Tag Archive | "weinberger"

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Tintenkiller: Warum die digitalen Netz-Medien die Schule von Grund auf verändern werden

Posted on 07 December 2011 by jrobes

Ich werde in diesem Blog auch weiterhin einen Bogen um die Schule machen, aber natürlich gibt es unübersehbare Parallelen zwischen Klassenzimmer und Seminarraum, zwischen Lehrer und Trainer und natürlich gilt für beide Welten die Frage, wie hier die Möglichkeiten der “digitalen Netz-Medien” genutzt werden. Nicht zuletzt deswegen ist der TAZ-Artikel von Martin Lindner lesenswert. Martin spannt hier einen schönen Bogen von der Schulzeit seines Großvaters bis zum “digitalen Klimawandel” und schließt mit der Überlegung, dass es eigentlich nur 450 Euro je Schüler braucht (für Tablet-PC, Smartphone, digitalen Stift, eBook-Reader), um in der Gegenwart anzukommen. Hier mein “Lieblingsabsatz”:

“Friedman stellt eine Sekretärin und alleinerziehende Mutter vor, die es schaffte, immer dann in ein neues berufliches Feld zu springen, wenn ihr alter Job wegrationalisiert wurde. Ihre Erfahrungen verallgemeinert er zur Maxime für lebenslange LernerInnen. Frei übersetzt: „Sei immer ExpertIn für drei Felder. Das erste Feld ist das, was jetzt gerade dein Brot-und-Butter-Geschäft ist. Dazu musst du immer ein zweites Kompetenzfeld entwickeln, das mit dem ersten verwandt ist, so dass du leicht wechseln kannst, wenn es nötig wird. Dann sollte es noch ein drittes Feld geben: Etwas ganz Anderes, ein entfernteres Ziel, dass du bereits jetzt ansteuerst. Und sei dir zugleich klar, dass sich diese drei Felder alle paar Jahre ändern werden.”
Martin Lindner, Schule in der Wolke, 7. Dezember 2011
(siehe auch unter: Martin Lindner, Das Buch verdunstet in die Wolke, TAZ, 7. Dezember 2011)

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Chaos im Netz. Brauchen wir noch einen neuen alten Bildungskanon?

Posted on 16 February 2011 by jrobes

Auf SWR2 Wissen ist am Sonntag eine sechsteilige Reihe mit dem interessanten Titel “Aula - Wissen 2.0. Wie das Internet die Bildung verändert” gestartet. Wer aus irgendwelchen Gründen um 8:30 Uhr, denn das ist der Sendetermin, noch keine Lust auf Radio und Bildung hat, kann die Folgen auch später als Podcast hören. Was ich gerade mit der ersten Folge getan habe. Hier beklagt der Literaturwissenschaftler Peter J. Brenner, dass sich mit der Digitalisierung und dem Internet die alten Ordnungsprinzipien des Wissens aufgelöst haben. Wir haben unseren Bildungskanon verloren und dafür Google und Wikipedia bekommen. Bildung bleibt also eine öffentliche Aufgabe, und da möchte ich nicht widersprechen. By the way, ich glaube übrigens nicht, dass Peter J. Brenner twittert.
Peter J. Brenner, SWR2, 13. Februar 2011

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Learning Nuggets - Wunsch und Wirklichkeit

Posted on 11 February 2011 by jrobes

Vor einigen Wochen bin ich gebeten worden, etwas zum Stichwort “Microlearning” zu schreiben: was es bedeutet und wie es in der Unternehmenspraxis umgesetzt wird. Herausgekommen ist der vorliegende Artikel. Nach einigen einleitenden Zeilen habe ich kurz zwei Initiativen der Business School der Credit Suisse und der Alcatel-Lucent University vorgestellt, die ins Thema passen. Alles dreht sich dabei um die Frage, wie sich klassische formale Qualifizierung und informelles Lernen verbinden lassen - auch wenn es im vorliegenden Fall an Platz gefehlt hat, darauf ausführlicher einzugehen. Hier der Vorspann des Artikels, den mir die Redaktion der Personalführung dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat (kurze Anmerkung: Titel, Bilder und Bildunterschriften wurden von der Redaktion ausgewählt):

“Mit neuen Kurzformaten, meist zwischen drei und 15 Minuten lang und bevorzugt als Video erstellt, versuchen immer mehr Unternehmen, das informelle und selbstorganisierte Lernen ihrer Mitarbeiter zu unterstützen. Zwei Ansätze sind dabei zu beobachten: Während einige Unternehmen die sogenannten ‚Learning Nuggets‘ von Bildungsexperten nach inhaltlichen und didaktischen Gesichtspunkten entwickeln lassen, stellen andere Community-orientierte Plattformen zur Verfügung und unterstützen Mitarbeiter beim Informationsaustausch und bei der Weitergabe von Wissen.”
Jochen Robes, Personalführung, 2/2011, S. 50-53

Abbildung: “Motivation - Or Why The Onion Burns From The Inside”, YouTube, creditsuissevideos, 10. November 2010

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Interview on universities and open access

Posted on 22 March 2010 by jrobes

David Weinberger hat im Rahmen eines Besuchs der Oklahoma State University’s Research Week dieses Interview gegeben, in dem er sehr schön und treffend als “Internet Guru” vorgestellt wird. “Guru” Weinberger macht dabei am Beispiel “Open Access” deutlich, wie schwer sich Universitäten heute noch damit tun anzuerkennen, dass das “intellectual and academic life is moving onto the Internet”.
David Weinberger, Joho the Blog, 7. März 2010

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The Problem with the Data-Information-Knowledge-Wisdom Hierarchy

Posted on 17 February 2010 by jrobes

David Weinberger arbeitet sich in diesem kleinen Prosastück an dem bekannten Bild ab, nach dem aus der Filterung von Informationen Wissen entsteht. Das ist schön zu lesen, weil Weinberger auch kurze Referenzen an die Geschichte und Poesie einstreut. Es zeigt aber ein bekanntes Phänomen auf: Um komplexe Sachverhalte verständlich zu machen, vereinfachen wir. Die dabei gewonnenen Bilder, Modelle und Begriffe entwickeln ein Eigenleben. Und dann, nach einiger Zeit, kommt jemand und fragt, ob das Modell noch funktioniert. Kurz: Der Einwurf von David Weinberger ist nachvollziehbar, einen Ersatz hat er jedoch nicht.

“And humbug. The real problem with the DIKW pyramid is that it’s a pyramid. The image that knowledge (much less wisdom) results from applying finer-grained filters at each level, paints the wrong picture. That view is natural to the Information Age which has been all about filtering noise, reducing the flow to what is clean, clear and manageable. Knowledge is more creative, messier, harder won, and far more discontinuous.
But knowledge is not a result merely of filtering or algorithms. It results from a far more complex process that is social, goal-driven, contextual, and culturally-bound.”

David Gurteen hat hier weitere aktuelle Anmerkungen zum Thema gesammelt.
David Weinberger, Harvard Business Review Blogs, 2. Februar 2010

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Microlearning und Microtraining

Posted on 05 October 2009 by jrobes

“Um dem steigenden Lern- und Schulungsbedarf in derWissensgesellschaft gerecht zu werden, setzen immer mehr Bildungsverantwortliche in Unternehmen und Organisationen auf kurze, flexibel einsetzbare und aktuelle Bildungsangebote. Die neuen Kurzformate sind zwischen drei und 15 Minuten lang. Sie setzen auf das selbstorganisierte, informelle Lernen der Mitarbeiter und Nutzer. Sie knüpfen unmittelbar an die Erfahrungen mit dem Web 2.0 an und versuchen, diese für die betrieblicheWeiterbildung zu nutzen. Der folgende Beitrag führt aus, was den Trend zum Microlearning und Microtraining mit den Konzepten des Social Learning und E-Learning 2.0 verbindet, und weist auf Beispiele und Umsetzungsversuche hin.”
Jochen Robes, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 30. Erg.-Lfg., Oktober 2009 (pdf)

Foto (flickr): Orin Zebest

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Martin Lindner sprach zum digitalen Klimawandel

Posted on 08 December 2008 by jrobes

Als Martin Lindner aus Anlass der Online Educa letzte Woche in Berlin weilte, hat er einen kleinen Umweg genommen und diesen Vortrag an der FHTW Berlin gehalten. Martin Lindner, der die jährliche Microlearning-Konferenz in Innsbruck organisiert, ist habilitierter Literaturwissenschaftler, McLuhanianer und Weinbergerianer, was ihm das notwendige Rüstzeug bietet, das Internet immer wieder in schönen Begriffen und Bildern auf den Punkt zu bringen. In Berlin erläuterte er, was er unter digitalem Klimawandel versteht, wieviel e-Learning in seiner Biographie steckt, dass wir von ca. 320 sinnhaften Momenten am Tag ausgehen können und warum diese Momente mit dem Stichwort “Microinformation” am Besten beschrieben sind. Weitere Stichworte zur Präsentation finden sich auf dem eduFutureBlog 2.0, auf den auch dieser Beitrag verlinkt.
Martin Lindner, FHTW eLearning-Kolloquium/ eduFutureBlog 2.0, 3. Dezember 2008

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The future of book nostalgia

Posted on 20 December 2007 by jrobes

Die letzten Tage und Wochen haben viele Neuigkeiten gebracht. Amazons’ Kindle. Google und knol. Jimmy Wales und Wikia. Jetzt noch SPIEGEL Wissen. Das Internet und unser Zugang zu Informationen und Wissen werden sich weiter verändern. Und diese Veränderungen beschreibt gegenwärtig niemand besser und überzeugender als David Weinberger. Hier setzt er sich mit der Frage auseinander, welche Rolle eigentlich Bücher und Bibliotheken in diesem Netz-Konzert noch spielen? Anthony Grafton hat vor einigen Wochen im New Yorker (”Future Reading”) versucht, ihnen einen Platz in der Zukunft zu sichern. Weinberger nennt seine Haltung lobenswert, aber nostalgisch. Mit guten Gründen, wie ich finde.

“Many of us share Grafton’s nostalgia for books. But what will we miss about them, truly? The way they feel and smell? What does that have to do with knowledge, wisdom, understanding? We should not be shaping our systems of education and learning around the fetishes of collectors.”
David Weinberger, JOHO - Journal of the Hyperlinked Organization, 19 November 2007

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Everything Is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder

Posted on 12 November 2007 by jrobes

An diesem Wochenende habe ich endlich das neue Buch von David Weinberger zu Ende gelesen. Seine Botschaft ist so einfach wie weitreichend: Unser Denken ist noch nicht beim Internet angekommen. Denn das Internet eröffnet uns das, was Weinberger “the third order of order” nennt. Aber der Reihe nach:

“In the first order of order, we organize things themselves – we put silverware into drawers, books on shelves, photos into albums.” (S.17/18)

In der “second order of order” versuchen wir mit Hilfe von Metadaten, die Dinge zu ordnen und zu sortieren. Ein typisches Beispiel sind Katalogsysteme: “The catalog separates information about the first-order objects from the objects themselves … A code on this second-order object, the catalog card, points to the physical place where the first-order photo [sein Beispiel] is stored in the back room.” (18)

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When Educational Resources Are Open

Posted on 02 November 2007 by jrobes

Wie sieht die Zukunft des Lernens aus? Wenn Lernangebote offen zugänglich sind? “Open educational resources (OER)” also. “Intertwingularity” sagt die Autorin und beschreibt die Zukunft, indem sie neun bekannte Quellen als Kronzeugen zitiert - von David Weinbergers “Everything Is Miscellaneous”, über “The Long Tail” von Chris Anderson bis “The Wisdom of Crowds” von James Surowiecki. Eine schöne Idee!

“When educational resources become open into the natural intertwingularity of the Internet, their hierarchical tree forms, boxing into categories, and ordered sequences quickly break down. A passerby will add a tag to a link. Another will put that link onto a page, echoing its ideas in her Website. Already the visitors have related the open link to new places. A cluster is born. A little piece of a pattern for an idea has been made available. The links have intertwingled.”
Judy Breck, Educational Technology, November/ Dezember 2007

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About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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