Posted on 11 March 2010 by jrobes
Manchmal wünschte ich mir, in diese Interviews mit Experten würden etwas mehr aktuelle Bezüge einfließen. Also z.B. den Interviewten fragen, womit er sich gerade beschäftigt, warum er an diesem Ort ist, was er von der Nachricht xy oder dem gerade gehörten Statement hält, usw. Vor allem, wenn es wie im Fall George Siemens schon eine Fülle von Interviews im Netz gibt. Anyway, auch dieses Interview ist hörenswert und enthält schöne Antworten, zum Beispiel auf die Frage “Can you make friends with people you don’t know or you only “virtual”?” und zur “role of theory”. Und natürlich Einschätzungen von George Siemens zum Online-Kurs “Connetivism and Connective Knowledge (CCK)”. Dankenswerterweise gibt es eine hilfreiche thematische Gliederung des 40-minütigen Videos.
Ulrike Reinhard, Conversations At the Beginning of a New Time, 8. März 2010
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Posted on 24 February 2010 by jrobes
Und schon gibt es eine Diplomarbeit zum “Unkonferenzformat BarCamp”. Entstanden ist sie natürlich an der TU Ilmenau, wo auch 2008 das erste EduCamp im deutschsprachigen Raum stattfand. Marcel Bernatz hat sich dort die Frage gestellt, warum BarCamps so populär sind, ob sie als Lernorte funktionieren und ob sich dort Netzwerke oder gar Wissensgemeinschaften bilden. Das Rüstzeug für den empirischen Teil der Arbeit holt er sich bei Etienne Wenger (Communities of Practice) und George Siemens (Konnektivismus). Interessant ist auch das Kapitel zum Konferenzformat selbst, indem er die Spielregeln vorstellt, nach denen BarCamps “ticken” (und ich kann bestätigen, dass man sich auf dem letzten EduCamp in Hamburg ziemlich exakt daran gehalten hat!). Die Ergebnisse seiner Untersuchung bestätigen, dass BarCamps gut in diese Zeit passen. Marcel Bernatz fasst zusammen, “dass das Format die wesentlichen Charakteristiken einer Lernökologie erfüllt und sogar vorsichtig als optimale Lernumgebung bezeichnet werden kann” (S. 108). Wenn das kein Grund für einen Besuch ist …
Marcel Bernatz, 16. November 2009
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Posted on 20 November 2009 by jrobes
Im Moment finden die Learning-Konferenzen im Wochentakt statt. Gerade zu Ende gegangen ist die “LearnTrends 2009 - The Corporate Learning Trends and Innovations Conference”, online & free und eigentlich ein Muss für alle, die an Corporate/ Workplace Learning interessiert sind. Aber bei den Gastgebern George Siemens, Tony Karrer und Jay Cross konnte man auch darauf vertrauen, dass alle Veranstaltungen aufgezeichnet werden und online zur Verfügung stehen. So bereits geschehen. Referenten waren u.a. Jane Hart, Harold Jarche, Nancy White. Einige der Themen: “Microlearning”, “Building a Social Learning Environment”, “Personal Knowledge Management”, “Reinventing Organizational Learning”, “Enterprise 2.0, Convergence, & Innovation”. “Convergence” war das Motto der Konferenz.
LearnTrends 2009, Ning, 17.-19. November 2009
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Posted on 19 November 2009 by jrobes
Stephen Downes steht hier Jane Park von Creative Commons Rede und Antwort. Das Interview streift interessante Punkte wie Open Access, Open Educational Resources sowie damit verbundene Fragen der CC-Lizensen. Zum Schluss gleitet das Gespräch etwas in Details ab, aber auf dem Weg dahin werden einige grundsätzliche Fragen zum Konzept von “Openness” angesprochen.
Jane Park, CC Talks With, 12. Oktober 2009
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Posted on 13 November 2009 by jrobes
George Siemens misst das Online-Lernen aus. Dabei orientiert er sich an den Ansätzen, die Google und Facebook verkörpern: “Google looked at the web and saw information to organize. Facebook looked at the same web and saw people who needed to be connected.” Hier, so George Siemens, gibt Facebook die Richtung vor, auch wenn sich so mancher mit deren Geschäftsphilosophie nicht anfreunden mag. Was bedeutet das für die Weiterbildung?
“First: Most organizations currently use a learning management system (LMS) such as Moodle or Desire2Learn. These systems are content-centric. Their objective is to organize and manage content, just as Google did in early 2000. Because higher education is particularly enamored with content, an LMS is a critical service. It’s completely the wrong model, however, and this will become increasingly apparent in the next several years.”
Aber der wichtigste Punkt ist ein anderer: “Fourth: Managing abundance and complexity requires a different view of teaching and learning than currently forms the foundation of education.”
Hier beginnen mit Blick auf die Praxis in vielen Organisationen und Unternehmen die Missverständnisse (auch bei Siemens): Denn dort, in der Weiterbildung der Organisationen und Unternehmen, geht es nicht um das Management von Komplexität! Lernplattformen werden eingesetzt, um den Umgang mit Produkten, Software oder Prozessen zu schulen oder über gesetzliche Regularien zu informieren. Diese Anforderungen sind nicht komplex, sie sind oft nicht einmal kompliziert, sondern schlicht “simple” (siehe das Cynefin-Framework von David Snowden). Wer es heute mit komplexen oder “chaotischen” Problemen im Arbeitsalltag zu tun hat, wird in den Lernplattformen dieser Welt keine Antworten finden. Da hat George Siemens wieder Recht. 22 Kommentare bis heute …
George Siemens, Connectivism, 10. November 2009
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Posted on 16 September 2009 by jrobes
Die zweite Auflage des “Connectivism and Connective Knowledge course” hat gerade begonnen. Wieder führen George Siemens und Stephen Downes über 12 Wochen Interessierte durch das Thema, wieder heißt es “walk the talk”, denn der Kurs ist nichts anderes als die praktische Umsetzung ihrer Vorstellung von “connectivism”. Wie im letzten Jahr ist das Herzstück dieses Kurses ein Tag, “cck09″, der die verschiedenen Stränge, Diskussionen und Informationen zusammenhält. Diese Dezentralität ist vielleicht - neben dem Austausch über die Sache selbst - das wirklich Faszinierende an diesem Kurs, der zugleich mit der uns bekannten Vorstellung von Kurs brechen will.
Aber es gibt natürlich auch einige konkrete Anlaufpunkte: Der tägliche Newsletter, “The Daily”, in dem die weltweiten Aktivitäten zusammengeführt werden; ein Wiki, in dem Ablaufplan und Organisatorisches zu finden sind; eine kurze Video-Einführung von George Siemens, in der er das Experiment vorstellt, aber auch auf die Unterschiede zum letzten Jahr eingeht. Eine Moodle-Plattform mit Diskussionsforen, Recordings usw. Mehrere Konferenzen wurden dieses Mal in den Ablauf integriert. Interessierte können sich zudem an der University of Manitoba einschreiben, um ein Certificate in Emerging Technologies for Learning zu erlangen.
George Siemens und Stephen Downes, Connectivism & Connective Knowledge, 14. September - 6. Dezember 2009
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Posted on 29 April 2009 by jrobes
Lisa Neal Gualtieri, Editor-in-Chief des eLearn Magazine, interviewt George Siemens. Nachdem sie Antworten zum aktuellen Zustand des Bildungssystems, zur Bedeutung des formalen Lernens und zur Vermittlung von grundlegenden Werten und Fähigkeiten erhalten hat, fragt sie ihren Gesprächspartner noch, welchen Rat er jetzt jemandem geben könne, der sich an die Entwicklung von e-Learning begibt. George Siemens: “Approaches to learning design, development, and delivery will obviously vary by discipline, grade/age level, and the context in which learning will be delivered. To simplify the process, I’d recommend designers consider three elements: Context … Connections … Choice.”
Lisa Neal Gualtieri, Interview mit George Siemens, eLearn Magazine, 21. April 2009
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Posted on 17 March 2009 by jrobes
Anja C. Wagner hat im letzten Semester an der FHTW Berlin den Online-Kurs “Connectivism and Connective Learning” von George Siemens und Stephen Downes zum Gegenstand des Masterstudiengang-Kurses Didactics of Media gemacht. Sie und die Studierenden trieb die Frage, “inwiefern die OLPC-Initiative als angewandte, medienpolitische Form des Konnektivismus betrachtet werden kann”. Das Kursdesign - an einem globalen Kurs teilnehmen, sich mit dem OLPC beschäftigen, einen Wikipedia-Artikel schreiben - liest sich sehr spannend; allerdings lässt der kritische Erfahrungsbericht auch Fragen zurück: Denn OLPC wird hier nicht als Projekt mit seinen unzähligen Facetten, sondern vor allem als Technologie vorgestellt; und der Konnektivismus erscheint als bunte Mischung aus Lehrsätzen und Appellen. Aber ich denke, das ist noch ein Grundproblem dieses Ansatzes, mit dem ich auch an anderen Stellen zu kämpfen habe.
“Fazit: Viel Kleingärnterarbeit ist bereits erfolgt im OLPC-Universum, aber noch wenig vernetzte Anbindung der Schulen untereinander. Nicht als kolonialistische Gutmenschen-Arbeit, sondern als tatsächliche Macht der sozial Schwachen. Hier besteht noch viel Forschungs- und v.a. konkrete Aktivistenarbeit.”
Anja C. Wagner, eduFutureBlog 2.0, 19. Februar 2009
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Posted on 13 March 2009 by jrobes
Eine “resource for educators planning to incorporate technologies in their teaching and learning activities” nennen George Siemens und Peter Tittenberger dieses Handbuch. Nichts Systematisches, eher eine Materialsammlung (61 Seiten!). Am besten hat mir das letzte Kapitel (”Tools”) gefallen, in dem sie mit Hilfe eines kurzen Fragenkatalogs (”What it is?”, “How does it work?”, “How can it be used for teaching and learning?”) einzelne Web-Instrumente und Bildungstechnologien einordnen. Auch wenn der Fokus dieses Handbuchs auf Higher Education liegt, lohnt ein Blick.
George Siemens und Peter Tittenberger, University of Manitoba, März 2009 (pdf)
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Posted on 17 February 2009 by jrobes
Als ich vor einigen Tagen gebeten wurde, etwas zur “Didaktik in Zeiten des Web 2.0″ zu sagen, kam mir spontan der “Massive Open Online Course” in den Sinn, zu dem George Siemens und Stephen Downes letzten Herbst eingeladen hatten. Im Sinne eines Modells, an dem man sich orientieren kann, wenn man in einer offenen Lernumgebung und mit Hilfe verschiedener Web 2.0-Instrumente Prozesse, individuell und in Netzwerken “vor Ort”, anstoßen will. Jetzt hat Stephen Downes für eine UNESCO OER-Diskussionsliste in Form kurzer Antworten noch einmal die wesentlichen Bausteine dieses Projekts beschrieben.
“The course - which came to be known simply as CCK08 - was a landmark, we believe, in open access, because while providing the formal requirements of open learning - course structure and content, recognition, assessment and credentials - it nonetheless operated on a very different model from other OER initiatives. Materials for the course were not ‘produced’ in the traditional; sense - rather, the instructors created a framework, populated that framework with open materials already extant on the web, added some commentary and videos of their own, conducted open online sessions and recordings, and created the infrastructure for wide student participation.”
Stephen Downes, Half an Hour, 16. Februar 2009
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Posted on 07 January 2009 by jrobes
Es gibt einen Arbeitskreis “Web 2.0 im Personalmanagement”, getragen durch Initiatoren der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und der DATAKONTEXT GmbH. Sie haben - noch im alten Jahr - einen Leitfaden veröffentlicht, der “aktuelle Einsatzfelder und Möglichkeiten von Web 2.0-Technologien im Personalwesen” aufzeigen will. Denn das Internet “hat auch die Personalarbeit verändert und für Personalverantwortliche völlig neue Möglichkeiten geschaffen”, wie es einleitend heißt. Der vorliegende Leitfaden enthält neben einer kurzen Einführung drei Hauptteile: Im ersten werden die Nutzenpotentiale des Web 2.0 im Personalmanagement beschrieben, wobei Fragen des Personalmarketings und Employer Brandings den meisten Platz einnehmen. Es folgen drei kurze Best Practices: Spreadshirt (interner Blog), Siemens (Podcast) sowie Fraport (Wiki). Im dritten Teil geht es um die Einführung von Web 2.0 und Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen: z.B., welche Unternehmenskultur idealerweise diese Einführung unterstützt und welche technisch-organisatorischen Anforderungen zu beachten sind.
Insgesamt ein nützliches Papier, das hält, was es verspricht. Doch das Tempo auf diesem Gebiet ist rasant. So könnte man heute spielend die Zahl der Praxisbeispiele erweitern und in diesem Zusammenhang auch technische Lösungen und Anbieter beim Namen nennen, die den Sprung in Unternehmensinfrastrukturen geschafft haben. Auch die Tatsache, dass in vielen Unternehmen der Zugriff auf bestimmte Web 2.0-Angebote im Internet gesperrt ist (während man sich parallel mit den Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0 beschäftigt!), wäre ein interessantes Kapitel für eine Neuauflage.
Aber ich möchte an dieser Stelle noch einen anderen Punkt ansprechen. Im Leitfaden heißt es, dass man Personalverantwortlichen “Mut machen und ihnen die Angst vor der neuen Wirklichkeit des Web 2.0 nehmen” möchte. Warum so umständlich, frage ich mich? Warum findet sich in diesen Papieren nicht einmal die Aufforderung, das neue Web einfach auszuprobieren? Es tut nicht weh! Und erste Schritte - einen Newsreader einrichten, einen Blog installieren, ein Foto ins Netz stellen oder einen Twitter-Account anlegen - kann jeder sofort starten, im Zweifelsfall auf seinem Privatrechner. Denn man will doch “Personalverantwortliche” ansprechen, oder? Auf diesem Wege könnte man auch Projektleiter gewinnen, die Web 2.0 “leben” und es nicht nur als das nächste HR- oder IT-Projekt betrachten, das auf ihrer Agenda steht.
Deutsche Gesellschaft für Personalführung (Hrsg.), PraxisPapiere, 3/ 2008
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Posted on 21 November 2008 by jrobes
Open Educational Resources oder kurz: OER hat in den letzten zwei Jahren eine Dynamik entfaltet, die es schwer macht, noch den Überblick zu behalten. Dazu gehört auch, dass es immer häufiger Stimmen gibt, die das Projekt weitertreiben wollen, die darauf hinweisen, dass Open Resources z.B. nicht automatisch ein anderes Lehren & Lernen bedeutet und daher nur ein erster Schritt sein kann. In diesem Zusammenhang hat auch Brian Lamb kürzlich ein Fragezeichen gesetzt:
“… if we live in an era of information abundance, why is the primary drive around OERs the publication of more content? And what other activities around the open education movement might be an effective use of our energies? What other needs have to be met?”
Er hat damit eine Reihe von interessanten Kommentaren provoziert, z.B. von Alan Levine: “I’d push back on that question- even if we are in an era of Information Abundance, I’d argue you can never have too much. Or taking it another way, since people have been creating music for thousands of years, do we stop and say, “we have enough music, there is no need to create new or re-interpret.” Und George Siemens hat in diesem Zusammenhang gleich auf eine eigene Präsentation zum Thema hingewiesen (“Openness in Education”).
Brian Lamb, Abject Learning, 12. November 2008
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Posted on 10 November 2008 by jrobes
Woran kann man eigentlich festmachen, ob ein offenes Online-Projekt wie der Kurs “Connectivism & Connective Knowledge” (CCK08) ein Erfolg ist? Aufmerksame Beobachter berichten von abnehmender Beteiligung in Moodle-Foren, Blogs und Live-Sessions. Nun, am einfachsten wäre es natürlich, wenn sich die Organisatoren zu Beginn klare Ziele gesetzt hätten, an denen man sie messen könnte. Doch für George Siemens und Stephen Downes ist ja bereits die Tatsache, dass CCK08 in dieser Form stattfindet, der größte Erfolg. Dann sind 24 Lerner eingeschrieben und dürfen auf ein Zertifikat hoffen. Und spätestens dann wird es schwierig: Denn der Kurs ist nichts anderes als ein Angebot, das Teilnehmer annehmen und dann für sich bestimmen können, was es ihnen gebracht hat. Selbst, wenn alle Teilnehmer übereinstimmend berichten würden, dass sie mit dem Angebot nichts anfangen konnten, wird es die Organisatoren nicht grämen. Denn dann sollte der aktive und selbstorganisierte Lerner in der Lage sein, mit seinem Feedback und seinem Input selbst die Richtung zu ändern. In der Theorie zumindest. In der Praxis wird es eine der spannenden Aufgaben in naher Zukunft sein, diese informellen Lernerfahrungen greifbar, kommunizierbar, wenn nicht messbar zu machen: als Kompetenzen, die man auf diesem Feld entwickelt hat.
Hier die passenden Selbstreflektionen eines Teilnehmers: “And as a teacher who is being a voluntary student in this experience, I really don’t have any of the student’s experience of the fuzzy end of the lollipop of power: of getting grades that seem unfair (too low or too high), of having to do assignments that seem pointless or stupid or take up too much of my time, of having to listen to someone else drone on about whatever little thing it is that they have spent their life studying, of not being able to do what I want when I want to. That’s life, we tell our students, and part of what you’re learning is to be able to adapt to the real world of deadlines, arbitrariness, and, well, power relations. Learning to be a good student means learning how to negotiate what ideally is a well-designed mock-up of a real-world situation, with some room for do-overs, hopefully with some valuable guidance from someone who knows something you don’t.” (Prof LL’s Second Life)
Connectivism & Connective Knowledge, 4. November 2008
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Posted on 07 November 2008 by jrobes
Der “Connectivism” hat es ja mittlerweile auch hierzulande in die eine oder andere Fachliteratur geschafft. Doch was ist er eigentlich? Eine vollwertige Lerntheorie? John Erpenbeck und Werner Sauter nennen ihn z.B. eine “pragmatische Lernkonzeption” (“Kompetenzentwicklung im Netz”, 2007). Oder versuchen ihre Vertreter, allen voran George Siemens und Stephen Downes, mit diesem Modell nur der wachsenden Bedeutung des Internets gerecht zu werden? Das heißt, gelten die Annahmen des “Connectivism” auch für Lernprozesse, die sich abseits virtueller Netzwerke abspielen? Und wie verhält er sich zu anderen Lerntheorien wie z.B. dem Konstruktivismus? Das sind die Fragen, die in diesem Aufsatz diskutiert werden. Und das ist der Schluss, den die Autoren aus ihren Überlegungen ziehen:
“A paradigm shift, indeed, may be occurring in educational theory, and a new epistemology may be emerging, but it does not seem that connectivism’s contributions to the new paradigm warrant it being treated as a separate learning theory in and of its own right. Connectivism, however, continues to play an important role in the development and emergence of new pedagogies, where control is shifting from the tutor to an increasingly more autonomous learner.”
Die Frage nach dem Status des “Connectivism” ist natürlich auch Thema des Online-Kurses “Connectivism and Connective Knowledge” (siehe hier) gewesen, der gerade läuft. Aber da war der vorliegende Artikel wohl schon geschrieben.
Rita Kop und Adrian Hill, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 9, No 3, Oktober 2008
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Posted on 12 September 2008 by jrobes
Hinter “CCK08″ verbirgt sich das Lernabenteuer, auf das sich George Siemens und Stephen Downes seit Anfang dieser Woche eingelassen haben. Ein offener Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, unterstützt mit allen Möglichkeiten der Information und des Austauschs, die das Web heute bietet. Zeit für ein erstes Resümee. By the way, es scheint viele Teilnehmer zu geben, die sich ganz auf dieses Projekt einlassen, in Foren, in Lerngruppen vor Ort, in ausführlichen Beiträgen. Ich schaffe leider nur sporadische Blicke. Aber ich habe voraussichtlich die Gelegenheit, Stephen nächsten Dienstag über seine ersten Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Projekt zu interviewen! Als Einstimmung auf seinen Beitrag auf der SCOPE 08 im Oktober. Wer mir also noch eine Frage mitgeben möchte, sei hiermit herzlich eingeladen!
“I’ll speak a bit from how I’ve seen things unfold. I’m overwhelmed. Email, Moodle, Google alerts, and live conversations have been abundant. But it has been most interesting to observe how different participants are engaging around content: Second Life communities, language translations, different aggregations, meetups, and more.
Part of the challenge this week has been to actually get into the discussion about connectivism. As can be expected in the first week of the course, we’re all trying to get oriented. In a sense, the question we’re asking this week - What is connectivism? - is what the course is hoping to have answered by the end. Many of the questions being asked now - how does connectivism differ from constructivism? In what sense is learning networked? What about power issues? Does connectivism have a suffiicent research base to even be seriously considered for implementation? - are not going to be resolved quickly. Many of these themes are the focus future weeks.”
George Siemens, Connectivism & Connective Knowledge, 11 September 2008
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Posted on 05 September 2008 by jrobes
Traditionelle Bildung beruht auf zwei Prinzipien: “bounded classrooms and hierarchical organization of information and content”. Räume und Strukturen. Doch in einer zunehmend vernetzten Welt sind längst andere Strukturen gefragt, die George Siemens mit “learning ecologies” und “learning networks” beschreibt. Aber das Beharrungsvermögen der bestehenden Systeme ist groß, wir müssen uns auf einen langfristigen Wandel einstellen. Wohin dieser Wandel führen kann, zeigt Siemens abschließend am Beispiel der Universitäten auf.
“When applied to the academic sector, dialogue about changing learning spaces and structures suggests a fundamental rethinking of classrooms, courses, and programs is needed. Given the opportunities of technology to extend access to content, experts, and peer learners, does an existing classroom model still make sense? Do one-instructor classrooms need to give way to more diverse approaches of many instructors and many peer learners? How should curriculum be developed? How much structure needs to be applied to this type of model in the development of curricula and in the planning of instruction? Does instructional design similarly need to be rethought?”
Der Artikel enthält wichtige Beschreibungen und schöne Visualisierungen einer Learning Ecology, da er aber weitgehend auf konkrete Anknüpfungspunkte in der aktuellen Bildungspolitik verzichtet, bleibt er etwas abstrakt. Aber vielleicht genau die richtige Einstimmung für den Online-Kurs über “Connectivism & Connective Knowledge”, der am Montag beginnt.
George Siemens, elearnspace, 28 August 2008
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Posted on 02 September 2008 by jrobes
Wer es bis zu dieser Nachricht geschafft hat, für den enthält der Artikel wahrscheinlich wenig Neues. Er beschreibt das wachsende “digitale Universum” und Wege, wie man Web 2.0-Technologien wie Newsreader, Blogs und Social Bookmarking nutzen kann, um sich heute zu orientieren. Und vielleicht ist die wichtigste Botschaft, dass alles am Ende eine Frage der Einstellung ist: zu akzeptieren, dass man immer irgendetwas verpasst. Oder, wie George Siemens, so schön schreibt, zu akzeptieren “always being behind, always learning, always missing something. And that’s the way everyone else is. And that’s ok.”
Mary Brandel, Computerworld, 25 August 2008
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Posted on 29 August 2008 by jrobes
Teemu Arina macht hier noch einmal Werbung für den “MOOC”, den “Massive Open Online Course” über “Connectivism & Connective Knowledge”, den Stephen Downes und George Siemens zwischen September und November anbieten. “Exploring emerging topics in knowledge, learning and technology, It’s going to be held online and will utilize latest Web 2.0 technologies and distributed approaches. What is more important, is that if someone is going to pull this off, it’s George and Stephen, both the most visionary and knowledgeable teachers I’ve ever had online.”
Es gibt ein Konferenz-Blog, ein Konferenz-Wiki und eine Agenda:
- Week 1: (September 7-13) What is Connectivism?
- Week 2: (September 14-20) Rethinking epistemology: Connective knowledge
- Week 3: (September 21-27) Properties of Networks
- Week 4: (September 28-October 4) History of networked learning
- Week 5: (October 5-11) Connectives and Collectives: Distinctions between networks and groups
- Week 6: (October 12-18) Complexity, Chaos and Research
- Week 7: (October 18-25) Instructional design and connectivism
- Week 8: (October 26-November 1) Power, control, validity, and authority in distributed environments
- Week 9: (November 2-8) What becomes of the teacher? New roles for educators
- Week 10: (November 9-15) Openness: social change and future directions
- Week 11: (November 16-22) Systemic change: How do institutions respond?
- Week 12: (November 23-29) The Future of Connectivism
Ich werde sicher vorbeischauen, wann immer sich die Gelegenheit bietet.
Teemu Arina, Tarina, 28 August 2008
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Posted on 14 March 2008 by jrobes
Können neue Technologien den Erfahrungsaustausch auf Konferenzen verbessern? Und wenn ja, wie?
“Computers, mobile phones, podcasts, blogs, Second Life, RSS, Google Reader, and many similar tools afford new ways of interacting before, during, and after conferences. Like general approaches to teaching and learning with technology, technology use in conferences runs on a continuum: augmented, blended, simultaneous-blended, online, and unconferences - with a corresponding level of participant control.” Gerade mit Blick auf die letzte (und nächste) LEARNTEC ein interessanter Artikel, der aufzeigt, welche neuen Konferenzformen heute möglich sind, welchen Nutzen Veranstalter und Teilnehmer daraus ziehen können, aber auch, welche Schwierigkeiten zu berücksichtigen sind. Allerdings, und das sollte man bei der Lektüre nicht aus dem Auge verlieren: Auch der Einsatz moderner, Web 2.0-gestützter Technologien hilft erst, wenn man sich auf die inhaltliche Ausrichtung und die Ziele einer Konferenz verständigt hat. Und der Fokus auf Technologie verdeckt etwas, dass interessante und neue Optionen für eine Konferenz auch auf ganz anderen Feldern liegen können, wie z.B. in ihrer Integration in neue soziale Räume (Stadt, Wirtschaft, Universitäten, Schulen). Ich denke da aktuell z.B. an “Leipzig liest”.
George Siemens, Peter Tittenberger und Terry Anderson, EDUCAUSE Review, Vol. 43, No. 2, März/ April 2008
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Posted on 07 March 2008 by jrobes
Heute baut Bildung auf Institutionen, Kursen und Experten auf. Formelle Bildung, wie es heißt. Wie aber könnte eine Lernlandschaft funktionieren, die auf dezentralen und informellen Strukturen aufbaut? Wie - und das eine der zentralen Fragen, die George Siemens auf diesem Weg entdeckt - können die einzelnen Interessengruppen unter diesen Bedingungen sicher sein, dass sie ihre Ziele erreichen?
“At this point at least is a key missing piece: Pulling together the distributed conversations with the distributed content and finding a way to assign a degree of value is one of the biggest challenges facing a discussion of an educational model that moves away from the largely traditional hierarchical structure most of us recall.”
Eine 15minütige Annäherung als Slidecast.
George Siemens, elearnspace, 6 März 2008
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