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Understanding “learning” - some more thoughts

Posted on 05 March 2010 by jrobes

Die Frage taucht in jüngster Zeit immer wieder mal auf und ich habe sie sicher auch das eine oder andere Mal schon unbedacht in die Runde geworfen, nämlich: Wie kann man informelles Lernen managen? Vergessen wir diese Frage sofort! Natürlich gilt, was Jane Hart hier noch einmal festhält:

“In my opinion it is just not possible to manage or formalise informal learning - if you do, it just becomes formal learning. All you can do to do is SUPPORT and ENABLE self-directed (independent and interdependent) learners and their learning, which is quite a different thing altogether.”
Jane Hart, Jane’s E-Learning Pick of the Day, 4. März 2010

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LearnTrends 2009

Posted on 20 November 2009 by jrobes

Im Moment finden die Learning-Konferenzen im Wochentakt statt. Gerade zu Ende gegangen ist die “LearnTrends 2009 - The Corporate Learning Trends and Innovations Conference”, online & free und eigentlich ein Muss für alle, die an Corporate/ Workplace Learning interessiert sind. Aber bei den Gastgebern George Siemens, Tony Karrer und Jay Cross konnte man auch darauf vertrauen, dass alle Veranstaltungen aufgezeichnet werden und online zur Verfügung stehen. So bereits geschehen. Referenten waren u.a. Jane Hart, Harold Jarche, Nancy White. Einige der Themen: “Microlearning”, “Building a Social Learning Environment”, “Personal Knowledge Management”, “Reinventing Organizational Learning”, “Enterprise 2.0, Convergence, & Innovation”. “Convergence” war das Motto der Konferenz.
LearnTrends 2009, Ning, 17.-19. November 2009

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Speaking the language of business

Posted on 20 November 2009 by jrobes

Das Problem ist ja da, und es kann sicher nicht schaden, ab und zu daran zu erinnern. Bildungsprojekte werden durchgeführt, wenn das Management erkannt hat, das hier ein “Unterschied” liegt, das Unternehmensziele, kurzfristige oder langfristige, nur erreicht werden, wenn in Bildung investiert wird. Deshalb müssen Learning Professionals ihre Projekte und Ideen in der Sprache des Managements präsentieren, so Jay Cross. Dabei ruft er Andrew Carnegie und Peter Drucker in den Zeugenstand. Und er bringt das Bildungscontrolling in Unternehmen kurz und knapp auf den Punkt: “How do you decide what measures to apply? You don’t: that’s the responsibility of your business sponsor, the person who signs the cheques. Together you agree on what’s to be done and how you’ll measure success or failure.” Exakt.
Jay Cross, Inside Learning Technologies, November 2009

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Informal Learning 2.0

Posted on 24 September 2009 by jrobes

Wieder ein bunter Farbtupfer von Jay Cross (und das heißt: keine systematische Ableitung eines Begriffs!). Hier bringt er assoziativ Netzwerke, informelles Lernen und das zusammen, was er seit einiger Zeit “learnscapes” nennt:
“Learnscapes are the factory floor of knowledge organizations. The “scape” part underscores the need to deal at the level of the learning environment or ecology. The old focus on events such as workshops won’t cut it in the ever-changing swirl produced by networks. The “learn” part highlights the importance of baking the principles of sound learning into that environment rather than leaving it to chance.”
Jay Cross, Chief Learning Officer Magazine, August 2009

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Die Zukunft von E-Learning

Posted on 23 September 2009 by jrobes

Ich bin gerade von der “Zukunft Personal” aus Köln zurück, wo ich die beiden letzten Tage verbracht habe, zuerst als Referent auf dem eKnowledgement-Forum, dann als Aussteller und Besucher. Kurz zu meinem Vortrag: Hier habe ich versucht aufzuzeigen, dass es verschiedene Formen von und Sichtweisen auf E-Learning gibt. Aufhänger dafür waren die letzten BITKOM- und MMB-Berichte. Anschließend ging es vom traditionellen E-Learning via Web-based Training zu den neuen Formen des informellen E-Learnings. Um auf die damit verbundenen neuen Aufgaben des Bildungsmanagements hinzuweisen, bin ich noch exemplarisch auf die Punkte “Technologie” und “Lerner” etwas näher eingegangen. Eine Mischung aus Einführung und Überblick, gerichtet an Personaler, die wissen wollen, wie es mit E-Learning weitergeht. Mich hat vor allem gefreut, dass trotz der frühen Stunde alle Plätze im Forum besetzt waren (ca. 40 Besucher?). Titel meines Referats: “Die Zukunft von E-Learning”, und die Präsentation liegt wie immer auf Slideshare.

Noch ein paar Worte zur Messe: Man darf sicher sagen, dass der Bereich “eKnowledgement” auf der “Zukunft Personal” noch, wie sagt man so schön, ausbaufähig ist. Gerade mal eine Handvoll Anbieter waren anwesend. Das war auf dem DGFP-Kongress in Wiesbaden vor einigen Wochen nicht anders. E-Learning ist für die großen Messen und Kongresse im HR Bereich kein Thema. Es ist nicht so einfach zu verstehen. Denn mittlerweile dürfte E-Learning in vielen Personalabteilungen angekommen sein, aber scheinbar überlässt man bis heute, von einigen zaghaften Versuchen in der Vergangenheit abgesehen, das Feld klaglos den Personalentwicklern, E-Learning-Experten und ihrer Leitmesse LEARNTEC. Doch es scheint Bewegung in die Messe- und Kongresslandschaft zu kommen, war in Köln zu hören. Man will zukünftig wieder mehr in das Thema investieren. Höchste Zeit, denn “von unten” drängen die EduCamps und zeigen, dass man Bildungsinteressierte auch ganz anders zusammenbringen kann. Ich bin jedenfalls gespannt!

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More Human Than Human

Posted on 09 June 2009 by jrobes

Jay Cross hat so oft über das Ende klassischer Trainingsabteilungen geschrieben, dass sich jetzt der eine oder andere Trainer fragt, was eigentlich aus ihm wird. Nun, wenn man bei Weiterbildung an informelles Lernen, Web 2.0 und Communities of Practices denkt, fällt einem schon die eine oder andere Aufgabe ein, die auf dem Weg dorthin erledigt werden muss. Jay Cross nennt Aufgaben und Rollen. Und verweist auf Etienne Wenger, der zuletzt den “community technology steward” eingeführt hat. Nur, warum er Trainern, die sich in der Mehrzahl noch nicht einmal mit e-Learning auseinandergesetzt haben, diesen Ball immer wieder zuspielt, wird nicht so Recht klar.
Jay Cross, Chief Learning Officer, Juni 2009

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Das Ende des Frontalunterrichts

Posted on 07 April 2009 by jrobes

Ein weiterer Artikel der taz-Reihe “Bildung im Web 2.0″. Die Kronzeugen sind dieses Mal Michael Wesch und sein Projekt “World Simulation”. Und Jay Cross, “gefeuert”, weil er an die Zukunft des Internets glaubte und heute rehabilitierter Experte für informelles Lernen und das Web 2.0. Die Quintessenz der taz-Autorin: Die Botschaften sind eindeutig, doch “Deutschland liegt im Winterschlaf”. Fast genauso schlimm wie der Winterschlaf ist leider die taz-Schreibe …
Jagoda Marinic, taz, 1. April 2009

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eLearning is not the answer

Posted on 02 March 2009 by jrobes

“Corporations are flocking to eLearning for all the wrong reasons. It’s cheaper: no travel, no facilities cost, no instructor salaries. This sort of fanciful thinking tripped up eLearning ten years ago”, schreibt Jay Cross. Und er fügt hinzu, dass es, im Gegenteil, verstärkte Anstrengungen benötigt, wenn der e-Weg erfolgreich sein soll:
“If you want outcomes that are comparable or better than what you were getting from instructor-led workshops, you have to do more than just throw things online. You have to support electronic offerings with mentors, guides, help desks, FAQs, reinforcement, and organizational support. eLearning is not a free lunch.”

Jay Cross, Internet Time Blog, 20. Februar 2009

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The training department of the future

Posted on 23 February 2009 by jrobes

Zwei angesehene Bildungsexperten versuchen, dem klassischen Training Department (also: unserer Bildungsabteilung) den Weg zu zeigen. Warum kann es nicht so weitergehen wie bisher? Weil die Zukunft immer weniger vorhersehbar und der Wandel längst Alltag geworden ist. Doch wenn man nicht weiß, was morgen kommt, was kann Training dann noch leisten? Drei Punkte schreiben die Autoren ihren Kollegen in Corporate Learning ins Stammbuch:

- “Embracing complexity and adaptation to uncertainty”
Hier werben sie für Dave Snowden’s Cynefin-Framework und für einen Ansatz, der nicht “Best Practices” sucht, sondern sich tastend mit der Umwelt auseinandersetzt (”Life in Beta”!).
- “Inverting the structural pyramid”
Organisationen werden nicht mehr allein durch Hierarchien geprägt. Die “Wirearchy” betritt die Bühne (gelebt in Open Source-Projekten).
- “Adopting new models of learning”
Die zentrale Aufgabe der Training Departments besteht nicht mehr in der Vermittlung von Wissen, sondern darin, den Austausch von Erfahrungen und Wissen zu ermöglichen. Von “facilitating collaborative work and learning amongst workers” sprechen die Autoren.

Sie schließen ihren Artikel mit einem, wie ich finde, charmanten Vorschlag: What would happen if you called for closing your training department in favor of a new function?

 Imagine telling senior management that you were shuttering the classrooms in favor of peer-to-peer learning. You’re redeploying training staff as mentors, coaches, and facilitators who work on improving core business processes, strengthening relationships with customers, and cutting costs. You’re going to shift the focus to creativity, innovation, and helping people perform better, faster, cheaper.

You might want to give it a try.

 Perhaps the time has come.”
Harold Jarche und Jay Cross, togetherLearn, 20. Februar 2009

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Rethinking conferences

Posted on 19 February 2009 by jrobes

Jay Cross hat sich Gedanken gemacht. Sie kreisen um die allzu vertrauten Konferenzformate und die Schwierigkeiten, sich von ihnen zu trennen. Dazu hat er einige Anregungen gesammelt. Abwechselung bieten möglicherweise auch Open Space-ähnliche Formate, wie die immer populärer werdenden BarCamps (Jay verlinkt in diesem Zusammenhang auf ein “PresentationCamp”, zu dem er gerade eingeladen wurde). Mir fällt ein, dass die LEARNTEC gerade um “Themenvorschläge für 2010″ gebeten hat und auch hierzulande die 3. EduCamp am 17. - 19. April in Ilmenau vor der Tür steht. Oder man diskutiert mit Stephen Downes und George Siemens, wie ihr Online-Kurse CCK09 aussehen könnte.

“Nonetheless, the patience of those of us who have paid our dues in Orlando, Las Vegas, Anaheim, Chicago, and L.A. over the years is wearing thin. When the old hands gather at the bar in the conference hotel, you’ll find them shaking their heads while saying there’s got to be a better way. The basic structure of one-way presentations, flying to convention cities, blowing an entire week at a time, and vendors going through the motions but getting few sales is counter to the culture and M.O. of the network era. Scheduling twenty simultaneous sessions guarantees you’ll miss something you wanted to see. Wi-fi is always broken. Some of the certificate programs conducted before conferences strike me as low-grade diploma mills. There’s lots of room for improvement.”
Jay Cross, Learning Blog, 17. Februar 2009

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Predictions for 2009

Posted on 12 January 2009 by jrobes

Stephen Downes, Jane Hart, Allison Rossett, Harold Jarche, Clark Quinn und viele andere. Die gesammelte, internationale e-Learning-Prominenz ist hier mit kurzen Statements vertreten. Keiner kommt an der Wirtschaftskrise vorbei. Viele Experten setzen für 2009 auf e-Learning, weil Unternehmen Kosten sparen müssen. Viele setzen auf informelles, soziales und kollaboratives Lernen, unterstützt durch Web 2.0, weil Unternehmen Kosten sparen müssen. Und einige sehen Open Source im Aufwind, weil … Unternehmen Kosten sparen müssen. Meine volle Zustimmung findet Brent Schlenker: “2009 will be ‘The Year of Implementing 2.0′.”  Jay Cross fasst in seinem Kommentar die Reise treffend zusammen:

“I sense a great divide among the responses. Some see eLearning ascendant because it’s less expensive than the old ways. Others of us sense opportunity for wholesale change, re-jiggering a system that had gotten seriously out of whack. It is wonderful that everyone finds an upside to the downturn.”
Lisa Neal Gualtieri, eLearn Magazine, 9. Januar 2009

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Learning for the 21st Century

Posted on 18 December 2008 by jrobes

In kurzen, plakativen Sätzen beschwört Jay Cross den Wandel von Arbeit und Lernen. Hier geht es um die große Richtung, nicht um Zwischentöne und Übergänge. Knowledge Work und das Internet dominieren das Bild und wie sie das tun und welche Anforderungen sie an das Lernen von heute und morgen stellen, beschreibt kaum jemand so einprägsam wie Jay Cross.

“Frederick Taylor told workers, ‘You’re not paid to think’. … In a knowledge company, you are paid to think.”

“Industrial age workers created value in factories. Where do knowledge workers create value? I will call the knowledge-age factory floor a learnscape. Learnscapes are the platforms where knowledge workers collaborate, solve problems, converse, share ideas, brainstorm, learn, explain, communicate, conceptualise, tell stories, help one another, teach, serve customers, keep up to date, forge partnerships, build communities, and distribute information. Learnscapes define where and how modern work is performed. Training programs are events; learnscapes are longterm processes.”
Jay Cross, Informal Learning Blog, 17. Dezember 2008

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The Future of Learning

Posted on 08 December 2008 by jrobes

Das Chief Learning Officer Magazine läutet die Saison der Rückblicke und Forecasts ein: Zehn Experten - Autoren, Professoren, CEOs und CLOs - halten einige Herausforderungen fest, vor denen aus ihrer Sicht Corporate Learning heute und morgen steht: “changing technologies, demographics, workplace” (Ken Blanchard), der CLO als Business Partner (Rebecca Ray), der “demographic shift” (Karie Willyerd, Ed Cohen), “integrating learning with the talent suite” (Allison Rossett), “the convergence of learning and work” (Jay Cross). Und quer durch die Reihen der Ruf nach kürzeren Lerneinheiten, “on demand” und “business-oriented”. Etwas ausführlicher an dieser Stelle Jay Cross:

“Corporate learning is a continuous process … People learn to do their work in small chunks: a tip from a pal, an ‘ah-ha’ moment after trying something new, a factoid from Wikipedia or Google, or a story told over lunch. But training departments rely on offering workshops and courses, and CLOs fixate on learning management systems. These things are necessary, but they are a small part of improving organizational learning and performance.”
Chief Learning Officer Magazine, Dezember 2008

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Jay Cross on implementing e-learning

Posted on 24 November 2008 by jrobes

Sechs einfache Fragen, sechs kurze Antworten, gesprochen. Und natürlich beantwortet jemand wie Jay Cross alle Fragen etwas “gegen den Strich”. Zum Beispiel die erste Frage: “Why is this a good time to talk about e-learning?” Jay Cross meint, dass es möglicherweise keine gute Zeit sei, um über “klassisches” e-Learning zu sprechen, “course-ware driven and LMS-managed” , aber vielleicht genau die richtige Zeit für “networked learning”, “open source” und andere “bottom-up”-Projekte.
Jay Cross, kineo, November 2008 

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Corporate Learning Trends and Innovations 2008

Posted on 17 November 2008 by jrobes

Der dritte offene Online-Kurs in Folge, der sich mit dem Thema Bildung und Lernen beschäftigt! Und wieder hochkarätig besetzt: Jane Hart, Tony Karrer, George Siemens, Jay Cross, David Weinberger und viele andere. Start ist in wenigen Minuten, so dass ich voraussichtlich leider wieder nur in den Genuss der aufgezeichneten Sessions kommen werde. Aber vielleicht sind da ja andere flexibler!
Corporate Learning Trends and Innovations 2008, 17.-21. November 2008

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Learnscaping. Getting Things Done in Organizations

Posted on 06 November 2008 by jrobes

Was um Himmels willen ist ein “Un-book” habe ich mich gefragt, als ich von Jay Cross‘ neuestem Projekt hörte?! Jetzt liegt es seit einigen Tagen vor mir, in der Version 1.31 vom 14. September 2008. Und um das Geheimnis zu lüften: Natürlich ist ein “Un-book” auch ein Buch, haptisch, zum Blättern und für gutes Geld zu erwerben bei Lulu, einem print-on-demand-Verlag. Aber dann weicht es auch schon von der Ideallinie ab, kommt entwaffnend ehrlich als “always beta” daher, denn was heute noch aktuell ist, kann ja morgen bereits Geschichte sein, und was sind überhaupt Bücher in Zeiten von Web 2.0? Schließlich wird das “Un-book” gar zur Aufforderung, mich selbst einzumischen, nicht als “reader”, sondern als “participant”, auf den verschiedenen Community-Seiten zum Buch, z.B. http://learnscape.ning.com.

Vor diesem Hintergrund ist “Learnscaping” natürlich weniger ein durchstrukturiertes Werk, sondern vielmehr eine Kompilation aus Gedanken, Zitaten, Ideen, Kopien, Bildern, ToDo-Listen und Links. Mit ihrer Hilfe versucht Jay Cross zu beschreiben, warum die “network culture” und “knowledge era” radikal mit bekannten und vertrauten Strukturen und Modellen bricht. Das ist nicht unbedingt neu für diejenigen, die mit den jüngsten Entwicklungen um Web 2.0 und ihren Möglichkeiten für die Weiterbildung vertraut sind. Aber Jay Cross führt hier alle verstreuten Stränge noch einmal zusammen und ergänzt sie um eine Vielzahl an Referenzen und Querverweisen. Und warum “learnscaping”?

“Industrial age workers used machinery to manufactore objects in factories. Now, knowledge workers create value, not on the factory floor, but in what I call learnscapes. A learnscape is the platform where knowledge workers collaborate, solve problems, converse, share ideas, brainstorm, learn, relate to others, talk, explain, communicat, conceptualize, tell stories, help one another, teach, serve customers, keep up to date, meet one another, forge partnerships, build communities, and distribute information. Learnscapes are where and how modern work is performed - including workplace learning.”

Jay Cross ordnet seine Gedanken sehr lose in Abschnitten wie “Learnscaping”, “Organization”, “Business”, “Cognition” und “Tools”. Einzelne, wiederkehrende Bilder und Formulierungen prägen seinen Blick auf die “network era”, z.B.:
“In the knowledge era, learning is work.” (S. 7)
“Learning occurs in conversations, collaboration, knowledge transfer, focused news, and other network phenomena.” (21)
“… learning is social.” (35)
“People learn their work by observing colleagues, trying things out, engaging in conversation and so forth, not by attending classes and workshops.” (57)

Hier höre ich auf. Denn auch sonst finden sich in “Learnscaping” alle Begriffe (Buzzwords) wieder, die heute genutzt werden, um den Wandel zur “network era” zu beschreiben: informal learning, emergent learning, push/ pull, the long tail, connectivism, unconferences. Es ist sicher eine der besonderen Qualitäten von Jay Cross, diese Begriffe aus einer Business-Perspektive zu schildern und darauf hinzuweisen, dass am Ende des Weges nicht “learning”, sondern “performing” steht. Und einige, in dieser Beta verstreute Checklisten helfen hier sicher bei der Umsetzung. Zusammengefasst: „Learnscaping” ist eine inspirierende Lektüre, aber ich empfehle, das “30-minute reading limit” des Autors zu missachten und sie schnell und in einem Schluck zu genießen. Sonst verliert man sich schnell.
Jay Cross & friends, Version 1.31, 14. September 2008

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Is the case study method of instruction due for an overhaul?

Posted on 09 October 2008 by jrobes

Harvard Business School wird 100. Offensichtlich ein guter Zeitpunkt, um über etwas nachzudenken, das viele unmittelbar und immer mit Harvard verbinden: die Case Study-Methode. (Wer noch einmal nachlesen möchte, was sich genau dahinter verbirgt, dem sei der Handelsblatt-Artikel “Was ist eine Case Study?” empfohlen!). Das dachte sich jedenfalls auch Harvard und stellte die Methode zur Diskussion: “Most recently, the question has been raised about whether the case method encourages the development of skills in framing problems prior to decision making. Traditional cases have come under fire for being self-contained documents that describe a protagonist facing a decision with a set of packaged data available on which to base the decision. … One recent response to this criticism is the encouragement of development and use of “decision briefs” at Columbia Business School by its Dean, R. Glenn Hubbard.”

Der Aufruf ist angekommen. 111 Kommentare (!) sind hier nachzulesen. Das wiederum hat Jay Cross angeregt, das Stichwort aufzunehmen - immerhin hat er selbst zwei Jahre in Harvard verbracht: “My vote goes for bringing the case study into the 21st century.” Jay möchte vor allem die Grenzen aufheben, an die “paper cases” gebunden sind: “Instead of a case that starts as a pamphlet, imagine a case that is housed on a wiki. Student speculation and analysis would be recorded for the next wave of students. As in my study group, people would be able to peer into the heads of others to learn how they think about things. Cases on wikis would expand in utility as students built on one another’s observations.” Auch wenn ich persönlich nie die Chance (oder das Glück?) hatte, 500 Case Studies in zwei Studienjahren zu bearbeiten, klingt das nach einer logischen Weiterentwicklung. “Harvard meets Web 2.0″.
Jay Cross, Internet Time Blog, 7. Oktober 2008

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To-Learn Lists

Posted on 19 September 2008 by jrobes

Ich habe schon öfters an dieser Stelle auf den Learning Circuits Blog und seine “Question of the Month” hingewiesen. Dieses Mal wirft Tony Karrer eine Frage in die Runde, an die er selbst nicht so richtig glaubt: Brauchen wir Listen, auf denen wir festhalten, was wir lernen wollen? Nein, brauchen wir (Wissensarbeiter) nicht! Und ich muss es auch gar nicht begründen, weil Tony Karrer selbst nachschiebt: “As Knowledge Workers, work and learning are the same, so how does a to-learn list really differ from a to-do list? How are they different than undirected learning through work, blogging, conferences, etc.?”  Ja, unsere “To-Do Lists” sind unsere “To-Learn Lists”!

Aber man sollte hier nicht aufhören zu lesen! Denn die Statements und Rückmeldungen der Edublogger-Community sind vielfältig und interessant. Sie reichen von Jay Cross (”Serendipity is my greatest teacher”) bis Karl Kapp (”I don’t totally agree that work and learning are exactly the same.”).
Tony Karrer, The Learning Circuits Blog, 2 September 2008

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Web 2.0 learning puzzle pieces

Posted on 29 August 2008 by jrobes

“Learnscape Architecture Widgets” hat Jay Cross diese Übersicht betitelt: Eine Liste mit Web Applications plus Description plus Business Value. Sie wird sicher ihren Platz in den Präsentationen bekommen, die in Kürze anstehen (via timelines).

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Learnscape

Posted on 07 April 2008 by jrobes

Ich glaube mittlerweile, es ist eine amerikanische Eigenart: Immer wieder liest man, wer wann einen Begriff erfunden hat - häufig von den Erfindern selbst! - und gleichzeitig, dass entsprechende Fragen natürlich unsinnig und ermüdend sind. Jay Cross spielt auf dieser Klaviatur meisterhaft: “I am weary of answering the question ‘Jay, did you invent the term eLearning?’ with explanations of ‘Yes, me and a thousand other people.’”

Aber der Beitrag transportiert auch Inhaltliches: Er erinnert (noch einmal) daran, dass e-Learning seinen Ursprung dem e-Hype und einer von Training zu Learning sich öffnenden Perspektive verdankt. Auch bei “Learnscapes” geht es um einen Perspektivwechsel, den Jay an verschiedenen Stellen und nicht zuletzt in seinem Buch “Informal Learning” ausgeführt hat:
“- Learning is a process, not an event. A Learnscape is where that process plays out.
- Learnscapes are learning ecosystems.
- A learnscape is a learning ecology. It’s learning without borders.”

Jay Cross, Internet Time Blog, 1 April 2008

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
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