Posted on 03 December 2009 by jrobes
Ein Jahr Social Intranet bei T-Systems Multimedia Solutions. Grund genug für einen der Projektverantwortlichen, die letzten Monate Revue passieren zu lassen. Seine erste Frage: Was hat es gebracht? Frank Wolf hebt den schnelleren Zugang zu Informationen, die bessere Vernetzung, neue Öffentlichkeiten sowie neue Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, hervor. Was haben wir gut gemacht? Hier unterstreicht der Autor einen zentralen Anwendungsfall: “Ein weiterer Glücksfall war in jedem Fall die Entwicklung der neuen Unternehmensstrategie, die ausschließlich im Social Intranet stattfand und in einer frühen Phase dafür gesorgt hat, dass über 60 Führungskräfte im Social Intranet arbeiten durften/mussten, um aktiv am Strategieprozess teilnehmen zu können. Als Anwendungsfall für Social Software und Change Management Maßnahme für alle Führungsebenen bei der Einführung von Social Software uneingeschränkt zu empfehlen.”
Aber es gibt auch Dinge, die, wen wunderts, noch nicht optimal sind. Doch das Fazit ist positiv: “Die Entwicklung unseres Social Intranet hat uns positiv überrascht und in vielerlei Weise auch bestärkt, dass hinter den vielen Buzzwords der 2.0 Welt ein grundsolides Nutzenversprechen steht und unsere Art zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird.”
Eine lesenswerte Case Study! Das Social Intranet der T-Systems Multimedia Solutions basiert übrigens auf dem Enterprise Wiki Confluence von Atlassian und wird von 700 Mitarbeitern an acht Standorten in Deutschland genutzt.
Frank Wolf, besser2.0, 22. Oktober 2009
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Posted on 06 January 2009 by jrobes
Im Oktober 2006 hat sich die Synaxon AG auf den Weg gemacht, zu einem “Unternehmen 2.0″ zu werden. Startpunkt, so schreibt Vorstand Frank Roebers jetzt in einem Resümee, war ein Unternehmenswiki, in dem erstens die Mitarbeiter fast alle Informationen, die das Unternehmen betreffen, sehen können (“fast alle”, weil Gehaltsinformationen und Mitarbeiterbewertungen noch nicht dazu gehören); und in dem zweitens jeder alles und mit sofortiger Wirkung ändern kann. Das ist radikal, und spätestens, seitdem Frank Roebers diesen Plan im März 2007 in brandeins (”Die gläserne Firma”) vorstellte, war ihm öffentliche Aufmerksamkeit sicher.
Jetzt, nach über zwei Jahren, fällt sein Fazit durchweg positiv aus. Es hat keinen einzigen Missbrauch gegeben. Fast 25.000 Seiten enthält heute die Wiki-Datenbank von Synaxon und täglich werden circa 300 Änderungen im Wiki vorgenommen. Weitere Web 2.0-Applikationen wie z.B. Blogs wurden seitdem in die Unternehmenskommunikation integriert. Erfolgreich. Kein Wunder, dass Frank Roebers über nächste Schritte nachdenkt. Es soll noch stärker in Richtung Social Networking und Microblogging gehen. Yammer, Twitter und Snippr stehen auf der ToDo-Liste. Schrittweise sollen die Grenzen der Synaxon erweitert und Partner an der Kommunikation 2.0 beteiligt werden. Weitere Details finden sich im Artikel. An dieser Stelle noch kurz das, was Frank Roebers die wichtigsten Effekte des Synaxon-Wikis nennt:
“- Der Informationsstand aller Mitarbeiter ist viel besser als vorher.
- Die wesentlichen Unternehmensdokumente sind immer aktuell.
- Führungskräfte sind von unsinnigen Entscheidungen befreit, die heute an der Stelle getroffen werden, wo die Fachkompetenz sitzt.
- Die Produktion von Wissen und Innovation hat sich von der klassischen Hierarchie abgelöst. Es sind viel mehr Mitarbeiter als vorher an der Produktion und Innovation beteiligt.”
Frank Roebers, Synaxon AG Blog, 2. Januar 2009
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Posted on 18 November 2008 by jrobes
“Sagen Sie, wie stellen Sie eigentlich die Beteiligung der Mitarbeiter sicher?” Diese Frage ist mir in den letzten Tagen mehrmals begegnet. Mal ging es um die Möglichkeiten von Web 2.0, mal um eine Community-Plattform, mal um Foren, die nicht so genutzt werden, wie man es sich wünscht. Ich habe an dieser Stelle auch keine kurze, allseits gültige Formel, was meine Gesprächspartner oft irritiert. Anlass genug, einmal zu schauen, was andere tun, um Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme an einer Community zu motivieren. Dabei habe ich meine Recherche auf einige wenige Quellen konzentriert: das Business 2.0-Blog von Andrea Back mit einer Fülle von Interviews, das SCOPE-Interview mit Mitarbeitern von T-Systems Multimedia Solutions sowie einigen Projektbeschreibungen und Präsentationen (Fraport, UBS, Dresdner Kleinwort Wasserstein, Pfizer, Deutsche Bahn).
Herausgekommen ist diese unvollständige Liste von 10 Schritten zur aktiven Community:
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Posted on 23 June 2008 by jrobes
Diese Sonderausgabe enthält mehr als ein Dutzend Artikel, “focusing on exploring next generation learning/course management systems (NG-L/CMS)”. Titel und Abstracts deuten ein weites Feld an, das ausgelotet wird: Sind Learning Management Systeme die richtigen Antworten auf die Anforderungen, die an zukünftige Lernprozesse gestellt werden? Wie sehen diese Anforderungen aus? Wie passen IT-Systeme und Lerntheorien zusammen? Können Wikis eine Kursplattform ersetzen? Können Lernplattformen und Web 2.0 überhaupt zusammenfinden? Leser können in einem Wiki ihre Erfahrungen beisteuern. Vielversprechend und eine Menge Stoff!
MERLOT Journal of Online Learning and Teaching, Vol. 4, No. 2, Juni 2008
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Posted on 11 February 2008 by jrobes
Ein interessantes Interview beginnt auf Seite 6 dieses Newsletters: Wieland Stützel, verantwortlich für das Thema Wissensmanagement bei der Fraport AG, berichtet über das firmeneigene Skywiki:
Wieland Stützel: Mit Unterstützung unseres IT-Bereichs haben wir im Sommer letzten Jahres ein firmeneigenes Wiki - unser “Skywiki” - eingeführt. Alle Fraport-Beschäftigten können hier, wenn gewünscht auch anonym, Artikel vorschlagen, schreiben oder verbessern.
Stefan Zillich: Beteiligen sich die Mitarbeiter daran?
Wieland Stützel: Momentan, also Anfang 2008, haben wir fast 1.000 Artikel in der Fraport-Wissensdatenbank. Mehr als 300 MitarbeiterInnen haben sich als Nutzer registriert, die Zahl der Seitenaufrufe liegt bei 114.000. Und um die Beteiligung an unserem Wiki hochzuhalten, zeichnen wir regelmäßig “exzellente Artikel” aus und berichten in den Fraport-Medien.
Das macht neugierig auf mehr! Auch die weiteren Antworten geben interessante Einsichten in die Agenda des Programms “Wissensmanagement” und das Selbstverständnis des/r Verantwortlichen. Wie viele Großunternehmen in Deutschland leisten sich eigentlich derzeit solche Stabsstellen oder Programme?
Stefan Zillich, Interview mit Wieland Stützel, Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), Nr.1/ 2008 (pdf)
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