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Individual Knowledge in the Internet Age

Posted on 01 June 2010 by jrobes

Larry Sanger, Mitbegründer von Wikipedia und Gründer von Citizendium (ja, die Plattform gibt es immer noch!), erinnert uns gerne daran, dass es auch in Zeiten der umfassenden Vernetzung und Kollaboration den Experten, den Autor und etwas braucht, das er in diesem Artikel “the effortful, careful development of the individual mind” nennt. Ein aufklärerischer Standpunkt, der darauf besteht, dass Lernen auch und vor allem die individuelle Auseinandersetzung mit Fakten, Themen und Kultur bedeutet; und dass uns das Internet hier nur bedingt entlastet. Aber ich will die Argumente Sangers nicht verwässern. Drei Gemeinplätze hat er sich herausgegriffen: Erstens die Idee, dass der jederzeitige Online-Zugriff auf Informationen das Lernen von Fakten überflüssig macht; zweitens die Vorstellung, dass “social learning” irgendwie besser als individuelles Lernen sei; und drittens der Glaube, dass das Lesen langer, komplexer Bücher mehr und mehr als Relikt vergangener Zeiten betrachtet wird. Auch wenn Larry Sanger diese Positionen sicher zuspitzt, sind seine Argumente lesenswert:

“But I believe that it is a profound mistake to think that the tools of the Internet can replace the effortful, careful development of the individual mind — the sort of development that is fostered by a solid liberal arts education.”
Larry Sanger, EDUCAUSE Review, Vol. 45, No. 2 (März/ April 2010), S. 14-24

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Is Google Making Us Stupid?

Posted on 25 August 2008 by jrobes

atlantic_200808.gifDie Diskussion, die Nicholas Carr mit seinem Essay in Atlantic Monthly losgetreten hat, zieht Kreise. Auf den Seiten von Edge z.B. hat sich eine Reihe von Zeitgenossen versammelt um auszuloten, was die technischen Entwicklungen der letzten Jahre (für die stellvertretend Google herhalten muss) für uns bedeuten. Kontroverse, aber durchweg interessante Perspektiven, übrigens mit Referenzen auf den Britannica Blog, wo das Thema ebenfalls angekommen ist. Hier einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist schwierig. Aber sicher nicht zufällig wird oft an McLuhan und daran erinnert, dass Technologien nicht nur neutrale Werkzeuge und Transportmittel für Informationen sind, sondern selbst Anlass für Veränderungen. Und ich zitiere hier - quasi als Einstiegsdroge - einen kurzen Ausschnitt aus dem Artikel des Agent Provocateur:

“As the media theorist Marshall McLuhan pointed out in the 1960s, media are not just passive channels of information. They supply the stuff of thought, but they also shape the process of thought. And what the Net seems to be doing is chipping away my capacity for concentration and contemplation. My mind now expects to take in information the way the Net distributes it: in a swiftly moving stream of particles. Once I was a scuba diver in the sea of words. Now I zip along the surface like a guy on a Jet Ski.”
W. Daniel Hillis, Kevin Kelly, Larry Sanger, George Dyson, Jaron Lanier, Douglas Rushkoff, W. Daniel Hillis, David Brin, in: Edge. The Reality Club, Juli 2008

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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