Tag Archive | "enterprise 2.0"

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Wissen im Netz

Posted on 23 October 2012 by jrobes

Wieder eine kurze Vorstellung von vier Webressourcen, die ich für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “Wirtschaft & Beruf” erstellt habe. Dieses Mal habe ich das Hasso-Plattner-Institut/ www.openhpi.de, Jörn Loviscach, die Plattform „e20cases.org” sowie das MMB Learning Delphi gewählt.
Jochen Robes, Wirtschaft & Beruf, Zeitschrift für berufliche Bildung, 9/10, 2012

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Phänomen Social Media. Begriffsklärungen, Einsatzbereiche, Nutzer/innen, Trends …

Posted on 19 October 2012 by jrobes

Gestern durfte ich in sehr angenehmer Runde im Rahmen des HEM-Focus Seminars “Social Media - Herausforderungen für das Hochschulmanagement” in Luzern präsentieren. Die Untertitel meines Vortrags habe ich übrigens sehr offen interpretiert. Nach einem Jahrzehnt Social Media sind “Begriffsklärungen” ja so eine Sache. Also habe ich lieber eine Auswahl an Entwicklungen zur Diskussion gestellt, die Hochschulen und Fachhochschulen beeinflussen: in ihrer strategischen Ausrichtung (MOOCs), thematisch (Learning Analytics), in der internen Zusammenarbeit (Enterprise 2.0) und in der individuellen Lehrpraxis (Tools for Learning). Hier noch der Twitter-Hashtag zur Veranstaltung: #HEMsome
Jochen Robes, Slideshare, 19. Oktober 2012

Phänomen Social Media. Begriffsklärungen, Einsatzbereiche, Nutzer/innen, Trends … from Jochen Robes

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The connected company

Posted on 02 March 2011 by jrobes

Dave Gray plädiert dafür, Unternehmen als komplexe, dynamische, wachsende Systeme zu begreifen, die in ihrer Entwicklung vieles mit unseren Städten gemein haben. Leider noch nicht deren Lebensdauer. “Design by connection” und “Social Business Design” sind die Stichworte dieses Artikels, der - begleitet durch schöne Zeichnungen (der Autor ist Gründer von XPLANE!) - das beschreibt, was andere vielleicht “Enterprise 2.0″ nennen:

“And today, thanks to social technologies, we finally have the tools to manage companies like the complex organisms they are. Social Business Design is design for companies that are made out of people. It’s design for complexity, for productivity, and for longevity. It’s not design by division but design by connection.”
Dave Gray, Communication Nation, 8. Februar 2011 

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Der verborgene Schatz

Posted on 29 November 2010 by jrobes

Pünktlich zum Monatsende gibt ja brand eins die Artikel der letzten Ausgabe frei. So können wir im November-Heft mit dem Schwerpunkt “Vergessen lernen” auch diese kurze Geschichte des Wissensmanagements lesen. Von den Anfängen Mitte der 1990er Jahre, als man mit großem Elan versuchte, das KnowHow der Mitarbeiter in Datenbanken zu erfassen; über die schnell folgende Ernüchterung, weil niemand mitspielte, an die sich eine “Zeit der Besinnung” anschloss, als man den Begriff “Wissensmanagement” zu vermeiden suchte; bis zu den Lehren, die man heute daraus gezogen hat. Hier zählt der Autor auf: Communities of Practice, KnowHow-Tandems aus Jung und Alt, durch semantische Technologien unterstützte Lessons Learned sowie gelebtes Enterprise 2.0.

Der Artikel mäandert leider etwas beliebig durch die Themen. Mal sind persönliche Treffen gut, mal hilft die IT. Hauptsache, der Austausch bleibt informell. Dabei wird im zweiten Absatz Peter Schütt (IBM) mit einem interessanten Satz zitiert: “Wir verfügen inzwischen über gute Werkzeuge, mit denen wir die Produktivität von Wissensarbeitern steigern können.” Darüber hätte ich gerne mehr erfahren: über die “Produktivität von Wissensarbeitern”! Am Besten gleich aus der Sicht dieser Zielgruppe: Was bedeutet Wissensmanagement für sie? Was hat ihnen geholfen, produktiver zu werden? Woran machen sie ihre Produktivität überhaupt fest? Ohne diese Erfahrungen bzw. Rückmeldungen ist es heute genauso schwer wie vor 15 Jahren, über den Erfolg einzelner Maßnahmen und Instrumente zu urteilen.
Mischa Täubner, brand eins, 11/2010

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Trends des vernetzten Lernens

Posted on 17 December 2009 by jrobes

Am Montag fand der 4. eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität in Frankfurt statt, organisiert von studiumdigitale (Danke an Claudia Bremer und Ralph Müller!). Ein Heimspiel für mich also. Um so mehr hat es mich gefreut, dass ich am Nachmittag eine Stunde bekommen hatte, um etwas über Gegenwart und Zukunft von E-Learning zu erzählen. Ich habe dabei kurz die Debatten des laufenden Jahres gestreift, also die Markterhebungen von BITKOM und MMB, die E-Learning-Debatte in Oxford (EPIC) sowie die interessante Diskussion im Anschluss an die E-Learning 2009 in Hamburg. Dann bin ich auf einige Trends eingegangen, Microlearning, Enterprise 2.0 und die Open Online-Kurse, um mit einem Blick in die letzten Horizon Reports zu schließen.

Am Morgen hatte Peter Baumgartner aus Krems referiert (”Web 2.0 - Eine Herausforderung für die Gestaltung von Lernprozessen an Hochschulen”) und dabei einen routinierten Bogen von didaktischen Szenarien zu gesellschaftlichen Trends gespannt. Ansonsten bot der Tag eine schöne Übersicht über aktuelle Frankfurter Hochschulprojekte, von Podcasts, über WebQuests, Wikis bis Second Life. Hier ist die Landschaft derzeit einfach vielfältiger als im Unternehmensbereich und auch, wenn das vielleicht so sein muss, wünsche ich mir für das nächste Jahr, dass es einige Themen und Tools auch in die betriebliche Weiterbildung schaffen!
Jochen Robes, Slideshare, 17. Dezember 2009

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DNAdigital. Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen

Posted on 25 March 2009 by jrobes

DNAdigital ist eine Initiative, die aus einer Arbeitsgruppe des dritten Nationalen IT-Gipfels im letzten Jahr hervorgegangen ist. Ihr Ziel ist es, einen Dialog zwischen Digital Natives und Managern der deutschen Industrie in Gang zu setzen. Dabei hat man in den letzten Monaten bereits einiges bewegt, man hat sich getroffen, hat geschrieben, gebloggt, getwittert, interviewt. Man ist online (www.dnadigital.de), als Netzwerk und offen für alle Interessierte. Und jetzt hat man - quasi über Nacht - den Stand der Diskussion in Buchform präsentiert.

Das Buch versammelt die Ideen dieser noch jungen Community in ganz verschiedenen Formaten. Ein kurzes „Manifest der Digital Natives”, dann ein Twitter-Interview, eine Konversation (überhaupt gibt es hier viel Dialogisches!), dann ein Tagebuchauszug und einige wenige klassische Artikel. BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer mit einem Grußwort, Don Tapscott mit einem Beitrag.

Das Herzstück des Buches ist aus meiner Sicht ein längeres Interview (S. 81-99) mit Peter Kruse (nextpractice), in dem es viel Platz für Zwischentöne, Nachdenkliches und offene Fragen gibt. So zum Beispiel zum Gegensatz zwischen Netzwerk und Hierarchie, der sich wie ein roter Faden auch durch viele andere Beiträge zieht: Hier unterstreicht Peter Kruse, dass es künftig darauf ankommen wird, je nach Situation intelligent zwischen beiden Strukturen zu wechseln. Das erfordert neue Kompetenzen für Manager wie für Digital Natives. Weitere Stichworte des Interviews sind die Unterscheidung von Schwarmintelligenz und kollektiver Intelligenz, die Zukunft der „Superdilettanten” und die Bedeutung von Reputation in Netzwerken. Ein Must-Read!

Noch eine Anmerkung: In meinem Regal stehen noch einige Bücher, die die “Humanisierung der Arbeitswelt” im Titel oder Untertitel haben. Das waren die 1970er Jahre. Heute geht es stattdessen um die „digitale Öffnung und die digitale Modernisierung der Arbeitswelt” (S.15). Tempi passati. Zum Schluss noch einen Dank an die Herausgeber, die das Buch unter einer Creative Commons-Lizenz offen bzw. als pdf zum Download ins Netz gestellt haben!
Willms Buhse und Ulrike Reinhard (Hrsg.), Februar 2009 (via Scribd)

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CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions

Posted on 13 March 2009 by jrobes

Die Vorträge des Forums auf der diesjährigen CeBIT sollen nach Angaben der Projektleitung circa 3.000 Besucher gehört haben. Wer zumindest mit Blick auf die Folien der Referenten prüfen will, ob er etwas verpasst hat, kann das jetzt tun. Man findet auf den Seiten des Forums z.B. Peter Baumgartner (”Web 2.0 und Social Software - Neue Trends im E-Learning und Blended Learning”), Willms Buhse (”Enterprise 2.0 - Lernen von den Rockstars“) und Martina Göhring (”Gelernt ist nicht genug - effizientes Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis mit Web 2.0“). Aber empfehlen möchte ich Rolf Schmidt-Holtz (CEO, Sony BMG Music Entertainment) mit seinem Vortrag Ist eLearning tot? Zukunft Bildung und Lernen in der digitalen Wissensgesellschaft, auch wenn mir wohl unterrichtete Kreise zugetragen haben, dass er diesen Vortrag gar nicht selbst gehalten hat, weil ihn Wichtigeres bereits nach New York eilen ließ.
CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions, 3.-8. März 2009

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Anleitung zum Handeln: Wissensmanagement im Enterprise 2.0

Posted on 05 February 2009 by jrobes

Was bisher geschah: Der erfolgreiche Einsatz von Social Software erfordert die richtigen kulturellen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Hier betritt “enterprise 2.0″ die Bühne, so die Autoren, und die Arbeit fängt an. “Integration” ist das erste und zentrale Stichwort des dritten Teils dieser wunderbaren Serie. Dann “Prioritäten”. In “Piloten” denken. Sehr schön auch: “Kultur (vor)leben”. Und: “Die passende Kultur ist ein Ziel, keine Voraussetzung.” Gut gefallen haben mir zuletzt die folgende Fragen, die aus dem abstrakten Wunsch nach enterprise 2.0 einen konkreten Einstieg machen:

- Wo arbeiten komplexe, verteilte Teams?
- Wo landen die Ideen Deiner Kunden?
- Wo sind glaubwürdige Kommunikation und Dialog wichtig?
- Wer ist schon engagiert? Wie können Innovatoren einbezogen werden?

Frank Wolf, Christoph Rauhut, Simone Happ, T-Systems Multimedia Solutions, 4. Februar 2009 (via Slideshare)

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Social Media vs. Knowledge Management: A Generational War

Posted on 13 November 2008 by jrobes

Gut, dass David Gurteen in seinem aktuellen Newsletter noch einmal an diesen Artikel erinnert! Venkatesh Rao, der Autor, schenkt uns einige Beobachtungen, die er pointiert auf den Punkt bringt: Social Media und Knowledge Management sind Gegensätze, hinter denen nichts weniger als ein Generationenkonflikt - zwischen Millenials (nach 1980 geboren) und Baby Boomern (1946-1962 geboren) - steht. “Here’s what’s going on: KM and SM look very similar on the surface, but are actually radically different at multiple levels, both cultural and technical, and are locked in an undeclared cultural war for the soul of Enterprise 2.0.”

In dem ausführlichen Artikel sammelt der Autor sowohl aus sozialer als auch aus technischer Perspektive Argumente, die diesen Gegensatz unterstreichen. Einige sind wirklich gut getroffen, z.B. “KM is about ideology, SM is about the fun of building” und “Online Communities are not USENET V3.0″. Oder wenn er die Idee des Semantischen Webs als ein (letztes) Aufbäumen der Baby Boomer beschreibt: “Characteristically, both KM and SemWeb set a lot of store by controlled vocabularies and ontologies as drivers of IT architecture.” Dahinter steckt auch der Kern seiner These: Wissensmanagement ist ein Top-Down-Managementansatz (der Baby Boomer) und Social Media eine bottom-up-Bewegung (der Millenials). Und wenn man einmal von der Klammer und der etwas stereotypen Zuweisung von Geburtsjahren absieht, erklärt diese These sehr schön, warum die Verständigung über einige Dinge oft etwas länger braucht. Oder?
Venkatesh Rao, Enterprise 2.0 blog, 28. September 2008

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Spass beim Lernen? eVideo Online-Konferenz 2008

Posted on 15 September 2008 by jrobes

Anja Wagner hatte mich vor einigen Wochen gebeten, etwas zum “Stand der betrieblichen Weiterbildung auf der Web 2.0-Skala” zu erzählen. Was ich heute auch gerne gemacht habe. Nach einigen technischen Anlaufschwierigkeiten fand die Session pünktlich um 17:00 Uhr mit ca. 25 Teilnehmern statt. Wieder einmal ein “Virtual Classroom”-Erlebnis - und wieder einmal die Fragezeichen, was da “auf der anderen Seite” wohl angekommen ist. Wer sich selbst ein Bild machen will, findet hier die Slides und hier den Zugang zur Aufzeichnung. Überhaupt läuft die Veranstaltung noch bis zum 19. September, so dass sich ein Blick ins Programm noch lohnen kann.
Jochen Robes, eVideo Online-Konferenz 2008, 15 September 2008 

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Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0

Posted on 03 September 2008 by jrobes

Pünktlich zur KnowTech hat der BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, wieder Stellung bezogen: Es geht also um Enterprise 2.0 und damit den “Einsatz von Social-Networking-Plattformen in Unternehmen”. Das Positionspapier ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten wird beschrieben, was Enterprise 2.0 als Unternehmensphilosophie ausmacht. Hier sind Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation die zentralen Stichworte. Gelebt werden sie gemeinsam von CEO 2.0 und Mitarbeiter 2.0, unterstützt von einer IT, die Altes und Neues verschmilzt. Ein kurzer Readiness-Check soll Interessierten den Einstieg erleichtern.

Im zweiten Teil des Papiers werden Fallbeispiele in Form von Case Studies geschildert: BITKOM, CoreMedia, DAK, Helvetia, Metro, Siemens, T-Systems Multimedia Solutions. Inwieweit in den hier geschilderten Projekten bereits Enterprise 2.0 sichtbar wird, kann man sicher diskutieren. Vielleicht darf oder muss man generell anmerken, dass Zwischentöne in diesem Bericht etwas kurz kommen: Denn viele Großunternehmen sammeln zwar intern Web 2.0-Projekte, schotten sich und ihre Mitarbeiter aber immer noch (oder: wieder) erfolgreich gegenüber externen Netzen ab. Risk Management und Data Leakage Prevention in der Netzwerkgesellschaft. Vielleicht ein Thema für das nächste Positionspapier?
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), August 2008 (pdf)

PS: Das Positionspapier wird übrigens begleitet durch die BITKOM-Studie “‘Enterprise 2.0′ - Empirische Analyse” (pdf, August 2008), in der die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage präsentiert werden.

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WEB 2.0 and human resources

Posted on 19 June 2008 by jrobes

Wir sind noch in einer Phase der Annäherung, und auch die CIPD-Autoren schreiben, dass “the HR function in the UK is at a very early stage in the adoption of Web 2.0″. Das bedeutet, dass auch in diesem Diskussionspapier die Vorstellung einzelner Tools und Prinzipien viel Raum einnimmt. Aber es heißt auch, “employers are beginning to recognise that these technologies are here to stay”.

Für Web 2.0-erprobte Leser sind möglicherweise folgende Punkte von Interesse: Da ist zum einen die Unterscheidung zwischen zwei Strategien, sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen. Konkret: man nutzt entweder bestehende Web 2.0-Tools im Internet (hier wird gerne auf “Recruiting” verwiesen); oder man setzt auf den unternehmensinternen Einsatz im Sinne von Enterprise 2.0 - oder, was die Autoren schließlich empfehlen, “a combination of all three approaches - traditional communications, Web 2.0 and Enterprise 2.0″.

Und da sind zum anderen verschiedene kurze Case Studies, unter ihnen Pfizer und T-Mobile, die diese Optionen illustrieren. Wie gesagt, eine vorsichtige Annäherung, die trotzdem über erste Umfragen hierzulande (siehe z.B. das DGFP-Praxispapier) weit hinausgeht.
Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD), Juni 2008 (pdf)

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KoopTech: Argumente für und gegen Wikis in Organisationen

Posted on 16 May 2008 by jrobes

Tim Schlotfeldt verweist hier auf das Projekt “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” (KoopTech) sowie auf eine Sammlung von Pro- und Kontra-Argumenten, was den Einsatz von Wikis in Unternehmen betrifft. 662 Aufrufe dieses Beitrags und 12 Kommentare sind bis heute zu verzeichnen. Fast 50 Teilnehmer (Achtung: Überleitung!) gab es beim gestrigen Wissensmanagement-Stammtisch der GfWM am Frankfurter Flughafen. Eine selten erreichte Zahl! Aber es ging auch um Wikis bei der Lufthansa, und das machte natürlich neugierig.

Zuerst stellte ein Teamleiter der Lufthansa Systems Aeronautics seine Wiki-Projekte der letzten Jahre vor. Drei Anläufe, drei begrenzte Zielgruppen, drei unterschiedliche Erfahrungen, zuletzt aber eine rundherum positive. Wikis aus der bottom up-Perspektive. Dann folgte die Konzernsicht. Denn die Lufthansa Systems plant, ihr Intranet (eBase) um eine Web 2.0-Suite zu erweitern. Und das heißt: Web 2.0-Einführung als IT-Großprojekt. Definition von Anforderungen, Auswahl von Anbietern bzw. Tools (Microsoft, Novel, Lotus, Clearspace), Start erster Piloten, Abstimmungen mit dem Betriebsrat, etc. Das bekannte Szenario.

Der Reiz des Abends lag aus meiner Sicht nicht nur in der dargestellten Konsequenz, in der die Lufthansa auf diesen Weg und seine Möglichkeiten setzt. Denn wenn sie ihn zu Ende gehen, werden sie eines der ersten “enterprise 2.0″-Unternehmen in Deutschland sein (das nicht aus der IT-Branche kommt). Nein, der Reiz lag auch in der Gegenüberstellung beider Herangehensweisen des Unternehmens! Was passiert letzten Endes mit den kleinen, anarchistischen Web 2.0- und Wiki-Lösungen? Werden sie einer Corporate Policy zum Opfer fallen, oder wird man beide Wege gelten lassen?

Es gab natürlich weitere Fragen an die Referenten, und jetzt bin ich wieder nah am Beitrag von Tim Schlotfeldt. Wie sieht denn der Business Case für die Web 2.0-Einführung aus, wollte ein Teilnehmer wissen. Braucht es kommerzielle Lösungen nicht auch, weil die Usability bestehender Wiki-Tools die Mehrheit der Mitarbeiter überfordert? Und wie steht es um die Sicherheit? Und was meinen eigentlich die Mitarbeiter? Werden sie mitmachen? Kann man überhaupt von Kollaboration sprechen, wenn viele konsumieren, aber nur wenige aktiv beitragen?

Einiges blieb natürlich offen, “schwebendes Verfahren” sozusagen, aber ich kann nur hoffen, dass am Ende des Tages etwas Leichtigkeit und Neugierde übrig bleiben.
Tim Schlotfeldt, E-Learning-Blog, 5 Mai 2008

Nachtrag (01.06.2008): Weitere Informationen über den GfWM-Stammtisch bei der Lufthansa gibt es im GfWM-Newsletter (Mai/ Juni - hier) .

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Did My Students Drink the Kool-Aid?

Posted on 08 May 2008 by jrobes

Harvard-Professor und Enterprise 2.0-Schöpfer Andrew McAfee hat seinen Studenten folgende Aufgabe gestellt: “Imagine that tomorrow you were named CEO of the organization you worked for immediately prior to coming to HBS (please name this organization in your response). What Enterprise 2.0 and/or Web 2.0 technologies, if any, would you introduce? Why?”

Von den Antworten war er so begeistert, dass er sie anonymisiert, geordnet und hier publiziert hat. Dabei hat er sie vier Kategorien zugeordnet: “capturing and sharing knowledge; finding information, expertise, and people; arriving at better answers; and improving efficiency and speed”. Darüber hinaus, und das ist sicher ein interessanter Ansatz, hat er geschaut, ob die vorgeschlagenen Lösungen eher Gruppen mit “strong”, “weak” oder “potential ties” unterstützen. Er verweist dabei auf sein “bullseye model”, das er an anderer Stelle bereits vorgestellt hat.
Andrew McAfee, The Impact of Information Technology (IT) on Businesses and their Leaders, 3 Mai 2008

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Bank 2.0

Posted on 31 March 2008 by jrobes

Bank 2.0 ist ein empfehlenswertes Blog, in dem drin steckt, was drauf steht. Das heißt, es geht nicht um Weiterbildung oder e-learning, aber um die Themen an der Schnittstelle von Web 2.0 und Unternehmen. Und das sind nicht zuletzt Wissensmanagement, Mitarbeiterkommunikation und Geschäftsprozessoptimierung und von dort ist es ja für viele nur noch ein kleiner Sprung zu Bildungsthemen.

Hinter dem Blog stecken Martina Göhring und centrestage, und das Fraunhofer IAO ist mindestens prominenter Stichwortgeber. Ansonsten findet man eine Fülle an Informationen: Artikel und Präsentationen zum Thema, eine Linkliste auf delicious, Hinweise auf Weblogs im Bankenbereich, Verweise auf Studien und Whitepaper (z.B. dieses hier über “Social Media and the Banking Industry”) und all die Services und Features, die ein Weblog heute bieten kann. Beneidenswert.
Bank 2.0

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Enterprise 2.0: The New, New Knowledge Management?

Posted on 25 February 2008 by jrobes

Lange Zeit hat Thomas Davenport, einer der renommiertesten Wissensmanagement-Experten, die Reihen derer angeführt, die “Enterprise 2.0″ (Andrew McAfee) schlicht für Zeitverschwendung hielten. Doch jetzt folgte die Kehrtwendung:

“Still, that E2.0 is the new KM didn’t hit me for a while. But when Andy said the ultimate value of E2.0 initiatives consists of greater responsiveness, better “knowledge capture and sharing,” and more effective “collective intelligence,” there wasn’t much doubt. When he talked about the need for a willingness to share and a helpful attitude, I remembered all the times over the past 15 years I’d heard that about KM. …
If E2.0 can give KM a mid-life kicker, so much the better. If a new set of technologies can bring about a knowledge-sharing culture, more power to them. Knowledge management was getting a little tired anyway.”

Ja, es geht um Wissensmanagement! Doch gab es daran wirklich jemals irgendwelche Zweifel??
Thomas Davenport, The Next Big Thing, 19 Februar 2008

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Geschichten über die Zukunft des Lernens

Posted on 14 January 2008 by jrobes

Für die SCOPE ‘07 im November hat es leider zeitlich nicht gereicht. Aber jetzt haben Ulrike Reinhard und Lutz Berger die Themen in einem schönen und unterhaltsam geschriebenen eBook zusammengefasst und online zur Verfügung gestellt. Zur Erinnerung: Die auf der SCOPE diskutierten Trends lauteten: Kollaboration, Content, MashUps, Intranet, Raum+Kommunikation, Game Based Learning, Informelles Lernen, Medien, Plattformen, Usability, BrainMind, Enterprise 2.0.

Im Vorspann (”wir haben verstanden!”) wird folgende Anregung zitiert: “Zu viel Web 2.0, zu wenig Learning”. Das ist sicher auch mit Blick auf die vorliegende Publikation nicht ganz falsch und erinnert daran, immer wieder nach Anknüpfungspunkten zur Agenda der betrieblichen Weiterbildung zu suchen. Vielleicht eine schöne Herausforderung für die SCOPE ‘08, die auch schon einen Termin (1.10.2008) und eine Community (auf Ning) hat.
Lutz Berger und Ulrike Reinhard, SCOPE’ 07, 11 Januar 2008

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Web 2.0 in Unternehmen

Posted on 27 December 2007 by jrobes

Wikis, Weblogs und andere Web 2.0-Dienste können das Unternehmensintranet zu einer kollaborativen Plattform für Wissensarbeiter verändern. Wissensarbeit, ihre Prozesse und Ergebnisse, werden sichtbar. Das ist Enterprise 2.0.

Erschienen in wirtschaft + weiterbildung, 1/ 2008, S.14 ff.

Wer heute Frank Roebers für eine Veranstaltung buchen will, muss mindestens 500 Euro investieren. Diese wandern, so heißt es auf der Homepage der Synaxon AG, allerdings nicht in die Kasse des Unternehmens, sondern gehen als Spenden an soziale Projekte. Die Synaxon AG ist eine mittelständische IT-Firma mit Sitz in Bielefeld, 130 Mitarbeitern, und Frank Roebers ist ihr Vorstandssprecher. Warum er derzeit ein so gefragter Referent und Interviewpartner ist, dass Veranstalter bereits im Internet erste Hinweise abrufen können, hat eine einfache Erklärung: Frank Roebers hat vor einigen Monaten bei Synaxon ein Unternehmens-Wiki eingeführt. Nicht nur in einem einzelnen Projekt oder einer Abteilung, sondern als zentrales Arbeits- und Kommunikationsinstrument. Das Wiki bei Synaxon enthält alles, was die Mitarbeiter für ihren Job brauchen: Projektdokumentationen und Prozessbeschreibungen, Informationen über Kunden und Lieferanten bis zu den Spielregeln und Bewertungssystemen der Firma. Lediglich für einige sensible Daten wie Personalbeurteilungen gibt es ein separates Führungswiki.

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Enterprise 2.0: Fad or Future?

Posted on 20 December 2007 by jrobes

Sehr übersichtlich, mit vielen Beispielen und kurzen Erläuterungen. White Paper wie diese bestechen nicht durch Neuigkeiten oder Überraschungen. Sie sind Indizien dafür, welche Bedeutung ein Thema fürs Business hat oder haben kann. In diesem Fall beschreibt der Autor, wie Enterprise 2.0 “can … help us in the key managerial challenges of the twenty-first century, namely knowledge sharing and management, problem solving, innovation, and collaboration”.
Und für die nächste Ausgabe verspricht KPMG Zahlen. Die kann man immer gebrauchen.
Gary Matuszak, KPMG International 2007 (pdf)

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Best Practices in Enterprise Knowledge Management

Posted on 06 December 2007 by jrobes

Wie der Titel schon sagt, ein business-orientierter Überblick: Verschiedene Anbieter von technischen KM-Lösungen beschreiben in kurzen Artikeln das Feld. Die Einleitung (”What’s the New Face of Knowledge Management”) gibt einen guten Überblick über die Stichworte und Themen, die folgen: u.a. “Enterprise Wikis”, “Enterprise 2.0″, “Search-driven Knowledge Management”, “Information Dashboard”, “Implementing KM”. Und gerade, was Einführung und Einsatz von Wikis in Unternehmen betrifft, finden sich angenehm realistische Anmerkungen mit Hinweisen auf “the material differences between the public Internet and the enterprise” (Pete Bell).
KMWorld, November/ Dezember 2007 (pdf) (Registrierung erforderlich)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management,
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