Tag Archive | "net generation"

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OpenCourse 2011: Die sechste Woche

Posted on 10 June 2011 by jrobes

Hier mein Resümee der sechsten Woche unseres OpenCourses, die mit “Wo wir heute stehen. Nutzungs- und Lernszenarien” überschrieben war und am Mittwoch Rolf Schulmeister zu Gast hatte:

“Wir sind, mehr oder weniger, in der Halbzeit des OpenCourses. Deshalb haben wahrscheinlich viele Teilnehmer eine erste Zwischenbilanz gezogen, und einige (z.B. Torsten Larbig, Joachim Wedekind, Horst Sievert) haben ihre persönliche Zwischenbilanz öffentlich gemacht. Dafür schon einmal herzlichen Dank! Wenn ich nach Gemeinsamkeiten suche, fallen mir zwei Dinge auf: zum einen der Hinweis auf eine “Lücke” zwischen dem Titel des OpenCourses, “Zukunft des Lernens”, und dem Fokus der Agenda auf das Lernen mit neuen Technologien. Diese Lücke ist da, ohne Zweifel. …”
Jochen Robes, OpenCourse, 10. Juni 2011

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Die „Netzgeneration“ - Empirische Untersuchungen zur Mediennutzung bei Jugendlichen

Posted on 09 June 2011 by jrobes

Irgendwie hat es dieser L3T-Artikel heute in meine #opco11-Zeitung (paper.li) geschafft und weil er zur gestrigen Session mit Rolf Schulmeister passt, will ich dem Wink folgen. Die Botschaft der Autorin, Patricia Arnold, ist eindeutig: Das Konzept der “Netzgeneration” (oder “net generation”) hält einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Es ist und bleibt ein Mythos. Können sich die Bildungsinstitutionen also bequem zurücklehnen? Nein, so Patricia Arnold, es gilt nur, bei der Einführung neuer Lern- und Lehrformen “die Diversität des Medienhandelns und der Kompetenzniveaus hinreichend zu berücksichtigen”. Weitere Hinweise und Links im Artikel.
Patricia Arnold, in: In: Martin Ebner und Sandra Schön (Hrsg.): Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien, 2011

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Generation Upload

Posted on 08 June 2011 by jrobes

Rolf Schulmeister wirft ja gerne einen längeren Blick in vorliegende Studien zur Mediennutzung, um die Plausibilität von Schlagworten wie z.B. dem der “net generation” zu überprüfen. So auch in diesem Artikel. Die hier zitierten Studien zeigen z.B., dass “Freunde treffen” nach wie vor oberste Priorität bei Jugendlichen besitzt; dass die aktive Web 2.0-Nutzung in einzelnen Bereichen abnimmt; dass die “alten Ungleichheiten” auch mit den neuen Technologien nicht verschwinden (”digital divide”); und dass die studienrelevante IT-Nutzung bei Studierenden überraschend gering ist.

Wer übrigens mit Rolf Schulmeister diese Befunde und mögliche Konsequenzen für unsere Bildungs- und Lernstrategien diskutieren will, kann das heute im Rahmen unseres OpenCourses um 17:00 Uhr hier tun!
Rolf Schulmeister, in: Jahrbuch eLearning & Wissensmanagement 2011, p. 66-71, Preprint-Version (pdf)

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Dear Baby Boomers, Gen Xers, Gen Yers … Can We Please Move On?

Posted on 16 September 2010 by jrobes

Luis Suarez (IBM) argumentiert und handelt an verschiedenen Fronten. Aktuell reichen seine Themen von “A World Without E-mail” bis zu den “Top 5 iPad Apps of the Week”. Der gemeinsame Nenner ist die Produktivität von Wissensarbeitern. Deshalb stört es ihn auch, wenn andauernd von einer einzelnen Generation die Rede ist, den “Millennials”, der “net generation”, der “generation y”, die mit ihren Ansichten und Bedürfnissen die Arbeitswelt verändern wird. Sein (guter) Punkt:

“I wonder when people are going to realise that this is not about Baby Boomers, Gen Xers or Gen Yers (Or Millennials) having their own needs within the corporate world. This is all about working styles; about identifying the strengths from one and another and make them work together in a rather complex business environment where what matters is how people collaborate and share their knowledge across to become more productive at what they already do.”
Luis Suarez, elsua.net, 8. September 2010

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Bekenntnis zum “macro-learning”

Posted on 08 July 2010 by jrobes

Gabi Reinmann geht die aktuelle “2.0-, Micro- und Co.-Debatte … gehörig auf die Nerven”, vor allem “dieses Durcheinander, das entsteht, wenn gar nicht klar gesagt wird, was denn wozu unter welchen Bedingungen gelernt werden soll”. Sie stellt noch einige weitere, gute Fragen nach Sinn und Unsinn von Microlearning und so, wie sie sie stellt, wird jeder Leser sofort nicken und sich ihrem Bekenntnis anschließen. Punkt.

Mein Bekenntnis zum “micro-learning” lautet wie folgt: Wenn ich, wie Gabi Reinmann, “Veränderungen und neue Ideen in unserem Bildungssystem”, für notwendig halte und ansprechen möchte, brauche ich immer wieder mal einen Aufhänger, etwas, das irritiert, wachrüttelt und zum Widerspruch reizt. Etwas, um in eine Diskussion über die oben genannten Veränderungen und neuen Ideen einzusteigen. Deshalb nicke ich, wenn ich Rolf Schulmeisters Dekonstruktion der “net generation” lese - und verwende trotzdem den Begriff, um dahinter liegende Entwicklungen und Fragen anzusprechen (und verweise in der Regel immer auch auf Rolf Schulmeister, aber eben auch auf Marc Prensky). Deshalb bekenne ich mich sofort zum “macro-learning” - und werde trotzdem noch ein paar Mal mit Microlearning in die Diskussion einsteigen. Ich denke, dass an dieser Stelle die Perspektive eines Hochschullehrers einfach eine andere ist, vielleicht sogar sein muss.
Gabi Reinmann, e-Denkarium, 7. Juli 2010

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Microlearning, Generation Y und anderes

Posted on 02 July 2010 by jrobes

In den letzten Wochen durfte ich bei verschiedenen Gelegenheiten referieren und Workshops durchführen. Inzwischen habe ich die entsprechenden Materialien online gestellt, so dass ich an dieser Stelle gesammelt auf sie verweise. Den Anfang machte mein Besuch auf der SommerAkademie 2010 der V-EZ, Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit, in Bad Honnef. Dort habe ich unter dem Stichwort “Generation Y: Brauchen wir neue Lernformen für eine neue Lernergeneration?” zuerst die Diskussion um die Generation Y (net generation, digital natives) aufgenommen, um dann - das Ganze war ja als Workshop konzipiert - in die einzelnen Social Media-Anwendungen zu gehen und damit ganz praktisch soziokulturelle Entwicklungen und bildungstechnologische Möglichkeiten zusammenzubringen. Continue Reading

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Newsletter e-teaching.org

Posted on 10 June 2010 by jrobes

Ich mache Werbung ja am liebsten, wenn mich niemand dazu auffordert. Also: Der neue Newsletter von e-teaching.org ist wirklich lesenswert, und zwar nicht nur für die Partner, Community-Mitglieder und E-Learning-Experten an Hochschulen, sondern eigentlich für alle, die an aktuellen Entwicklungen rund ums Online-Lernen interessiert sind. So hat das Team in Tübingen z.B. wieder ein Themenspecial (”E-Lectures”) mit verschiedenen Beiträgen gestartet; dann habe ich einen schönen Erfahrungsbericht von Mareike Kehrer gefunden (”E-Learning im Fernstudium”), ein Interview mit Alan Levine und Rachel Smith über den Horizon Report, ein Blog, das ich noch nicht kannte (”Net Gen Skeptic”), Hinweise auf kostenlose Online-Veranstaltungen von e-teaching.org … Einfach mal reinschauen!
e-teaching.org, Newsletter, 26, Juni 2010 (pdf)

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Technology & Social Media

Posted on 02 June 2010 by jrobes

Die zweite Ausgabe von in education ist jetzt online. in education ist ein “peer-reviewed, open access journal”, und Gastgeber Alec Couros hat eine Reihe viel versprechender Artikel und Autoren versammelt. Drei Beiträge habe ich mir spontan angekreuzt: “Systemic Changes in Higher Education” (George Siemens, Kathleen Matheos), “Facebook as as Source of Informal Teacher Professional Development” (Camille Rutherford) und die Review des neuen Buches von Anya Kamenet, “DIY U”. Wenn sich die Gelegenheit gefunden hat, darüber Näheres.
in education, Special Issue, Part 2, 2010, 16(1) May

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Students, Internet, eLearning and Web 2.0

Posted on 15 April 2010 by jrobes

Rolf Schulmeister legt hier noch eine Schüppe drauf: “The vast majority of all students were not familiar with most Web 2.0 applications and did not use them.” Nichts zu sehen also von der vielbeschworenen “net generation”! Das ist ein Ergebnis einer Befragung von 2.000 Studierenden im deutschsprachigen Raum, die im Juni/ Juli 2008 durchgeführt wurde. Auch der Umgang mit Lernmaterialien im Netz, also eher e-Learning 1.0, scheint für viele Studierende noch nicht selbstverständlich zu sein. Das ist die eine Seite der Medaille. Naheliegend ist aber auch der Schluss, dass Studierende mit Web 2.0-Instrumenten nicht vertraut sind, weil diese nicht Teil der Hochschullehre und -didaktik sind.
Rolf Schulmeister, in: Martin Ebner und Mandy Schiefner (Eds): Looking Toward the Future of Technology-Enhanced Education: Ubiquitous Learning and the Digital Native. IGI Global 2010, p. 13-36 (pdf)

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Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder

Posted on 22 January 2010 by jrobes

Der Titel ist möglicherweise erklärungsbedürftig: Die Autoren von Forrester Research haben vor zwei Jahren das Verhalten von Internetnutzern untersucht und verschiedene Profile entwickelt. Sie zeigen sehr schön, dass es nicht nur “aktive” und “passive” Nutzer des Internets und Social Software gibt, sondern viele Zwischentöne. Dann kam Twitter, und irgendwie fehlte auf einmal etwas. Deshalb gibt es jetzt die “Conversationalists”:

“Conversationalists reflects two changes. First, it includes not just Twitter members, but also people who update social network status to converse (since this activity in Facebook is actually more prevalent than tweeting). And second, we include only people who update at least weekly, since anything less than this isn’t much of a conversation. …
The data from this survey continues the trends from the last two years — Spectators are maxing out at around 70%, Joiners are still growing rapidly, and Creators are still growing slowly.”

Josh Bernoff, Groundswell, 19. Januar 2010

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Nachdenkliches zu Web 2.0 im Hochschulunterricht

Posted on 20 January 2010 by jrobes

Ich freue mich schon auf das EduCamp in Hamburg, das am 5./6. Februar meine Konferenzwoche abschließen wird. Auch weil für Samstag eine Podiumsdiskussion zum Thema “Das Internet – ein Bildungsraum?” angesetzt ist. Rolf Schulmeister, einer der Podiumsteilnehmer, hat vorab 14 Thesen in die Runde geworfen. In diesen Thesen wirft er einen gewohnt kritischen Blick auf die Web 2.0-Nutzung der Studierenden und warnt vor übertriebenen Erwartungen. Und er stellt in den Raum, dass Web 2.0-Methoden sich nicht für alle Arten des Lernens eignen. Dort, wo es ernst wird, wo es um “Prüfungen und Benotung von Leistungen” geht, wo “die Hochschule ihrer Aufgabe der Bewertung und Selektion der Studierenden nachkommen” muss, hört der Spaß mit Web 2.0 und der “freiwilligen Partizipation” auf.

Ich finde, das sind spannende Thesen! In denen übrigens das Verhältnis der Hochschullehrer zum Web 2.0 etwas zu kurz kommt, aber das nur am Rande. Wer sich auf Hamburg einstimmen will, wirft am besten hier einen Blick auf die laufende Debatte.
Rolf Schulmeister, Januar 2010 (pdf)

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Gibt es eine “Net Generation”? Dekonstruktion einer Mystifizierung

Posted on 06 January 2010 by jrobes

Inzwischen ist Rolf Schulmeisters Auseinandersetzung mit dem Konzept der “net generation” auf 168 Seiten angewachsen und liegt in der dritten erweiterten Version vor. An der Struktur des Reports hat sich nichts geändert. Am Anfang steht nach wie vor der Überblick über die “Propagandisten der Net Generation”, allen voran Marc Prensky. Dann wertet Rolf Schulmeister eine breite Palette empirischer Studien aus, um die mit dem Konzept der “net generation” verknüpften Konstrukte, Annahmen und Thesen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Jetzt hat Rolf Schulmeister weiteres Material in seine Untersuchung aufgenommen, ohne von seinem Gesamturteil abzurücken:
“Der bedeutsamste Vorwurf, den man den Schreibern der Millenials oder der Net Generation machen kann, ist der, dass sie mit dem Klischee der Generation die fundamentale Diversität der Jugend bzw. der Lernenden zukleistern und damit genau jene Lernercharakteristika verdecken, die für Erzieher und Pädagogen, für Lehrer und Hochschullehrer essentiell sind.” (S. 152)

Auch bei der dritten, zugegeben etwas schnelleren Lektüre gefällt mir die klare Sprache, die Rolf Schulmeister pflegt. “Es fehlt die Forschung, es werden unbelegte Behauptungen aufgestellt” (S.21), ist der offene Vorwurf, den sich Prensky und Co. wiederholt gefallen lassen müssen. Aber es geht auch subtiler, z.B. wenn Rolf Schulmeister über die Quelle, in der ein Aufsatz Marc Prensky’s erschienen ist, nachschiebt: “Inzwischen ist die Zeitschrift eingestellt worden.” (S. 5 - und wir ahnen warum!) Oder wenn er bei einer anderen Quelle betont, dass sie “von angesehenen Wissenschaftlern” (S. 32) stammt (als ob damit jeder Irrtum ausgeschlossen sei).

Wenn ich auch in weiten Teilen der Argumentation Rolf Schulmeisters folge und zustimme (lediglich bei einigen Web 2.0-Wendungen wäre ich mit Blick auf die Weiterbildung offensiver), so möchte ich andererseits den Beitrag der “Propagandisten” nicht missen. Die schnellen, oft ohne empirische Absicherung hingeworfenen Konzepte - von der “net generation”, über “e-learning 2.0″ bis zum “connectivism” - entzünden häufig erst eine Diskussion und setzen Phantasie, in Theorie und Praxis, frei. Und sie führen zu Untersuchungen wie der vorliegenden.
Rolf Schulmeister, Hamburg, Dezember 2009 (pdf)

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Note to President Obama: Want to Fix the Schools? Look to Portugal!

Posted on 02 July 2009 by jrobes

Das Problem: “More young Americans on a proportionate basis drop out of school today than at any other time in our history.” In der folgenden, etwas kurzatmigen Analyse führt Don Tapscott (”Grown up digital”) aus, dass Schüler heute (!?) von der Schule schlicht gelangweilt sind. Es ist die Schule des Industriezeitalters. Der Sprung vom digitalen Alltag ins analoge Schuldasein ist einfach zu groß. So weit, so bekannt. Neu ist für mich aber der Verweis auf Portugal!

“This means that nearly nine out of 10 students in Grades 1 to 4 have a laptop on their desk. The impact on the classroom is tremendous, as I saw this spring when I toured a classroom of seven-year-olds in a public school in Lisbon. It was the most exciting, noisy, collaborative classroom I have seen in the world.

The teacher directed the kids to an astronomy blog with a beautiful color image of a rotating solar system on the screen. “Now,” said the teacher, “Who knows what the equinox is?”
Nobody knew.
“Alright, why don’t you find out?”
The chattering began, as the children clustered together to figure out what an equinox was. Then one group lept up and waved their hands. They found it! They then proceeded to explain the idea to their classmates. This, I thought, was the exact opposite of everything that is wrong with the classroom system in the United States.”
Don Tapscott, The Huffington Post, 2. Juli 2009

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The Impending Demise of the University

Posted on 05 June 2009 by jrobes

Viele haben in letzter Zeit über das Ende der Universität „as we know it” geschrieben. Jetzt auch Don Tapscott. Er findet nicht unbedingt neue, aber doch klare Worte:

“Universities are finally losing their monopoly on higher learning, as the web inexorably becomes the dominant infrastructure for knowledge sweeney both as a container and as a global platform for knowledge exchange between people.
Meanwhile on campus, there is fundamental challenge to the foundational modus operandi of the University - the model of pedagogy. Specifically, there is a widening gap between the model of learning offered by many big universities and the natural way that young people who have grown up digital best learn.”

Tapscott plädiert für eine Pädagogik, die nicht auf „broadcast learning”, sondern auf „interactive education” setzt, ja, setzen muss, weil die Net Generation es fordert. Da wir diese Punkte bereits kennen, muss man vielleicht doch anmerken, dass einige spannende Fragen auch hier nur am Rande auftauchen. Zum Beispiel: Wann ist eine Hochschule bzw. ein pädagogisches Modell nach messbaren Kriterien erfolgreich? Oder: Funktioniert „interactive education” auch in einer Massenuniversität, oder zieht es am Ende doch alle dorthin, wo sich ein Hochschullehrer um zehn Studierende kümmert?
Don Tapscott, Edge, 288 - 4. Juni 2009

Nachtrag (6.Juni): Siehe auch die Anmerkungen von Michael Kerres.

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Digital native students? Web 2.0-Nutzung von Studierenden

Posted on 09 February 2009 by jrobes

Können wir davon ausgehen, dass die jüngeren Generationen, also die “digital natives”, auch die Web 2.0-Kompetenzen besitzen, die viele mit ihnen verbinden? Die Autoren haben ihre Zweifel und sich die Umfragen näher angeschaut, die in den letzten Semestern an der TU Graz und Universität Zürich durchgeführt wurden. Ihr Fazit: Die technische Infrastruktur der Studierenden ist okay, aber eine “net generation” scheint deshalb noch nicht an den Hochschulen angekommen zu sein. Kurz: “Ebenso ist zumindest für die Generation der Studierenden eine Änderung der Haltung vom Konsumenten zum Produzenten … aufgrund unserer Untersuchungen über die Nutzung von Web 2.0 an Universitäten nicht haltbar.” Zumindest nicht in Graz und Zürich.
Martin Ebner und Mandy Schiefner, e-teaching.org, 26. Januar 2009 

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The net generation. The kids are alright

Posted on 17 November 2008 by jrobes

Da kommt Arbeit auf Rolf Schulmeister, Professor am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Uni Hamburg, zu! Denn Don Tapscott, dessen Arbeit aus dem Jahr 1997, “Growing Up Digital”, mitverantwortlich für die Karriere des Begriffs der “Net Generation” ist, hat ein neues Werk veröffentlicht. Es heißt (Achtung!) “Grown Up Digital: How the Net Generation is Changing Your World” und beruht auf der Beobachtung von fast 8.000 Personen aus 12 Ländern, die zwischen 1978 und 1994 geboren sind. Tapscott, so ist in der jüngsten Ausgabe des Economist nachzulesen, spricht von der “smartest generation ever”. Acht Normen prägen, so der Autor, das Weltbild dieser Generation:

“Net Geners value freedom and choice in everything they do. They love to customise and personalise. They scrutinise everything. They demand integrity and openness, including when deciding what to buy and where to work. They want entertainment and play in their work and education, as well as their social life. They love to collaborate. They expect everything to happen fast. And they expect constant innovation.”

Grund genug für Arbeitgeber, sich mit diesen Anforderungen aktiv auseinanderzusetzen. Aber Tapscott identifiziert auch zwei Problemstellen: zum einen bestehende Bildungssysteme, die verhindern, dass ein Drittel der “Net Geners” ihr Potenzial ausschöpfen; zum anderen die fehlende Sensibilität dieser Generation für Privatheit. Mehr über Tapscott’s Studie, sobald mir das Buch vorliegt; aber vielleicht nimmt ja in der Zwischenzeit auch Rolf Schulmeister die Frage “Gibt es eine »Net Generation«?” noch einmal auf …
Economist, 13. November 2008 

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Gibt es eine »Net Generation«? (Version 2)

Posted on 04 September 2008 by jrobes

Rolf Schulmeisters Antwort, erstmals im Januar dieses Jahres veröffentlicht, hat jetzt schon wesentlich zu einem differenzierteren Umgang mit der “net generation” und ähnlicher Generationenkonzepte beigetragen. Jetzt liegt eine Überarbeitung der Studie vor, mit der der Autor seine Arbeit am Thema vorerst abschließt. Die Version 2 enthält 30 zusätzliche Seiten, um, so Rolf Schulmeister, aktuelle empirische Studien und Präzisierungen in der Argumentation aufzunehmen. Ich habe die Versionen nicht verglichen, aber Mandy Schiefner findet die zweite Version “sachlicher und begründeter”. Und deshalb übernehme ich auch ihre Leseprobe, in der Rolf Schulmeister die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von Web 2.0-Technologien in der Lehre nennt:

“Der Web 2.0-Technologie werden hohe Erwartungen entgegengebracht. Es werden Hoffnungen auf ein anderes Lernen in sie gesetzt, als würde der bloße Einsatz von Weblogs und Portfolios das selbsttätige Lernen befördern. Der Einsatz von Web 2.0-Methoden zum Lernen stellt enorme Vorbedingungen an die Selbstständigkeit der Lernenden, denn Web 2.0 beruht auf zwei nicht ganz selbstverständliches Säulen des Lernens: der Bereitschaft zum kooperativen Lernen und dem Willen zum Feedback. Beide setzen Selbstorganisation voraus, das »Kernstück der Web 2.0-Bewegung« (Reinmann 2008). Selbstorganisation kann aber nicht bei allen Lernenden vorausgesetzt werden, eher bei einer Minderheit von Lernenden, wie die vielen Studien und Zeugnisse zu dem hohen Anteil von Studierenden zeigen, die zur Prokrastination oder zum Lurking neigen.” (S.111)
Rolf Schulmeister, Hamburg 2008 (pdf)

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Growing Up with Google: What It Means to Education

Posted on 02 April 2008 by jrobes

Nach Rolf Schulmeisters Kritik am Konzept der “net generation” liest man Artikel zu diesem Thema etwas sorgfältiger: Im ersten Kapitel versucht Diana Oblinger in bekannter Weise den nach 1982 Geborenen gerecht zu werden (”… technology is an integral part of their lives”), bevor sie anschließend davor warnt, davon auszugehen, Studierende seien automatisch “technologically savvy”, im Gegenteil. Und dann folgen die vielleicht wichtigsten Sätze:

“Learners need skills that go far beyond reading, memorisation and communication. Educational institutions have an obligation to help students ultivate those skills that learners have the most difficulty attaining on their own, such as: judgement …, synthesis …, research …, practice …, negotiation.”
Diana Oblinger, in: BECTA, “Emerging technologies for learning”, Vol. 3, 1 April 2008 (pdf)

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Gibt es eine “Net Generation”?

Posted on 20 March 2008 by jrobes

Wir hören derzeit viel von der Net Generation, den Digital Natives und Millenials. Da wächst offensichtlich eine Generation heran, die bestens mit dem Internet und anderen Technologien vertraut ist, neue Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt hat und, darauf aufbauend, neue Anforderungen stellt. Vor allem, wenn es um Lernen und Bildung geht.

Grund genug für Rolf Schulmeister, Professor am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg, einmal hinter die Kulissen dieses Konzepts zu schauen. Ihn treibt der Verdacht, dass es für dieses Bild einer ganzen Generation keine empirischen Grundlagen gibt. Herausgekommen ist dabei eine systematische Auseinandersetzung mit Argumenten und Fakten, über 100 Seiten lang, die Schulmeister “work in progress” genannt und dankenswerterweise online zugänglich gemacht hat. Continue Reading

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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