Posted on 04 March 2009 by jrobes
In diesem Artikel (leider ist nur ein kurzer Teaser online verfügbar) ist von einem Trend die Rede. “Ultrakurzformate erobern die Weiterbildung” heißt es, die mal “Learning Nuggets”, mal “Wissenshäppchen” oder “Lunch & Learn” heißen. Der Autor nennt zwei Ursachen für diesen Trend, dem sich offensichtlich niemand entziehen kann: zum einen wirtschaftliche Zwänge, die ein längeres Aussteigen aus dem Arbeitsprozess immer schwieriger machen; zum anderen veränderte Gewohnheiten beim Konsum von Informationen (”YouTubisierung der Wahrnehmung”). Als Kronzeugen dieser Entwicklung werden Deutsche Bank und Credit Suisse genannt, die offensichtlich seit längerem erfolgreich mit verschiedenen Kurzformaten, online wie offline, in der Weiterbildung experimentieren.
Doch die sprachlichen “Überhöhungen”, die der Autor immer wieder bemüht, lassen ahnen, dass hier vieles noch am Anfang steht und die erwähnten Beispiele wohl noch mehr Nischenangebote als Standard sind. Noch finden sich keine Hinweise, wo die Angebote zu finden sind (LMS?), welchen Zielgruppen sie zur Verfügung stehen (allen?) und wann Mitarbeiter selbst aktiv werden dürfen (user generated content?). Aber Internet und Web 2.0 haben hier sicher Schleusen geöffnet.
Axel Gloger, managerSeminare, Heft 132, März 2009
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Posted on 13 January 2009 by jrobes
Als Nicholas Negroponte 2005 seine Idee vortug, waren alle begeistert: “To provide children around the world with new opportunities to explore, experiment and express themselves.” Ende 2007 war der XO-1, der “100-Dollar-Laptop”, da, und alle waren ganz wild darauf, einmal eines dieser grünen, knuddeligen Notebooks in den Händen zu halten. Heute, Anfang 2009, ist es schwer, jemanden zu finden, der noch richtig begeistert über das Projekt schreibt. Benjamin Cohen faßt einige Vorbehalte in seinem Seminarbericht zusammen. “Technologischer Determinismus” ist einer der Kritikpunkte: “How could the same laptop have the same meaning and value in, say, Nigeria and Indonesia, Papua New Guinea and Alabama, Malawi and Mongolia?” Bei dieser Gelegenheit: Auch die Deutsche Bank Research (!) kommentierte jüngst das Projekt, spricht von einem “wichtigen Beitrag”, um die Bildungschancen von Kindern in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern zu verbessern, und fordert auf, hierfür noch mehr zu tun (wen, frage ich mich allerdings!?).
Und was sagt Nicholas Negroponte? Er ist derzeit der Überbringer schlechter Nachrichten: Denn die Wirtschaftskrise zwingt das Projekt, 32 und damit die Hälfte aller Mitarbeiter zu entlassen. Doch es geht weiter. Negroponte spricht gar von einer “exciting new direction for OLPC” und kündigt gleich den “$0 Laptop” an. Andere wie techdirt glauben derzeit eher, dass Markt und Wettbewerb die Vision Negroponte’s vollenden werden. “The invisible hand” also.
Official OLPC blog, 7. Januar 2009
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