Tag Archive | "baumgartner"

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Aus didaktischen Erfahrungen lernen

Posted on 14 September 2010 by jrobes

Aus wiederholten Erfahrungen mit Methoden und Ansätzen im Unterricht entwickeln sich Ordnungsraster und Systematisierungen, auch didaktische Taxonomien genannt. Wenn sie gut sind, helfen sie anderen, das in einer bestimmten Situation passende Lernszenario auszuwählen oder zu entwickeln. Peter Baumgartner sitzt schon seit einigen Jahren an diesem Thema. Für die gerade laufende GMW-Tagung in Zürich hat er den Stand seiner Überlegungen jetzt festgehalten. “Work in progress”, wie er selbst schreibt, aber sicher für den einen oder anderen Vollblutdidaktiker von Interesse. Für andere (wie mich) hilft es vielleicht, Gabi Reinmanns L3T-Beitrag (”Didaktisches Design: Von der Lerntheorie zur Gestaltungsstrategie”) zur Einstimmung zu lesen.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 13. September 2010

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Technologien für lebenslanges Lernen. Wie eine Ära nach Learning-Management-Systemen aussehen könnte

Posted on 28 May 2010 by jrobes

Die Autoren wählen einen bewährten Einstieg: Wenn es um eine Architektur für das lebenslange Lernen geht, kann nicht die Lernplattform einer einzelnen Bildungsinstitution die Antwort sein. So weit, so gut. Aber wie könnte ein wirklich lernerzentriertes Szenario aussehen, das dieser Vorgabe gerecht wird? Die bisherigen Diskussionspunkte, so die Autoren, sind unbefriedigend. Konzepten wie “Personal Learning Environments” (PLE) und “Lifetime Personal Webspace” (LPWS) fehlt vor allem individueller Kontext im Zusammenspiel verschiedener Online-Services. Vor diesem Hintergrund wird ein “portabler Agent für Kontext-, Kollaborations- und Content-Services” beschrieben, der genau das leisten soll:

“Basierend auf ihren individuellen Kontexten und Lernprofilen oder -zielen erhalten Lernende so Zugriff auf spezifisch abgestimmte Informations- und Wissensressourcen (z. B. Netzwerke, Inhalte, Kompetenzen) und Kollaborationsmöglichkeiten.” Weitere Details, wie z.B. die Integration dieses “Agenten” in eine übergreifende Informationsarchitektur, liefert der Artikel.

Meine Fragen bleiben auch nach der Lektüre bestehen: Denn die PLE ist eine Idee, die sich qua definitionem nicht in eine bestimmte Architektur übersetzen lässt. Nichtsdestotrotz sind Konzepte wie das Vorliegende wichtige und notwendige Konstrukte, um meine persönliche PLE zu entwickeln. Zugleich schlage ich vor, den Begriff der “persönlichen Lernumgebung” zu streichen und sich auf seine Bausteine - die Autoren nennen “persönliches Wissensmanagement” und “Vernetzung” - zu konzentrieren. Denn wenn ich als Subjekt in der Lage bin, lebenslanges Lernen autonom zu gestalten und zu steuern, werden meine persönliche Lern- und meine persönliche Arbeitsumgebung zusammenfallen.
Sabine Zauchner u.a., in: Nino Tomaschek, Elke Gornik (Hrsg.) The Lifelong Learning University – Perspektiven für die Universität der Zukunft. 2010 (pdf) 

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Moodle und Web 2.0: Diskurs Ralf Hilgenstock - Peter Baumgartner

Posted on 19 December 2009 by jrobes

Wie steht Moodle als Lernplattform eigentlich zum Web 2.0? Ist das Ganze nicht ein Widerspruch? Das Web 2.0, wie wir es nutzen und schätzen gelernt haben, so Peter Baumgartner, ist ein offener Raum, in dem wir Menschen mit gleichen Interessen und Vorlieben begegnen können, die wir heute noch nicht kennen. Web 2.0 in diesem Sinne kann eine Lernplattform nicht abbilden. Will sie auch gar nicht, entgegnet Ralf Hilgenstock. Eine Lernplattform ist ein geschlossener, geschützter Raum, eine Umgebung, in der sich Lehrende und Lernende treffen. Hier wird nicht Web 2.0 gespielt, sondern es werden Web 2.0-Instrumente wie Wikis, Blogs und RSS-Feeds in konkreten Lernszenarien eingesetzt.

Im Grunde genommen geht es in der Diskussion nicht um Moodle und Web 2.0, sondern um Praxiserfahrungen. Irgendwann muss der Schüler, muss der Student, der Lernende “raus”. Früher nannte man es Praktikum, heute ist das Netz ein Praktikumsplatz. Die ersten Schritte können noch in Lernräumen erprobt werden, die mit Hilfe von Moodle und dort integrierten Instrumenten gestaltet werden. Doch irgendwann geht es nicht mehr um Moodle, sondern Lehrende und Lerner verabreden sich im Web, drehen ein Video und veröffentlichen es auf YouTube, schreiben gemeinsam einen Wikipedia-Eintrag und warten gespannt auf die Reaktion der Community, testen das Publizieren eines Blogs, usw. Hier verwaltet Moodle vielleicht noch den Kurs und stellt Räume der Reflektion zur Verfügung, aber die neuen sozialen Kompetenzen werden im Netz erworben.
Ralf Hilgenstock, Moodle-Blog, 19. Dezember 2009

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LMS in Zeiten von Web 2.0

Posted on 25 September 2009 by jrobes

Peter Baumgartner hat sich für seine Keynote auf der MoodleMoot 2009 an der TU Wien folgende Frage gestellt: “Wenn ein wesentliches Kennzeichen von Web 2.0 die (massenhafte) Kooperation im (grenzenlosen) Austausch von (gemeinsam) produzierten Materialien ist, was bedeutet das für Lernprozesse, die auf geschützten “Lerninseln” (Kursräume innerhalb eines Lernmanagement Systems) stattfinden?”

In seiner Antwort bietet er zwei Varianten für das Zusammenspiel von LMS und Web 2.0 an: “Lernmanagementsysteme können also selbst in meiner umfassenden Definition von Web 2.0 durchaus Social Software durchaus sinnvoll nutzen: Einerseits (wie bisher) dadurch, dass ausgehend von der Aufgabe (Lernaktivität) vom LMS auf diese Ressourcen “da draußen” im Internet verwiesen wird, andererseits aber auch dadurch, dass Web 2.0 Aktivitäten (”da draußen”) für das Lernen in den geschützten LMS-Kursräumen einbezogen werden.”

Wie sein Vorschlag genau zu lesen ist, bleibt allerdings unklar. Eingangs weist Peter Baumgartner noch darauf hin, dass “der entscheidende Punkt bei Web 2.0″ die Vernetzung von Personen ist (und bezieht sich dabei auf Michael Kerres, der seiner Ansicht nach zu sehr auf die Verknüpfung von Inhalten abzielt). Dann lässt er aber offen, wie diese Netzwerk-Aktivitäten in die “geschützten LMS-Kursräume” integriert werden können - wenn es nicht wieder nur um die Verlinkung von Inhalten geht. Aber vielleicht betrifft seine Einladung, entsprechende Erfahrungen mitzuteilen, genau diesen Punkt.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 24. September 2009

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Evaluation von E-Portfolio-Software

Posted on 03 June 2009 by jrobes

Es gibt vier gute Gründe, sich diesen Abschlussbericht näher anzuschauen: Erstens findet man einige Hinweise zur Frage, was denn eine E-Portfolio-Software ist (mit Referenzen an Serge Ravet und Graham Attwell). Zweitens lässt sich das Bewertungsverfahren der “Qualitativen Gewichtung und Summierung” gut auf andere Software-Systeme übertragen. Drittens schließt die Evaluation mit kurzen Steckbriefen der 12 Produkte der Shortlist. Und viertens gibt es für Eilige den Bericht auch als … Poster!

“Ist MySpace ein E-Portfolio? Oder 43things? Oder XING? E-Portfolios sind ein neuer Softwaretypus und es ist derzeit noch relativ unklar, welche Funktionen obligatorisch - also die charakteristischen Eigenschaften ausmachen - und welche Funktionen bloß fakultativ („nice to have”) sind.”

Der Bericht ist im Frühjahr 2008 im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung als Entscheidungshilfe für die Implementierung von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen entstanden. Weitere Informationen zum Projekt auf den Seiten von Peter Baumgartner.
Klaus Himpsl und Peter Baumgartner, Teil III des BMWF-Abschlussberichts “E-Portfolio an Hochschulen”. Krems 2009 (pdf)

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CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions

Posted on 13 March 2009 by jrobes

Die Vorträge des Forums auf der diesjährigen CeBIT sollen nach Angaben der Projektleitung circa 3.000 Besucher gehört haben. Wer zumindest mit Blick auf die Folien der Referenten prüfen will, ob er etwas verpasst hat, kann das jetzt tun. Man findet auf den Seiten des Forums z.B. Peter Baumgartner (”Web 2.0 und Social Software - Neue Trends im E-Learning und Blended Learning”), Willms Buhse (”Enterprise 2.0 - Lernen von den Rockstars“) und Martina Göhring (”Gelernt ist nicht genug - effizientes Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis mit Web 2.0“). Aber empfehlen möchte ich Rolf Schmidt-Holtz (CEO, Sony BMG Music Entertainment) mit seinem Vortrag Ist eLearning tot? Zukunft Bildung und Lernen in der digitalen Wissensgesellschaft, auch wenn mir wohl unterrichtete Kreise zugetragen haben, dass er diesen Vortrag gar nicht selbst gehalten hat, weil ihn Wichtigeres bereits nach New York eilen ließ.
CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions, 3.-8. März 2009

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Die zukünftige Bedeutung von Online-Lernen für lebenslanges Lernen

Posted on 27 August 2008 by jrobes

Auch wenn der Fokus dieses Beitrags auf dem Online-Lernen im Hochschulkontext liegt, so sind die Schlussfolgerungen von Peter Baumgartner leicht in andere Zusammenhänge zu übertragen:

“Die Zukunft von Online-Lernen hängt generell mit einem Perspektivenwechsel zusammen, den ich an zwei Beispielen aufzuzeigen versucht habe:

  • Statt bloß die Aufmerksamkeit auf die didaktische Gestaltung der einzelnen Online-Szenarien zu richten, müssen wir in einer integrativen Sichtweise unseren Blick auf das gesamte Blended-Learning-Arrangement richten.
  • Statt bloß formale Lernsettings zu untersuchen, müssen wir unsere Forschung auf informelle Lernprozesse im Arbeits- und Lebensalltag erweitern.”

Und der letzte Punkt kann, so Peter Baumgartner, zum Beispiel bedeuten, sich intensiver mit den Möglichkeiten von Social Software in der Lehre auseinanderzusetzen.
Peter Baumgartner, in: Online-Lernen - Handbuch für das Lernen mit dem Internet. Hrsg. von Ludwig Issing and Paul Klimsa, München 2008, S. 505-513 (via Gedankensplitter)

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Nachruf: Joe Weizenbaum, freier Geist

Posted on 07 March 2008 by jrobes

Josepf Weizenbaum, das sind nicht zuletzt “Eliza” (1966) und “Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft” (1976!). “Programmieren heißt, die Gesellschaft zu gestalten. Also muss Informatik kritisch sein, und sie ist nichts ohne das kultivierte Gespräch. Erinnerung an einen Intellektuellen, der es pflegte.”
Gero von Randow, ZEIT online, 7 März 2008

Nachtrag (10.3.): siehe auch Peter Baumgartner: “Joseph Weizenbaum gestorben”

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Jochen RobesJochen Robes (Frankfurt), Berater mit den Schwerpunkten Human Resources/ Corporate Learning, e-Learning, Knowledge Management
und Web 2.0
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