Karlheinz Pape war letzte Woche auf der Inverted Classroom Conference in Marburg und hat hier einige Eindrücke und Links festgehalten. Zum Beispiel die Slides von Christian Spannagel, der für die “umgedrehte Mathematikvorlesung” geworben hat. Und Karlheinz Pape stellt hier - wie immer - die Frage, ob der “flipped classroom” nicht auch ein Modell für Corporate Learning sein könnte …
“Wenn also das Flipped Classroom Prinzip in Schule und Hochschule so erfolgreich ist - in den USA gibt es im Flipped Classroom Network 5000 Lehrer - warum wenden wir es dann nicht auch im Corporate Learning viel mehr an? Alte Gewohnheiten bei Teilnehmern, wie bei Trainern steuern wohl andere Erwartungen. Flipped Classroom bedeutet aktivere Teilnehmer und eine neue eher coachende Trainerrolle. Wer aber die Erfahrung damit schon mal gemacht hat, für den gilt der Schluss-Satz von Christian Spannnagel: There is no way back!” Karlheinz Pape, Training und Wissensmanagement, 16. Februar 2012
Nachtrag (20.02.2012): Hier beschreibt Christian Spannagel selbst, was er von der Konferenz in Marburg mitgenommen hat (”Flipped Math Lecture und das Aktive Plenum”).
Salman Khan (Khan Academy) bleibt seinem bewährten Stil treu. Die Stichworte, die er für eine Zukunft um 2060 vor unseren Augen entwickelt: eine andere Lernumgebung (”flipped classroom”), eine “Achievement”-basierte Lernkultur, der zum Coach entwickelte Lehrer sowie eine 99 prozentige “global literacy”. Unterhaltsam. Salman Khan, YouTube, 27. Dezember 2011
Seit Salman Khan das Stichwort in die Runde warf (ich finde leider gerade die Stelle nicht), wird der “Flipped Classroom” fleißig diskutiert. Luka Peters stellt deshalb das Konzept noch einmal vor, weist darauf hin, dass es gar nicht so neu ist und fügt noch eine Reihe von Quellen und Links hinzu, z.B. zur geplanten Konferenz zum Thema (Marburg, 14./ 15. Februar 2012).
“Ob Schule oder Studium, das Prinzip dieses didaktischen Konzepts funktioniert so: Die Lernenden bereiten sich erst mit Online-Material, z.B. Vorlesungsaufzeichnungen, Podcasts oder Wikis, auf ein Thema vor. Der Präsenztermin wird für die Lösung von Aufgaben oder anderen dialogischen Lernmethoden genutzt. Dabei steht der Dozent oder Tutor unterstützend zur Seite, offene Fragen, die das vorbereitende Material nicht beantworten konnte, können in Präsenz beantwortet werden. An der Beantwortung können sich zudem auch die Lerner selber beteiligen.” Luka Peters, edaktik, 30. November 2011