Posted on 22 April 2010 by jrobes
Wenn man etwas Neues einführen will, vor allem, wenn das Neue an lieb gewordenen Routinen rüttelt, werden allgemein Pilotprojekte empfohlen. Die Einführung von Web 2.0-Instrumenten fällt gemeinhin in diese Kategorie. Dem widerspricht nun Enterprise 2.0-Experte Andrew McAfee:
“Enterprise 2.0 enthusiasts should abandon pilots and go as broad as possible right away. … The more I learn about and think about the value of emergent social software platforms, the more I suspect that the deep meta-benefit they provide is technology-enabled serendipity, defined as ‘good luck in making unexpected and fortunate discoveries.’”
Nur am Rande: In den Kommentaren ist man sich nicht so sicher …
Andrew McAfee, Andrew McAfee’s Blog, 22. April 2010
Nachtrag (08.05.2010): Andrew McAfee hat die vielen Kommentare auf diesen Artikel in einem weiteren Beitrag zusammengefasst und mit einem “low-key and simple Enterprise 2.0 sales pitch” abgerundet (“Drop the Pilot, Part 2″, 6. Mai 2010).
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Posted on 08 February 2010 by jrobes
Ich beginne meine Aufarbeitung der letzten Woche mit einem Link auf den Vortrag, den ich auf der LEARNTEC in der Sektion “Wissensarbeiter: Wie unterstützt man ihr Lernen und Arbeiten?” gehalten habe. Was mich bei diesem Thema treibt, ist die Selbstbeobachtung, dass ich schon lange nicht mehr in Seminaren, in Kursen oder durch Lehrbücher lerne, also bewußt aus meinem Arbeitsprozess heraustrete, um mir grundlegend einen Gegenstand zu erschließen (es gibt einige wenige, zu vernachlässigende Ausnahmen …). Stattdessen dreht sich alles um die Frage, wie ich produktiver arbeiten, wie ich meine Arbeitsroutinen optimieren, wie ich meine Netzwerke besser nutzen und wie ich dabei das Internet zielgerichtet einsetzen kann. Das führt mich dazu, einen intensiveren Blick auf den Charakter von Wissensarbeit zu werfen und dabei die Ergebnisse mitzunehmen, die sich bis heute auf dem Feld des “Persönlichen Wissensmanagements” angesammelt haben. Es sind nicht viele. “Work in progress” also. Kommentare und Anmerkungen sind herzlich willkommen.
Jochen Robes, Slideshare, 5. Februar 2010
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Posted on 08 January 2010 by jrobes
Kurz vor Weihnachten lag endlich Andrew McAfee’s Buch im Briefkasten. Andrew McAfee, Wissenschaftler am MIT Center for Digital Business, hatte ja 2006 den Begriff „Enterprise 2.0“ geprägt und in der Folgezeit, auf seinem Blog und auf verschiedenen Konferenzen, in der Debatte um den Begriff federführend mitgemischt. Jetzt also das Ganze nicht als kurzlebiger Post, sondern als Buch. Was steckt nun drin? Continue Reading
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Posted on 24 November 2009 by jrobes
Andrew McAfees neues Buch, “Enterprise 2.0: New Collaborative Tools for your Organization’s Toughest Challenges”, soll nächste Woche auf meinem Tisch liegen. Hier gibt es ein Interview mit dem Autor, dem in nächster Zeit sicher weitere folgen werden. Andrew McAfee spricht über verschiedene Ansätze, Enterprise 2.0-Tools einzuführen, mögliche Hindernisse und Barrieren; was Enterprise 2.0 für den CIO einer Organisation und das mittlere Management bedeutet und wie man den Erfolg des Projektes messen kann. Video und Transkript.
“Andrew McAfee: I haven’t come across people who have done our old-fashioned technology ROIs1 and are happy with it. What I’ve seen instead is organizations that do a bit of thinking about: What do we want to have happen? What business need are we trying to address? What challenge, what opportunity, are we trying to seize here? And then think about which exact technologies they can deploy to help them with that.”
Interview mit Andrew McAfee, McKinseyQuarterly, November 2009
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Posted on 21 September 2009 by jrobes
Joachim Niemeier hat sich durch die Enterprise 2.0-Beiträge der letzten Tage gearbeitet (es waren wirklich einige!) und diese zusammengefasst. Es lohnt sich, kurz vorbeizuschauen! Es finden sich Hinweise auf Andrew McAfee und die aktuelle McKinsey-Studie; die Frage, was im Zentrum von Enterprise 2.0 stehen sollte (sehr schön: “unwahrscheinliche Kommunikation wahrscheinlich zu machen”); wie man den Nutzen oder ROI von Enterprise 2.0 misst; und wie “Best Practices” bei der Einführung von Enterprise 2.0 aussehen könnten (Dion Hinchcliffe) oder ob man nicht lieber von “lessons learned” oder “Fallstudien” sprechen sollte (Ross Dawson).
Joachim Niemeier abschließend: “Die Diskussion zwischen Dion Hinchcliffe und Ross Dawson erinnert mich an das alte Wortspiel „Die Dinge richtig tun” und „Die richtigen Dinge tun”. Eben die Frage nach der Effektivität, die nicht durch eine reine Input-Output-Betrachtung zu beantworten ist. „Ohne gute Ideen und Konzepte kommt man mit Enterprise 2.0 nicht weit”! - damit könnte man aus meiner Sicht die Ergebnisse des Wochenrückblicks auf die einfache Formel bringen.”
Joachim Niemeier, centrestage, 20. September 2009
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Posted on 31 August 2009 by jrobes
Andrew McAfee, der 2006 den Begriff “enterprise 2.0″ in Umlauf gebracht hat, hat ein neues Buch geschrieben: Es heißt, ja nun, “Enterprise 2.0: New Collaborative Tools for Your Organization’s Toughest Challenges” und erscheint im November. Das erste Kapitel steht aber bereits online zur Verfügung und macht neugierig. Andrew McAfee steckt hier sehr schön das Spielfeld ab, erzählt z.B. von seiner Annäherung an Wikipedia (am Beispiel des Begriffs “Skinhead” wollte er sich beweisen, dass das Projekt nicht funktionieren kann!) und wie sich Unternehmen in den letzten zehn Jahren mit IT auseinandergesetzt haben. Das Buch hat zwei Teile: Im ersten wird erklärt, was “enterprise 2.0″ ist, und im zweiten, wie Manager von den damit verbundenen Möglichkeiten profitieren können.
“No one is more surprised than I am by this book. I had no plan a few years ago to investigate any new Internet technologies or online communities, and certainly no idea that I would make use of the “2.0” suffix myself. The only credit I give myself is for being just open-minded enough to test my initial skepticism about Web 2.0. The rest, I guess, I owe to skinheads . . . “ Wie gesagt: November!
Andrew McAfee, Andrew McAfee’s Blog, August 2009
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Posted on 02 April 2009 by jrobes
Andrew McAfee hat eine längere Antwort auf Gary Hamels Beitrag im Wall Street Journal (siehe unten) gegeben; so lang und so gut, dass ich hier separat darauf verweise. Dabei beginnt Andrew McAfee mit einer kurzen Verbeugung und der Zusicherung, dass er die Richtung, in die Gary Hamel weist, generell teilt. Beide wollen 2.0, entweder als Management 2.0 (Gary Hamel) oder als enterprise 2.0 (Andrew McAfee). Was McAfee aber bei Gary Hamel vermisst, sind die Zwischentöne, die Differenzierungen. Kurz, McAfee weigert sich, unerfahrene Neuankömmlinge und erfahrene Fachexperten oder Führungskräfte gleichermaßen auf Null zu setzen und in einen offenen Wettstreit der Ideen und Argumente treten zu lassen. Vielmehr setzt er auf ein Nebeneinander von alten und neuen Strukturen, “figuring out how to blend the two approaches to organizing work”. Und, ja, das kommt bei Gary Hamel zu kurz.
” … let’s take a look at a prototypical large corporation and concentrate on two of its employees: a brand new millennial hire, and an experienced, competent midlevel manager (the truths of Dilbert aside, such people do exist).
To me, it makes no sense at all to:
- Have these two compete on equal footing to get their proposed projects approved and funded
- Give their ideas equal weight
- Let the two of them (and all other employees) decide who should work for whom
- Let the newbie veto the graybeard’s decisions
- Let the millennial decide what he wants to work on all day, each day
Doing such things simply ignores the fact that the more senior employee has greater experience and institutional knowledge. It also ignores the fact that a predefined hierarchy, even an imperfect one, provides certainty and clarity over decision rights that are very difficult to replicate in a purely emegent or egalitarian structure.”
Andrew McAfee, Andrew McAfee’s Blog, 31. März 2009
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Posted on 12 June 2008 by jrobes
Im aktuellen Kundenmagazin von EMC wird ein Blick auf die laufende enterprise 2.0-Debatte geworfen. Dabei fällt den Autoren auf, dass enterprise 2.0-Technologien gerne eine hohe strategische Bedeutung zugesprochen wird, im gleichen Atemzug aber eine Mehrheit zugibt, gar keine genaue Vorstellung von der Sache zu haben. Viel Raum für Deutungen also. Aber im Mittelpunkt der Ausgabe stehen die Protagonisten der Debatte, Andrew McAfee und Thomas Davenport, die hier noch einmal ihre Argumente austauschen dürfen. Und nach wie vor hat Thomas Davenport den skeptischen Part. Ach ja, auf den letzten Seiten kommt auch John Seely Brown zu Wort und outet sich als “chief of confusion”. Alles klar?
ON - Life in information, EMC, 2/2008 (pdf)
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Posted on 08 May 2008 by jrobes
Harvard-Professor und Enterprise 2.0-Schöpfer Andrew McAfee hat seinen Studenten folgende Aufgabe gestellt: “Imagine that tomorrow you were named CEO of the organization you worked for immediately prior to coming to HBS (please name this organization in your response). What Enterprise 2.0 and/or Web 2.0 technologies, if any, would you introduce? Why?”
Von den Antworten war er so begeistert, dass er sie anonymisiert, geordnet und hier publiziert hat. Dabei hat er sie vier Kategorien zugeordnet: “capturing and sharing knowledge; finding information, expertise, and people; arriving at better answers; and improving efficiency and speed”. Darüber hinaus, und das ist sicher ein interessanter Ansatz, hat er geschaut, ob die vorgeschlagenen Lösungen eher Gruppen mit “strong”, “weak” oder “potential ties” unterstützen. Er verweist dabei auf sein “bullseye model”, das er an anderer Stelle bereits vorgestellt hat.
Andrew McAfee, The Impact of Information Technology (IT) on Businesses and their Leaders, 3 Mai 2008
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