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Wie Unternehmen das Web 2.0 für sich nutzen

Posted on 22 July 2010 by jrobes

Die Experten der Deutsche Bank Research beschäftigen sich regelmäßig mit den Auswirkungen des technologischen Wandels auf Unternehmen, ihre Dienstleistungen und ihre Märkte. Auch das Web 2.0 war in diesem Zusammenhang schon Thema, z.B. 2005 (”Blogs: ein neues Zaubermittel der Unternehmenskommunikation?”) und 2007 (”Starten statt warten: Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister”). Jetzt steht “Enterprise 2.0″ im Untertitel und gibt die Richtung der aktuellen Dokumentation vor: Neben Hinweisen zum Stand der Web 2.0-Nutzung und der wohl unvermeidlichen Darstellung einzelner Instrumente geht es um das, was Andrew McAfee als “selbstorganisierende (emergente) Social-Software-Plattformen, die in Unternehmen oder zwischen Unternehmen und ihren Partnern oder Kunden eingesetzt werden”, beschreibt.

Auf dieser Grundlage gibt die Autorin, Antje Stobbe, einzelne Ratschläge (z.B. “Unternehmenskultur muss passen”), betont die Unterschiede zwischen Web 2.0 und Enterprise 2.0, um schließlich darauf hinzuweisen, dass sich viele Projekte derzeit noch im “experimentellen Stadium” befinden. Im Ausblick heißt es: “Dennoch wird das Web 2.0 aus der Wirklichkeit von Unternehmen künftig nicht mehr wegzudenken sein.” Ein professioneller Überblick, der leider weitgehend auf Fallbeispiele verzichtet. Und mit Blick auf das sich täglich weiter ausdifferenzierende Feld von Web 2.0/ Enterprise 2.0 könnte es sinnvoll sein, sich in zukünftigen Studien auf ein konkretes Thema zu konzentrieren.
Deutsche Bank Research, 19. Juli 2010 (pdf)

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Mit Wissensbilanzen das strategische Management unterstützen

Posted on 19 September 2008 by jrobes

Der Autor dieses Artikels ist Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank in Frankfurt. Lehman-Insolvenz, KfW-Panne, Subprime-Krise und dann in einigen Tagen das Forum “Wissen - Macht - Finanzen” auf der KnowTech - das passt doch wunderbar, dachte ich mir. Nun, so brisant bzw. aktuell ist der Artikel dann doch nicht, aber der Autor unterschreibt, dass Intellektuelles Kapital heute zum “wichtigsten unternehmerischen Erfolgsfaktor” geworden ist, Mitarbeiterqualifikationen inklusive! Norbert Walter verweist im Folgenden auf über 150 Unternehmen, die diesen Schritt bereits gegangen sind, auf eine Vielzahl von laufenden internationalen Initiativen und votiert für den “Kernkompetenz-Ansatz”, der aus seiner Sicht die wichtigen Eigenschaften einer “nützlichen” Wissensbilanz erfüllt:

(1) Die Wissensbilanz sollte effektiv Information verdichten.
(2) Sie sollte die spezifischen Stärken und Schwächen des Unternehmens im Bereich immaterieller Werte transparent machen.
(3) Sie sollte das Verständnis von Quervernetzungen dieser Stärken und Schwächen fördern, um effektive Interventionen zu ermöglichen.
(4) Und sie sollte die Wirkung der Elemente des intellektuellen Kapitals auf die heutige und künftige Wertschöpfung des Unternehmens nachvollziehbar machen. (via Günther Szogs)

Wer das Ganze gerne ausführlicher möchte, sei auf die Publikation der DB Research zum Thema verwiesen.
Norbert Walter, Betriebs-Berater, 63 (34), 2008

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Starten statt warten: Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister

Posted on 15 October 2007 by jrobes

Meine enge Verbundenheit mit der Finanzbranche ist ja kein Geheimnis. Insofern habe ich natürlich die aktuelle Publikation der Deutsche Bank Research wieder mit Interesse gelesen. Vorneweg: Es gibt nur wenige Think Tanks hierzulande, die sich so konsequent und kontinuierlich mit aktuellen Trends und ihren Auswirkungen auf Unternehmen beschäftigen! Und unter dem Stichwort “Megathema Digitale Ökonomie” ja bereits einige Studien versammelt haben!

Was steht nun in diesem Report? Zum einen beschreiben die Autoren, wie sich im Zeichen von Web 2.0 an vielen Stellen Märkte wandeln, wie sich die Interaktion zwischen Unternehmen und ihren Kunden ändert und wie eine Reihe von Unternehmen diese Möglichkeiten bereits für neue Dienste und Angebote einsetzen. Als Beispiele im Finanzbereich werden P2P-Kreditplattformen sowie innovative Bezahlsysteme genannt. Zugleich wird auf die regulatorischen Anforderungen hingewiesen, die Finanzdienstleister auf ihrem Weg zum Web 2.0 zu beachten haben. Policies für Mitarbeiter und ein Monitoring der neuen Internet-Öffentlichkeit werden empfohlen.

Was fehlt (und hoffentlich im nächsten Report steht)? Der Einsatz von Web 2.0 in der internen Kommunikation, dem nur wenige, kurze Sätze gewidmet sind. Und der Einsatz von Wikis, Weblogs und anderen Diensten als Bausteine eines Web 2.0-gestützten Wissensmanagements, der überhaupt nicht erwähnt wird. Die Case Study über Dresdner Kleinwort Wasserstein sowie der Artikel von Andrew McAfee wären doch ein schöner Einstieg!?
Stefan Heng, Thomas Meyer und Antje Stobbe, dbresearch, 15 Oktober 2007 (pdf)

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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