Posted on 26 February 2009 by jrobes
Der aktuelle Newsletter des Forschungsinstituts Berufliche Bildung (f-bb) liegt gerade vor mir. Auch wenn ich bei der Überschrift (wieder einmal) kurz überlegen muss, woran sich berufliche Bildung denn sonst orientieren sollte, macht einige Zeilen weiter das Interview mit dem Kompetenz-Experten in Deutschland, John Erpenbeck, deutlich, warum Titel und Thema vielleicht doch lohnen:
“Ein gutes Kompetenzbilanzierungsverfahren sollte nicht zwischen formell und informell erworbenen Kompetenzen unterscheiden. Denn gelernt ist gelernt, egal ob formell oder informell! Entscheidend ist, was die Leute können, ganz gleich auf welchem Weg sie die Kompetenzen erworben haben.” Wenn nur nicht der Blick auf Zeugnisse und Referenzen so viel einfacher und bequemer wäre!
Forschungsinstitut Berufliche Bildung (f-bb), Newsletter, 1/2009 (pdf)
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Posted on 02 December 2008 by jrobes
Die Integration von Lernen und Arbeiten ist ja so etwas wie der Heilige Gral der Arbeits- und Bildungsexperten. Wie diese Integration aussehen kann, hängt z.B. ganz wesentlich von der Zielgruppe ab, um die es geht. Das in diesem Artikel vorgestellte “Navigationssystem für selbstständig lernende Mitarbeiter” nimmt die Teilnehmer ganz vorsichtig an die Hand und entlässt sie schrittweise in die Freiheit des eigenen Lernens. Die einzelnen Bausteine des “Navigationssystems” heißen entsprechend:
1. “Mein Arbeitsplatz, meine Gruppe, mein Produkt”
2. Miteinander reden - Selbst- und Fremdeinschätzung
3. Lerngelegenheiten wahrnehmen
4. Betriebliche Wissensquellen kennen und nutzen
5. Input nutzen - Beurteilung von Lernangeboten
6. Bilanzierung der eigenen Lernprozesse
Wenn das System greifen soll, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Der Autor erwähnt die Rolle der Führungskraft, die Einbindung des Lernens in eine Unternehmens- und Weiterbildungsstrategie sowie die Bereitstellung notwendiger materieller und personeller Ressourcen. Motivation, Akzeptanz und Selbstlernkompetenzen sind, wen wundert’s, kritische Erfolgsfaktoren. Social Software - und dieser Absatz überrascht an dieser Stelle etwas - werden als “vielversprechende Instrumente” bezeichnet. Kurz zusammengefasst: Der Artikel beschreibt einen interessanten und strukturierten Ansatz des arbeitsplatznahen Lernens, der in einem bestimmten Kontext (hier: Betrieb) passen mag. Andere Zielgruppen werden sich möglicherweise in Konzepten des persönlichen Wissensmanagements oder eines e-Portfolios eher wiederfinden.
Dieter Stößl, Personalführung, 12/2008
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