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Lernen 2.0

Posted on 16 June 2009 by jrobes

Der Jubiläumskongress “30 Jahre taz” ist zwar schon ein paar Wochen her, aber jetzt gibt es die komplette Dokumentation der Veranstaltung im Netz und ich habe erst heute den Mitschnitt dieser Podiumsdiskussion entdeckt. Eine kurzweilige Veranstaltung! Es dreht sich um “Schule 2.0″ und “Web 2.0″. Mit interessanten, fast gegensätzlichen Schwerpunkten in der Diskussion: Während bei der Schule das “2.0″ zuerst einmal für eine fortschrittliche Pädagogik steht und nicht für eine bestimmte Technologie im Unterricht, geht es mit Blick auf das Web eher darum zu erinnern, dass der Einsatz von Social Software und damit “2.0″ nicht immer die beste und fortschrittlichste Antwort auf ein pädagogisches Problem sein muss.

taz_200906.gif

Es diskutierten Erika Wey-Falkenhagen, Olaf Kleinschmidt, Ulrich Klotz und Mandy Schiefner, die auch einen ausführlichen Beitrag über die Veranstaltung geschrieben hat (hier). Dazu eine unterhaltsam-schnoddrige Moderation. Und ich habe Sätze gehört wie “die Schule ist ein überholtes Konzept” und ihre Gebäude “erinnern an kleine Fabriken”. Wem das sympathisch ist, sollte sich etwas Zeit freischaufeln und dem Link folgen.
30 Jahre taz - der Kongress, 19. April 2009

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Twitter - eine kurze Statusmeldung

Posted on 16 February 2009 by jrobes

Nicht nur die Tweets, auch die Zeilen über Twitter füllen mittlerweile meine virtuellen Regale. Der Reihe nach: Dass erstaunlicherweise nicht alle Welt twittert, sondern “nur” 11 Prozent der Amerikaner mit Internet-Zugang, das teilte uns vor einigen Tagen das PewResearchCenter mit (”Twitterpated: Mobile Americans Increasingly Take to Tweeting”). Und: Der durchschnittliche Twitter-Nutzer ist 31 Jahre alt! Etwas über dem Durchschnitt liegen sicher die amerikanischen Politiker, die sich Barack Obama zum Vorbild genommen haben und Einblicke in ihren Alltag gewähren. Übrigens mehr Republikaner als Demokraten, wie der Economist zu berichten weiß (”Tweeting the people. Politicians on Twitter”).

Wer hier den Überblick behalten will, hat je nach Fachgebiet verschiedene Möglichkeiten: 753 Einträge enthält gegenwärtig z.B. das “Directory of Learning Professionals (& Others) on Twitter”, mit dem Jane Hart einen ersten Versuch startete, den 6 Millionen Twitter-Nutzern einige Namen zu geben. Auf 70 kommt derzeit “Weiterbildung auf Twitter”, zusammengestellt von Dörte Giebel, der Pressesprecherin des Forum DistancE-Learning. Und wer sich in der Vergangenheit verdächtig gemacht hat, mit Knowledge Management oder ähnlichen Themen zu sympathisieren, findet sich bei Patrick DiDomenico wieder (“Must-Follow Twitterers on Twitter | Knowledge Management”). Das sollte doch fürs Erste reichen.

Viele, die Twitter gerade ausprobieren. Einige, die sich dabei ertappen und fragen, was sie da eigentlich tun. Zum Beispiel Mandy Schiefner, die zwar für sich noch lange nicht alle Fragezeichen ausgeräumt hat, aber Twitter heute schon ein “Potenzial vor allem für informelles Lernen” zugestehen möchte (”Sinn und Unsinn von Twitter”). Für Michael Kerres passt Twitter “in den Zeiten dazwischen, z.B. im Wartezimmer des Kieferorthopäden meiner Tochter, beim Warten auf einen Zug oder sonst wo zwischendrin” (”The Twitter Experience”). Bei mir setzen Wartezimmer zwar nur bestimmte Phantasien frei, aber sei’s drum.

Bildungsexperten wie z.B. Tony Karrer und Tom Barrett haben Twitter längst in ihren Werkzeugkasten aufgenommen. Aber da hierzulande die Twitter-Nutzer, vor allem im Unternehmensumfeld, noch eine verschwindend geringe Minderheit darstellen, soll Minxuan Lee mit ihrer schönen Präsentation heute das letzte Wort gehören: “How Twitter changed my life”.

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Digital native students? Web 2.0-Nutzung von Studierenden

Posted on 09 February 2009 by jrobes

Können wir davon ausgehen, dass die jüngeren Generationen, also die “digital natives”, auch die Web 2.0-Kompetenzen besitzen, die viele mit ihnen verbinden? Die Autoren haben ihre Zweifel und sich die Umfragen näher angeschaut, die in den letzten Semestern an der TU Graz und Universität Zürich durchgeführt wurden. Ihr Fazit: Die technische Infrastruktur der Studierenden ist okay, aber eine “net generation” scheint deshalb noch nicht an den Hochschulen angekommen zu sein. Kurz: “Ebenso ist zumindest für die Generation der Studierenden eine Änderung der Haltung vom Konsumenten zum Produzenten … aufgrund unserer Untersuchungen über die Nutzung von Web 2.0 an Universitäten nicht haltbar.” Zumindest nicht in Graz und Zürich.
Martin Ebner und Mandy Schiefner, e-teaching.org, 26. Januar 2009 

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Lifetime Podcasting

Posted on 02 June 2008 by jrobes

Wenn heute über Web 2.0 in Unternehmen diskutiert wird, dann geht es um Wikis, um Blogs und RSS, aber ganz selten um Podcasts. Das ist in der Hochschulpraxis anders, wie auch die vorliegende Dokumentation der “ersten österreichischen Fachtagung für Podcast” bestätigt. Die Initialzündung zur Tagung kam aus Graz, aber Referenten und Teilnehmer decken die laufenden Aktivitäten und Projekte im gesamten deutschsprachigen Raum gut ab - vom Multimedia Kontor Hamburg bis zur ETH Zürich. Zur Lektüre empfehlen kann ich die Keynote von Mandy Schiefner, in der sie sich mit der Existenz und den Anforderungen einer “net generation” sowie dem didaktischen Potenzial von Podcasts auseinandersetzt. “Wichtig ist es, die richtigen Szenarien für mobiles Lernen zu finden. 90 Minuten Vorlesung auf dem iPod sind wenig sinnvoll. Wenn allerdings z.B. eine Lernaufgabe damit verbunden wird, z.B. mobil etwas herauszufinden und zu suchen, wenn die/der ProfessorIn in einem zehnminütigem Podcast die Vorlesung noch einmal zusammenfasst usw., ergeben sich neue Möglichkeiten und Chancen einer sinnvollen Integration von Podcasts in den Studienalltag.” (S.22)
Michael Raunig, Martin Ebner, Sigrid Thallinger, Winfried Ritsch (Hrsg.), Proceedings der ersten österreichischen Fachtagung für Podcast, April 2008

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Microblogging - more than fun?

Posted on 23 April 2008 by jrobes

Manchmal ist das Tempo schon atemberaubend, in dem neue Tools auf ihren Nutzen für Lern- und Bildungsprozesse abgeklopft werden. Jetzt also Microblogging. Der Kontext, so Mandy Schiefner und Martin Ebner, ist m-Learning, das primäre Medium das mobile Telefon. Getestet haben sie im kleinen Kreis Jaiku (Motto: “Create your activity stream” und “Follow your friends”) und unterstreichen in ihrem Erfahrungsbericht vor allem den Community-Aspekt: “The main focus for us is to connect each other and to inform about interesting things about e-learning. The community aspect is the highest motivation to join the jaiku group.” Ansonsten würde ich sagen: Ergebnisoffen.
Martin Ebner und Mandy Schiefner, in: Procceding of IADIS Mobile Learning Conference 2008, Inmaculada Arnedillo Sánchez and Pedro Isaías ed., Algarve, Portugal, 2008, p. 155-159 (pdf)

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About me

Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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