2001 war es das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Günther Dohmen auf die Reise schickte. Heraus kam ein umfassender Bericht über das informelle Lernen, der bis heute eine wichtige Referenz geblieben ist (”Das informelle Lernen. Die internationale Erschließung einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen Lernens für das lebenslange Lernen aller”).Jetzt liegt ein Nachfolger vor, dieses Mal herausgegeben vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und verfasst von Reinhard Zürcher (Pädagogisches Institut des Bundes in Wien). Was ist das Gemeinsame beider Arbeiten? Beide geben einen systematischen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand, beide verzichten auf die Formulierung eines eigenen Ansatzes. Und damals wie heute bildet das Konzept des Lebenslangen Lernens das zentrale Motiv, sich mit dem informellen Lernen auseinanderzusetzen.
Der Unterschied zwischen beiden Arbeiten: Während Günther Dohmen 2001 auf vielen Gebieten nur von “ersten Ansätzen” berichten konnte, kann Reinhard Zürcher aus dem Vollen schöpfen. Auf europäischer, nationaler wie regionaler Ebene ist informelles Lernen in unzähligen Projekten angekommen (ohne dass damit alle Fragen beantwortet wären!). Und kaum eine Bildungskonferenz kommt heute ohne eine entsprechende Sektion aus.
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Jochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management









