Juli 2026
Bildquelle: Christoph Meier (SCIL)
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