Posted on 22 April 2010 by jrobes
Mir ist der Begriff “networked individuals” sehr sympathisch. Der Soziologe Barry Wellman (Toronto) hat ihn vor einigen Jahren vorbereitet (”networked individualism”) und Lee Rainie greift ihn in dieser Präsentation auf, um zu beschreiben, wie neue Technologien unsere sozialen Beziehungen verändern. Konkret geht es hier um “9 ways the inform and influence ecosystem has changed in the digital age and pushed along networked individualism”.
Lee Rainie, Pew Internet & American Life Project, 14. April 2010
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Posted on 18 June 2009 by jrobes
Mark Granovetter’s vielzitierte Studie, “The strength of weak ties”, sei stellvertretend für einen Ansatz genannt, der sich “social network analysis” nennt. Doch was heißt “Ansatz”: “Social network analysis is neither a theory nor a methodology. Rather, it is a perspective or a paradigm. It takes as its starting point the premise that social life is created primarily and most importantly by relations and the patterns they form.” So schreibt Barry Wellman, einer der führenden Vertreter dieser Disziplin, in dieser kompakten Einführung, die er zusammen mit Alexandra Marin, geschrieben hat. “A thriving research area”, sagt Wellman, was man sich auch mit Blick auf die Popularität von Facebook, Twitter & Co. gut vorstellen kann. Hier aber geht es um einen Überblick, akademisch, grundsätzlich, begriffsklärend, doch sehr interessant.
Alexandra Marin und Barry Wellman, Handbook of Social Network Analysis (forthcoming), 11. Juni 2009 (pdf)
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Posted on 07 May 2009 by jrobes
Es gibt - immer noch - die weit verbreitete Meinung, dass die intensive Nutzung des Computers und des Internets zu Lasten von direkten und persönlichen Kontakten geht. Die Zeit, die man vor dem Rechner verbringt, fehlt für Gespräche und Begegnungen - und das ist schlecht. Wenn man dann noch populäre Studien wie z.B. Robert Putnam’s “Bowling Alone” hervorholt, die den Niedergang des bürgerschaftlichen Engagements beklagen, ist das Bild fast rund. Es gibt aber auch Stimmen, die diese Veränderungen anders beschreiben und bewerten. Sie weisen unter anderem darauf hin, dass sich unser Alltag immer schwieriger in “online” und “offline” teilen lässt und dass eine Vielzahl der Netzaktivitäten heute gerade der Pflege sozialer Beziehungen dienen (siehe z.B. “The Strength of Internet Ties”). In diesem Zusammenhang ist auch diese Studie interessant, und Barry Wellman, einer ihrer Autoren, ist einer der renommiertesten Community-Forscher.
“Although there has been much talk about negative effects of the Internet, the evidence presented here does not support the notion that the Internet is increasing social isolation. Rather, research is showing that the Internet is fostering participation with community members and in social organizations. To a great extent, this is basically an enhancement of existing relationships - people now have other media to connect them.”
Ben Veenhof, Barry Wellman, Carsten Quell und Bernie Hogan, Statistics Canada, 2008
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