Posted on 13 October 2009 by jrobes
Am treffendsten finde ich Slide 6, auf dem sich eine Mitarbeiterin - um sie herum die Optionen “Public Twitter”, “Intranet-Wiki” und “Internal Microblog” - die Frage stellt: “… where should I write this up?” Weil es für viele Anforderungen immer mehr Lösungen gibt, müssen sich Mitarbeiter und Teams immer häufiger für einen Weg entscheiden. Oder es bleiben alle Wege offen und man organisiert die Integration der verstreuten Informationen. Darauf weist jedenfalls auch Dirk Röhrborn (Communardo) in seinem Vortrag hin, den er auf dem KnowledgeCamp in Karlsruhe gehalten hat. Und um für die Option “Internal Microblog” zu werben, nutzt er das bekannte SECI-Modell von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi.
Dirk Röhrborn, human network competence, 10. Oktober 2009
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Posted on 04 September 2009 by jrobes
Nachdem ich Twitter erfolgreich im Programm von KnowTech und LEARNTEC untergebracht habe, ist natürlich das Stichwort Microblogging automatisch auf meinem Radar. Diese kurze Fallstudie beschreibt die Einführung eines selbst entwickelten Microblogging-Systems in einem Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, der Communardo Software GmbH in Dresden. Die Studie ist interessant, weil sie Theorie und Praxis kurz und anschaulich verbindet. Zum einen verknüpfen die Autoren Microblogging mit einem Awareness-Konzept, weisen auf die Bedeutung intrinsisch motivierter Mitarbeiter hin und scheuen auch nicht vor einer Definition von “Enterprise Microblogging” zurück. Und zum anderen werden Einführung und Einsatz des Systems (”Communote”) seit September 2008 beschrieben und ausgewertet (via Idea Lounge)
Martin Böhringer, Alexander Richter und Michael Koch, in: Information - Wissenschaft & Praxis, 60 (2009)3 (pdf)
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Posted on 30 June 2009 by jrobes
Wenn man diesem Artikel von Dirk Röhrborn (Communardo) und den dort angebotenen Links folgt, kann man wunderbar in eine aktuelle Diskussion zum Thema “Microblogging in Unternehmen” einsteigen. In dieser Debatte, verteilt auf verschiedene Blogs, werden viele und gute Gründe aufgezählt, warum man Microblogging einfach mal ausprobieren sollte und wie es die Kommunikation und Projektarbeit im Unternehmen positiv verändern kann: informativer, einfacher, “natürlicher” könnte sie werden; und es gibt einige Zweifler, die an Twitter denken und sofort abwinken, oder vor der nächsten Informationsüberflutung warnen. Aber gerade sie machen die Diskussion reizvoll.
Zwei Anmerkungen, die sich mir nach dieser “konzentrierten” Übersicht aufdrängen: a) Das Thema “Microblogging” wirkt in einigen Beiträgen isoliert, wenn man nur seine Vor- und Nachteile diskutiert, ohne immer wieder den Bezug zu “Projektmanagement 2.0″ herzustellen. Aus meiner Sicht ist Microblogging nur ein Baustein einer kollaborativen Kommunikations- und Informationsumgebung, die nur an wenigen Stellen heute bereits gelebt wird. In den meisten Fällen begegnen mir Laufwerke, Ordnerstrukturen und Emails plus Attachments.
b) Microblogging wird an vielen Stellen das Projektmanagement (2.0) bereichern, davon bin ich überzeugt. Doch es wird die Projektkommunikation zugleich vielfältiger und komplexer machen: verschiedenen “Mitspielern” - Kunden, Freien, Internen, dem Management, Führungskräften, Juniors, Seniors, Digital Natives & Immigrants, Fachexperten … - mit jeweils eigenen liebgewonnenen Erfahrungen, Vorlieben und Routinen steht eine wachsende Zahl von Möglichkeiten offen, miteinander zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Als Projektleiter oder Team wird man in Zukunft noch länger überlegen müssen, ob man für die Kommunikation einige Regeln definiert oder ob man es jedem Teammitglied offen lässt, seinen eigenen Weg zu wählen. Die damit verbundene soziale Kompetenz wird auf allen Seiten, ob Teamleiter oder Mitglied, zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Dirk Röhrborn, human network competence, 23. Juni 2009
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