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E-Learning-Branche bleibt auf Wachstumskurs

Posted on 27 October 2011 by jrobes

Heute hat das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung wieder die Ergebnisse seiner jährlichen Branchenerhebung zur deutschen E-Learning-Wirtschaft veröffentlicht. Im vierten Jahr schon, und es sieht weiterhin gut aus: 37 Unternehmen haben Zahlen geliefert, dann wurde mutig auf einen Gesamtmarkt von 250 Unternehmen hochgerechnet (warum eigentlich 250 Unternehmen?) und heraus kam, dass 2010 ein Umsatz von 348 Millionen Euro erwirtschaftet wurde, was immer noch ein Plus von etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Weitere Zahlen des Branchenmonitors betreffen den E-Learning-Arbeitsmarkt, die Verteilung des Umsatzes auf verschiedene Geschäftsfelder und natürlich das Firmenranking.

Auf die “Leerstellen” dieser Erhebung habe ich ja bereits in den letzten Jahren hingewiesen. Viele Player auf dem Markt fehlen. Und die Sache E-Learning hat sich längst “entgrenzt” und reicht heute von Social Media bis Mobile Apps, von Bildung bis Kommunikation und Marketing, von Social Learning bis Working Smarter. Nichtsdestotrotz gibt es die hier beschriebene E-Learning-Branche, und regelmäßige Lebenszeichen sind sinnvoll und notwendig. Nur, wie es die COMCAVE AG (8, 5 Mill. Euro Umsatz) wieder auf Platz 4 des Umsatz-Rankings geschafft hat, ist mir ein Rätsel. Auf ihren Firmenseiten wird ein breites Lösungsspektrum beschrieben. E-Learning gehört nicht dazu.
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Branchenmonitor I/2011, 27. Oktober 2011 (pdf)

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Einsatz von E-Learning in deutschen Großunternehmen

Posted on 17 June 2010 by jrobes

Über die wichtigsten Zahlen informierte letztes Jahr bereits die BITKOM als Auftraggeber (”E-Learning setzt sich durch”).  Jetzt liegen der Abschlussbericht der Studie zur eLearning-Nutzung in deutschen Großunternehmen und damit weitere Zahlen und Details vor. Natürlich kann man wieder darüber diskutieren, ob bei 55 Prozent der Top 500-Unternehmen in Deutschland, die E-Learning einsetzen, das Glas halb voll oder halb leer ist. Abgesehen davon sind mir folgende Punkte ins Auge gesprungen: Unternehmen geben nicht viel für E-Learning aus. “Die meisten der 17 Unternehmen, die hierzu Angaben machten, geben jährlich zwischen 10.000 und 100.000 Euro für eLearning aus”, heißt es im Bericht, und die Autoren schieben gleich die Wertung “ausbaufähig” hinterher.

Überraschenderweise ist auch eLearning 2.0 ein Thema. So berichten z.B. 35 Prozent der Befragten vom Einsatz von Wikis und Weblogs und 27 Prozent von Podcasts und Videocasts in der betrieblichen Weiterbildung. Hier wüsste man natürlich gerne mehr, z.B. welche Projekte und Lernszenarien dahinter stecken und wie die Schnittstelle von formalem und informellem Lernen genau aussieht. Vielleicht wäre das der Stoff für eine nächste Befragung. Immerhin planen 63 Prozent der Unternehmen den Ausbau von E-Learning.
MMB - Institut für Medien- und Kompetenzforschung, April 2010 (pdf)

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Branchenwissen auf einen Klick

Posted on 28 January 2010 by jrobes

Vor fast genau einem Jahr durfte ich als Gastreferent an der KickOff-Veranstaltung der “Mediencommunity 2.0″, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Pilotprojekt, teilnehmen. Seit Oktober 2009 ist das integrierte Branchenportal der Druck- und Medienindustrie online und will vor allem die Beschäftigten kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) zum selbstorganisierten Lernen motivieren. In der aktuellen Personalführung wird jetzt ausführlich über die Ziele des Projekts, die Angebote der Community und erste Erfahrungen berichtet. Wer keinen Zugriff auf den Artikel hat, kann sich im Netz ein eigenes Bild von der “Mediencommunity 2.0″ machen. Spannend ist vor allem, wie konsequent hier Web 2.0-Instrumente und -Funktionen eingesetzt werden, um die Angebote der Community (”Wissen + Nachschlagen”, “Vernetzen + Mitmachen”, “Lernen + Lehren”) zu unterstützen und, wenn alles gut läuft, mit dem Input der Nutzer weiterzuentwickeln.

“Die Mediencommunity will alle verfügbaren fachspezifischen Informationen an einem Ort bündeln. Sie will zugleich die Wikipedia, das Xing und die Akademie.de der Branche sein.”
Anne König, Ulrike Schraps, Lutz Goertz, in: Personalführung, 2/2010, S. 50-56

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Trends des vernetzten Lernens

Posted on 17 December 2009 by jrobes

Am Montag fand der 4. eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität in Frankfurt statt, organisiert von studiumdigitale (Danke an Claudia Bremer und Ralph Müller!). Ein Heimspiel für mich also. Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich am Nachmittag eine Stunde bekommen hatte, um etwas über Gegenwart und Zukunft von E-Learning zu erzählen. Ich habe dabei kurz die Debatten des laufenden Jahres gestreift, also die Markterhebungen von BITKOM und MMB, die E-Learning-Debatte in Oxford (EPIC) sowie die interessante Diskussion im Anschluss an die E-Learning 2009 in Hamburg. Dann bin ich auf einige Trends eingegangen, Microlearning, Enterprise 2.0 und die Open Online-Kurse, um mit einem Blick in die letzten Horizon Reports zu schließen.

Am Morgen hatte Peter Baumgartner aus Krems referiert (”Web 2.0 - Eine Herausforderung für die Gestaltung von Lernprozessen an Hochschulen”) und dabei einen routinierten Bogen von didaktischen Szenarien zu gesellschaftlichen Trends gespannt. Ansonsten bot der Tag eine schöne Übersicht über aktuelle Frankfurter Hochschulprojekte, von Podcasts, über WebQuests, Wikis bis Second Life. Hier ist die Landschaft derzeit einfach vielfältiger als im Unternehmensbereich und auch, wenn das vielleicht so sein muss, wünsche ich mir für das nächste Jahr, dass es einige Themen und Tools auch in die betriebliche Weiterbildung schaffen!
Jochen Robes, Slideshare, 17. Dezember 2009

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Learning Delphi 2009 - E-Learning 2.0 unterstützt Blended Learning

Posted on 20 July 2009 by jrobes

54 E-Learning-Experten wurden im Frühjahr 2009 durch das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung gefragt, welche Trends das digitale Lernen bestimmen und wie die Weiterbildung im Jahr 2012 aussehen wird. Die wichtigsten Ergebnisse: In der aktuellen “Hitliste” der Lerntechnologien stehen Blended Learning-Angebote (96%) ganz oben, gefolgt von Web-based Trainings (91%) und Lerner Communities bzw. Social Networks (83%). Microblogging/ Twitter sehen derzeit nur 15 Prozent der Befragten als zukünftige Bildungstechnologie. Da die Befragung in der vorliegenden Form bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, lassen sich auch einige Entwicklungslinien nachzeichnen: So haben Podcasts und Weblogs in den letzten Jahren deutlich an Wertschätzung verloren, während Social Networking heute höher im Kurs steht als 2007.

Der aktuelle Trendmonitor enthält noch weitere interessante Hinweise: Als “wichtigste Trends” werden e-learning 2.0/ social software, game-based learning und mobile learning genannt. Man glaubt auch, dass in drei Jahren immer mehr Lerninhalte von den Anwendern selbst entwickelt werden und dass Open Source-Lernplattformen an Boden gewinnen. Ergänzt wird die Auswertung durch einige Einschätzungen des E-Learning-Marktes. Insgesamt ein für mich sehr realistisches Bild der Gegenwart und Zukunft des Online-Lernens (wenn man einmal vom Hype um games-based learning absieht).
Disclaimer: Ich war einer der 54 befragten E-Learning-Experten.
MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung, MMB-Trendmonitor I/2009  

Nachtrag (26.07.2009): Einige kritische Anmerkungen zum Trendmonitor finden sich im Blog von Gabi Reinmann (”Trend-Tücken”).

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Zahlen zur betrieblichen Weiterbildung

Posted on 12 June 2009 by jrobes

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Ungefähr dreimal im Jahr suche ich mir für Vorträge oder Artikel Zahlenmaterial zur Weiterbildung in Deutschland zusammen. Vor einigen Wochen habe ich mich wieder dieser Übung unterworfen und weil sie recht mühselig ist, will ich an dieser Stelle einige Links festhalten, die entsprechendes Datenmaterial im Netz zugänglich machen.Vielleicht spart es nicht nur mir etwas Zeit.

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E-Learning in KMU - Markt, Trends, Empfehlungen

Posted on 10 February 2009 by jrobes

Der vorliegende Leitfaden fasst die Ergebnisse der Begleitforschung zum LERNET-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zusammen. Zur Einordnung: Unter dem Dach von LERNET wurde in zwei Phasen (2001-2004, 2004-2007) eine Reihe von Projekten durchgeführt, die sich auf E-Learning in Mittelstand und öffentlichen Verwaltungen fokussierten. Was jetzt vorliegt, sind Auswertungen einer aktuellen Markterhebung der E-Learning-Branche (2008) sowie einer repräsentativen Umfrage zur Nutzung von E-Learning in KMUs (2007). Das Ganze wurde ergänzt um Expertenmeinungen zu E-Learning-Trends sowie verschiedene Empfehlungen für die Zielgruppe KMU.

Einige Ergebnisse der Erhebungen: Obwohl E-Learning heute fester Bestandteil vieler Weiterbildungsangebote ist, sehen die Begleitforscher vom MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung nach wie vor ein “großes Ausbaupotenzial”. Web 2.0-Instrumente sind auf dem Vormarsch: “… die Aussagen der Befragten lassen einen klaren Trend zum kooperativen und kollaborativen Wissenserwerb erkennen.” Das führt auch dazu, dass Fragen des Wissensmanagements wieder attraktiv geworden sind und immer häufiger im selben Atemzug mit E-Learning genannt werden. 48 Seiten, online verfügbar.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), November 2008

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LEARNTEC (3): Was ist Content ohne Kontext?

Posted on 06 February 2009 by jrobes

Dritter Tag der LEARNTEC. Am Morgen ein kurzer Abstecher zum Thema “Gamebased Learning: Serious Games”, das Gernold Frank von der FHTW Berlin moderierte. Ganz unterhaltsam, aber richtig warm geworden bin ich mit der Sache nicht. Die “Freiwilligkeit” des Spielens (Linda Breitlauch) und die von Unternehmen gesetzten Lernziele wollen für mich noch nicht aufgehen. Nicht ohne Reibung und Widersprüche, aber ich arbeite dran! Für den Nachmittag hatte ich zugesagt, am Workshop zum “E-Learning-Wirtschaftsranking” teilzunehmen, das das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung im Oktober letzten Jahres zum ersten Mal erstellt hatte. Die Diskussion drehte sich vor allem um Methodisches (”wer gehört zur E-Learning-Branche?”, “wie valide sind die gelieferten Zahlen?”, “sollen sich Unternehmen auch anonym beteiligen dürfen?”). Nun, gegen etwas Lobbyismus ist ja im Grunde nichts einzuwenden. Dann, gegen 16:15 Uhr und kurz vor Toresschluss, bin ich noch schnell zu einer Podiumsdiskussion “Content im Kontext”, die Christina Neuhoff (time4you) leitete. Ich hatte gehofft, hier noch Peter Baumgartner zu treffen, aber er war dann schon auf dem Weg nach Krems. So musste hier in erster Linie der Vertreter der HUK Coburg “seinen” Kontext erläutern und ich konnte nur einige allgemeine Hinweise auf Trends in Corporate Learning beisteuern. Das war’s.

Ob ich noch eine Bewertung dieser LEARNTEC 2009 schaffe (oder ob ich einfach auf meine Anmerkungen der letzten Jahre verweise), entscheidet das Wochenende. Aber eine gute Nachricht doch an dieser Stelle: Martin Lindner und CHECK.point eLearning haben sich gefunden und verlinkt: www.wwweblernen.de (Arbeiten, leben und lernen im Web) heißt die Seite. Mit ersten Eindrücken von Kongress und Messe!
CHECK.point eLearning, Februar 2009
Martin Lindner, www.wwweblernen.de, 6. Februar 2009

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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