Posted on 21 December 2011 by jrobes
Die Mediencommunity ist eine Online-Community, das „Wissensnetzwerk der Druck- und Medienbranche”. Sie wurde in den Jahren 2009-2011 als BMBF/ESF-Förderprojekt entwickelt, hat heute über 3.000 registrierte Nutzer und verzeichnet täglich ca. 800 Besuche und 16.000 Seiten-Abrufe. In diesem Beitrag werden die Lebensphasen der Mediencommunity beschrieben - ausführlich, sehr offen und nachvollziehbar.
Die einzelnen Lebensphasen lauten im Anschluss an Etienne Wenger (“Cultivating Communities of Practice”, 2002):
1) Die Entdeckung des Potenzials (Startphase),
2) die Phase des Zusammenwachsens,
3) die Reifungsphase,
4) die Verantwortungsphase und
5) die Umwandlungsphase.
Leider kann ich beim Lesen nicht ganz ausblenden, dass die letzten Community-Phasen mit dem Ende des Förderprojekts zusammenfallen, und ich frage mich, ob diese Tatsache das Bild in irgendeiner Form beeinflusst. Wie auch immer, das Fazit der Autorinnen ist sicher auch für andere Projekte und Initiativen interessant: „Auf der Basis des Modells können die einzelnen Phasen der Community-Entwicklung antizipiert und gezielt unterstützt werden. Somit stellt das Fünf-Phasen-Modell einen konzeptionellen Rahmen dar, welcher zur Anleitung von Maßnahmen zur Kultivierung und zum Management von Online-Communities als sehr nützlich erscheint.” (S. 22)
Ilona Buchem und Anne König, e-teaching.org, 19. Dezember 2011
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Posted on 15 December 2011 by jrobes
Nur in jedem fünften Unternehmen beschäftigt sich der Personalbereich regelmäßig mit Zukunftsszenarien und Megatrends. Hier wird eine Chance vertan, heißt es diplomatisch in der vorliegenden Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Aber im Mittelpunkt stehen hier die Trends selbst, allen voran der demografische Wandel und der Wertewandel als Megatrends. An ihnen wird in den kommenden drei Jahren das Personalmanagement nicht vorbeikommen, so die Einschätzung der Befragungsteilnehmer. Wenn man dann von den Megatrends zu den HR Trends kommt, führen folgende Themen die Liste an: die Erhaltung und Förderung des Mitarbeiter-Engagements, die Bindung der strategisch wichtigen Mitarbeitergruppen an das Unternehmen sowie das Employer Branding.
Qualifizierung, Weiterbildung oder Kompetenzentwicklung nehmen keine prominenten Plätze auf der Zukunftsagenda ein, sind aber natürlich implizit in vielen Themen enthalten. Noch ein interessanter Punkt: Während 2009 nur 13 Prozent der Befragten dem Thema Web 2.0/ Social Media eine Bedeutung für die Personalarbeit zusprachen, sind es 2011 schon 51 Prozent. Na also!
Christiane Geighardt-Knollmann, Deutsche Gesellschaft für Personalführung, PraxisPapier 7/2011 (pdf)
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Posted on 16 September 2011 by jrobes
Ohne den letzten E-learning Market Update von Kineo wäre diese Studie an mir vorbei gegangen: Die HR Experten des britischen CIPD haben im Rahmen ihrer „2011 Learning and Talent Development“-Untersuchung auch wieder nach dem Stand von e-Learning gefragt, 601 Antworten erhalten und diese separat ausgewertet. Wie geht es also e-Learning in UK? Nun, es ist da und wird von 78% aller Organisationen eingesetzt. Der Anteil von e-Learning an allen Trainingsaktivitäten liegt zwar immer noch weit unter 50%, aber er wird weiter steigen, so die Einschätzung der Befragten.
Was die Einsatzfelder betrifft, steht Compliance (z.B. Gesundheit und Sicherheit, Hygiene, Datensicherheit) weit an der Spitze, gefolgt von Produkt- und IT Trainings. Und die „completion rates“ der Lerner sind immer noch Anlass zur Sorge. Im Rahmen der Studie wurde auch nach dem Einsatz neuer Medien und Web 2.0-Tools gefragt. Die Antworten - Online Virtual Learning Management Systems (23%), Virtual Classrooms (21%), Blended Learning-Programme (73%) - zeigen wieder einmal, dass es noch eine Weile dauern wird, bis Interviewer und Interviewte auch das informelle Lernen in Netzwerken abseits der Lernplattformen mit e-Learning verbinden.
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), 15. Juni 2011
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Posted on 15 April 2011 by jrobes
Ich bin nicht sicher, ob es die einzelnen Beiträge der 24. Ausgabe der eLearning Papers schaffen, dem Titel gerecht zu werden. Auch fehlt ein programmatischer Einstieg, der Weichen stellt und versucht, die einzelnen Puzzlesteine zusammenzufügen. Im kurzen Editorial werden lediglich die Rahmenbedingungen und Herausforderungen moderner Hochschullehre beschrieben. Die einzelnen Beiträge wiederum decken ein breites Themenfeld ab: es reicht von der Einführung von e-Learning; über “Exams to go” als Fortführung eines Lernens, das immer mehr auf Open Educational Resources (OER) setzt; eine Web 2.0-Case Study; bis zur Auseinandersetzung mit der Frage der Bewertung und Qualitätssicherung Technologiegestützter Lernumgebungen. Und noch mehr. Wie immer ein weites Feld.
eLearning Papers, 24/ 2011, 15. April 2011
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Posted on 09 December 2010 by jrobes
Vor einigen Jahren war es gang und gäbe, dass Hochschulen ihre vielfältigen Online-Aktivitäten in einer E-Learning-Strategie bündelten. Neue didaktische Szenarien wurden diskutiert, E-Learning-Kompetenzzentren entstanden, Vermarktungschancen wurden abgewogen. Sind jetzt mit Blick auf das Web 2.0 ähnliche Anstrengungen zu erwarten? Wahrscheinlich nicht. Im Moment tauscht man Handreichungen wie die Vorliegende aus, in der Anwendungen beschrieben und Einsatzszenarien in Forschung, Lehre und Verwaltung skizziert werden. Bottom-up, sehr vorsichtig und pragmatisch. Erst auf den letzten Seiten wird auf die “Spannungen zwischen der lebensweltlichen Nutzung und dem Einsatz von Web 2.0 in den Hochschulen” (S.36) hingewiesen. Die “Förderung der Medienkompetenz” sollte unterstützt werden (S.34), die “Schaffung von Anlaufstellen in der Hochschule, die Support im Umgang mit Web 2.0 bieten” erscheint ratsam (S.45).
Und schließlich heißt es: “Generell steht zu erwarten, dass sich die Hochschulen im Zuge der aktuellen und zukünftigen Entwicklungen des Internets und der Internetnutzung wenn schon nicht dramatisch, so doch sukzessive verändern werden.” (S.45) Aber das ist hier nicht das Thema. (via e-teaching.org)
HRK-Handreichungen, Beiträge zur Hochschulpolitik, 11/2010 (pdf)
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Posted on 30 November 2010 by jrobes
Wer sich nicht mit Schlagworten wie “net generation” oder “digital natives” zufrieden geben, sondern seine Beobachtungen auf solides Datenmaterial stützen will, kommt hierzulande an der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) nicht vorbei. Im dreizehnten Jahr wird nun über das Medienverhalten der Jugendlichen berichtet, keine leichte Aufgabe, wenn man nur bedenkt, wie unscharf heute der Medienbegriff ist und wie schwer die einzelnen Medien voneinander zu trennen sind (Stichwort “Medienkonvergenz”).
In der Pressemitteilung heißt es: “Jugendliche verbringen aktuell 138 Minuten pro Tag im Internet, überwiegend nutzen sie diese Zeit zur Kommunikation - meist in Communities und mit Instant Messenger.” Das Zeitbudget fürs Fernsehen wird im Klappentext nicht explizit erwähnt, aber - nach einem Blick in die Studie - auf “etwa 2 Stunden am Tag” beziffert. Ansonsten scheint der Umgang mit dem Internet bewusster geworden zu sein, ist doch z.B. “die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten gegenüber dem Vorjahr rückläufig”.
Und welche Rolle spielen Social Media? Hier heißt es: “Wie schon im Vorjahr gezeigt, stoßen die meisten Web 2.0-Anwendungen auch 2010 bei den Jugendlichen auf wenig Interesse. Das Veröffentlichen eigener Inhalte beschränkt sich bei den Jugendlichen in der Regel auf die Darstellungen in den Social Communities.”
Für die repräsentative Studie wurden im Frühsommer des Jahres 1.208 Jugendliche telefonisch befragt. Die Untersuchung bildet das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland ab.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 26. November 2010
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Posted on 08 October 2010 by jrobes
Die Diskussion um die Zukunft von Lernplattformen wird weitergehen. Aus Sicht der Unternehmen und Organisationen (Anwender) geht es vor allem um die Schnittstellen zu anderen HR-Systemen, das LMS als Business Case (Lizenzen, Outsourcing, Open Source) sowie, mittelfristig, um die Integration informeller Austauschprozesse (Enterprise 2.0). Aus Sicht der Hochschulen kommen noch die Stichworte “PLE” und “ePortfolios” hinzu. Dann geht es beim Thema Lerninfrastrukturen immer auch um unterschiedliche Geschwindigkeiten: Im einen Fall dienen Lernplattformen auch heute noch als Vehikel, um Lehrer, Trainer und Lernende mit e-Learning-Szenarien vertraut zu machen; im anderen Fall wiederum stehen sie einer umfassenden Nutzung von Social Media eher im Weg. Und dann kommen die unterschiedlichen, individuellen Erfahrungen der Wissensarbeiter in der Edu-Community hinzu.
Wer sich hier einen Überblick verschaffen will, hat jetzt die Gelegenheit: Mehr als zwei Dutzend Beiträge sind zum 15. WissensWert Blog Carnival eingetroffen, zu dem André Stöhr als Gastgeber geladen hatte.
Beiträge zum 15. Blog Carnival, in: WissensWert, September 2010
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Posted on 24 June 2010 by jrobes
Es ist eine Sache, wenn in den Blogs und Communities über einen Trend berichtet wird. Es ist eine andere, wenn dieser Trend auch in den Business Schools und Standesvereinigungen der Branche angekommen ist. Hier ist es das Global Focus Magazine des EFMD, der European Foundation for Management Development, in dem Charles Jennings vom “return of workplace learning” berichtet. Jennings beschreibt kurz und knapp, wie das “classroom model” in den letzten Jahrzehnten zum vorherrschenden Paradigma in Corporate Training wurde, wie damit aber auch “the vital link between learning and work” verloren ging. Jetzt scheinen die Zeichen günstig zu stehen, um wieder zum alten Ideal zurückzukehren: denn die neuen Netztechnologien und “the rise of knowledge work” machen workplace learning attraktiv und notwendig zugleich. “The use of effective workplace learning approaches is not a desirable but an essential in 21st century knowledge work.” Es folgt ein interessanter Hinweis auf IBM’s “learning maturity”-Modell.
Schön, dass das EFMD alle Artikel des Magazins online zugänglich macht! Auch die der älteren Ausgaben!
Charles Jennings, Global Focus Magazine, Volume 4, Issue 1, 2010 (pdf)
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Posted on 20 October 2009 by jrobes
Das Chartered Institute for Personnel and Development (CIPD) hat zu fast allen HR-Themen kurze Factsheets veröffentlicht, die den Stand der Diskussion festhalten. Das E-Learning-Factsheet wurde vor einigen Wochen wieder einmal aktualisiert. Es startet jetzt mit einer kurzer Definition von E-Learning: “learning that is delivered, enabled or mediated using electronic technology for the explicit purpose of training in organisations”. Dann wird das Feld etwas systematischer zwischen Web-based training, supported online learning und informal e-learning aufgeteilt. Dem letzten Punkt folgt ein Absatz zu “Web 2.0 or social networking”. Etwas E-Learning-Statistik und einige praktische Ratschläge für Einsteiger runden das Factsheet ab. Eine - wie immer beim CIPD - nützliche Übersicht.
Chartered Institute for Personnel and Development (CIPD), Juli 2009
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Posted on 23 September 2009 by jrobes
Ich bin gerade von der “Zukunft Personal” aus Köln zurück, wo ich die beiden letzten Tage verbracht habe, zuerst als Referent auf dem eKnowledgement-Forum, dann als Aussteller und Besucher. Kurz zu meinem Vortrag: Hier habe ich versucht aufzuzeigen, dass es verschiedene Formen von und Sichtweisen auf E-Learning gibt. Aufhänger dafür waren die letzten BITKOM- und MMB-Berichte. Anschließend ging es vom traditionellen E-Learning via Web-based Training zu den neuen Formen des informellen E-Learnings. Um auf die damit verbundenen neuen Aufgaben des Bildungsmanagements hinzuweisen, bin ich noch exemplarisch auf die Punkte “Technologie” und “Lerner” etwas näher eingegangen. Eine Mischung aus Einführung und Überblick, gerichtet an Personaler, die wissen wollen, wie es mit E-Learning weitergeht. Mich hat vor allem gefreut, dass trotz der frühen Stunde alle Plätze im Forum besetzt waren (ca. 40 Besucher?). Titel meines Referats: “Die Zukunft von E-Learning”, und die Präsentation liegt wie immer auf Slideshare.
Noch ein paar Worte zur Messe: Man darf sicher sagen, dass der Bereich “eKnowledgement” auf der “Zukunft Personal” noch, wie sagt man so schön, ausbaufähig ist. Gerade mal eine Handvoll Anbieter waren anwesend. Das war auf dem DGFP-Kongress in Wiesbaden vor einigen Wochen nicht anders. E-Learning ist für die großen Messen und Kongresse im HR Bereich kein Thema. Es ist nicht so einfach zu verstehen. Denn mittlerweile dürfte E-Learning in vielen Personalabteilungen angekommen sein, aber scheinbar überlässt man bis heute, von einigen zaghaften Versuchen in der Vergangenheit abgesehen, das Feld klaglos den Personalentwicklern, E-Learning-Experten und ihrer Leitmesse LEARNTEC. Doch es scheint Bewegung in die Messe- und Kongresslandschaft zu kommen, war in Köln zu hören. Man will zukünftig wieder mehr in das Thema investieren. Höchste Zeit, denn “von unten” drängen die EduCamps und zeigen, dass man Bildungsinteressierte auch ganz anders zusammenbringen kann. Ich bin jedenfalls gespannt!
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Posted on 25 March 2009 by jrobes
DNAdigital ist eine Initiative, die aus einer Arbeitsgruppe des dritten Nationalen IT-Gipfels im letzten Jahr hervorgegangen ist. Ihr Ziel ist es, einen Dialog zwischen Digital Natives und Managern der deutschen Industrie in Gang zu setzen. Dabei hat man in den letzten Monaten bereits einiges bewegt, man hat sich getroffen, hat geschrieben, gebloggt, getwittert, interviewt. Man ist online (www.dnadigital.de), als Netzwerk und offen für alle Interessierte. Und jetzt hat man - quasi über Nacht - den Stand der Diskussion in Buchform präsentiert.
Das Buch versammelt die Ideen dieser noch jungen Community in ganz verschiedenen Formaten. Ein kurzes „Manifest der Digital Natives”, dann ein Twitter-Interview, eine Konversation (überhaupt gibt es hier viel Dialogisches!), dann ein Tagebuchauszug und einige wenige klassische Artikel. BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer mit einem Grußwort, Don Tapscott mit einem Beitrag.
Das Herzstück des Buches ist aus meiner Sicht ein längeres Interview (S. 81-99) mit Peter Kruse (nextpractice), in dem es viel Platz für Zwischentöne, Nachdenkliches und offene Fragen gibt. So zum Beispiel zum Gegensatz zwischen Netzwerk und Hierarchie, der sich wie ein roter Faden auch durch viele andere Beiträge zieht: Hier unterstreicht Peter Kruse, dass es künftig darauf ankommen wird, je nach Situation intelligent zwischen beiden Strukturen zu wechseln. Das erfordert neue Kompetenzen für Manager wie für Digital Natives. Weitere Stichworte des Interviews sind die Unterscheidung von Schwarmintelligenz und kollektiver Intelligenz, die Zukunft der „Superdilettanten” und die Bedeutung von Reputation in Netzwerken. Ein Must-Read!
Noch eine Anmerkung: In meinem Regal stehen noch einige Bücher, die die “Humanisierung der Arbeitswelt” im Titel oder Untertitel haben. Das waren die 1970er Jahre. Heute geht es stattdessen um die „digitale Öffnung und die digitale Modernisierung der Arbeitswelt” (S.15). Tempi passati. Zum Schluss noch einen Dank an die Herausgeber, die das Buch unter einer Creative Commons-Lizenz offen bzw. als pdf zum Download ins Netz gestellt haben!
Willms Buhse und Ulrike Reinhard (Hrsg.), Februar 2009 (via Scribd)
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Posted on 23 March 2009 by jrobes
Die traditionellen Konferenzformate stehen auf dem Prüfstand, neue werden lebhaft diskutiert. In ein paar Tagen gibt es das nächste EduCamp. Dann wieder die Scope. Und Unconferences. Und Knowledge Cafes. Neben den großen Events, die den Markt der Anbieter und Kunden abbilden möchten (und sich damit immer schwerer tun!), werden neue, spannende Versuche riskiert, der Diskussion um ein anderes Lernen eine Plattform zu geben. Natürlich stehen dabei die virtuellen Netzwerke und kollaborativen Möglichkeiten des Webs im Zentrum.
Vor einigen Tagen hat in New York eine Konferenz stattgefunden, die sich “Hacking Education” genannt hat. Ihr Motto: “re-imagining how education should look in a web 2.0 world”. Durchgeführt von einem Start-Up (Union Square Ventures), mit rund 80 Teilnehmern, darunter z.B. Sir Ken Robinson, Steven Johnson oder Danah Boyd. Die Beiträge der Konferenz liegen jetzt vor - als sortierter Twitter-Stream! “Arguably the best part of the conference was the lively discussion on twitter.”

Aber die Geschichte geht noch weiter: Martin Lindner (wwweblernen) hat das Ereignis aufgeschnappt und plant bereits eine “Hacking Education” im deutschsprachigen Raum, möglicherweise im Oktober: “Die Bildung hacken. Den Claim der HackingEducation Konferenz (#hackedu) ins Deutsche bringen: “re-imagining how education should look in a web 2.0 world”. Dazu Praktiker und Denker versammeln, die sich mit Bildung im Web-Zeitalter befassen und die gedanklich/praktisch jenseits der Mauern der drei großen deutschen Bildungsburgen operieren: Schule - Uni - berufliche (Weiter-)Bildung. Aus den Sonntagsreden-Diskursen ausbrechen. Workshopartig erkunden, wie und warum Web-Technologien zu “Open Education” zwingen. Nicht gutgemeinte Weltverbesserung, sondern überlegen, was gegenwärtig ohnehin passiert, unterschwellig. Und dann Möglichkeiten suchen, wie man das “hacken” könnte.”
Hier geht es zum aktuellen Stand der Planungen …
Martin Lindner, wwweblern, 22./ 23. März 2009
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Posted on 18 March 2009 by jrobes
Michael Kerres hat vor einigen Tagen auf der Tagung “Personal Learning Environments in der Schule” an der Pädagogischen Hochschule in Goldau (Schweiz) präsentiert, diese Präsentation vertont und jetzt online verfügbar gemacht. Es ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema “Schul-IT trifft Web 2.0″, wobei Schule hier durch jede andere Bildungsinstitution, ja, auch durch die betriebliche Weiterbildung ersetzt werden könnte. Die Fragen, die Michael Kerres stellt: Wie finden bestehende Learning Management Systeme, die Michael Kerres im Kern als “Lehrplattformen” identifiziert, und die individuellen Lern- und Kommunikationsaktivitäten der Teilnehmer (Schüler, Studierende, Mitarbeiter) im Web 2.0 zueinander? Wie können diese Systeme miteinander kommunizieren? Und, wenn man sich auf diese Sichtweise einlässt, bedeutet es nicht, einen umfassenden Change Prozess einzuleiten, der weit über einzelne IT-Anschaffungen, Lehrerfortbildungen und Programmentwicklungen hinausgeht? Ein schöner Vortrag, ein schönes Format und eine gute Einstimmung für meine morgige Fahrt zum MoodleMoot nach Bamberg.
“Was ist dann (wenn überhaupt) das Besondere/ das Neue an dieser Diskussion? Bislang standen “Lehrplattformen” und “Lernangebote” im Vordergrund, die WIR uns ausgedacht haben: Was sind Funktionen von “Learning Managemnet Systemen”? Wie können wir Contents aufbereiten mit Lernobjekten / Repositories etc.? Wir haben versucht, Lernumwelten für die Lernenden zu definieren - und haben dabei aus dem Blick gelassen, wie und wo sich die Lernenden im Internet bewegen.
Nun wenden wir den Blick auf die Umwelt der Lernenden und schauen uns an, wie könnte eine persönliche (digitale) Umwelt von Lernenden gestaltet werden, die die Nutzungsvarianten der Lernenden aufgreift. (Ein) Hintergrund ist die Tatsache, dass die Lernenden sich anders und in anderen Welten bewegen, als dies die Angebote der (Hoch-) Schule heute vorsehen. Das wird im übrigen wohl nicht heissen, einfach SchülerVZ als Lernplattform zu nutzen… Das heisst einzig: Konzepte für Schul-IT und (mediale) Lernangebote sind in Relation und als ein Beitrag zu sehen zur Gestaltung persönlicher Lernumwelten.”
Michael Kerres, Blog, 16. März 2009
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Posted on 13 March 2009 by jrobes
Die Vorträge des Forums auf der diesjährigen CeBIT sollen nach Angaben der Projektleitung circa 3.000 Besucher gehört haben. Wer zumindest mit Blick auf die Folien der Referenten prüfen will, ob er etwas verpasst hat, kann das jetzt tun. Man findet auf den Seiten des Forums z.B. Peter Baumgartner (”Web 2.0 und Social Software - Neue Trends im E-Learning und Blended Learning”), Willms Buhse (”Enterprise 2.0 - Lernen von den Rockstars“) und Martina Göhring (”Gelernt ist nicht genug - effizientes Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis mit Web 2.0“). Aber empfehlen möchte ich Rolf Schmidt-Holtz (CEO, Sony BMG Music Entertainment) mit seinem Vortrag “Ist eLearning tot? Zukunft Bildung und Lernen in der digitalen Wissensgesellschaft“, auch wenn mir wohl unterrichtete Kreise zugetragen haben, dass er diesen Vortrag gar nicht selbst gehalten hat, weil ihn Wichtigeres bereits nach New York eilen ließ.
CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions, 3.-8. März 2009
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Posted on 13 March 2009 by jrobes
Eine “resource for educators planning to incorporate technologies in their teaching and learning activities” nennen George Siemens und Peter Tittenberger dieses Handbuch. Nichts Systematisches, eher eine Materialsammlung (61 Seiten!). Am besten hat mir das letzte Kapitel (”Tools”) gefallen, in dem sie mit Hilfe eines kurzen Fragenkatalogs (”What it is?”, “How does it work?”, “How can it be used for teaching and learning?”) einzelne Web-Instrumente und Bildungstechnologien einordnen. Auch wenn der Fokus dieses Handbuchs auf Higher Education liegt, lohnt ein Blick.
George Siemens und Peter Tittenberger, University of Manitoba, März 2009 (pdf)
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Posted on 06 March 2009 by jrobes
Der Hightech-Verband BITKOM hat den Auftrag gegeben, das Institut für Medien und Kompetenzforschung (MMB) hat ihn umgesetzt. Befragt wurden Personalverantwortliche in den Top-500 Unternehmen. Was kam heraus? 55 Prozent der Unternehmen mit mehr 1.000 Beschäftigten nutzen heute E-Learning. E-Learning hat sich etabliert, Nachholbedarf gibt es noch im Mittelstand, so die BITKOM. Ansonsten sticht eine Aussage heraus, die von BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Untersuchung auf der CeBIT in Hannover präsentiert wurde: „Der Einsatz von Web-2.0-Anwenungen gibt dem E-Learning einen enormen Schub“. Konkret: 41 Prozent der Befragten setzen Virtual Classrooms und Videokonferenzen ein, 35 Prozent Wikis und Weblogs, 27 Prozent Podcasts und Videocasts, 25 Prozent Simulationen, Planspiele und game-based learning, 22 Prozent Communities. Das ist erfreulich zu lesen, übertrifft aber meine Alltagserfahrungen deutlich!
Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), 4. März 2009
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Posted on 05 February 2009 by jrobes
Was bisher geschah: Der erfolgreiche Einsatz von Social Software erfordert die richtigen kulturellen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Hier betritt “enterprise 2.0″ die Bühne, so die Autoren, und die Arbeit fängt an. “Integration” ist das erste und zentrale Stichwort des dritten Teils dieser wunderbaren Serie. Dann “Prioritäten”. In “Piloten” denken. Sehr schön auch: “Kultur (vor)leben”. Und: “Die passende Kultur ist ein Ziel, keine Voraussetzung.” Gut gefallen haben mir zuletzt die folgende Fragen, die aus dem abstrakten Wunsch nach enterprise 2.0 einen konkreten Einstieg machen:
- Wo arbeiten komplexe, verteilte Teams?
- Wo landen die Ideen Deiner Kunden?
- Wo sind glaubwürdige Kommunikation und Dialog wichtig?
- Wer ist schon engagiert? Wie können Innovatoren einbezogen werden?
Frank Wolf, Christoph Rauhut, Simone Happ, T-Systems Multimedia Solutions, 4. Februar 2009 (via Slideshare)
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Posted on 03 December 2008 by jrobes
T-Systems ist nicht das erste Unternehmen, das über den Hebel “Technik” Alt und Jung zusammenbringt. Aber es bleibt eine schöne Idee, ganz gleich, ob man sie unter “intergenerativem Personalmanagement”, “Web 2.0″ oder “Mentoring” ablegt:
“2. Junge Mitarbeiter zeigen Managern 2.0
15-20 junge T-Systems Mitarbeiter geben ihr 2.0 Wissen an das Management von T-Systems weiter. Unter dem Stichwort “mentoring” werden in bis zu 6 Sessions die Manager in Sachen 2.0 “belehrt”. D.h. sie bekommen gezeigt, was youtube tatsaechlich ist, sie gehen auf myspace und ICQ u.v.a.m. Das Ganze findet jeweils zwischen einem Youngster und einem Manager statt.”
Ulrike Reinhard, SCOPE09, 25. November 2008
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Posted on 10 October 2008 by jrobes
Zwei Tage KnowTech liegen hinter mir. Kurz einige Eindrücke:
- Die Stimmung: gut! Mit 500 Teilnehmern konnte man die Zahl des Vorjahres deutlich steigern.
- Der Trend: Das 2.0 dominierte das Programm. Was bei den letzten Positionspapieren des BITKOM sicher keinen überraschen durfte. Nur die Veranstaltung selbst pflegt noch den 1.0-Charme.
- Die Keynotes: Professionell, aber nicht inspirierend. Claus E. Heinrich (Vorstand SAP) beschrieb die globalen, dynamischen und vernetzten Strukturen, in denen sich Unternehmen wie SAP heute bewegen. Bernhard Beck (Vorstand und Arbeitsdirektor EnBW) schaffte es nicht ganz, der eigenen Messlatte (”Wissen macht glücklich!”) gerecht zu werden. Said Zahedan (Microsoft) zeigte uns, wie die “Cloud” zum “Dreh- und Angelpunkt für die Wissensverarbeitung” wird. Und Markus Bentele (Rheinmetall) stellte vor, wie sich sein Unternehmen strategisch dem Thema “Collaboration 2.0″ stellt.
Dann durfte ich in kleinerem Kreis zusammen mit Günther Szogs (Commerzbank) das Forum “Wissen - Macht - Finanzen” moderieren - mit wirklich hervorragenden und anregenden Referenten: Leif Edvinsson, der für ein Quer- und Anders-Denken warb; Søren B. Henriksen, der das dänische Arbeitsmodell hoch hielt; Günter Koch und die Wissensbilanz; Christian Garbe, der Wissensvernetzung am Business Case des FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie vorstellte; Olaf Kaltenborn, der den Wandel der Goethe-Universität auf einige Stichpunkte brachte; Jacques van der Meer, der sich als Banker sichtbar freute, über die Wissenswirtschaft nachdenken zu dürfen. Und abschließend fasste Peter Pawlowsky (TU Chemnitz) auf wunderbare Weise die wichtigsten Gedanken des gesamten Vormittags zusammen.
Am Nachmittag habe ich dann selbst im Forum 1 (”Transformation zum Unternehmen 2.0 - Social-Networking-Lösungen im Business-Einsatz”) zum Thema “Communities” präsentiert, aber dazu gibt es später noch einen separaten Eintrag. (Weitere Stimmen zur KnowTech: Communixx, SLTalk)
Für mich und einige andere Teilnehmer der KnowTech ging es dann gleich weiter zur Unterzeichnung der Erklärung zur Wissensregion FrankfurtRheinMain in der Deutschen Nationalbibliothek. Hier hielt Bernhard von Mutius den Festvortrag und schenkte uns die schöne Aufforderung: “Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen und des der anderen!” Und: “The Link is the Thing.” Dann war Feierabend.
KnowTech 2008, 8./9. Oktober 2008
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Posted on 29 September 2008 by jrobes
Sehr pragmatisch geht Stephen Downes in dieser Präsentation mit der Frage um, was eine (seine) persönliche Lernumgebung auszeichnet: “a place to store (and share) my photos”; “a place to store (and share) my videos”; “a place to write an essay with my colleague in Montreal”; “a way to stay up to date - right up to the date”; “a way to save on phone calls”; “knowing where I’m staying before I get there”; “an easy way to draw pictures”. Dann taucht er tiefer in das Thema ein, stellt Grundprinzipien und Technologien heraus. Kein Aktionsplan, aber ein hilfreicher Überblick. Vielleicht auch ein Stichwort für die Begegnung mit Stephen auf der SCOPE in Heidelberg am Mittwoch.
Stephen Downes, Slideshare, 25. September 2008
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