Posted on 11 March 2010 by jrobes
Dass Google nicht die letzte Antwort ist, wenn es um die Suche nach Fachinformationen geht, hat sich hoffentlich mittlerweile herumgesprochen. Was also ist zu tun? Der Autor stellt - mit Hinweis auf ein Projekt “Informationskompetenz” an der Universität Konstanz - einen “Recherchefahrplan” vor, der die Schritte “Vorbereitung”, “Recherche”, “Auswertung” und “Weiterverarbeitung” umfasst. Anschließend werden einige Portale, Datenbanken und Informationssysteme im Bildungswesen aufgezählt, zum Teil kostenpflichtig, zum Teil kostenfrei wie z.B. das empfehlenswerte Angebot des Deutschen Bildungsservers. Leider macht der Artikel einen großen Bogen um den kompetenten und selbstbewussten Umgang mit den Angeboten des Social Web. Auch das sollte Teil der gewünschten Informationskompetenz sein.
Markus Linten, bildungsforschung, 6. Jg., Nr. 2/ 2009 (pdf)
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Posted on 08 October 2009 by jrobes
Der Begriff der “Informationskompetenz” steht ja immer etwas im Schatten seines großen Bruders, der “Medienkompetenz”. Das hängt sicher mit seiner Herkunft aus dem bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Umfeld zusammen, in dem er auch heute noch meist anzutreffen ist. Doch Informations- wie Medienkompetenz gelten längst als Schlüsselkompetenzen, auf denen unsere aktive und selbstbestimmte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aufbaut. Grund genug, einen “Überblick zum Stand der Fachdiskussion und Zusammenstellung von Literaturangaben, Projekten und Materialien zu einzelnen Zielgruppen” zu riskieren, wie es Harald Gapski und Thomas Tekster hier getan haben.
Ihre Studie besitzt zwei Schwerpunkte: Im ersten Teil stellen sie das Begriffskonzept “Informationskompetenz” näher vor, informieren kurz und anschaulich über einige wichtige Modelle und beschreiben Abgrenzungen, Entwicklungen und Trends. Im zweiten Teil stellen sie dar, was Informationskompetenz für einzelne Bildungs-, Berufs- und Sozialgruppen bedeutet. Ein Kapitel ist auch den Arbeitnehmern gewidmet. Hier heißt es wenig überraschend: “Bislang fördern nur wenige Unternehmen die Informationskompetenz ihrer Mitarbeiter(innen) durch entsprechende Programme und Fortbildungsangebote.” (S. 51) Hinzu kommt ein umfangreiches Literatur- und Quellenverzeichnis!
Die Autoren lassen an einigen Stellen durchblicken, worin heute die Herausforderung besteht: Zum einen gilt es nach wie vor, das Konzept der “Informationskompetenz” gesellschafts- und bildungspolitisch zu verankern; und zum anderen muss es von seiner bibliothekswissenschaftlichen Vergangenheit gelöst und stetig um neue Entwicklungen (siehe z.B. user-generated content und social networks) erweitert werden. Und dann braucht es sicher mehr als eine ruhige Minute, um Konzepte der Informations-, Medien- und digitalen Kompetenz sinnvoll miteinander zu verbinden (via Beats Biblionetz).
Harald Gapski und Thomas Tekster, Hrsg. von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), August 2009 (pdf)
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