Posted on 11 November 2009 by jrobes
Eine faszinierende Geschichte: “Demand Media has created a virtual factory that pumps out 4,000 videoclips and articles a day. It starts with an algorithm.” Wie ist das möglich, fragt man sich. Die Antwort ist eine Mischung aus Web 2.0 und Fließband. Man nehme dazu das Heer der hungrigen Kreativen, die die Web 2.0-Plattformen dieser Welt mit Content füllen, und spanne sie in ein neues Geschäftsmodell. Jetzt schreiben und filmen sie im Auftrag von Demand Media, für kleinstes Geld zwar, aber, hey, vorher gab es gar nichts. “Here is the thing that Rosenblatt has since discovered: Online content is not worth very much. … Instead of trying to raise the market value of online content to match the cost of producing it - perhaps an impossible proposition - the secret is to cut costs until they match the market value.” Dabei wird nicht zufällig drauflos produziert, sondern auf Grundlage ausgeklügelter Analyseverfahren.
Wer auch immer gerade darüber nachdenkt, wie er im Netz Informationen und Inhalte (e-Learning!) an potentielle Käufer bringt, sollte zuerst diese Story lesen!
Daniel Roth, Wired, 19. Oktober 2009
Popularity: 24% [?]
Posted on 04 May 2009 by jrobes
Lassen wir Bildung für einen Moment links liegen. Ich habe gerade in der aktuellen Ausgabe des New Statesman geblättert und einen Artikel gefunden, der sich mit Chris Anderson’s Versuchen beschäftigt, den Markt im Zeichen des Internets neu zu erklären. Zuerst “the long tail”. Jetzt “Free: The Past and Future of a Radical Price“. (hier ein Essay mit den wichtigsten Thesen aus dem aktuellen Buch von Anderson) Der New Statesman-Autor meint kurz und knapp, das sei alles unausgegoren und zitiert den Economist: “The lesson of the two internet bubbles is that somebody, somewhere, is going to have to pick up the tab for lunch.” Die kritischen Töne werden zudem verknüpft mit einer kurzen Geschichte des Magazins Wired und einer Denkschule, die, so der Autor, jetzt und in Zeiten der Krise an ihre Grenzen zu stoßen scheint. Eine kurzweilige, pointierte Auseinandersetzung mit einigen aktuellen Ideen.
Andrew Orlowski, New Statesman, 30. April 2009
Popularity: 14% [?]
Posted on 27 February 2009 by jrobes
Nein, das wird auch in Zukunft ein Blog bleiben, in dem es um Bildung und Bildungstechnologien gehen soll. Aber vielleicht gilt es an dieser Stelle ein historisches Ereignis zu würdigen: Denn, wie Stephen Downes vor einigen Tagen anmerkte, “the One Laptop Per Child project will most likely be remembered for the revolution in computing it caused rather than for the computer itself”. Es ist eine Investition in Bildung (und nicht in Militär- oder Weltraum-Projekte) mit weit reichenden sozialen und technologischen Folgen. Diesen Bogen zeichnet der Artikel nach: Vom OLPC zu Netbooks und Clouds: “Netbooks prove that the “cloud” is no longer just hype. It is now reasonable to design computers that outsource the difficult work somewhere else. The cloud tail is wagging the hardware dog. … It’s the rise of the very small machines.” Womit ein wesentlicher Teil unserer zukünftigen Lerninfrastruktur beschrieben ist.
Clive Thompson, Wired, 23. Februar 2009
Popularity: 21% [?]
Posted on 26 September 2008 by jrobes
Vor einigen Wochen poppte der Begriff auf, sorgte für ein reges Hin-und-Her in der Edublog-Community, wurde über Nacht zu einem Wikipedia-Eintrag (ein Redakteur, phantasielos und engstirnig, verlangt allerdings unverdrossen nach “more reliable resources”!) und ist schon wieder aus der Diskussion verschwunden. Fast. Denn Wired hat sich, fast antizyklisch, in seiner Rubrik “Jargon Watch” der Sache angenommen und bietet folgende Definitionshilfe:
“Edupunk n. Avoiding mainstream teaching tools like Powerpoint and Blackboard, edupunks bring the rebellious attitude and DIY ethos of ’70s bands like the Clash to the classroom.”
Alles klar!? Wer noch einmal selbst zu den Anfängen zurück möchte, sei auf die Beiträge von Jim Groom und Stephen Downes verwiesen.
Wired, 22. September 2008
Popularity: 37% [?]