Macht das Internet uns schlauer? Oder dümmer? Die Frage ist nicht neu, und es ist immer wieder erstaunlich, dass sich Experten und prominente Autoren unter solch simplen Schlagworten versammeln lassen. In diesem Fall sind es Clay Shirky (smarter) und Nicholas Carr (dumber). Wobei Nicholas Carr etwas besser dasteht, weil er sich in seinem Beitrag auf konkrete Forschungsergebnisse bezieht (ohne dass ein Leser diese Quellen auf die Schnelle einordnen könnte), während Clay Shirky auf den gesellschaftlichen Fortschritt vertraut und darauf, dass wir unseren “cognitive surplus” gewinnbringend einsetzen. Beide Parteien, das nur am Rande, können natürlich nicht zusammenfinden, weil der eine auf der neuro- und kognitionswissenschaftlichen Ebene argumentiert (Carr), während der andere an die Dynamik sozio-technischer Systeme glaubt (Shirky).
Clay Shirky, The Wallstreet Journal, 4. Juni 2010
Nicholas Carr, The Wallstreet Journal, 5. Juni 2010
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Jochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management










